Der Zusammenschluss „Gegen Gasbohren“ : ..wie alles begann und wie es sich entwickelte…

 

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September 2010: ausgelöst durch Förderpläne von ExxonMobil in ihrer Nachbarschaft finden sich Bürger in Nordwalde, Kreis Steinfurt, Drensteinfurt und Borken zum Widerstand zusammen. Recherchen ergeben die Gasförderabsichten mittels Fracking und offenbaren die Gefahrenpotentiale. Die „Interessengemeinschaft gegen Gasbohren“ (IGGG) in Nordwalde wird gegründet. Sofort wird mit dem Aufbau einer Internet-Plattform begonnen. Überall in der Region werden die Menschen von Jörn Krüger und seinen Mitstreitern über die Gefahren der Fracking-Förderung informiert.

November 2010: das Internet-Portal  www.gegen-gasbohren.de wird eröffnet. Aktuelle, gründlich recherchierte Berichte zum Thema Gasbohren und Fracking werden angeboten, sowie die Initiativen vorgestellt, die sich unter dem Sammelbegriff „Gegen-Gasbohren“ zusammengefunden haben, um gemeinsam Widerstand zu leisten. Die Öffentlichkeit nimmt nun verstärkt den Widerstand gegen die Fracking-Förderung und die Gründe dafür zur Kenntnis.

Rund um Nordwalde herum gründen sich schnell weitere Initiativen. Die erste Initiative in Niedersachsen ist die BI „Schönes Lünne“, als ExxonMobil dort Probebohrungen vornimmt. Die Mitgliederzahl steigt schnell.

13.04.2011 erstes BI-Treffen von „Gegen Gasbohren“ in Herbern mit Teilnehmern aus NRW und NDS. Zwei weitere Abstimmungstreffen im Lauf des Jahres folgen. Im Mai sind schon 12 BI s Mitglied. Von Anfang an wird eng vernetzt agiert, unterstützt von der gemeinsamen Homepage. Auch der Kontakt zu Fracking-Gegnern in den Nachbarländern wird gesucht, um gemeinsam auf die Politik einzuwirken. Das Wachstum von „Gegen Gasbohren“, gestützt auf den sorgsam gepflegten Internetauftritt und zahlreiche Vortragsveranstaltungen in den Regionen, setzt sich dynamisch fort. Die hohe Qualität der Homepage ist dem besonderen Engagement von Jörn Krüger zu danken, der sie unterhält.

April 2012: BNK Petroleum beantragt für Nordhessen Aufsuchungserlaubnisse für Kohlenwasser-stoffe. Der Widerstand in Nordhessen formiert sich.

Juni 2012: zweites BI-Treffen (jetzt schon bundesweit) von „Gegen Gasbohren“ in Lünne, bei dem 25 von inzwischen 31 Initiativen vertreten sind. Am Ende des Treffens wird die „Lünner Resolution“ verabschiedet, die die gemeinschaftliche Forderung auf den Verzicht der Fracking-Förderung zum Inhalt hat. Die „Lünner Resolution“ dient als Grundlage  für die spätere „Korbacher Resolution“. Auch der BUND für Umwelt und Naturschutz fordert in 2012 ein umfassendes Verbot für Fracking und ermuntert seine Verbände zum Widerstand.

Verstärkt wird nun auch der Kontakt des Zusammenschlusses zu BI s gegen Fracking im europäischen Ausland gesucht, wie Österreich, Frankreich, Spanien, EU-Parlament.

Juli 2012 die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) kommt mit einer Neubewertung der Kohlenwasserstoff-Vorräte in Deutschland heraus, wodurch Deutschland plötzlich „Förderland“ aus unkonventionellen Vorkommen wie Schiefergas, Kohleflözgas, Tight Gas und Gas aus Ölschiefer-Vorkommen wird.

Oktober 2012: Kassel, Großdemo der Fracking-Gegner vor dem Sitz des Regierungspräsidenten mit Übergabe von Beschwerden, unterstützt von „Gegen Gasbohren“. Breite Information der Öffentlichkeit in zahlreichen Veranstaltungen, unterstützt durch den viel besuchten Internetauftritt.

