Die Klimazerstörung schreitet schneller voran, als bisher angenommen und könnte zur Überlebensgefahr für die menschliche Erdbevölkerung bis zum Jahr 2050 werden

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Okt 092017
 

Volker H.A. Fritz                                                                              Wolfenbüttel, den 03.10..2017

im AK Fracking

Braunschweiger Land

Mitglied im Zusammenschluss

„Gegen Gasbohren“

 

Übersetzung: (auszugsweise)

„Die Klimastörung könnte zur Überlebensgefahr für die

menschliche Erdbevölkerung bis zum Jahr 2050 werden!“

TruthOut-Beitrag vom 02.10.2017

Autorin: Dahr Jamail

http://www.truth-out.org/news/item/42127-climate-disruption-could-pose-existential-threat-by-2050

Originaltitel: Climate Disruption Could Pose „Existential Threat“ by 2050

Vorwort: Dahr Jamail berichtet nun schon viele Jahre über die Klimaentwicklung. Er ist immer wieder entsetzt, wenn er den nächsten Bericht vorbereitet und dabei erkennen muss, in welchem hohen Maße die Veränderungen sich beschleunigen. Durch die vielen Kontakte zu Wissenschaftlern der verschiedensten Disziplinen hat er ein umfassendes Bild der aktuellen Veränderungen und der sich abzeichnenden Entwicklungen.

Er ist persönlich unglaublich traurig darüber, uns mitteilen zu müssen, dass die Lage und die Zukunft für die Menschheit immer düsterer aussehen.

Ferner ist er –gerade nach dem Abkommen von Paris 2015 – besonders enttäuscht, dass es jetzt zwar das Abkommen gibt, dass jedoch so gut wie nichts geschieht, die globale  Kohlenstoffverbrennung zur Energiegewinnung massiv einzudämmen, die Methanemissionen beim Erdgas zu vermeiden und andere Energieformen zu forcieren.

Auszugsweise Übersetzung der Inhalte des Beitrages von Dahr Jamail:

Die Erde wird unbewohnbar durch die vom Menschen erzwungene Erwärmung.

Wir haben die Zusammensetzung unserer Atmosphäre geändert und wir sind dabei die Ozeane zu übersäuern. Die Eisbedeckung der Erde schmilzt vor unseren Augen und die Meeresspiegel steigen. Die globale Besiedlung mit Wildtieren ist nur seit den 1970er Jahren um 60% zurückgegangen und die aktuelle Geschwindigkeit des Aussterbens von Arten ist 1.000-fach größer als der normale Hintergrundwert. Schützende Korallenriffe könnten bis 2050 vollständig verschwunden sein und die Ozeane könnten bis 2048 ohne Fische darin sein, verursacht durch die menschengemachte Klimastörung (ACD), Überfischung, Verschmutzung und den Verlust von Lebensräumen.

Und da deutet nichts darauf hin, dass die Regierungen rund um den Globus wirklich etwas Ernsthaftes unternehmen, um die Auswirkungen von ACD abzumildern, um zu verhindern, dass die schlimmsten Befürchtungen eintreten.

Dass es zu einem massenhaften Dahinsterben der Menschheit kommen wird, scheint unvermeidbar und sogar das völlige Verschwinden unserer Art ist sehr gut möglich. Das ist eine erschreckende, herzzerreißende und wütend machende Information, die man da aufnehmen muss.

 ACD nimmt dramatisch und schnell zu.

In Kanada entlässt der schnell auftauende Permafrostboden bereits große Mengen CO2 in die Atmosphäre, wodurch eine positive Rückkopplung erfolgt: durch die weitere Erwärmung taut noch mehr Permafrostboden auf und setzt noch mehr CO2 frei, das wiederum die Atmosphäre weiter erwärmt. Und im Permafrostboden insgesamt wird genau so viel CO2 vermutet, wie jetzt global in der Atmosphäre ist. Ein kürzlicher Forschungsbericht über die letzten erdgeschichtlichen Erwärmungsphasen der Erde erläutert, dass eine der schnellsten Erwärmungen des Globus vor 56 Mio Jahren auch durch CO2 ausgelöst wurde. Und der heutige CO2-Gehalt in der Atmosphäre ist sogar höher als der damalige.

