IG “Schönes Lünne”

 

Forderungen der Interessengemeinschaft „Schönes Lünne“

Kein Frac in Lünne!

Sollte eine Förderung von unkonventionellem Gas in Lünne durch einen Frac genehmigt werden, müssen folgende Aspekte berücksichtigt sein:

  • Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung mit Beteiligung der Öffentlichkeit
  • Erstellung eines geologischen Gutachtens zur Situation des Deckgesteins und der Grundwassersicherheit
  • Abschluss einer angemessenen Versicherung durch das Förderunternehmen für das gesamte Projekt (Ewigkeitsschäden)
  • Laufende Kontrollen der Emissionen (Lärm, Licht, Luft, Grund- und Oberflächenwasser, Abwässer, Verkehr) vor Ort durch unabhängige Institute / Labore vor, während und in einem angemessenen Zeitraum nach der Förderung
  • Kontinuierliche Veröffentlichungen der Emissionsdaten
  • Einrichtung einer unabhängigen Schiedsstelle zur Schadensregulierung

Interessengemeinschaft „Schönes Lünne“

Kontakt zur IG “Schönes Lünne”

Markus Rolink
Jägerstraße 4a
48480 Lünne

schoenesluenne@web.de

Unterschriftenlisten

Seit dem 12.01.2011 sammelt die IG „Schönes Lünne“ Unterschriften gegen die unkonventionelle Förderung von Gas durch die Methode „fracing“. Volle Unterschriftenlisten bitte zurück an Andrea Lögers!

Hier eine Blankoliste. Die ausgefüllten Listen bitte an Markus Rolink senden.

Geologie in Lünne

Zitat:

Zur Dichtigkeit der Deckschichten:
Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass auch in den betrachteten Tonmergelsteinen Kluft- und Störungszonen ausgebildet sind und somit eine Dichtigkeit des Gesteinsverbandes nicht grundsätzlich gegeben ist.

Die komplette Einschätzung der Geologen zum Bohrplatz in Lünne sehen Sie hier.

Die Verfasser (Zwei Geologen im Ruhestand) möchten namentlich noch nicht genannt werden. Sie würden als völlig Unbeteiligte an einem riesigen Rad mit drehen. Als Rentner möchten sie aber ihren Ruhestand genießen und sich nicht in der Öffentlichkeit rechtfertigen. Durch ihre Rente sind sie „wirklich unabhängig“ und nicht auf Aufträge aus der Industrie angewiesen.

Bei positiven Befunden durch die Erkundungsbohrung Lünne 1 ist mit einem Antrag auf Förderung von Schiefergas aus den tonigen Gesteinen des Deckgebirges zu rechnen.

Resolution der Interessengemeinschaft „Schönes Lünne“

Wir sind Bürgerinnen und Bürger, die sich zur Interessengemeinschaft „Schönes Lünne“ zusammen geschlossen haben.

Gas ist ein wichtiger Energielieferant. Im alltäglichen Leben sind wir alle auf Energie und somit auch auf Energie aus Gas angewiesen. Daher begrüßen wir die Suche nach Gas und die Förderung von Gas gerade auch in Deutschland.

Unser Ziel ist es, eine umweltverträgliche Förderung von Gas in Lünne zu unterstützen, gleichzeitig Schäden an Bevölkerung, Gebäuden, Infrastruktur und Umwelt im Zusammenhang mit dem Kernbohrprojekt Lünne 1 zu verhindern. Wir lehnen es ab, Gas durch einen „Frac“ in Lünne zu fördern. Sollte es zu einer Förderung von unkonventionellem Gas kommen, muss im Vorfeld ein unabhängiges geologisches Gutachten zur Situation des Deckgesteins sowie der Grundwassersicherheit erstellt werden. Darüber hinaus fordern wir eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung, sollte es zu einem „Frac“ in Lünne kommen. Die Überwachung von Emissionen muss neben dem Landesamt für Bergbau auch durch unabhängige Institute gewährleistet sein. Zur Klärung von Schadensfällen muss eine unabhängige Schiedsstelle eingerichtet werden. Es muss eine angemessene Versicherung durch das Förderunternehmen für das gesamte Projekt (Ewigkeitsschäden) abgeschlossen werden.

Wir betrachten unsere Natur und Umwelt als hohes Gut und wichtiges Stück Lebensqualität. Als Lebens- und Freizeitraum benötigen wir sie zum Überleben. Als landwirtschaftliche Fläche nutzen wir sie als Lebensgrundlage.

Wir wollen eine gesunde Umwelt und Natur an zukünftige Generationen weitergeben!

  5 Antworten zu “IG “Schönes Lünne””

  1. Muster der Macht des Geldes

    Machen wir uns nichts vor, wir sind in Deutschland nichts weiter als ein Fisch am Haken von Big Oil. Und jeder erfahrene Angler weiß, einem großen starken Fisch gibt man “Leine” um seine Kräfte aufzuzehren, ihn schwach und müde zu machen um ihn dann leicht “an Bord“ zu kriegen. Konkret: Das Bergamt gibt Leine.

    Für ein paar lumpige Cent will Big Oil deutsche Energievorräte billig einsacken und als Spekulationsmasse auf dem Weltenergiemakt zu US-Gold machen. Wir sind dann gezwungen unser eigenes Gas teuer zurückkaufen.

    Wer es nicht glaubt, sollte sich mal mit der Geschichte des Oligopols der US-Ölkonzerne befassen und an den Ursprungsort der gerade geplatzten Spekulationsblasen erinnern.