Anfang 2013: weiterer Anstieg der Mitglieder, auch unterstützt durch den Film GASLAND, der überall gezeigt wird. Der Widerstand gegen Fracking wächst.

11.04.2013: die hessische Umweltministerin Puttrich untersagt die Erteilung der von BNK Petroleum für Nordhessen beantragten Aufsuchungsgenehmigung für Kohlenwasserstoffe, wegen des Vorranges öffentlicher Belange.

Erstmals wird eine Aufsuchungsgenehmigung nicht erteilt.

Mai 2013 drittes BI-Treffen von „Gegen Gasbohren“ in Korbach. Die Homepage weist inzwischen bundesweit 58 Initiativen als Mitglieder aus. Als Schlussdokument wird die „Korbacher Resolution“ verabschiedet, als verpflichtendes Dokument für alle derzeitigen und künftigen neuen Mitglieder von „Gegen Gasbohren“.Ihr Inhalt entspricht der im Vorjahr verfassten „Lünner Resolution„, ist jedoch in einigen Punkten ausgefeilter. Sie wird in viele Sprachen übersetzt.

Diese „Korbacher Resolution“ wird von vielen anderen Widerstandsgruppen in Europa als Vorlage übernommen und ebenfalls zur Grundlage deren Handelns gemacht.

Eine Internet-Petition zur Mitzeichnung der „Korbacher Resolution“ wird eröffnet.

Die umfangreiche und breite Informationstätigkeit aller Gruppen von „Gegen Gasbohren“ führt zur zunehmenden Aufklärung der Bevölkerung über Sachthemen zur Fracking-Erdgasförderung und über die damit verbundenen Gefahren.

2013: Gesetzentwürfe zur Einführung der Fracking-Förderung werden von Minister Altmaier vorgelegt, jedoch unter dem massiven Widerstand der Bürger und der Bundestagsabgeordneten aus Förderregionen wieder zurückgezogen, um die Bundestagswahlen 2013 nicht zu gefährden.

2013: im Verlauf des Jahres rückt dann auch die CO2-Abscheidung und -Deponierung im tiefen Untergrund durch Verpressen (CCS) in den Fokus. Viele Gefahrenelemente sind mit der Fracking-Förderung vergleichbar. Der Themenbereich von „Gegen Gasbohren“ erweitert sich. Der Verein „kein CO2-Endlager“ in Schleswig-Holstein wird erstes Mitglied mit den Themenschwerpunkten „CCS“ und „Fracking“.

Informationen aus den USA, dem Mutterland der Fracking-Förderung, erbringen zunehmend Hinweise, dass die gesundheitliche Gefährdung von Anwohnern der Fördergebiete von Kohlenwasserstoffen eine weithin verschwiegene und damit unterschätzte Gefahr darstellt. Nach der Bildung der neuen Großen Koalition nach der Bundestagswahl 2013 unter der Führung Merkel/Gabriel wurde dieses Wissen um die Gesundheitsgefährdung über Online-Portale und soziale Netzwerke innerhalb kürzester Zeit verbreitet.

2014: die große Bedeutung der Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Wirkungen und Folgen der Kohlenwasserstoff-Produktion wird immer deutlicher erkennbar. Auch der Zusammenschluss befasst sich verstärkt mit diesem Themenkomplex. Mehrere neu BI s, die das Thema Gesundheit als Leitthema haben, werden Mitglieder und schärfen zugleich das Augenmerk für diese Thematik. Der Verein der Umweltkranken GENUK e.V. bringt profunde Kenntnisse ein, besonders auf dem Gebiet der Vergiftungen durch Schwermetalle und Chemikalien, die „Gegen Gasbohren“ zu neuen Erkenntnissen führen.

