Aufruf der BI Witten für sauberes Wasser zum Global Frackdown Day 2017

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Okt 122017
 

STOP Fracking –

Bürgerinitiative Witten für sauberes Wasser

c/o Ulla Weiß, Oberstraße 64, 58452 Witten

Witten, den 12.10.2017

 

Stop Fracking – Hier und weltweit!

Die Wittener Bürgerinitiative STOP Fracking fordert anlässlich des Global FrackDown-Tags am 14.10.2017 alle Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf, sich für ein Ende von Fracking einzusetzen.

Hydraulic Fracturing (Fracking) zeichnet sich in vielerlei Hinsicht als das Umweltthema unserer Zeit ab. Es berührt jeden Aspekt unseres Lebens – das Wasser, welches wir trinken, die Luft, die wir atmen, und die Gesundheit der Menschen in unseren Städten und Gemeinden – während es außerdem das Weltklima bedroht.

Der großflächige Einsatz der Fracking-Technik (vornehmlich in den USA und Kanada) über mehr als eine Dekade hat gezeigt, wie schädlich und zerstörerisch diese Fördermethode sein kann. Dies wurde durch zahlreiche – von Fachleuten überprüfte – unabhängige wissenschaftliche Studien bestätigt.

Die Frackingindustrie verbraucht Fläche und Wasser im großen Maßstab. Durch die Herstellung eines Netzwerks von tausenden Bohrplätzen hat Fracking einen signifikanten Einfluss auf die Entwicklung der betroffenen Regionen. Der Einsatz der Technik wirkt sich also zwangsläufig auf Siedlungen sowie kulturell sensible Regionen und Umweltschutzgebiete aus.

Im globalen Maßstab stellen die flüchtigen Methanemissionen aus der Erdgasproduktion ein sehr signifikantes, aber größtenteils ignoriertes Problem dar. Im Durchschnitt werden knapp vier Prozent der Gesamtproduktion aller Erdgasförderstellen in die Atmosphäre emittiert. Dies geschieht durch Leckagen und Ausblasen an den Förderstellen sowie während der Lagerung und beim Transport zum Verbraucher. Für gefrackte Erdgasbohrungen ist die Datenlage unklarer, doch sind deren Methan-Emissionen in etwa dreimal höher als bei der Förderung von Gas aus Gasblasen. Methan ist ein deutlich stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid.

In der Klimavereinbarung von Paris soll der Anstieg der globalen Temperatur deutlich unter 2 Grad Celsius gehalten werden. Diese äußerst wichtige Festlegung von Paris lässt kaum Raum für Interpretation, denn wir haben nicht mehr viel Zeit, bevor diese Schwellenwerte erreicht werden. Im Jahr 2016 haben wir bereits die 1,1 Grad erreicht und die 1,5 Grad werden – mit den derzeitigen Emissionen – in weniger als 10 Jahren erreicht.

Deshalb stellen wir – als Teil einer geeinten und ständig wachsenden weltweiten Gemeinschaft – folgende Forderungen:

• Ein sofortiges ausnahmsloses Verbot sämtlicher Formen von Fracking bei der Erforschung, Aufsuchung und Gewinnung fossiler Energieträger. Dieses Verbot soll unabhängig davon sein, ob die Rissbildung mit oder ohne den Einsatz von Chemikalien, hydraulisch oder auf andere Art und Weise erzeugt wird.

• Ein generelles Import- und Handelsverbot von „gefrackten“ fossilen Energieträgern.

• Ein generelles Verbot der Verpressung des Rückflusses oder der unterirdischen Ablagerung von Fluiden und Lagerstättenwässer aus der Förderung von Kohlenwasserstoffen.

• Sofortige und erhebliche Anstrengungen für einen sozialverträglichen Übergang zu 100 % erneuerbarer Energie sowie ein deutliches Ankurbeln von Energieeffizienzmaßnahmen.

Wir müssen um der Zukunft Willen handeln. Der Zeitpunkt ist richtig und die Zeit dafür ist jetzt!

Mit freundlichen Grüßen

Ulla Weiß/ Für die Bürgerinitiative STOP Fracking Witten

 Veröffentlicht von am 12. Oktober 2017

Aufruf zum „Global Frackdown Day“ am 14. Oktober 2017

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Okt 122017
 

Als Ermutigung und Erinnerung:

Korbacher Resolution der Bürgerinitiativen gegen Fracking

Am 4. und 5. Mai 2013 haben sich in Korbach die unten aufgeführten Anti-Fracking-Initiativen aus Deutschland zur stärkeren Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch getroffen.

Folgende Forderungen richten wir an Bund, Länder und die Europäische Union:

• Ein sofortiges ausnahmsloses Verbot sämtlicher Formen von Fracking bei der Erforschung, Aufsuchung und Gewinnung fossiler Energieträger. Dies ist unabhängig davon, ob die Rissbildung mit oder ohne den Einsatz giftiger Chemikalien, hydraulisch oder andersartig erzeugt wird.

• Ein generelles Import- und Handelsverbot von „gefrackten“ fossilen Energieträgern.

• Ein generelles Verbot der Verpressung des Rückflusses oder der untertägigen Ablagerung von Fluiden und Lagerstättenwässer.

• Eine Novellierung des Bergrechts. Die höchsten Umweltstandards und Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit haben im Fokus der Novellierung zu
stehen.

• Ein konsequentes Umsetzen der politisch beschlossenen Energiewende, d.h. Abkehr von fossilen Brennstoffen, Ausbau der erneuerbaren Energien und Steigerung der Energieeffizienz.

