Der bundesweite Zusammenschluss „Gegen Gasbohren“ hat jetzt 80 Mitglieder!

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Mrz 202019
 

Volker Fritz berichtet:

Der bundesweite Zusammenschluss „Gegen Gasbohren“ hat jetzt 80 Mitglieder!

Durch einen lebhaften Zugang an neuen Mitgliedern ist „Gegen Gasbohren“ gewachsen und besteht nunmehr aus 80 Mitgliedern in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.

 Veröffentlicht von am 20. März 2019

Bericht: Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

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Mrz 192019
 

Berichtszeitraum 16. Februar bis 15. März 2019

Foto: pixabay

Im Berichtszeitraum nahm die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme drastisch ab.
Insgesamt wurden 88 Bohrtürme stillgelegt gemeldet, davon entfielen 78 Stück auf Ölförderung und 10 Stück auf die Erdgasförderung.Die größte Abnahme erfolgte in Kanada mit 63 Türmen, davon 54 für Öl- und 9 für Erdgasförderung.

In Summe fiel damit das Einsatzvolumen in Nordamerika wieder deutlich unter die bereits im Februar 2018 erreichte Zahl von 1.293 Türmen auf 1.187 Stück.

Die Rohölpreise auf WTI-Basis notierten am 14. Dezember 2018 bei 51,20, sackten dann bis zum Jahreswechsel auf 46,32 USD/barrel ab und stiegen danach wieder kontinuierlich bis auf 53,34 USD/barrel an und liegen zur Zeit bei 58,34 USD/barrel. Damit liegen die erzielbaren Marktpreise für US-Fracking-Öl weiter unter der Rentabilitätsschwelle von circa 60 USD/barrel für US-Fracking-Öl, jedoch ist die Differenz nur noch minimal.

Meine Kommentare zu den möglichen Markthintergründen sind dem Bericht zum Jahreswechsel vom 18. Janura 2019 zu entnehmen.

Die Entwicklung in den USA und in Kanada verlief im Januar wieder nicht gleichsinnig. In den USA nahm die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gering um 25 Türme ab, in Kanada dagegen um 63 Türme. So ergab sich eine Gesamtabnahme in den vier Wochen um 88 Türme.

Nachfolgend noch einmal die Entwicklung, nachdem es in den Monaten vor Juli 2017 eine stete Zunahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gegeben hatte und im Juli Stillstand und danach einen Rückgang – mit erneuter Belebung zum Jahresbeginn:

Monat
gesamt im Einsatz USA
Kanada
USA Rohölpreis WTI USD/barrel
Ende 71.17895822046,00
Ende 8
1.15794021746,81
Ende 91.15593522052,13
Ende 10
1.11591320251,94
Mitte 11
1.09088919254,27
3. Wo 11
1.11090720357,03
4. Wo 111.12391520856,18
15.12.17
1.16893023856,64
19.01.18
1.26193632563,72
16.02.18
1.29397531860,74
16.03.18
1.20999021960,85
13.04.18
1.1101.00811766,74
18.05.18
1.1291.0468371,50
15.06.18
1.1981.05913966,60
13.07.18
1.2511.05419770,60
17.08.18
1.2691.05721265,00
14.09.18
1.2811.05522670,30
12.10.18
1.2581.06319571,31
09.11.18
1.2771.08119661,59
14.12.18
1.2451.07117451,20
18.01.19
1.2591.05020952,32
15.02.19
1.2751.05122453,34
15.03.19
1.187
1.026
181
58,34

Insgesamt sind jetzt in Amerika 931 Bohrtürme und 256 Gasbohrtürme aktiv.Die Gebiete der Hauptaktivitäten sind in USA: Texas (501), Oklahoma (111), New Mexico (106), Louisiana (65), North Dakota (56), Pennsylvania (47), Wyoming (36), Colorado (34), West Virginia (19) und California (15).

Den mehr als 20-prozentigen Rückgang der Rohölpreise seit Mitte Oktober 2018 führen die Länder der OPEC-Gruppe auf das erhöhte Angebot in den Monaten ab Juli 2018 zurück. Auch die Entwicklung der Erdgaspreise auf der Basis Henry Hub spiegelt diese Entwicklung wider. Der Henry Hub Gaspreis ist nach zwischenzeitlich mehr als 4,60 USD/mmBtu und 2,811 USD/mmBtu Mitte Mai auf 2,94 USD/mmBtu stabil auf niedrigem Niveau, Mitte Juli Stand 2,88 USD/mmBtu. Seit Oktober stieg der Preis dann schrittweise bis 4,40 USD und fiel dann ab Mitte Dezember deutlich bis auf unter 3,00 USD. Zur Zeit liegt er bei 2,855 USD/mmBtu.

