CETA-Verhandlungen der EU-Kommission wurden ohne Markt- und Folgeabschätzungen durchgeführt. Der Dilettantismus feiert große Feste – zu Lasten der Länder und Menschen der EU.

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Jun 282016
 

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Bei den CETA-Verhandlungen der EU fehlte von Anfang an die Sorgfalt. Die EU-Kommission ist gemäß den Lissabonner Verträgen berechtigt und autorisiert Außenhandelsverträge der EU mit Drittländern abzuschließen. Solche Vertragsvereinbarungen wollen sorgfältig abgewogen sein. Deshalb werden üblicherweise gründliche Abschätzungen vorab durchgeführt, um mögliche unerwünschte zu erwartende Auswirkungen schon vorher einschätzen und berücksichtigen zu können. Diese zentralen Vorbereitungsbestandteile hat die EU-Kommission bei CETA offenbar nicht beachtet. Sie kann jedenfalls keinerlei Studien oder Untersuchungen dazu vorlegen.

Und jetzt versucht diese Kommission auch noch, die Nationalparlamente und deren Mitspracherecht auszuhebeln.Verrückter geht es kaum. In einem privaten Unternehmen würde eine solche Truppe sofort entlassen werden, die mit so wenig Vorbereitung eine auf Jahrzehnte angelegte Vertragsbindung „unterschriftsreif“ bezeichnen würde.

Volker Fritz

Quelle: Brief EU-Kommission vom 27.06.2016 trade.dga2.e.1(2016)3011600

Die Zahl der Bohrtürme im Einsatz in Nordamerika hat im Juni 2016 wieder deutlich zugenommen. Es sieht nach einer Trendwende aus.

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Jun 262016
 

Heute berichte ich zum Zeitraum Juni 2016 vom 28.05.2016 bis zum 24.06.2016.

Die im Juni 2016 im Einsatz befindlichen Bohrtürme in den USA und Kanada, nach den Baker-Hughes fortlaufenden Listen, zeigen eine deutliche Trendwende. Ihre Zahl hat im Juni um etwa 10 Prozent wieder zugenommen, bezogen auf den niedrigen Stand von Ende Mai. In Kanada ist die Belebung sehr kräftig, in den USA deutlich verhaltener.
Insgesamt wurden im Monat Juni 50 Bohrtürme wieder aktiviert.
Der Abbau der Bohrkapazitäten in den USA geht zwar in einzelnen Förderregionen noch in geringem Maß weiter, das wird jedoch durch deutliche Zunahmen in North Dakota und Texas überkompensiert. In den USA erfolgt die Zunahme überwiegend im Ölbereich. In Kanada liegt die Zunahme zwar auch in der Hauptsache im Ölbereich, jedoch nimmt die Zunahme beim Erdgas etwa 40 Prozent der wieder aktivierten Bohrtürme ein.
Der inzwischen bei 50.- USD/barrel stabilisierte Rohölpreis erlaubt die Förderung zu geringeren Verlusten – verbunden mit der Hoffnung der Förderer auf einen weiteren Anstieg in der nächsten Zeit.

International ist der Rückgang der Bohrtürme im Einsatz ebenfalls im Juni 2016 zum Stillstand gekommen − auf niedrigem Niveau.

Es ist genug Rohöl weltweit im Angebot. Öltankerflotten mit vielen Millionen Tonnen Rohöl ankern vor den großen Handelsplätzen Rotterdam, Shanghai, Tokio, New York, Los Angeles,im Golf von Mexiko und drücken mit ihrem riesigen Angebotsvolumen die Großhandelspreise. Die in den USA geförderten Ölmengen gehen ja ebenfalls als Nachfragevolumen aus dem Markt, so lange diese Förderung die derzeitige Größenordnung in etwa einhält. Hier ist aber ein Rückgang demnächst zu erwarten.
Das weiterhin reduzierte Wachstum der großen asiatischen Volkswirtschaften senkt den Bedarf an Öl und LNG-Erdgas zurzeit erheblich und wirkt ebenfalls preisstabilisierend. Preiserhöhungsphantasien bieten da zurzeit wenig Spielraum.

