Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

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Dez 172018
 

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Bericht zum Monat Dezember 2018: Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

Berichtszeitraum 10. November 2018 bis 14. Dezember 2018
(5 Wochen)

Der Dezember 2018 erlebt nach der fortgesetzten Stagnation im September und einem deutlichen Rückgang im Oktober und kaum Bewegung im November eine weitere Abnahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme. Der Rückgang nach Februar 2018 ist weiterhin noch nicht durch den neuen Anstieg der im Einsatz befindlichen Bohrtürme bis Dezember ausgeglichen.

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 Veröffentlicht von am 17. Dezember 2018

Bewahren wir das kulturelle Erbe des alternativen bürgerschaft­lichen Engagements – Rettet das afas!

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Dez 132018
 

BBU-Pressemitteilung

Bewahren wir das kulturelle Erbe des alternativen bürgerschaft­lichen Engagements – Rettet das afas!

(Bonn, Duisburg, 09.12.2018) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e. V.) ruft alle auf, sich für den Erhalt des archiv für alternatives schrifttum (afas e. V.) einzusetzen.

Das Archiv sammelt Material der alternativen Bewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Hier sind die Proteste gegen die Wiederbewaffnung in den 50’er Jahren und die Anfänge der Friedensbewegung genauso zu finden, wie die Proteste gegen die Stationierung der Pershing-II-Raketen in Bonn 1982.
Die bunte Geschichte der deutschen Umweltbewegung ist hier zu finden sowie die Dokumente über den Kampf gegen die Apartheid in Südafrika.

Die Landesregierung NRW plant die Zuschüsse für dieses kulturell und historisch unverzichtbare Archiv zu streichen.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordert CDU und FDP im Landtag NRW auf, diese Pläne fallen zu lassen.
Dieses einzigartige Gedächtnis der Bürgerbewegungen muss erhalten bleiben!
Dem bürgerschaftlichen Engagement kommt eine immer größer werdende Bedeutung zu. Es ist ein bedeutsames Merkmal der Demokratie, ein Regulativ und bedarf der Dokumentation.

Die Landesregierung NRW plant, ab 2020 die Zuschüsse für
dieses kulturell und historisch unverzichtbare Archiv zu streichen.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordert CDU und FDP im Landtag NRW auf, diese Pläne fallen zu lassen. Dieses einzigartige Gedächtnis der Bürgerbewegungen muss erhalten bleiben!

Ausführliche Informationen über das afas und die drohenden Mittelkürzungen unter: http://afas-archiv.de

 Veröffentlicht von am 13. Dezember 2018

Flüssiggas-Terminal in Niedersachsen torpediert Klimaschutzverpflichtungen

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Dez 102018
 

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Pressemitteilung 06.12.2018

Offener Brief von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen:
Flüssiggas (LNG)-Terminal in Niedersachsen torpediert Klimaschutzverpflichtungen und führt zu einer Investitionsruine

Gegen die Pläne der niedersächsischen Landesregierung, den Bau eines Flüssiggas-Terminals in Stade oder Wilhelmshaven zu unterstützen, formiert sich großer Widerstand. 50 Bürgerinitiativen, Umwelt-, Ärzte- und Erneuerbare-Energien-Verbände haben in einer ausführlichen Stellungnahme die ökologischen und ökonomischen Gründe gegen angedachte LNG-Terminals (englisch: liquefied natural gas) im Norden Deutschlands dargelegt.

