Flözkohle-Vergasung in Australien – größter Produzent AGL kündigt Ausstieg an

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Feb 102016
 

Flözkohle-Vergasung in Australien – größter Produzent AGL kündigt Ausstieg an

 

In Australien sind  3 Firmen in der Kohleverstromung und Flözkohlegasverstromung aktiv: AGL die größte der Drei, Energy Australia und Origin  (die „dreckigen Drei“).

Gestern nun hat AGL verkündet, dass sie aus der umweltbelastenden Flözkohlegas-Gewinnung aussteigen wollen und dass die ersten beiden Anlagen, die sie stilllegen und verschrotten, die in Gloucester und Camden sein werden.

An beiden Standorten hatte es von Anfang an massiven Widerstand der Bevölkerung gegeben.

Die Umweltbewegung „GetUp!“ hat seit Jahren massiv gekämpft und jetzt einen Stromerzeuger gefunden und als Partner gewinnen können, der umweltfreundlich Strom produziert. Und innerhalb kurzer Zeit haben fast 15.000 Stromkunden auf den neuen Lieferanten umgestellt, der umweltfreundlich Strom erzeugt. Dadurch wurde der Druck auf die Kohleverstromung und Flözkohlegasverstromung massiv erhöht.

Während also in Australien abzusehen ist, dass diese schmutzige Art der Stromerzeugung durch den Druck der Bürger und Stromkunden bald ganz verschwunden sein wird, schickt man sich im dicht besiedelten Deutschland an, in diese umweltbelastende Produktion einzusteigen.

 

Quelle:

https://www.getup.org.au/campaigns/renewable-energy/agl-quits-csg-emails/a-huge-win-for-gloucester-and-camden?t=WO5mKi3xL&utm_content=11527&utm_campaign=AGL%20abandons%20coal%20seam%20gas%21&utm_source=blast&utm_medium=email

Bericht zu Bohraktivitäten in USA und Kanada vom 23.12.2015 bis 29.01.2016

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Feb 102016
 
Soll bis Oktober 14 mit der Bohrung fertig werden: Drilling Rig E202

Die Januarzahlen 2016 der im Einsatz befindlichen Bohrtürme in den USA und Kanada, nach den Baker-Hughes fortlaufenden Listen zeigen zwei unterschiedliche Entwicklungen an:
Der Abbau der Bohrkapazitäten in den USA geht kontinuierlich weiter, während in Kanada seit Jahresbeginn eine deutliche Belebung erfolgte, – insbesondere beim Öl.

Die Verringerung der „in Arbeit“ befindlichen Bohrtürme zum Jahresende hatte zum Teil auch mit erforderlichen technischen Überprüfungen und Instandhaltungsarbeiten zu tun, wie ich in Erfahrung bringen konnte. Sie wurden aus Anlass der Weihnachtstage und des Jahreswechsels auf Ende Dezember gelegt.
Während solcher Tage, an denen die Türme zwar vorhanden und aufgebaut sind, aber nicht bohren, werden sie ebenfalls als „außer Betrieb“ gerechnet.

Zum Vergleich einmal die Zahlen:

Gesamt im Einsatz USA Kanada
25.11.2015 744 Stück 184 Stück
23.12.2015 700 Stück 126 Stück
31.12.2015 698 Stück 83 Stück
29.01.2016 619 Stück 231 Stück

 

Auffallend dieses Mal der besonders starke Aufbau in Kanada im Januar 2016, mit Schwerpunkt Ölbohranlagen, nach dem niedrigsten Stand am 31.12.2015 mit insgesamt noch 83 Stück „im Einsatz“.