Anfang 2014: die sogenannten Freihandelsabkommen CETA und TTIP ziehen die Aufmerksamkeit der Mitglieder auf sich. Es wird bei „Gegen Gasbohren“ erkannt, dass mittels dieser Handelsabkommen durch die in Deutschland zahlreich vertretenen Investoren, die Inhaber von Aufsuchungsberechtigungen sind. eine Förderung von Kohlenwasserstoffen in Deutschland erzwungen werden könnte.

April 2014: Workshop zu den Abkommen CETA und TTIP für Mitglieder

Mai 2014: Viertes Bundestreffen von „Gegen Gasbohren“ in HH-Allermöhe. Neben internen Abstimmungen wird die Verstärkung des Widerstandes gegen die „Freihandelsabkommen“ TTIP und CETA vereinbart und der Ausbau der europäischen Zusammenarbeit des Widerstandes gegen Fracking. Die Petition auf der Basis der „Korbacher Resolution“ hat inzwischen fast 50.000 Mitzeichner bekommen und die Laufzeit wird verlängert. Zusätzlich haben sich schon 224 Gruppen als Unterstützer der „Korbacher Resolution“ eintragen lassen. Es wird beschlossen, diese Eintragungsmöglichkeit als Unterstützer weiter zu führen.

Mitte 2014: Durch ihr massives Angebot an Rohöl aus der Fracking-Förderung haben die USA den Lieferländern der OPEC den Markt streitig gemacht. Die OPEC erhöht ihr Fördervolumen und senkt die Preise, um das teurer produzierte Fracking-Öl zurück zu drängen. Der Ölpreis fällt.

Oktober 2014: Fünftes Bundestreffen von Gegen Gasbohren in Borken. Hauptthemen: Reorganisation der Homepage-Betreuung auf mehreren Schultern, Bildung eines Redaktionsteams, Einrichtung einer neuen E-mail-Benachrichtigungslinie, Vorbereitung der Initiativen auf die Vorlage einer Neuauflage der Altmaier’schen Frackinggesetze vor Jahresende.

November 2014: die BGR reduziert ihre hochgeschätzten Kohlenwasserstoff-Reserven für
Deutschland von 2012 um über 60%. Genauere offizielle Zahlen dazu erst sollen erst für einen Zeitpunkt nach der Verabschiedung der neuen Frackinggesetze im Verlauf 2015 veröffentlicht werden.

Das Abkommen CETA der EU mit Kanada, wird von den Verhandlungskommissionen als „fertig verhandelt“ erklärt und zur Prüfung durch alle beteiligten Regierungen vorbereitet, was noch länger dauern wird.

Die von den Mitgliedern des Zusammenschlusses sowie anderen Aktivisten bemängelten Fallen und fehlenden Konkretisierungen sind nicht entfernt worden. Das Abkommen zeichnet sich nach Meinung von Experten als gefährlich ab, wenn es wirksam werden sollte.

Oktober 2014: Großdemonstration in Berlin zum „Global Frackdown Day“ 2014 und zum Widerstand gegen TTIP und CETA. Mehrere 10.000 Menschen kommen nach Berlin.

November 2014: Vorlage der neuen Frackinggesetzentwürfe der Regierung Merkel. Ein Team aus  BBU und BI-Mitgliedern prüft und kommentiert. Diese Entwürfe erweisen sich wiederum als völlig
unzureichend. Der fast um die Hälfte abgesunkene Ölpreis beschert den U.S.-Fracking-Förderern hohe Verluste. Zum Jahresende 2014 gehen die ersten Firmen in den USA bankrott.

Anfang 2015: Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Cuomo, verkündet, nach umfangreichen Untersuchungen der Gesundheitsbehörde, ein vollständiges Verbot der Fracking-Förderung in seinem Staat. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind zu gering und die Risiken daraus nicht ausreichend sicher abzuschätzen.