Die Landesregierung wirbt für das LNG-Terminal, das mit staatlichen Subventionen gefördert werden soll. Die InitiatorInnen der Stellungnahme hingegen betonen: „Öffentliche Fördermittel in Millionenhöhe sollen in ein LNG-Großprojekt mit einer ökonomischen Lebenszeit von mindestens 30 Jahren fließen, für das es keinen volkswirtschaftlichen Bedarf gibt.
Die Flüssiggas-Terminals in Europa sind schon jetzt nicht ausgelastet. Die anstehenden Investitionsentscheidungen sollen für Zeiträume erfolgen, in denen aufgrund des fortschreitenden Klimawandels eine radikale Abkehr von fossilen Brennstoffen unumgänglich ist. Deutschland ist bereits überversorgt mit Gas und muss noch vor 2050 vollständig dekarbonisiert werden.“

Die Initiativen und Verbände machen darauf aufmerksam, dass Erdgas nur ein weiterer fossiler Energieträger ist, auf den wir wegen seiner klimaschädigenden Wirkung dringend verzichten müssen. Berücksichtigt man neben dem beim Verbrennen entstehenden CO2-Ausstoß auch die bei Förderung und Transport entweichenden Methan-Emissionen, fällt die Klimabilanz von Erdgas schlecht aus. Handelt es sich um Schiefergas, das mit Hilfe von Fracking  gewonnen wurde, ist die klimaschädliche Wirkung in der gesamten Produktionskette noch wesentlich größer.

Eine Unterstützung für den Import von Flüssiggas – und dies auch noch mit öffentlichen Fördermitteln – liefe den verbindlich beschlossenen Klimaschutzzielen auf Bundes- und Landesebene sowie den Vorgaben des Pariser Abkommens zuwider, betonen die Verbände.
Sie verweisen dabei auch auf aktuelle Forschungsergebnisse, die zeigen, dass der Umstieg auf LNG im Transportsektor nicht dazu geeignet ist, die Klimaziele zu erreichen.

Voraussichtlicher Hauptabnehmer des LNG in Stade wäre der Chemiegigant Dow Chemical. Das vorrangig aus den USA stammende LNG würde für den Betrieb der energieintensiven Anlagen vor Ort und als Rohstoff für Plastik und andere petrochemische Produkte genutzt.

Angesichts der gravierenden negativen Auswirkungen auf den Klima- und Umweltschutz sowie der Gefahr der Schaffung von Investitionsruinen fordern die InitiatorInnen der Stellungnahme, dass das Projekt neu evaluiert wird. Zu diesem Zweck müsse es ein öffentliches Beteiligungsverfahren und eine Strategische Umweltprüfung geben. Vor Abschluss einer Bewertung, die alle Umwelt- und Gesundheitsaspekte berücksichtigt, dürfen keine öffentlichen Fördermittel fließen, fordern die UnterzeichnerInnen des Briefs.

——————————

Anlage:

Offener Brief/Stellungnahme zum geplanten LNG-Terminal in Niedersachsen

 Veröffentlicht von am 10. Dezember 2018

Bericht des IPCC Panel of Climate Change mahnt zu schnellem Handeln!

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Dez 022018
 

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Der neueste Bericht des IPCC Panel of Climate Change vom Oktober 2018 warnt eindringlich und mahnt zu schnellem Handeln! Die nächsten 12 Jahre sind entscheidend. Doch immer noch werden durch gewählte „Annahmen“ die Fakten „geschönt“, sodass der bereits große Ernst der Lage missverstanden werden kann!

Die ausschnittweise Übersetzung einer Meldung dazu im Portal www.ecowatch.com und der nachfolgende Kommentar mit Hinweisen auf Ungereimtheiten in dem Report führen zu der Überlegung, dass die Chance, die globale Erwärmung auf nur plus 1,5 Grad Celcius bis 2100 zu begrenzen, wohl schon vertan ist.