Der Abbau im Januar 2016 erfolgte in den USA um insgesamt 11,6 % gegenüber dem 23.12. 2015, beim Ölbohren -7,5 % beim Gasbohren -25,3 % . Golf-Bohraktivitäten, Offshore und Inland Waters mit ganz leichter Zunahme. Die beiden großen US-Fördergesellschaften Continental Resources und Hess haben die Reduzierung aller Aktivitäten verkündet, die im Moment entbehrt werden können,um ihre Firmen bei dem extrem niedrigen Ölpreis von zur Zeit um 35.-USD liquide zu halten. Generell wird das Volumen der U.S.-Ölförderung für 2016 um etwa 12% bis zum Ende des Jahres abnehmend prognostiziert. Mit etwas Zeitverzug wird sich dieser Rückgang natürlich auch auf die Beschäftigung auswirken, wenn die schnell absinkende Leistung der einzelnen Shale Bohrungen nicht durch neue Bohrungen kompensiert wird. Da aber Ende 2014 noch Bohrungen „auf Vorrat“ angelegt worden waren, können sie bei Bedarf in Produktion genommen werden, um Rückgänge auszugleichen. Dadurch verzögert sich der Gesamt-Leistungsabfall der US-Shale-Förderung etwas.

Gegenüber September 2014 hat sich im Januar 2016 ergeben, einschließlich Offshore und Bohraktivitäten im Golf von Mexiko:

USA von 1931 verringert auf 619 Stück = -68%
Kanada von 429 verringert 231 Stück = nur noch -54%

 
nach Öl- und Gasförderung unterschieden bedeutet das für USA:

Öl von 1592 verringert auf 498 Stück = -68,7%
Gas von 338 verringert 121 Stück = -64,2%

 
nach Öl- und Gasförderung unterschieden bedeutet das für Kanada:

Öl von 246 verringert auf 126 Stück = noch -48,8%
Gas von 183 verringert 105 Stück = noch -42,6%

 
nach Haupt-Förderbundesstaaten der USA unterteilt bedeutet das nach Bohrtürmen gegenüber September 2014:

Texas 281 verringert um 68,7%
Oklahama 88 konstant bei -61%
Louisiana 51 verringert um 55,5%
North Dakota 44 verringert um 76,7%
Pennsylvania 22 verringert um 61,4%
Colorado 22 verringert um 71,4%
Wyoming 15 verringert um 75%
West Virginia 12 verringert um 65,6%
Ohio 14 verringert um 66,6%
Kansas 9 verringert um 64%
Alaska 13 leichte Zunahme seit 9/2014
Kalifornien 7 verringert um 84,5%
Utah 3 konstant bei -87%
Arkansas 0 verringert um 100%
Golf von Mexiko 28 leichte Zunahme auf noch -52,5%
New Mexiko 26 verringert sich um 74,3%

 
nach dem Haupt Shale Fördergebieten der USA unterteilt bedeutet das gegenüber dem Stand vom September 2014:

Permian 182 verringert um 68,7%
Eagle Ford 64 verringert um 69%
Williston 44 verringert um 77,8%
Marcellus 34 verringert um 57,5%
Cana Woodford 39 Zunahme um +3%
Haynesville 18 verringert um 61%
DJ-Niobrara 21 verringert um 66%
Utica 14 verringert um 68%
Granite Wash 13 verringert um 80,4%
Mississippian 11 verringert um 85,7%
Arkoma Woodford 7 konstant
Barnett 3 verringert um 86,3%
Ardmore Woodford 3 konstant bei -40%
Fayetteville 0 verringert um 100%

 
Die Bundesstaaten Texas (-38), New Mexico (-12), North Dakota (-11), Louisiana (-5), Pennsylvania (-4), West Virginia (-4) und Kansas (-3) waren im Januar 2016 bis zum Stichtag 29.01.2016 am stärksten betroffen.

Bezogen auf die Fördergebiete betraf der Januar-Rückgang 2016 der Bohraktivitäten in den USA hauptsächlich:

Permian Basin -30 Anlagen
Eagle Ford -13 Anlagen
D.J. Niobrara -12 Anlagen
Willistion -11 Anlagen
Marcellus -7 Anlagen
Haynesville -6 Anlagen
Barnett -5 Anlagen

 

Die bereits seit Herbst 2015 erfolgten Verringerungen der Beschäftigten auf den Förderfeldern und bei den Servicegesellschaften haben sich auch im Januar in den USA fortgesetzt, während in Kanada der Abbau zunächst zum Stillstand gekommen sein dürfte.