12.02.15 in Berlin: Anhörung der Verbände zu den Frackinggesetzentwürfen der Regierung. Auch „Gegen Gasbohren“ hat eine umfangreiche schriftliche Stellungnahme erarbeitet, mit der klaren begründeten Ablehnung jeglicher Fracking-Förderung in Deutschland. Während der Anhörung wurden besonders die völlig fehlenden Maßnahmen und Vorsorgen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bemängelt. Mitglieder im Zusammenschluss versendeten tausende Offene Briefe an den Bundestag, die Landesparlamente und die EU-Parlamentarier, um sie über aktuelle Entwicklungen informiert zu halten. Die Rohölpreise auf den internationalen Märkten haben sich um 50 US-Dollar pro barrel eingependelt.

Mai 2015: Mehr als 60% aller Anlagen zur Erstellung von Frackingbohrungen in den USA sind gegenüber dem Mai 2014 stillgelegt worden, um die hohen Bohr- und Fracking-Kosten einzusparen. Arbeitsplätze werden abgebaut.

Der in Deutschland nach der Anhörung entstandene öffentliche Druck und die Vielzahl der Einwände gegen die Vorschläge der Regierung zeigen Wirkung. Viele Bundestagsabgeordnete aus Fördergebieten sind mit den Entwürfen nicht einverstanden und kündigen Ablehnung an. Das führt dazu, dass die ursprünglich noch vor der parlamentarischen Sommerpause Anfang Juli 2015 geplante letzte Anhörung und Verabschiedung dieser völlig unzureichenden Gesetzesänderungen durch die Koalition erneut kurzfristig von der Tagesordnung genommen werden. Nun ist ein Termin im Herbst 2015 vorgesehen.

Juli 2015: Die 300. Unterstützergruppe der „Korbacher Resolution“ wird eingetragen.

65 Mitgliedsgruppen sind im Zusammenschluss „Gegen Gasbohren“ vereint.

Europaweit gibt es inzwischen über 450 Widerstandsgruppen in 20 Ländern.

Die Rohölpreise werden von der OPEC durch Erhöhung des Angebotes bis Juli 2015 auf ca. 55 USD/barrel abgesenkt und stabil gehalten. 1-jährige „future“-Kontrakte zu alten Ölpreisen von Mitte 2014 laufen aus.

Die künstliche Stützung der US-Großhandels-Gaspreise durch hochpreisige Ölverkaufserlöse ist nicht mehr aufrecht zu erhalten.
Das Märchen vom „billigen U.S.-Fracking-Gas“ wird entlarvt. Auch die Großen der Öl- und Gas-Frackingförderung in den USA kommen in Bedrängnis.

Quelle:

http://investmentwatchblog.com/oil-companies-face-a-new-risk-bankruptcy-if-u-s-shale-drillers-default-then-theres-a-hole-of-250-billion-of-debt-to-be-filled-banks-wont-be-happy/

Die Börsenkurse der U.S.-Förderfirmen und der Service-Unternehmen sind stark gefallen. Personalentlassungen, besonders bei den US-Firmen und deren Service-Partnern haben bis zur Jahresmitte 2015 bereits über 100.000 Jobs gekostet.

U.S.- und kanadische Förderfirmen ziehen sich zum Teil aus Europa zurück, um ihre Kostenbasis zu verbessern. Die Fördermengen, wo es sie in Europa gibt, sind auch zu gering. Auch der teils heftige Widerstand der Bevölkerung, die sich ihr sauberes Trinkwasser erhalten will, trägt dazu bei. Es wird befürchtet, dass die Fracking-Blase in den USA, die auch spekulativ erzeugt wurde, in sich zusammenfallen könnte.

Die Fracking-Erlaubnis-Gesetzesvorlagen der Bundesregierung sollen nach der Sommerpause 2015 erneut beraten werden.

August 2015

22./23.08.2015, 6. Bundestreffen in Bielefeld mit Erarbeitung verschiedener Themen, u.a.:

    Befassung mit den Entwürfen der Bundesregierung zur gesetzlichen Regelung von Fracking mit anschließender Diskussion, Erörterung und ablehnende Stellungnahme zu den Länderöffnungsklauseln.
    Offener Brief an Regierung und Abgeordnete zu Gesetzesvorlagen.
      Beratung zu den Möglichkeiten, über die Aarhus-Konvention

 

    Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen.
    Vorbereitung zur Teilnahme an Großdemo in Berlin am 10.10.2015 gegen TTIP und CETA.