Ein Aufsatz des Scripps Institutes für Ozeanographie von Mitte September 2017 warnt davor, dass es eine kleine, aber deutliche Möglichkeit gibt, dass schneller ACD-Anstieg bis 2050 zu einer Überlebensbedrohung für die Menschheit werden könnte.

Eine wissenschaftliche Studie, die am 20.09.2017 im Journal „Science Advances“ veröffentlicht wurde, „Thresholds of Catastrophe in the Earth System“ (peer-reviewed) beschäftigt sich mit dem Eintrag von Kohlenstoff in die Ozeane in der Vergangenheit und den großen erdgeschichtlichen Klimaveränderungen. Dort wird geschlussfolgert: „wenn die Menschen so weitermachen mit dem Eintrag von Kohlenstoff, wie wir das heute tun, könnte ein globales Massenaussterben um 2100 herum ausbrechen“

Der UN-Klima-Überwachungs- und Bewahrungsprozess (IPCC) wird von immer mehr Wissenschaftlern angezweifelt, weil er einen Berichtszyklus von 7 Jahren über die Entwicklung von ACD vorsieht. Das ist viel zu langsam bei der Geschwindigkeit mit der ACD zunimmt. Die Aussagen sind daher veraltet und eine Verschwendung wertvoller Expertenzeit.

Die Veränderung der Meeresströmungen im Atlantic (Atlantic Meridional Overturning Circulation –AMOC) durch den fortschreitenden Verlust an arktischem Meereis führt zu großen klimatischen Veränderungen, sowohl regional, als auch global.

Durch die stärkere Erwärmung der Atmosphäre kann diese auch mehr Wasser aufnehmen und dann epische Überflutungsereignisse auslösen, wenn das Wasser als Niederschlag herunter kommt. Das sollte niemanden mehr wundern. Die Monsunregenfälle im August 2017 in Indien, Bangladesch und Nepal trafen 42 Mio Menschen. Ein kürzlich erschienenes Fachbuch „The Water Will Come“ zeigt auf, dass weltweit 145 Mio Menschen auf Gelände leben, das weniger als 3 Fuß über dem heutigen Meeresspiegel-Niveau liegt. Der Autor, Jeff Goodell, stellt Abschätzungen an, in Zusammenhang mit dem Anstieg der Meeresspiegel und prognostiziert, dass um 2050 herum bereits 200 Mio Klimaflüchtlinge dem Anstieg der Meeresspiegel weichen müssen. Und er diskutiert die Möglichkeit eines Anstieges der Meeresspiegel um bis zu 55 Fuß = 16,7 m.

übersetzt Volker Fritz

Kommentar:

Es wird verständlicher, von Bericht zu Bericht, warum Dahr Jamail sich immer größere Sorgen macht und das auch schreibt.

Wann ziehen unsere Regierungen endlich die notwendigen Schlüsse und leiten daraus zügiges und massives Handeln ab?

Wann wird der von der Gasförderindustrie global in Angriff genommene Auf- und Ausbau einer LNG-Erdgasversorgung von den Regierungen endlich gestoppt, der die Klimaerwärmung noch durch die hohen Methan-Emissionen in der Förder- und Transportkette beschleunigt?

Volker Fritz

 Veröffentlicht von am 9. Oktober 2017

Landesbergamt in NS erwartet Antragsflut von der Öl- und Gasförderindustrie

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Okt 052017
 

Foto: pixabay

Laut eines Berichtes in der MK Kreiszeitung in Niedersachsen vom 29.9.2017 erwartet das zuständige Landesbergamt eine hohe Anzahl von Anträgen aus der Erdöl- und Gasförderindustrie und rüstete personell auf.