Strahlenschutz und der Umgang mit radioaktiven Abfällen in der Öl- und Gasindustrie – IAEA-Safety Report No. 34

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Feb 092016
 
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Strahlenschutz und der Umgang mit radioaktiven Abfällen in der Öl- und Gasindustrie  –  IAEA-Safety Report No. 34

 

Die Internationale Atom Energie Agentur (IAEA) gibt zu wichtigen Themen Sicherheitshinweise heraus, um Gefährdungen zu vermeiden. Im „Safety Reports Series No. 34“ von 2003 wird der Themenkreis Öl- und Gasindustrie umfassend bearbeitet. Titel „Radiation Protection and the Management of Radioactive Waste in the Oil and Gas Industry“.

Fachleute aus vielen Ländern, in denen Förderung erfolgt, haben an der Erarbeitung dieses Sicherheitsberichtes mitgearbeitet, so Kanada, USA, Australien, England, Deutschland, die Niederlande, Norwegen und weitere Länder.

In dem Bericht sind sehr anschaulich auch die Innenverkrustungen in den Förderrohren beschrieben (Seite 53) und die Reinigung von Equipment und die radioaktive Belastung des Flowback.

Auch die Abbauketten des Uran von Uran 238 bis zum Blei 206, werden sehr anschaulich auf Seite 51 dargestellt. Auch die Thorium-Abbaukette folgt dann auf der Seite 52 bis zum Blei 208.

Radioisotope kommen ins Abwasser. Die Gemeinheit ist dabei, dass je nach Zerfallszustand kurzlebige und sehr langlebige Strahler auftreten. Auf die besondere Gefahr trockener abrasiver Verfahren zur Reinigung und Dekontamination wird hingewiesen, da so radioaktive Stäube eingeatmet werden können und dann ihr zerstörendes Werk im Körper beginnen. Und natürlich, die Arbeiter, die in der Förderung und bei der Vorbereitung der Förderung und bei den Service-Gruppen beschäftigt sind, gehen ein hohes Risiko ein.

Die hohe Versterbensrate unter den ehemaligen Mitarbeitern des VEB Erdgas Salzwedel, speziell unter den Mitarbeitern, die „Sonden“ zu ziehen hatten (Förderrohre auszutauschen) spricht eine deutliche Sprache.

Auf der Seite 55 werden verschiedene Niederschläge und Anhaftungsformen beschrieben, mit denen man in der Produktion rechnen muss. Und es wird generell auf den hohen Schulungsbedarf für Mitarbeiter hingewiesen, da ja auf den Bohrplätzen auch mit Strahlern gearbeitet wird, um den Bohrprozess zu überwachen. Diese Strahler werden in die Bohrungen eingeführt und vieles andere mehr.

 

Quelle: http://www-pub.iaea.org/MTCD/publications/PDF/Pub1171_web.pdf

 

 

 

Texas im Münsterland? Diskussions-Veranstaltung zum Gasbohren

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Feb 092016
 
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Texas im Münsterland? Diskussions-Veranstaltung zum Gasbohren

Freitag, den 12.02. 2016 um 19.00 Uhr

in Drensteinfurt, Evangelisches Gemeindehaus, Bahnhofstr. 12

 

mit

Wibke Brems      Sprecherin für Energie- und Klimapolitik der Grünen im Landtag NRW

Jürgen Blümer   Bürgerinitiative gegen Gasbohren

 

Am 15. März 2016 stimmt der Rat der Stadt Hamm über die Erkundungsbohrungen der HammGas auf dem Bohrfeld in Herbern-Nordick, also im Kreis Coesfeld, ab. Bei diesen Bohrungen sollen keine Chemikalien zur Sprengung unterirdischer Gesteinsschichten eingesetzt werden, sie sind also formal gesehen kein Fracking.

Aber sind sie ein Einstieg in diese Hochrisiko-Technologie? „Der erste Bohrturm ist immer der schwerste!“, so lautet der klassische Insider-Spruch in einer Branche, die auf hohe Profite ausgerichtet ist. Selbst wenn keine Chemikalien eingesetzt werden: Droht dem Münsterland eine Aneinanderreihung von Industriegebieten?