Gegenüber September 2014 hat sich im Juni 2016 ergeben, einschließlich Offshore und Bohraktivitäten im Golf von Mexiko:

USA von 1931 vermehrt auf 421 Stück (Mai 404) = -78,2% zu 9/2014
Kanada von 429 vermehrt auf 76 Stück (Mai 43) = -82,3% zu 9/2014

 
nach Öl- und Gasförderung unterschieden bedeutet das für USA:

Öl von 1592 vermehrt auf 330 Stück (Mai 316) = -79,3% zu 9/2014
Gas von 338 vermehrt auf 90 Stück (Mai 87) = -73,4% zu 9/2014

Die Zunahme im Juni in den USA erfolgte am deutlichsten im Bundesstaat Texas mit 21 Bohrtürmen und in North Dakota mit 4 Stück, alle übrigen Förderstaaten waren mit kleinen Abnahmen beteiligt, oder hatten einzelne Zunahmen.

nach Öl- und Gasförderung unterschieden bedeutet das für Kanada:

Öl von 246 vermehrt auf 36 Stück (Mai 14) = noch -85,4% zu 9/2014
Gas von 183 vermehrt 39 Stück (Mai 28) = noch -78,7% zu 9/2014

 
Die Ankündigungen der Öl- und Gasförderfirmen im Fracking-Bereich in den vergangenen Wochen lassen aus den USA erkennen, dass trotz der problematischen Lage optimistische Untertöne zu hören sind.
Die Förderer glauben annehmen zu können, dass die Rohölpreise, und hinter diesen dann eventuell auch die Gaspreise, noch etwas weiter steigen werden, was sich allerdings im Monat Juni 2016 nicht realisiert hat. Die Rohölpreise pendelten um die Marke 50.-USD/barrel.

Bei noch etwas höheren Preisen für das Rohöl könnten einige Firmen schon fast wieder kostendeckend produzieren, nachdem unter dem Druck der Niedrigpreise teils massive Einsparungen an Kosten und Material durchgeführt wurden.

Eine generelle Trendwende ist jedoch in den USA bezüglich des Fördergeschäftes noch nicht in Sicht, so dass meine übrige Bewertung vom Mai 2016 nach wie vor Gültigkeit hat. Auch das internationale Explorations- und Fördergeschäft schwächelt im Juni 2016 weiter, wenn auch eine weitere Reduzierung ausgeblieben ist.

Im Übrigen verweise ich auf meine Ausführungen im vorhergegangenen Bericht zum Monat Mai 2016.

Volker Fritz
im Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land

BBU: Entscheidung des Deutschen Bundestages für Fracking verlagert die Auseinandersetzung in die betroffenen Regionen

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Jun 242016
 

BBU-Pressemitteilung
24.06.2016

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(Bonn, Berlin, 24.06.2016) Als fatalen Schritt in die falsche Richtung hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) die heutige Verabschiedung eines Fracking-Erlaubnis-Rechts durch den Deutschen Bundestag bezeichnet. Danach kann Fracking zur Aufmachung und Gewinnung von Gas, das in bestimmten Gesteinsformationen, sogenannten Tight-Gas-Reservoirs, vorliegt, in jeder Tiefe stattfinden. Die betroffenen Regionen werden damit den Frackinn-Gefahren wie Grundwasserkontamina-tionen, Erdbeben oder einer Zerstörung von Natur und Landschaft ausgesetzt. Der BBU betont, dass die Auseinandersetzung um Fracking damit jedoch nicht beendet ist, sondern in eine neue Phase eintritt. Die Auseinandersetzung wird jetzt bei jedem konkreten Fracking-Vorhaben vor Ort erfolgen.

Oliver Kalusch, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des BBU erklärt hierzu: “Die Fracking-Debatte im Deutschen Bundestag war eine erschreckende Darstellung der Selbstgerechtigkeit der Großen Koalition. Statt Fracking ausnahmslos zu verbieten, klopften sich die Rednerinnen und Redner von SPD und CDU/CSU selbst auf die Schulter. Doch dafür gibt es keinen Grund. Da die Große Koalition Tight-Gas-Fracking nun auf eine rechtssichere Basis gestellt hat, wird eine gigantische Fracking-Welle über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Teile weiterer Bundesländer hereinbrechen. Statt Umwelt- und Gesundheitsschäden durch ein ausnahmsloses Fracking-Verbot auszuschließen, haben sich die Parlamentarier der Großen Koalition zu Erfüllungsgehilfen der Gasindustrie gemacht. Damit verlagert sich die Auseinandersetzung jetzt in die Regionen und Kommunen, in denen konkrete Frackinn-Projekte realisiert werden sollen. Der Kampf gegen Tight-Gas-Fracking wird nun in Genehmigungsverfahren, Erörterungsterminen sowie bei Bürgerversammlungen und Demonstrationen stattfinden. Und die Bürger vor Ort werden sich gut überlegen, ob sie Parteien wählen, die Fracking zugelassen haben.“

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz wird sich weiter gegen Fracking engagieren und die Änderung des Bundesberggesetzes verlangen, in das ein Paragraf mit einem ausnahmslosen Fracking-Verbot aufgenommen werden muss. Den Widerstand gegen Fracking vor Ort wird der BBU aktiv unterstützen.