Übersetzung ausschnittweise Klima -und Kommentar – Das Fenster für Möglichkeiten zu handeln ist beinahe geschlossen (EcoWatch 23.11.18)

 Veröffentlicht von am 2. Dezember 2018

Bericht zum Monat November 2018: Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

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Nov 172018
 

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Bericht zum Monat November 2018: Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

Berichtszeitraum 13.Oktober bis 9. November 2018

Der November 2018 erlebt nach der fortgesetzten Stagnation im September und einem deutlichen Rückgang im Oktober – eine minimale Zunahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme. Der Rückgang nach Februar 2018 ist weiterhin noch nicht durch den neuen Anstieg der im Einsatz befindlichen Bohrtürme bis November ausgeglichen.
Die Rohölpreise auf WTI-Basis notierten am 14. September 2018 bei 70,30 USD/barrel und hatten sich im September weiter gefestigt bis auf 74 USD/barrel  und gaben Anfang Oktober wieder etwas nach und lagen Mitte Oktober bei 71,30 USD/barrel. Danach rutschten die Preise weiter ab, bis auf 61,59 USD/barrel am 8. November 2018.
Nach den Ankündigungen der US-Förderindustrie sind die US-Rohölpreise ab 60 USD/barrel interessant. Es war also in Nordamerika in den Monaten September, Oktober und November mit dem Verkauf von WTI-Rohöl gutes Geld zu verdienen. Dennoch wurden bisher keine Aktivitäten zur Ankurbelung der Ölförderung unternommen.

Es drängt sich immer mehr der Schluss auf, dass das Fördervolumen absichtlich niedrig gehalten wird, um mit den deutlich höheren und profitablen Rohölpreisen Gewinne zu generieren. Das käme auch Russland entgegen, da auch Russland massiv vom Ölverkauf seinen Staatshaushalt finanziert.
Unter diesem Blickwinkel erscheint das neuerliche Embargo gegen Persien in einem anderen Licht. Persien lieferte früher circa 10 Prozent des weltweiten Rohölbedarfes und drängte jetzt natürlich mit aller Macht zurück in den Markt, um auch wieder an Devisen aus dem Ölverkauf zu kommen. Hätte Persien ungehindert seine Ölanlagen wieder hochfahren können, wäre durch das Mehr an Angebot der Preis vermutlich wieder bei 30 USD/barrel oder gar darunter.
Das hätte für die US-Konzerne gewaltige negative Folgen gehabt.
Der Ausstieg aus dem Atomvertrag mit Persien erscheint mir immer mehr nur als Vorwand, um zu erklären, warum die USA den Persern den Ölhahn wieder zudrehen.

Hier bleiben weiterhin – und verstärkt – Fragen offen, deren Klärung evtl. demnächst möglich sein wird.

Die Entwicklung in den USA und in Kanada verlief im Monat November nicht gleichsinnig. In den USA  nahm die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gering um 18 Türme zu,  in Kanada dagegen nur um 1 Turm. So ergab sich eine Gesamtzunahme im November von 19 Türmen. Sie verteilte sich etwa zu zwei Dritteln auf Ölbohrtürme und zu einem Drittel  auf Gasbohrtürme.

Nachfolgend noch einmal die Entwicklung, nachdem es in den Monaten vor Juli 2017 eine stete Zunahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gegeben hatte und im Juli Stillstand und danach einen Rückgang – mit erneuter Belebung zum Jahresbeginn:

Monat
gesamt im Einsatz USA
Kanada
USA Rohölpreis WTI USD/barrel
Ende 7 1.178 958 220 46,00
Ende 8
1.157 940 217 46,81
Ende 9 1.155 935 220 52,13
Ende 10
1.115 913 202 51,94
Mitte 11
1.090 889 192 54,27
3. Wo 11
1.110 907 203 57,03
4. Wo 11 1.123 915 208 56,18
15.12.17
1.168 930 238 56,64
19.01.18
1.261 936 325 63,72
16.02.18
1.293 975 318 60,74
16.03.18
1.209 990 219 60,85
13.04.18
1.110 1.008 117 66,74
18.05.18
1.129 1.046 83 71,50
15.06.18
1.198 1.059 139 66,60
13.07.18
1.251 1.054 197 70,60
17.08.18
1.269 1.057 212 65,00
14.09.18
1.281 1.055 226 70,30
12.10.18
1.258 1.063 195 71,31
09.11.18
1.277 1.081 196 61,59

Insgesamt sind jetzt in Nordamerika noch 1.003 Ölbohrtürme und 274 Erdgasbohrtürme aktiv.
Die Gebiete der Hauptaktivitäten sind in USA: Texas (532), Oklahoma (148), New Mexico(106), Louisiana (65), North Dakota (55), Pennsylvania (45), Colorado (34), Wyoming (30), und Ohio (17).