Hintergrund für die bisherige Zurückhaltung der Förderindustrie war nach der neuen Gesetzgebung zum Thema Fracking der noch fehlende Runderlass.

Durch das neue Bundesgesetz wird  unter anderem die Verpressung von Lagerstättenwasser in den Untergrund neu geregelt.
Auch Frackmaßnahmen mitten im Wasserreservoir Rotenburger Rinne sind geplant und sollen bald realisiert werden.

Man wartet nun mit den neuen Anträgen die Wahl in Niedersachsen am 15. Oktober ab.

Foto: pixabay

 
Landesbergamt bereitet sich auf „umfangreiche Verfahren“ vor

 Veröffentlicht von am 5. Oktober 2017

Hubertus Zdebel (DIE LINKE): Fracking-Offensive der Konzerne in Niedersachsen steht unmittelbar bevor – LBEG schreibt Stellen für Fracking-Maßnahmen aus

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Sep 022017
 

Pressemitteilung von Hubertus Zdebel MdB DIE LINKE, 1. September 2017

„Der Bevölkerung Niedersachsens droht unmittelbar nach der Bundestagswahl am 24. September 2017 eine Fracking-Offensive der Öl- und Gaskonzerne. Dies geht aus einer Stellenausschreibung des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hervor“, so Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter der LINKEN und Obmann seiner Fraktion im Umweltausschuss. „Demnach sucht die Behörde Personal für die anstehenden Zulassungsverfahren zur Gewinnung von Erdgas und Erdöl und zum Versenken von Lagerstättenwasser. Die Prüfung und Bewertung von Antragsunterlagen für Planfeststellungsverfahren für Fracking-Maßnahmen sollen ebenso zu den Aufgaben gehören wie Antragskonferenzen, Erörterungstermine und die Mitwirkung bei der Erarbeitung von Zulassungen.“

Zdebel weiter: „Das LBEG zeigt, was CDU/ CSU und SPD im Bund wegdiskutieren wollen: Mit ihrem Pro-Fracking-Recht haben sie den Boden für das gefährliche Gasbohren in spezifischen Gesteinsformationen, sogenannten Tight-Gas-Reservoirs, bereitet, während DIE LINKE. im Bundestag sich stets für ein Fracking-Verbot ohne Ausnahmen eingesetzt hatte.

Doch auch die niedersächsische Landesregierung aus SPD und GRÜNEN trägt erhebliche Verantwortung für die katastrophale Entwicklung. So machte sich SPD-Wirtschaftsminister Olaf Lies im Juni 2016 unter dem Beifall des grünen Umweltminister Stefan Wenzel zum willigen Vollstecker der Interessen des Gas- und Öl-Lobbyverbandes BVEG, der über seinen Vorsitzenden Martin Bachmann die Einführung des Pro-Fracking-Rechts forderte. Wenige Tage später beschloss der Bundestag das Gesetzespaket. Die Umwelt – und Gesundheitsschäden sollen nun von der Bevölkerung getragen werden. Die Gaskonzerne machen hingegen Kasse.

DIE LINKE unterstützt die Betroffenen, die sich zukünftig in konkreten Verfahren gegen Fracking-Vorhaben wehren müssen. Im Gegensatz zu den Fracking-Parteien bleiben wir dabei: Fracking muss – ohne Ausnahmen – verboten werden!“

 Veröffentlicht von am 2. September 2017

Bundeskanzleramtsminister Altmaier lässt die Maske beim Fracking fallen

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Aug 232017
 

PM von MdB Hubertus Zdebel, 22.8.2017

Zu den Äußerungen von Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Kanzleramtes, zum Thema Fracking erklärt der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE), Obmann seiner Fraktion im Umweltausschuss:

 

„Altmaier hat in Celle vor Lobbyvertretern der Bohrbranche die Maske beim Thema Fracking fallen gelassen. Mit seiner Forderung, die Anzahl von Fracking-Probebohrungen auszuweiten, hat er klar gemacht, dass nach der Bundestagswahl mit einer Aufweichung der derzeitigen Fracking-Regelungen durch die CDU zu rechnen und eine umfassende Anwendung der unbeherrschbaren Risikotechnik geplant ist.