Eiliger Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten 21.06.2016

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Jun 222016
 

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Nach dem überraschenden Bekanntwerden der geplanten Verabschiedung der Gesetzesvorschläge zur Regelung der Fracking-Förderung von Kohlenwasserstoffen aus deutschem Boden am 24.06.2016 im Bundestag wurde es dringend erforderlich, die dem Team Gesundheit von „Gegen Gasbohren“ in den letzten Tagen bekannt gewordenen neuen Informationen aus den USA auch den Bundestagsabgeordneten noch vor dem 24.06.16 zur Kenntnis zu geben.

Der Offene Brief vom 21.06.16 enthält sowohl umfangreiche und als auch überraschenden Neuigkeiten.

Die Atmosphärenschädigung durch Methan-Leckagen aus der Erdgasförderung ist weit größer, als bisher angenommen. Erdgas ist kein „Brückenbrennstoff“, sondern das „Killergas“ für unsere Atmosphäre.

Die Gesundheitsschädigung von Anwohnern durch emittierte Fördergasanteile und flüchtige Begleitstoffe ist nachgewiesenermaßen sehr bedeutsam. Die eingeatmeten Gifte entfalten im Körper ihre Wirkung und führen bei bestimmten Konzentrationen zu Krebs.

Genügend Gründe für eine Ablehnung von Fracking in Deutschland, zumal der Erdgasverbrauch bei uns ohnehin als weiter abnehmend prognostiziert wird.

V. Fritz

Pennsylv.Health Care Council_14.06.16_Vorabveröffentlichug Untersuchung Gesundheitsschäden Fracking

Scan Skizze 1 aus NC WARN Brief vom 08.06.16 mit Methanleckage-Bewertungen.

BBU zur Fracking-Einigung der Großen Koalition: Mogelpackung statt konsequentes Fracking-Verbot

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Jun 222016
 

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BBU-Pressemitteilung
22.06.2016

(Bonn, Berlin, 22.06.2016) Als Mogelpackung hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die Einigung der Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU zum Fracking bezeichnet. Fracking werde keineswegs vollständig verboten. Fracking in bestimmten geologischen Formationen, sogenannten Tight-Gas-Reservoirs, wird in jeder Tiefe erlaubt. Davor können auch Länderklauseln nicht schützen. Und eine endgültige Entscheidung über Fracking im Schiefergestein wird nicht getroffen, sondern auf das Jahr 2021 verschoben. Der BBU appelliert an die Mitglieder des Deutschen Bundestags, das Regelungspaket der Bundesregierung am Freitag abzulehnen und sich für ein ausnahmsloses Fracking-Verbot einzusetzen.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Die Große Koalition täuscht die Bevölkerung. Geradezu bühnenreif präsentiert sie das Stück ‚Gutes Fracking – schlechtes Fracking“. Dazu benutzt sie die Fantasiebegriffe ‚konventionelles Fracking‘ und ‚unkonventionelles Fracking‘. Doch die Technik, die zur Ausbeutung verschiedener Gesteinsschichten verwendet wird, ist immer die Gleiche. Und gleich sind auch die Umweltschäden wie Grundwasserkontaminationen oder Erdbeben sowie die Gesundheitsbeeinträchtigungen. Das Ziel von SPD und CDU/CSU ist, die juristischen Hürden für Fracking-Vorhaben in Tight-Gas-Reservoirs aus dem Weg zu räumen. Aufsuchungserlaubnisse und Betriebspläne sollen die Rechtsicherheit bekommen, die sie bisher nicht haben.“

Weiter erklärt Oliver Kalusch: „Auch die Hoffnung auf Länderklauseln erweist sich bei näherer Betrachtung als höchst trügerisch. Denn nur für Erprobungsmaßnahmen bedarf es der Zustimmung der Bundesländer. Ein weitergehender Ausschluss kann nur in Gebieten erfolgen, in denen untertägiger Bergbau betrieben wird oder betrieben worden ist. Um darüber hinaus rechtssicher auf Länderebene über die Raumordnung Fracking in anderen Gebieten, insbesondere Tight-Gas-Reservoirs,ausschließen zu können, würde es einer entsprechenden neuen Ermächtigung im Bundesberggesetz bedürfen. Eine solche Änderung hat weder die Bundesregierung noch die Große Koalition vorgelegt. Damit wird jeder
Versuch eines Ausschlusses über einen Landesentwicklungsplan zu einem juristischen Glücksspiel.“

Auch für Bohrungen im Schiefergestein bringt die Einigung der Großen Koalition keine abschließende Sicherheit. Der Prüfungsvorbehalt für das Jahr 2021 bedeutet lediglich: In den nächsten fünf Jahren werden die Gaskonzerne die Tight-Gas-Reservoirs vollständig ausbeuten und bis 2021 kontinuierlich Druck machen, damit die Schiefergasförderung dann freigegeben wird.