September 2015
11.09.15 Präsentation von GENUK e.V. in Rotenburg
zu den Auswertungen des Niedersächsischen Krebsregisters zur SG Bothel und zum Stadtgebiet Rotenburg/Wümme, Gemeinden, die in langjährigen Erdgasfördergebieten liegen. Es bestätigt sich eine markante Häufung seltener Blutkrebse an zwei „Hotspots“ mit Kohlenwasserstoff-Förderung.

Der Verdacht liegt nahe, dass die Förderung der Auslöser dieser Blutkrebshäufungen sein könnte.

September: Die OPEC erhöht ihre Förderung noch weiter und bewirkt damit ein weiteres Absinken der Rohölpreise auf unter ca. 50 USD/barrel.

Innerhalb der Großen Koalition gibt es umfangreiche Abstimmungsgespräche zu den Fracking-Erlaubnisgesetzen und die Abstimmung im Bundestag wird immer weiter bis zum Jahresende hin verschoben.

Oktober 2015
10.10.15 Großdemonstration in Berlin gegen TTIP und CETA
, an der auch 22 BIs von Gegen Gasbohren mit weit über 100 Teilnehmern teilnahmen. Diese Freihandelsabkommen könnten es ausländischen „Investoren“ ermöglichen, mittels dieser Handelsabkommen durch die in Deutschland zahlreich vertretenen Investoren, die Inhaber von Aufsuchungserlaubnissen sind, eine Förderung von Kohlenwasserstoffen in Deutschland zu erzwingen. Über 250.000 Teilnehmer versammeln sich an diesem Tag in Berlin und demonstrieren friedlich.

Dezember 2015
1.12. – 12.12.15 Welt-Klima-Gipfel in Paris.

Nach zähem Ringen wird ein Abschlussprotokoll erstellt, das die Klimaerwärmung durch den Menschen als Fakt anerkennt und in dem alle Staaten dem Ziel zustimmen, die Erderwärmung auf weniger als 2 Grad Celsius begrenzen zu wollen.

Details der weiteren Schritte und konkrete Verpflichtungen der Einzelstaaten unterbleiben. Alle Teilnehmerländer wissen jedoch: Der CO2-Ausstoß muss drastisch reduziert werden.

Es keimt Hoffnung, dass die Bundesregierung die Fracking-Erlaubnisgesetze evtl. doch nicht im Bundestag zur Abstimmung bringen wird, weil damit die fossile Verbrennung ja nicht reduziert würde.

15.12.15 die Fracking-Erlaubnisgesetze kommen vor Weihnachten nicht mehr in den Bundestag.

Mehrere große U.S. -Förderunternehmen mussten große Teile ihrer Börsenwerte „abschreiben“, da sie ihre Schuldendienste auf die aufgenommenen Kapitalvolumen nicht mehr leisten konnten.

17.12.15 Pressemitteilung von GENUK e.V. über die statistisch belegte markante Häufung seltener Blutkrebse in der SG Steimbke und in Rodewald, einem weiteren langjährigen Förderstandort von Kohlenwasserstoffen. In Rodewald wurden jahrelang riesige Mengen Benzol freigesetzt. Benzol ist für die Auslösung seltener Blutkrebse bekannt. Nun ist ein dritter „Hotspot“ mit dem Verdacht eines Zusammenhanges mit der Förderung bekannt.

23.12.15: Die OPEC hat den Rohölpreis bis auf ca. 35 USD/barrel gedrückt. Inzwischen sind durch weitere Stilllegungen von Bohrtürmen in den USA die Kapazitäten um über 70% zurückgenommen worden. Die stärkste Abnahme erfolgte dabei im Ölbereich, der auch der größere ist. Der weiter verstärkte Kostendruck durch die seit Jahresmitte 2015 noch
weiter gesenkten Rohölpreise hat diese Entwicklung beschleunigt.

27.12.15 Volker Fritz