Die internationalen Bohraktivitäten veränderten sich kaum. 1.027 Bohrtürme werden weltweit im Einsatz außerhalb Nordamerika gemeldet.

Meine Kommentare zur gesamten politisch/strategischen Lage rund um die weltweite Kohlenwasserstoff-Förderung aus dem vorherigen Bericht vom 18. Januar 2019 haben weiter Bestand.

Volker Fritz
im AK Fracking Braunschweiger Land

 Veröffentlicht von am 19. März 2019

Flüssiggas-Terminal für gefracktes Gas aus Amerika

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Mrz 012019
 
Foto: pixabay.com

Hubertus Zdebel (Linke) findet die Pläne der Bundesregierung zum Bau von Flüsiggas-Terminals in Norddeutschland abenteuerlich. 

Bau und Betrieb der Terminals sollen mit Steuergeldern gefördert werden und die Kosten für Anschlüsse an das Gasnetz können nach geplanter Änderung der Gasnetzzugangsverordnung den Verbrauchern aufgebürdet werden.

Hubertus Zdebel fordert, stattdessen diese Steuermittel in die Förderung regenerativer Energiequellen zu investieren.

Pressemitteilung

Hubertus Zdebel: Altmaiers US-Fracking-Gas-Pläne stoppen!

Der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Linke), erteilt den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, den Bau und den Betrieb von Terminals für den Import von Flüssiggas (liquefied natural gas, LNG) zu fördern, eine klare Absage. Zdebel erklärt: „Immer abenteuerlicher werden die Pläne, zwei LNG-Terminals auf Kosten der Steuerzahler und Verbraucher durchzusetzen. Nachdem bereits vor Monaten bekannt wurde, dass die Kosten für ein LNG-Terminal bereits 500 Million Euro betragen und schon Fördermittel im Bundeshaushalt eingestellt sind, geht Altmaier noch einen Schritt weiter. Jetzt will er die Betreiber von Gasfernleitungsnetzen durch eine Änderung der Gasnetzzugangsverordnung verpflichten, die erforderlichen Leitungen zwischen LNG-Terminals und dem Fernleitungsnetz zu errichten und für einen Anschluss ans Netz zu sorgen. Damit würden die Kosten für den Anschluss ans Gasnetz von den Terminalbetreibern auf die Nutzer des Gasnetzes abgewälzt.

Da Flüssiggas aus den USA in Deutschland nicht wettbewerbsfähig ist, unternimmt Altmaier alles, um die Kosten zu senken und sich dem Druck von US-Präsident Trump zu beugen. Trump will mit aller Macht in den USA gewonnenes Erdgas, welches mit der unmweltzerstörenden Fracking-Methode gefördert wurde, nach Deutschland und Europa exportieren. Bei der Umsetzung von Trumps Plänen sind Altmaier die fatalen Folgen für das Klima egal. Denn LNG ist kein Zwischenschritt in Richtung der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien, sondern soll diese ausbremsen. Ich fordere Altmaier auf, seine LNG-Pläne fallen zu lassen und stattdessen Gelder für eine verstärkte Nutzung regenerativer Energiequellen bereitzustellen.“

Pressemitteilung:
Hubertus Zdebel, Mitglied des Deutschen Bundestags und Sprecher für den Atomausstieg der Fraktions „Die Linke“

 Veröffentlicht von am 1. März 2019

Bericht Januar 2019: Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

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Feb 222019
 

Berichtszeitraum 19. Januar bis 15. Februar 2019

Foto: pixabay

Die zweite Hälfte des Januar 2019 und die erste Hälfte des Februar 2019 erlebt in Summe eine geringe Zunahme, so dass weiterhin die Einsatzzahlen der Bohrtürme in Nordamerika vom Februar 2018 noch nicht wieder erreicht sind. Dabei hat die Zahl der Bohrtürme in den USA praktisch stagniert und die leichte Zunahme gegenüber dem Jahreswechsel ergab sich durch Zunahme der Türme in Kanada.