Der BBU appelliert an die Bundestagsabgeordneten, dieses Spiel auf Kosten der Bevölkerung nicht mitzumachen und sich konsequent für ein ausnahmsloses Fracking-Verbot einzusetzen. Der erste, notwendige Schritt hierzu ist die Ablehnung des Pro-Fracking-Rechts der Bundesregierung am kommenden Freitag im Bundestag.

Besondere Klimaschädlichkeit von durch Fracking gewonnenem Erdgas!

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Jun 222016
 

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Auf Grund der jetzt nachgewiesenen hohen Methan-Leckagen bei Förderung, Lagerung, Transport und weiteren diffusen Quellen bei durch Fracking gewonnenen Erdgas besonders aus Schieferstein und der hohen Klimaschädlichkeit von Methan in der Atmosphäre in den ersten zwanzig Jahren erweist sich Fracking als b e s o n d e r s kontraproduktiv zur Erreichung der Pariser Klimaziele.

Auch wenn Erdgas bei der Verbrennung nur etwa halb so viel Kohlendioxid erzeugt wie Kohle ist in die Atmosphäre entwichenes Methan ein um ein Vielfaches schädlicheres Treibhausgas als Kohlendioxid, jeweils abhängig von der Bemessungszeit. Über die ersten 20 Jahre um etwa das 86-fache, über 100 Jahre gerechnet um das 35-fache. (http://www.climatecentral.org/news/us-60-percent-of-global-methane-growth-20037)

Die Auswertung von Satellitenaufnahmen an der Cornell-Universität in den USA seit 2011 durch Robert Howarth (http://www.eeb.cornell.edu/howarth/publications/Howarth_2014_ESE_methane_emissions.pdf)und auch die Berechnungen an Universitäten in Neuseeland und England wurden jetzt auch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) durch Messungen von der Zugspitze bestätigt (http://www.kit.edu/kit/19517.php). Es wurde ein starker Anstieg des Methananteils in der Atmosphäre auf der nördlichen Halbkugel in der vergangenen Dekade entdeckt und belegt. Dies korreliert zeitlich ganz offensichtlich mit dem Fracking-Boom in den USA. Die amerikanische Umweltbehörde EPA wird daher nicht darum herumkommen, ihre nun nachweislichen falschen Berechnungen zu korrigieren.

Die Versprechungen, die Obama in Paris hinsichtlich der Erreichung der Klimaschutzziele in den USA gemacht hat, sind so nicht nachvollziehbar.

Interessant wäre es zu erfahren, wie der IPCC, der Weltklimarat der UNO, die beträchtlichen Methan-Emissionen mit in seine Berechnungen einbezieht und welche Verursacher-Zuweisung er vornimmt.

Für unseren Einsatz gegen Fracking ergibt sich auf jeden Fall eine neue Situation in der sachlichen Auseinandersetzung mit der Industrielobby und der Politik: Durch Fracking gewonnenes Erdgas ist als Brennstoff zur Überbrückung der nächsten Jahrzehnte bis in ein nach-fossiles Zeitalter gänzlich ungeeignet auf Grund der besonderen Klimaschädlichkeit bei Förderung, Lagerung, Transport usw. Es wird zum Klimakiller und als Brückentechnologie ist es, wie Prof. Robert W. Howarth seine Arbeit von 2014 überschreibt, eine Brücken ins Nirgendwo (A bridge to nowhere: methane emissions and the greenhouse gas footprint of natural gas)!

Wir sollten dieses neue Argument der b e s o n d e r e n Klimaschädlichkeit von durch Fracking gewonnenes Erdgas nutzen und verlangen, dass die Diskussion um das Fracking-Regelungspaket neu eröffnet wird, denn für die Entscheidung im Bundestag ist jetzt eine neue Sachlage entstanden: Der Hauptpfeiler der „Brückentechnologie“, nämlich die behauptete geringere Klimaschädlichkeit von gefracktem Erdgas, ist in sich zusammen gestürzt und trägt nicht mehr.

Fritz Buhr

 Veröffentlicht von am 22. Juni 2016