WDR5 – Grundwasser durch Fracking in Gefahr?

WDR 5 Leonardo fasst die Ergebnisse einer neuen Studie aus den USA zusammen, nach denen im Marcellus Schiefer Verbindungen zwischen dem oberflächennahen Grundwasser und den tiefen Gesteinsschichten bestehen. Durch diese Verbindungen können auch die beim Fracking verwendeten Chemikalien früher oder später in die für die Wasserversorgung bedeutsamen Schichten gelangen.

Zwischen den gasführenden Gesteinsschichten und dem Grundwasser, aus dem Trinkwasser gewonnen wird, liegt kilometerweise Gestein. Da kommt nichts durch.“ – Mit diesem Argument versuchen Fracking-Befürworter Sorgen zu zerstreuen – Kein Argument für Forscher aus den USA. Sie haben in Pennsylvania Grundwasservorkommen untersucht und festgestellt: Zum Teil ist das Grundwasser mit Salzen belastet. Sie stammen sehr wahrscheinlich genau aus den Marcelluston-Schichten, aus denen Schiefergas gewonnen wird. Das Gestein dazwischen ist offenbar durchlässig. Die Versalzung kommt allerdings nicht aus der Gasförderung, sondern besteht anscheinend schon länger.

Quelle:
Grundwasser durch Fracking in Gefahr?, 16:05: WDR 5.

Author

Jörn Krüger

Jörn Krüger ist Software Entwickler und engagiert sich in verschiedenen Organisationen, die Internet und bürgerliches Engagement verbinden.

Im Oktober 2010 begann er mit dem Blog unkonventionelle-gasfoerderung.de, auf dem aktuelle und internationale Nachrichten, Meinungen und Berichte zur unkonventionellen Gasförderung veröffentlicht werden. Als informierter Laie schreibt er Gastbeiträge, informiert über Fracking und steht als Gesprächspartner für Parteien und Institutionen zur Verfügung. Zum Thema kam er, als ExxonMobil im September 2010 ankündigte, in seinem Wohnort Nordwalde nach unkonventionellen Gasvorkommen zu bohren. Nach wenigen Stunden Recherche über die weltweiten Folgen von Fracking und dem geringen Informationsstand auf allen Ebenen der Entscheidenden in Politik und Wirtschaft war für ihn klar, dass hier Handlungsbedarf besteht.

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