Die Rohölpreise auf WTI-Basis notierten am 14. Dezember 2018 bei 51,20, sackten dann bis zum Jahreswechsel auf 46,32 USD/barrel ab und stiegen danach wieder kontinuierlich bis auf 52,32 USD/barrel an und liegen zur Zeit bei 53,34 USD/barrel. Damit liegen die erzielbaren Marktpreise für US-Fracking-Öl unter der Rentabilitätsschwelle von ca. 60 USD/barrel für US-Fracking-Öl.

Meine Kommentare zu den möglichen Markthintergründen sind dem Bericht zum Jahreswechsel vom 18. Januar 2019 zu entnehmen.

Die Entwicklung in den USA und in Kanada verlief im Januar wieder nicht gleichsinnig. In den USA nahm die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gering um 1Turm zu, in Kanada dagegen um 15 Türme. So ergab sich eine Gesamtzunahme in den 4 Wochen um 16 Türme. Diese Zahl entstand aus + 29 Öltürmen und – 13 Gastürmen.

Nachfolgend noch einmal die Entwicklung, nachdem es in den Monaten vor Juli 2017 eine stete Zunahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gegeben hatte und im Juli Stillstand und danach einen Rückgang – mit erneuter Belebung zum Jahresbeginn:

Monat
gesamt im Einsatz USA
Kanada
USA Rohölpreis WTI USD/barrel
Ende 71.17895822046,00
Ende 8
1.15794021746,81
Ende 91.15593522052,13
Ende 10
1.11591320251,94
Mitte 11
1.09088919254,27
3. Wo 11
1.11090720357,03
4. Wo 111.12391520856,18
15.12.17
1.16893023856,64
19.01.18
1.26193632563,72
16.02.18
1.29397531860,74
16.03.18
1.20999021960,85
13.04.18
1.1101.00811766,74
18.05.18
1.1291.0468371,50
15.06.18
1.1981.05913966,60
13.07.18
1.2511.05419770,60
17.08.18
1.2691.05721265,00
14.09.18
1.2811.05522670,30
12.10.18
1.2581.06319571,31
09.11.18
1.2771.08119661,59
14.12.18
1.2451.07117451,20
18.01.19
1.2591.05020952,32
15.02.19
1.2751.05122453,34

Insgesamt sind jetzt in Amerika 1009 Bohrtürme und 266 Gasbohrtürme aktiv.Die Gebiete der Hauptaktivitäten sind in USA: Texas (509), Oklahoma (119), New Mexico (109), Louisiana (66), North Dakota (57), Pennsylvania (44), Wyoming (37), Colorado (35) und Ohio (18).

Den mehr als 20-prozentigen Rückgang der Rohölpreise seit Mitte Oktober 2018 führen die Länder der OPEC-Gruppe auf das erhöhte Angebot in den Monaten ab Juli 2018 zurück. Auch die Entwicklung der Erdgaspreise auf der Basis Henry Hub spiegelt diese Entwicklung wider. Der Henry Hub Gaspreis ist nach zwischenzeitlich mehr als 4,60 USD/mmBtu und 2,811 USD/mmBtu Mitte Mai auf 2,94 USD/mmBtu stabil auf niedrigem Niveau, Mitte Juli Stand 2,88 USD/mmBtu. Seit Oktober stieg der Preis dann schrittweise bis 4,40 USD und fiel dann ab Mitte Dezember deutlich bis auf unter 3,00 USD. Zur Zeit liegt er bei 2,57 USD/mmBtu.

Meine Kommentare zur gesamten politisch/strategischen Lage rund um die weltweite Kohlenwasserstoff-Förderung aus dem vorherigen Bericht vom 18.01.2019 haben weiter Bestand.

Volker Fritz
im AK Fracking Braunschweiger Land

 Veröffentlicht von am 22. Februar 2019

„Wir zerstören unsere Lebensgrundlagen“

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Feb 212019
 

Volker H.A. Fritz im AK Fracking Braunschweiger Land
Mitglied im Zusammenschluss „Gegen Gasbohren“

Übersetzung-1: (auszugsweise)
„Wir zerstören unsere Lebensgrundlagen“

Truth-Out-Beitrag vom 28.01.2019
Autor: Dahr Jamail
https://www.truth-out.org/articles/we-are-destroying-our-life-support-system/
Originaltitel: We Are Destroying Our Life Support System

Auszugsweise Übersetzung der Inhalte des Beitrages von Dahr Jamail vom 28.01.2019
Wir zerstören unsere Lebensgrundlagen –Klimastörungsmeldungen
Die Erwärmung des Planeten Erde schreitet schnell voran und die Auswirkungen werden mit jedem weiteren Monat immer wuchtiger. Wenn auch kein einzelnes meteorologisches Ereignis nur auf die menschengemachte Klimastörung zurückgeführt werden kann, so ist sie doch fast immer der entscheidende Grund für das Ereignis oder doch allermindestens einer der dazu beitragenden Hauptfaktoren.