 

Dabei dürfte es sich nicht um einen Alleingang Altmaiers handeln. Es wäre weltfremd, anzunehmen, dass diese Position nicht mit Bundeskanzlerin Angela Merkel abgestimmt ist. Ich fordere die CDU-Kanzlerkandidatin auf, umgehend zu erklären, was die Menschen nach der Bundestagswahl beim Thema Fracking von der CDU zu erwarten haben.

 

Für mich ist sonnenklar, dass die Probebohrungen nur der erste Schritt sind. Altmaier setzt darauf, in der Bevölkerung Akzeptanz für Fracking zu schaffen und somit den Boden für den großflächigen Einsatz der Mensch und Umwelt schädigenden Technik zu bereiten. Seine Vorstellung von der
‚Aufklärung über die Gefahren der Bohrtechnik‘ legt er dabei offen. Mit der Behauptung, dass es in den letzten 50 Jahren bei mehr als 300 Bohrungen in Niedersachsen nie zu Unfällen oder Komplikationen gekommen sei, führt er die Öffentlichkeit in die Irre. Richtig ist, dass es bei diesen Bohrungen nie ein systematisches Umweltmonitoring mit konkreten Messungen gegeben hat. Und die Häufung von Krebsfällen an Gasförderstandorten verschweigt er.

 

Nach wie vor gilt für DIE LINKE: Fracking ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt und muss ohne Ausnahmen verboten werden.“

 

LINK zum Artikel: https://celleheute.de/minister-altmaier-in-celle-suche-nach-antworten-

 

Abgekartetes Spiel der FDP beim Fracking

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Aug 162017
 

PM von MdB Hubertus Zdebel, 15.8.2017

Zu den Äußerungen der NRW-Landesregierung zum Thema Fracking erklärt Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter der LINKEN, Obmann seiner Fraktion im Umweltausschuss und Münsteraner Direktkandidat der LINKEN bei der Bundestagswahl: „Was die FDP derzeit der Öffentlichkeit beim Thema Fracking bietet, ist ein abgekartetes Spiel mit verteilten Rollen, das den Weg für eine Anwendung der unbeherrschbaren Risikotechnik auch in Nordrhein-Westfalen ermöglichen soll. So spricht der FDP-Bundestagsdirektkandidat in Münster, Jörg Berens, davon, dass die FDP ein pauschales Fracking-Verbot ablehnt und einen Rechtsrahmen für Fracking fordert. Dies passt zur Politik von FDP-Chef Christian Lindner, der bereits vor zwei Jahren die Mensch und Umwelt schädigende Technik erforschen lassen und die Bevölkerung hinters Licht führen wollte mit der schon damals widerlegten Behauptung, Schiefergas könne einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten.

Derweil übernimmt NRW-Wirtschafts- und Energieminister Andreas Pinkwart (ebenfalls FDP) die Rolle, den Menschen vor der Bundestagswahl eine Beruhigungspille zu verabreichen. Nebulöse Sätze wie ‚Wir werden Fracking weder vorantreiben noch unterstützen‘, sollen den Eindruck erwecken, dass die Bevölkerung vor dem Einsatz die Technik sicher sei. Tatsächlich bedeutet dies aber lediglich, dass die Gaskonzerne sich auf die bestehende Rechtslage und Genehmigungspraxis in NRW verlassen können. Danach kann in Sandsteinformationen in NRW an der Grenze zu Niedersachsen problemlos gefrackt werden. Eine Prüfung, welche Bohrtechnik bei der Gewinnung von Kohleflözgas angewendet werden soll, erfolgt bei der Erteilung der Aufsuchungserlaubnisse in NRW erst gar nicht. Das ist das exakte Gegenteil eines Fracking-Verbots.