Wir wollen zu diesen für das Münsterland existenziell wichtigen und umstrittenen Fragen Antworten finden. Die Landesregierung ist gegen das Fracking, vertritt aber die Auffassung, HammGas sei kein Einstieg in die Fracking-Technologie. Die Bürgerinitiativen befürchten genau dies.

Bürgerinitiativen im Münsterland

 Veröffentlicht von am 9. Februar 2016

Münsterland statt Gasland – gemeinsam Widerstand leisten

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Feb 062016
 

Wir schreiben das Jahr 2026. In den vergangenen Jahren ist die Energiewende in Nordrhein-Westfalen nicht vorangekommen. Der Energieverbrauch im Verkehr, bei Strom und Wärme konnte nicht gravierend gesenkt werden. Der Ausbau regenerativer Energien ist nicht vorangekommen. Falsche politische Entscheidungen haben Rahmenbedingungen zugelassen, die die Dekarbonisierung Nordrhein-Westfalens zum Stillstand gebracht haben.

Die Folgen für das Münsterland waren verheerend. Der ungebremste Hunger nach fossilen Energieträgern und steigende Rohstoffpreise haben einen Wettlauf auf die Gasreserven unter dem Münsterland ausgelöst. Aufgrund mangelhafter rechtlicher Vorgaben werden Genehmigungen für neue Gasbohr-Anlagen im Wochenrhythmus erteilt. Die ehemalige Parklandschaft zwischen Niederlanden, Teutoburger Wald und nördlichem Ruhrgebiet hat sich in eine Industrielandschaft verwandelt.

Der Schwerlastverkehr fließt nicht mehr nur auf Autobahnen und Bundesstraßen, er dringt über Kreisstraßen und Wirtschaftswege tief in die ehemals landwirtschaftlich geprägte Fläche vor. Bohrtürme und Förderstellen wechseln sich im Abstand von 3 bis 5 Kilometern ab und prägen die industrialisierte Landschaft wie die flächendeckenden Maisfelder, die noch als letzter Rest an eine ehemals kleinteilige Landwirtschaft erinnern. Die Tourismusindustrie ist wie das Baugewerbe vollständig zusammengebrochen. Die Flucht der Bevölkerung in andere Regionen Deutschlands hat eingesetzt. Die verbliebene Wohnbevölkerung fürchtet sich vor Lärm, Erdbeben und Umweltschäden. Grundstücke und Gebäude haben in den letzten Jahren einen erheblichen Teil ihres Wertes verloren. Wanderarbeiter, die für kurze Zeit an einem Ort den Bohrtätigkeiten nachgehen, prägen das Bild der Innenstätte und Supermärkte.

 Das Münsterland ist Gasland!

Wir Bürgerinitiativen gegen Gasbohren im Münsterland haben beschlossen, dass wir eine Zerstörung unserer Heimat durch Gasbohren nicht hinnehmen werden. Wir werden weiter entschlossen Widerstand leisten, um zu verhindern, dass diese Vision aus dem Jahr 2026 Realität wird.

Dies schaffen wir aber nicht alleine. Wir brauchen Verbündete, die sich ebenso entschlossen und eindeutig wie wir der drohenden Zerstörung eines Kulturraums entgegen stellen, der über Jahrhunderte gewachsen ist.

Deswegen appellieren die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren im Münsterland an die Grünen in den Kreisen Borken, Steinfurt, Münster, Coesfeld und Warendorf:

„Euer ‚Nein‘ zu Gasbohren muss so laut sein wie das ‚Nein‘ zur Atomenergie!“

Diese Karte zeigt auf,um was es geht:Grafik Muenster
Die Genehmigung von Gasbohren durch die Bezirksregieung Arnsberg im Januar 2016 stellt eine massive Bedrohung des ländlichen Raumes dar, unter dem ausbeutbare Flözgasvorkommen vermutet werden. Der Großteil dieser Vorkommen befindet sich unter dem Münsterland. Bisher gab es keine Technologie, die einen genehmigungsfähigen Zugriff auf diesen fossilen Energieträger ermöglichte. Dies hat sich durch die Erlaubnis der Bohrung in Ascheberg radikal geändert.

