IG Rees gegen Gasbohren e.V.

 

Die Initiative

Die IG Rees gegen Gasbohren e.V. hat sich Anfang Juni formiert. Wir koordinieren unsere Aktivitäten mit der benachbarten IG Hamminkeln z.B. bei Bürgeranträgen. Die Städte Hamminkeln und Wesel sowie der Kreis Wesel haben sich gegen fracking auf ihrem Grund ausgesprochen.

Eine Unterschriftenaktion zur Vorlage beim Rat der Stadt Rees und beim Kreis Kleve, ggf. später vor der Landesregierung in Düsseldorf, läuft. Bisher haben etwa 400 Bürger unterschriftlich ihrem Protest Ausdruck verliehen. Am 11.7. errichten wir einen Infostand auf dem Wochenmarkt in Rees.

Ein Bürgerantrag wurde bisher in Rees gestellt, in den nächsten Tagen in allen Städten des Kreises Kleve. Zusätzlich stellen wir einen Bürgerantrag beim Kreis Kleve. Bürgeranträge an weitere Städte
und Kreise am Niederrhein folgen. Wir planen, den Prozess der Bearbeitung der Anträge mit Informationen zu begleiten. So wollen wir erreichen, dass die Politiker den Weg mit uns gehen.

Erste Kontakte wurden zum örtlichen Bauernverband, zu den Rheinfelsquellen (Mineralwasser) und zur Emschergenossenschaft gesucht. Der Deichverband Bislich/Emmerich ist kontaktiert. Erdbeben, Hebungen und Senkungen sind im Hochwasser – Schutzgebiet gefährlich.

Am 09.07.2012 treffen wir den Landrat des Kreises Kleve zu einem informativen Gespräch.

Unsere Region ist Naherholungsgebiet für das Ruhrgebiet und vor allem für Fahrradtouristen attraktiv. Die idyllische Landschaft wollen sicher auch die Touristikeinrichtungen am Niederrhein erhalten, so wollen wir auch diese einbinden.

Gerne würden wir auf Landesebene kooperieren, um in Düsseldorf was zu bewegen. Wenn die Länder initiativ werden, wird eher auf Bundesebene ein Verbot beschlossen. Letztlich werden die entscheidenden Beschlussfassungen Bundessache sein.

Unsere Ziele und Forderungen

  • Die Erschließung und Förderung unkonventioneller Gasvorkommen zu verbieten bzw. die entsprechende Gesetzgebung voranzubringen Hydraulic Fracturing bei Erschließung und Förderung von Gas in jedem Fall zu verbieten
  • Die Verpressung von Abwässern generell zu verbieten
  • Das Bergrecht muss novelliert werden, Kommunen und die Öffentlichkeit sind angemessen am Genehmigungsverfahren zu beteiligen
  • Planfeststellungsverfahren, die eine Umweltverträglickeitsprüfung nach sich ziehen, sind regelhaft für Gasbohrungen durchzuführen
  • Einhalten der Emissionsziele 2020
  • Der Ausbau von regenerativer Energie muss Vorrang vor fossiler Energie haben
  • Rückstellungen der Gasproduzenten in Analogie zum Kohlebergbau von Beginn der Bohrtätigkeit in ausreichender Höhe für die Haftung bei Berg-und Umweltschäden, damit nicht der Bürger die Ewigkeitsschäden zahlt
  • Bergschadensvermutung für Schadensansprüche
  • kritische Prüfung von Studien und Transparenz in der Gutachterwahl. Experten sind aufzufordern, Interessenskonflikte offen zu erklären, um Befangenheit auszuschließen oder zumindest transparent zu machen. Es wird kaum Gutachter geben, die nicht in der einen oder anderen Weise Gelder eben dieser Industrie als Honorare, Stipendien, Forschungsaufträge etc. erhalten haben

Die Kontakte zur Presse wollen wir intensivieren. Wir suchen engagierte Mitbürger, die uns unterstützen.

Kontaktadressen