Wer die FDP wählt, wird Fracking bekommen. Nur die LINKE steht für ein Fracking-Verbot ohne Ausnahmen.“

Quellen:
https://www.liberale.de/content/lindner-interview-aus-angst-wird-kapital-geschlagen
http://www.wn.de/Welt/Politik/2920204-Neuer-NRW-Wirtschaftsminister-sieht-viel-ungenutztes-Potenzial-Westfalen-hat-eine-Menge-zu-bieten
https://www.bundjugend-nrw.de/mitmachen/jugendgruppen/muenster/bundjugend-parteiencheck/

 Veröffentlicht von am 16. August 2017

ExxonMobil läßt nicht locker!

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Jul 242017
 

Grafik: pixabay

Hubertus Zdebel, Mitglied des Bundestages für die Fraktion DIE LINKE im Bundestag, hat heute eine Pressemitteilung herausgeben. Er macht darauf aufmerksam, dass ExxonMobil erneut ein Propagandakampagnie fährt.

Ziel der Förderindustrie ist, das Frackingverbot in Schiefergestein in der nächsten Legislaturperiode zu Fall zu bringen.
Exxon benutzt dabei weiterhin die alten fadenscheinigen Argumente, dass sogenanntes „heimisches Gas“ Deutschland von Importen unabhängig machen würde.
Hubertus Zdebel widerspricht dem vehement und nennt es eine Märchenstunde.

Zdebel: Propagandaoffensive von ExxonMobil für Schiefergasfracking ist unerträglich

„Ohne Rücksicht auf Umweltschäden, Klima- und Gesundheitsgefahren will ExxonMobil den Boden für zukünftiges Schiefergasfracking bereiten“, erklärt der münsterische Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKEN), Obmann seiner Fraktion im Bundestagsumweltausschuss, zur neuen Kampagne des Öl- und Gaskonzerns. „Der Konzern setzt darauf, dass das Verbot von Fracking im Schiefergestein bei der Überprüfung in der nächsten Legislaturperiode fällt. Derartigen Plänen erteile ich eine unmissverständliche Absage. Fracking muss ohne Ausnahmen verboten werden.“

Zdebel weiter: „Die Argumente von ExxonMobil sind leicht durchschaubar. So wird weiterhin die Legende verbreitet, Deutschland müsse Schiefergasfracking betreiben, um von Importen unabhängig zu sein. Das ist Märchenstunde. Denn die beim Schiefergasfracking zu fördernde Gasmenge ist volkswirtschaftlich vernachlässigbar. Sie kann lediglich etwa 2% der Energie liefern, die jährlich in Deutschland verbraucht wird. Dies wäre durch eine forcierte Energiewende leicht zu ersetzen.

Ferner verschweigt der Gaskonzern, dass es gar kein ‚deutsches‘ Erdgas gibt. Mit der Zahlung des Förderzinses geht das Gas in das Eigentum des fördernden Konzerns über. Daher soll nur eine andere Abhängigkeit festgeschrieben werden – und zwar von internationalen Konzernen wie ExxonMobil oder Wintershall, die Gas auf dem Weltmarkt verkaufen und lediglich ihre Firmeninteressen durchsetzen wollen.

Für DIE LINKE ist klar: Nicht die Förderung von Gas mittels Fracking, sondern die verstärkte dezentrale Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen oder die Erzeugung von Energie aus Sonne und Wind durch Projekte von Unternehmen in öffentlicher Hand dienen dem Klimaschutz und der Unabhängigkeit von Konzernen und Importen.“

Grafik: pixabay

 

 

 Veröffentlicht von am 24. Juli 2017