Diese Auswirkungen auf die Fördermöglichkeiten von Gasvorkommen sind aber keineswegs auf NRW begrenzt. Sollte die neue Technologie in NRW nun genehmigungsfähig und zur Produktionsreife weiter entwickelt werden, steht der Anwendung in ganz Deutschland und dem Export weltweit nichts mehr im Wege. Dann würden nicht nur zusätzliche fossile Energieträger im Kreis Coesfeld aus der Erde geholt werden – auch in China, Venezuela und Australien wäre eine Ausbeutung von Kohleflözgas der Weg bereitet. Mit entsprechend verheerenden Auswirkungen auf das Klima. Denn statt konsequent fossile Energieträger zu ersetzen, würde eine neue fossile Energiequelle bereit gestellt.

Wir als Bürgerinitiativen gegen Gasbohren im Münsterland appellieren daher an die Grünen im Münsterland, sich mit uns dieser Herausforderung zu stellen, um gemeinsam Widerstand zu leisten. Wir benötigen Eure laute Stimme, damit wir zusammen ein deutliches Stoppsignal setzen können:

Nein zu Gasbohren – hier und anderswo!

Dieser Appell an die Grünen Kreis- und Ortsverbände des Münsterlands wird unterstützt von folgenden Bürgerinitiativen:

BiGG Drensteinfurt e.V.                 BisT Herbern

BIGG Hamm                                 BIGG Werne

 

 Veröffentlicht von am 6. Februar 2016

Ist Leaching easy? Riesen-Umweltschaden durch Leaching-Kupfermine in Mexiko in 2014 belastet die Gesundheit von über 22.000 Menschen 2016 noch immer

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Feb 022016
 

Ist Leaching easy?
Riesen-Umweltschaden durch Leaching-Kupfermine in Mexiko in 2014 belastet die Gesundheit von über 22.000 Menschen 2016 noch immer

 

Im August 2014 liefen fast 40.000 m3 kupferiger Schwefelsäure der Buenavista del Cobre Mine des Eigentümers Grupo Mexico bei Cananea in den Fluss Bacanuchi und dann in den Rio Sonora und vergifteten diese auf einer Länge von ca. 320 km. Alle Wasserentnahmestellen der Kommunen längs der Flüsse mussten stillgelegt werden und auch Bewässerungsanlagen für Gemüseplantagen im Tal des Rio Sonora. Ernten gingen verloren.
Dieses Ereignis wird als einer der größten Umweltschäden Mexikos eingestuft.
In der Mine wird Kupfer mittels Leaching gewonnen.

Untersuchungen ergaben ungenügende Sicherheitsvorkehrungen, um bei Austritten der mit Kupfer versetzten Schwefelsäure Schäden zu vermeiden.
Und die Meldung seitens des Minenbetreibers an die Behörden bei Schadensbeginn erfolgte erheblich verspätet, so dass auch Maßnahmen zur Vermeidung von Folgeschäden erst verspätet ergriffen werden konnten. Kurz nach der Gifteinleitung kam es wetterbedingt zu schweren Überschwemmungen und das kontaminierte Wasser trat aus den Flussbetten auf die angrenzenden Felder
über, die ebenfalls dadurch mit Schwermetall verseucht wurden.

Bis heute wurden erst wenige Kilometer Flussabschnitte im oberen Bereich, gleich hinter der Zuflussstelle der Schwefelsäure aufgearbeitet. Dieses Gebiet ist Privatbesitz der Minengesellschaft.

Das Wasser aus den Wasserversorgungen der Kommunen und Brunnen längs der Flüsse ist schwermetallbelastet und weiterhin gefährlich. Die Minengesellschaft brachte Wasser in Tankwagen für die betroffenen Anwohner als Ersatz. Davon wurden jedoch viele krank. Wer es sich leisten kann, trinkt nur Wasser aus Flaschen, das in den Märkten zu kaufen ist.

Regierungsoffizielle beteuern heute, dass nun aber alles ganz sicher sei in der Mine.
Für die Aufarbeitung der Kontaminationen haben sie noch weitere 5 Jahre angesetzt.

 

Quelle:
http://www.truth-out.org/news/item/34594-impacts-to-health-livelihood-continue-1-year-after-toxic-mine-spill-in-mexico