Kürzliche Daten des Weltwetterdienstes zeigten, dass 2018 das viertwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war und dass die vergangenen vier Jahre die vier heißesten der Globalen Wetteraufzeichnungen waren.

Dazu ist es wert, sich daran zu erinnern, dass das größte Massensterben der Erdgeschichte, das vor 252 Millionen Jahren stattfand, zur Vernichtung von 96 Prozent allen maritimen Lebens führte und zwei zu zwei Dritteln allen Lebens an Land. Dieses Ereignis geschah als Folge schneller globaler Erwärmung.

Ein weiterer selbst verstärkender Regelkreis ist in der Arktis entdeckt worden, dieses Mal in Grönland. Es wurde festgestellt, dass die schmelzenden Gletscher eine weitere Freisetzungsquelle von Methan sind. Und gerade kürzlich wurde entdeckt, dass Grönland in den letzten 2 Jahrzehnten einen bis dahin noch nie festgestellten Verlust an Eismasse erlebte.
Eine andere Untersuchung des Grönlandeises ergab, dass im Jahrzehnt von 2004 -2013 das stärkste bisher beobachtete Gletscherschmelzen in einem Jahrzehnt seit 350 Jahren Eisdatenerfassung war. Das bedeutet, dass Grönland mehr zum Anstieg der Meeresspiegel beiträgt, als man vorher annahm. Seit Beginn der industriellen Revolution hat die Menge Des Schmelzwasser um 50 Prozent zugenommen.

Bild: pixabay

Auch in der Antarktis wurde kürzlich ein noch schockierenderer Eisverlust festgestellt. Er hat sich seit den 1970er Jahren versechsfacht. In den letzten 4 Jahrzehnten beschleunigte sich der Eisverlust um 480 Prozent. Die dazu durchgeführte Studie unterstreicht wie sehr die gigantische östliche antarktische Eisbedeckung ein gewaltiger Verursacher für den Anstieg der Meeresspiegel ist. Bis vor Kurzem glaubte man noch, dass diese östliche Eisbedeckung wohl am längsten den Schmelzeinflüssen standhalten würde.
Die Antarktis schmilzt weg.

Wir müssen die Realität dieser Krise zur Kenntnis nehmen, wenn wir uns entsprechend benehmen.

ERDE:
Der Wissenschaftler Brad Lister kehrte nach 35 Jahren in den Regenwald von Puerto Rico zurück und fand, dass 98 Prozent aller Bodeninsekten verschwunden waren. Er berichtete im Januar 2019 in „THE GUARDIAN“ : „wir sind im Grunde dabei, die wichtigen Lebensgrundlagen zu zerstören, die es uns erlauben, unsere Existenz auf diesem Planeten aufrecht zu erhalten, zusammen mit all dem anderen Leben auf diesem Planeten. Es ist entsetzlich uns zu beobachten, wie wir die natürliche Welt um uns herum dezimieren“.
Lister’s Beobachtungen werden durch andere verstörende Studien bestätigt, die zusammenbrechende Insektenpopulationen auch an anderen Plätzen rund um den Globus aufgedeckt haben. Lister hat gewarnt: dieses Insektenverschwinden ist der ökologische Untergang.

In der Zwischenzeit sind allein schon die steigenden Temperaturen eine Belastung der US-Agrarproduktion durch Wachstumsschwächung. Durch Trockenheit und Überflutungen führen ferner zur Zerstörungen der Produktivität der Farmer. Und die Lebensmittelpreise werden – natürlich – steigen.
Eine weitere Auswirkung des Klimawandels mit offenkundigen Konsequenzen für die Menschen sind die zunehmenden Hitzewellen.
Zwei Studien dazu zum Ende 2018 zeigen einerseits, dass die Zahl der Menschen, die besonderer Hitze ausgesetzt sein werden und damit einem, erhöhten Risiko von Herzbeschwerden, Nierenerkrankungen und anderen hitzebedingten Erkrankungen, die tödlich verlaufen können, zunehmen wird. Und die Zahl hitzebedingter Todesfälle und Krankheiten wird zwischen 2030 und 2050 jährlich zum Tod von 250.000 Menschen zusätzlich führen, wegen Unterernährung, Durchfallerkrankungen, Malaria und Herzversagen.