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 Veröffentlicht von am 17. November 2018

Kommentar zu einer LNG-Infrastruktur in Deutschland

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Nov 142018
 

Angeregt durch entsprechende Bemerkung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier während seiner Türkeireise Ende Oktober 2018, und durch einen Hinweis der SPD-Bundestagsabgeordneten Timon Gremmels, habe ich die umfangreiche Koalitionsvereinbarung von CDU, CSU und SPD durchgesehen, die am 4. März 2018 veröffentlicht worden war.

Im Bereich „Energie“ steht auf Seite 73, nach vielen Seiten mit Absichtserklärungen bezüglich der Stärkung und Förderung regenerativer Energien, der folgende Satz: „Wir wollen Deutschland zum Standort für LNG-Infrastruktur machen“. Und zum Bereich „Schiffahrt/Seefahrt“ ist auf der Seite 82 zu lesen: Auf nationaler Ebene wollen wir unsere technologieoffenen Initiativen zugunsten alternativer Antriebe und Energiequellen in der Schifffahrt und in den Häfen (LNG, Wasserstoff/Brennstoffzelle, Methanol, Elektromobilität) verstärken und verstetigen.
Im Hafenbereich gehören die Absenkung der EEG-Umlage und der Einsatz energieeffizienter Fahrzeuge dazu. Wir stellen flächendeckend Landstrom für die deutschen Häfen zur Verfügung. Wir setzen uns für eine europaweit einheitliche Nutzungspflicht ein. Der einheitlichen Rechtsanwendung und dem entsprechenden Genehmigungsmanagement beim Thema LNG kommt in den Häfen hohe Bedeutung zu“. (Ende Zitat)

Damit steht fest, dass Wirtschaftsminister Altmaier nur das ausgesprochen hat, was diese Regierungskoalition tatsächlich vor hat, nämlich den Aufbau von LNG-Infrastruktur in Deutschland und die planmäßige Versorgung der Seeschifffahrt mit LNG als Treibstoff in deutschen Häfen.

Dass dieses Vorhaben sich absolut gegen die Ziele des Pariser Klimaabkommens vom Dezember 2015 richtet und sogar zur verstärkten Erwärmung der Erdatmosphäre beiträgt, haben die Verhandler der Koalitionäre dabei offenbar völlig übersehen.
Denn bei dem als LNG-Gas für den Export nach Europa angedachten Erdgas handelt es sich weit überwiegend um das klimaschädlichste gefrackte US-Erdgas.

Wieder einmal wird deutlich, wie groß der Einfluss der Lobbyisten in Berlin und bei den einzelnen Fraktionen ist. Sie bewirkten mit der Summe ihrer Aktivitäten, dass die „Fachleute“ der Fraktionen die Entwicklungen ignorieren, über die von der Wissenschaft und vom IPCC-Pannel berichtet wurde. Dazu gehören auch die Untersuchungsergebnisse zu den Wirkungen des Methans in der Atmosphäre.

LNG wird als „Zwischenlösung“ zur Ablösung anderer fossiler Brennstoffe gesehen, obwohl es weitaus atmosphärenschädigender ist.

Die die Untersuchungen ergaben nämlich:

  1. konventionelles Erdgas ist etwa 1/3 schädlicher als Steinkohle
  2. gefracktes Erdgas ist wiederum 3-fach schädlicher als konventionelles

 
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 Veröffentlicht von am 14. November 2018