    Ach ja, Deutschlands leere Kassen blicken mit Tränen in den Augen auf die prallen Dollas-Säcke vom größten Öl-Multi ExxonMobil. Das ist DIE Politik, der wir alle ausgesetzt sind.
    Fakt ist: US-Multis sind gerade im Begriff sich die Gasreserven ganz Europas unter den Nagel zu reißen.

    Wenn schon Fisch, dann müssen wir ja nicht auch noch den dummen Fisch abgeben. Der Kampf wird für die IGs hart und lang, aber er kann gewonnen werden.

    Es gibt viel zu tun, packen wir’s an. Zeigen wir dem Tiger was eine Harke ist – mit vereinten Kräften.

  2. Es geht ja weder um das Unabhängigmachen gegenüber ausländischen Gasvorkommen oder gar dem Bereitstellen von für den Endkunden günstigeren Gas…es geht,wie immer nur um Rendite.Kohle machen um jeden Preis.Man sollte meinen nach dem Deepwater Horizon Fiasko würden die Verantwortlichen was lernen.Leider ist dem nicht so…so lange diese Methode(fracking) nicht verboten wird und man damit Kohle verdienen kann werden Sie weitermachen.
    Es sei denn wir wehren uns!!!
    Ich will weder Gift noch Gas in meinem Boden…
    Zur Zeit dreht übrigens der NDR an Lünne1.

  3. In der Pressemitteilung der Grünen Landtagsfraktion vom 28.01.2011 wird das Fracing entschieden abgelehnt.

    GRÜNE fordern Einstellung des Fracing-Verfahrens bei Erdgas-Bohrungen

    Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, den Einsatz der Fracing-Technik bei Erdgas-Bohrungen so lange zu untersagen, bis die Erdgasfirmen nachgewiesen haben, dass Menschen und Umwelt nicht gefährdet werden. Nach wie vor sei das Ministerium nicht willens oder in der Lage wesentliche Fragen zu dem umstrittenen Verfahren zu beantworten, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel nach derheutigen (Freitag) Unterrichtung von Mitgliedern des Wirtschafts- und des Umweltausschusses.

    Offenbar seien selbst in Wasserschutzgebieten seit Jahren große Mengen Wasser gefährdender Chemikalien mit extrem hohem Druck in den Untergrund verpresst worden. “Die beteiligten Unternehmen mussten zu keinem Zeitpunkt offen legen, welche Stoffe sie dabei verwenden. Unklar ist, ob das Wirtschaftsministerium seine untergeordnete Behörde – das Landesbergamt – nicht im Griff hatte oder ob sich beide von Exxon-Mobil und anderen Unternehmen an der Nase haben herumführen lassen”, kritisierte der Grünen-Politiker.

    Allein in Damme im Landkreis Vechta seien offenbar 10 Tonnen Tetramethylammoniumchlorid in den Untergrund gepumpt worden. Über den Verbleib dieses Stoffes, der bei Verschlucken lebensgefährlich sei, habe das Wirtschaftsministerium keine Auskunft geben können. Auch im Zusammenhang mit Leckagen an Bohrleitungen in Söhlingen habe der Staatssekretär einräumen müssen, dass man entscheidende Chemikalien gar nicht beprobt habe.

    Der Grünen-Politiker erneuerte seine Forderung bei künftigen Erdgasbohrungen zwingend eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung vorzuschreiben.

  4. Hallo liebe Bürger in Norddeutschland,
    mit Interesse sehen wir Leidengenossen im Südwesten auf eure Entwicklungen in Sachen Gasförderung. Bei uns ist es nicht das Gas was uns Sorgen macht, wir haben Tiefe Geothermie an der Backe. Die meisten denken bei Erdwärmegewinnung an saubernen Strom, wir mußten aber leider hier im Rheintal auf baden-württembergischer und rheinland-pfälzer Seite erfahren, dass die Gefahren bei der Förderung von Thermalwässern zur Stromgewinnung(auch teilweise in Wasserschutzgebieten) wie beim Fracing aus dem Einsatz großer Mengen Isopentan,Säuren und Korossionsschutzmitteln besteht.
    Die geförderten Thermalwässer sind in unseren Breiten so mineralisiert, dass sie in ihrer Intensität Wassergefährdungklassen bis 3 einnehmen. Die Wasserbehörden und Bergämter sind hier aber wohl genau so unwissend und schmerzfrei wie bei ihnen.
    Dazu kommt bei uns noch der Aspekt, dass es beim Verpressen der Säuren, bzw. beim Zurückpressen der Thermalsole mit großem Druck, zu Erdbeben in Basel, Landau und Insheim kam, die zum Teil zu Schäden an Häusern in Höhe von 150 T€ führten, die nun natürlich keiner zahlen will.
    Vieleicht interessieren sie sich auch für unser Thema. Inzwischen haben wir einen Bundesverband gegen tiefe Geothermie gegründet. Die Probleme der Bürger sind bei ihnen wie auch bei uns nicht allzu verschieden. Letztendlich geht es um nennen wir es “ahnunglose” Bergbehörden, die Exsistenzberechtigung im Ausbeuten von unseren Bodenschätzen und bedienen der Industrie suchen. Der Nutzen wird auf ein paar Firmen personalisiert die Gefahren auf die Bürger sozialisiert.
    Wer weiß, vielleicht ändert sich in den Köpfen der Politik erst etwas, wenn sich Bürger aus nord und süd zusammenschließen und gemeinsam auf die Barrikaden gehen.
    Wir werden auf jeden Fall weiter gegen die Zerstörung und den Ausverkauf unserer Region kämpfen.
    Gruß unbekannter Weise E.K. BI i.A. Schaidt- Aktiv

  5. Hier ein Foto von der “Kein Dreck in unserer Erde Demo” 2011.
    Das Bild sagt mehr als 1000 Worte.

    lg
    Tim

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