Die Zahl der arktischen Renntiere ist nur in den letzten 2 Jahrzehnten um 58 Prozent zurück gegangen, hauptsächlich bedingt durch den Klimawandel.

  1. Zwei Wissenschaftler haben gewarnt, dass die Aussterbensrate im Verlauf des 6. Massensterbens der Erde vielleicht schon viel weiter fortgeschritten ist, als bisher angenommen. Durch Klimawandel, Überpopulation des Menschen, Ausbeutung von Ressourcen und Lebensraumvernichtung bilden sich Kaskaden des Aussterbens. Die heutigen Aussterbenszahlen sind 1000-fach stärker als normal zu erwarten wäre.
    Aber sie könnten sich noch um das Zehnfache steigern.

In den USA ist eine weitere Welle von US-Bürgern zu Klimawechsel-Flüchtlingen geworden.
Im Gefolge des Hurricane Florence in Nord Carolina im vergangenen Herbst wurden in der Gemeinde New Bern viele Häuser zerstört und Menschen getötet. Sie waren schon eine überwiegend alte und arme Bevölkerung mit vielen Behinderten. Diese Menschen können nicht dort bleiben, zumal Umweltgifte in der Gegend wirksam sind.

Auch die mentale Gesundheit der Menschen wird angegriffen, wenn sie extreme Wetterereignisse miterleben und schlechte Klimaberichte lesen müssen.
Depression und Resignation, wegen der düsteren Zukunft auf der Erde, peinigen mehr Menschen als je zuvor.

Wasser:
Ergänzend zu den dramatischen Meldungen über schmelzende Eisschichten in Grönland und der Antarktis hat eine weitere Studie ermittelt, dass die Gletscher der Arktis so dramatisch schnell schmelzen, dass sie jede Sekunde 14.000 Tonnen Wasser in den Ozean schütten. Sie tragen damit mehr zum Meeresspiegelanstieg bei, als die Antarktis, seit 1971
ist dadurch der Meerespiegel um 1 Zoll (25,4 mm) angestiegen.
Das arktische Meereis hat 2018 seine zweitniedrigste Ausdehnung gehabt, als die Arktis ihr zweitwärmstes je gemessenes Jahr hatte.
Der Bericht warnt: „Klima und Ökosysteme verändern sich dramatisch“.

In der Zwischenzeit geht das Eisschmelzen rund um den Globus beschleunigt weiter. Die höchsten Gletscher der Welt im Himalaya-Gebirgszug schmelzen und schrumpfen mit schockierender Geschwindigkeit.

Vor der derzeitigen Hitzewelle in Australien gab es im vergangenen November die heftigsten Regenfälle seit Jahrzehnten, die Sidney unter Wasser setzten. Venedig, die Stadt im Meer, hat Probleme mit dem Meeresspiegelanstieg durch die zunehmenden Überflutungen der Stadt. Am anderen Ende des Spektrums betrachtet eine neue Studie die Wirkungen der menschengemachten Klimabelastung auf Doppelerscheinungen am gleichen Ort (Jahre in denen es zugleich heiss und trocken ist). Seit 1931 wurde untersucht, wo im globalen Massstab eine sehr schwere Beeinträchtigung der Landwirtschaft auftrat. Die Studie arbeitete heraus, dass solche gleichzeitigen Hitze- Trockenheit-Ereignisse an Häufigkeit zunehmen und in 20 Prozent der nächsten 30 Jahre auftreten, wenn nicht die Emissionen aus den fossilen Brennstoffen dramatisch reduziert werden. Farmer im Mittelwesten der USA läuten schon die Alarmglocken wegen der „radikalen Veränderungen“ die durch die Auswirkungen von Trockenheit und höheren Temperaturen auf ihren Farmen auftreten. Sie geben schon mehr Geld denn je aus, um herauszufinden, wie sie Agrarfrüchte unter den sich immer weiter verschlechternden Bedingungen anbauen können. Durch die Erwärmung sind die Erträge an Lebensmitteln um teilweise bis zu 30 Prozent zurück gegangen.

In der Zwischenzeit geht die beschleunigte Erwärmung der Ozeane weiter.
Vor der Küste von Nordwest-Alaska ist die Population des Cod-Fisches auf den niedrigsten je gemessenen Stand gesunken. Auch das Lachsfischen war erfolglos. Die Fische haben sich weiter nach Norden orientiert, als Reaktion auf die wärmeren Temperaturen.
Und die Ozeane erwärmen sich weit schneller als früher erwartet. Auch das Jahr 2018 setzte darin einen weiteren Wärmerekord. Das wird sich auch auf das maritime Leben auswirken.

Feuer:
Die Vorbereitungen auf extreme Wettererscheinungen in den USA sind jämmerlich, wie mehrere Studien ergeben haben, obwohl derartige Ereignisse künftig zunehmen werden, wie zum Beispiel Waldbrände. Diese sind stark vermehrt vorhergesagt, wenn die Klimaveränderung fortschreitet. Allein 2018 wurden in Kalifornien mehrere 1000 Häuser vernichtet und 85 Menschen starben.
Derweil wurden im Januar 2019 viele Gegenden von Australien von Waldbränden heimgesucht, da große Teile des Landes unter gewaltiger Hitze litten.

Luft:
Vorausschätzungen der Lufttemperaturentwicklung für England: +5 % Grad C bis 2070. Der arktische Permafrostboden taut weiter auf und entlässt Methan, das die Erwärmung weiter anheizt. Die Höhenlagen des Himalaya sind schon deutlich wärmer, als man das vorher abgeschätzt hatte. Der CO2-Gehalt in der Luft hat im Januar 2019 ein neues Allzeit-Hoch von 413,86 ppm erreicht.

V. Fritz

 Veröffentlicht von am 21. Februar 2019

„Altmaiers US-Fracking-Gas-Pläne stoppen!“

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Feb 152019
 

Pressemitteilung

Hubertus Zdebel (DIE LINKE): Altmaiers US-Fracking-Gas-Pläne stoppen!

Der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Linke), erteilt den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, den Bau und den Betrieb von Terminals für den Import von Flüssiggas (liquefied natural gas, LNG) zu fördern, eine klare Absage.
Zdebel erklärt: „Immer abenteuerlicher werden die Pläne, zwei LNG-Terminals auf Kosten der Steuerzahler und Verbraucher durchzusetzen. Nachdem bereits vor Monaten bekannt wurde, dass die Kosten für ein LNG-Terminal bereits 500 Million Euro betragen und schon Fördermittel im Bundeshaushalt eingestellt sind, geht Altmaier noch einen Schritt weiter. Jetzt will er die Betreiber von Gasfernleitungsnetzen durch eine Änderung der Gasnetzzugangsverordnung verpflichten, die erforderlichen Leitungen zwischen LNG-Terminals und dem Fernleitungsnetz zu errichten und für einen Anschluss ans Netz zu sorgen. Damit würden die Kosten für den Anschluss ans Gasnetz von den Terminalbetreibern auf die Nutzer des Gasnetzes abgewälzt.
Da Flüssiggas aus den USA in Deutschland nicht wettbewerbsfähig ist, unternimmt Altmaier alles, um die Kosten zu senken und sich dem Druck von US-Präsident Trump zu beugen. Trump will mit aller Macht in den USA gewonnenes Erdgas, welches mit der unmweltzerstörenden Fracking-Methode gefördert wurde, nach Deutschland und Europa exportieren. Bei der Umsetzung von Trumps Plänen sind Altmaier die fatalen Folgen für das Klima egal. Denn LNG ist kein Zwischenschritt in Richtung der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien, sondern soll diese ausbremsen. Ich fordere Altmaier auf, seine LNG-Pläne fallen zu lassen und stattdessen Gelder für eine verstärkte Nutzung regenerativer Energiequellen bereitzustellen.“

Pressemitteilung von:
Hubertus Zdebel
Mitglied des Deutschen Bundestages
Ausschuss für Umwelt, Naturschutz  und nukleare Sicherheit
Finanzausschuss
Sprecher für den Atomausstieg der Fraktion DIE LINKE.

 Veröffentlicht von am 15. Februar 2019