Initiativen
AG Post Fossil Kassel (HE)
AK Fracking Braunschweiger Land (NI)
Aktionsbündnis No Moor Fracking (NI)
BI „No Fracking“ Völkersen (NI)
BI Fracking freies Hessen
BI für ein lebenswertes Korbach (HE)
BIGG Drensteinfurt (NRW)
BIGG Hamm (NRW)
BIGG Hochsauerland (NRW)
BIST e.V. Herbern (NRW)
Stop Fracking BI Witten für sauberes Wasser (NRW)
BUND Bodensee-Oberschwaben (BW)
BUND Hessen
BUND Kassel (HE)
BUND KV-Schwalm-Eder (HE)
BUND-AG „Wir gegen Fracking“ Lüneburg (NI)
Food & Water Europe
Hamminkeln Gegen Gasbohren (NRW)
IG Fracking-freies Artland e. V. (NI)
IG Gegen Gasbohren Borken (NRW)
IG Rees gegen Gasbohren e. V. (NRW)
IG Schönes Lünne (NI)
Initiative no Fracking „InoFrack“ (NRW)
No Fracking in Mühlheim an der Ruhr (NRW)
NRÜ gegen Fracking e.V. (NI)
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Offener Brief an die niedersächsische Landesregierung zum Schutz des Trinkwasservorkommens der „Rotenburger Rinne“ vor den geplanten Aktivitäten von ExxonMobil

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Okt 092017
 

Volker H.A. Fritz                                                                            38302 Wolfenbüttel, den 05.10.2017

 

Offener Brief

An den Ministerpräsidenten Weil

des Bundeslandes Niedersachsen

in Hannover

 

Betreff: Schutz des bedeutenden Trinkwassergewinnungsgebietes

„Rotenburger Rinne“ vor Gefährdungen durch die beabsichtigteFracking-Förderung von Erdgas

 

Sehr geehrter Herr Weil,

vor unser aller Augen soll wirklich Unglaubliches geschehen: ExxonMobil will unterhalb der wertvollen Aquifere „Rotenburger Rinne“ die bereits vorbereitete Erdgas-Förderbohrung „Bötersen Z 11“ an der B 75, südwestlich von Bötersen im Landkreis Rotenburg/Wümme in der Ablenkung deutlich verlängern und fracken. Danach ist Erdgasförderung geplant.

Die Bohrung ist 4.800m tief und wird horizontal nach Nordosten hin mehrere km reichen, bis unter die Ortschaft Bötersen. Damit führt sie direkt unter dem westlichen Arm der „Rotenburger Rinne“ hindurch.

ExxonMobil hat verlautbart, dass Einrichtungen zum Grundwassermonitoring bereits installiert worden seien. Doch damit wird ein Schadenseintritt ja nur gemeldet, aber nicht verhindert.

Der Landkreis Rotenburg hat, wegen der besonderen Bedeutung dieser Aquifere als Trinkwassergewinnungsgebiet für die Kreisgemeinden, das gesamte Gebiet der „Rotenburger Rinne“ in der regionalen Raumplanung als „Vorranggebiet für die Trinkwassergewinnung“ ausgewiesen. Auch der Stadtstaat Bremen bezieht in erheblichen Mengen Trinkwasser aus der „Rotenburger Rinne“. Die überarbeiteten Gesetze zur Regelung der Fracking-Förderung in Deutschland enthalten leider nicht eindeutige Vorschriften zum Schutz von Trinkwassergewinnungsgebieten im Untergrund.

Es liegt nun an Ihnen, an der Landesregierung Niedersachsen, durch entsprechende klare Vorgaben sicher zu stellen, dass der beabsichtigte und notwendige Schutz der derzeitigen und der möglichen künftigen Trinkwassergewinnungsgebiete dauerhaft gegeben ist.

Die Trinkwasserversorgung muss auch für Generationen nach uns gesichert werden.

Den Behauptungen der Förderindustrie, dass ihre Förder- und Verpressbohrungen „sicher“ und „dauerhaft dicht“ seien, dürfen wir alle keinen Glauben schenken. Sie sind es in der Tat nicht. Zum Teil sind sie von Anfang an nicht in Ordnung, zum Teil werden sie im Verlauf von Jahren und Jahrzehnten undicht und lassen ihre Inhalte in den umgebenden Untergrund entweichen. Gibt es dann Aufstiegsmöglichkeiten außen entlang der Bohrungen, können Inhalte bis zu den Trinkwasser führenden Schichten aufsteigen. Zum anderen, wenn die später ausgeförderten, druckabgesenkten Bohrungen aus der Fracking-Förderung zum Verpressen benutzt werden, sind aus den Frack-Beaufschlagungen ja die Bodenstrukturen „aufgelockert“ das heißt zerstört und rissig.

Das bietet dann auch verpressten Flüssigkeiten die Möglichkeit, sich über diese Risse in die Umgebung auszubreiten – und auch nach oben.

Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland gefördertes Erdgas der Sorte „L“ in Kürze nicht mehr in deutschen Haushalten verwendet werden soll, sondern nur noch Import-Erdgas der Qualität „H“, entsprechend den Vorstellungen der Erdgaslieferanten in Deutschland, macht es auch keinen Sinn, in die geplante Schiefergasförderung ab 2021 einzusteigen, denn dieses Erdgas könnten deutsche Verbraucher nach der Umstellung auf „H-Gas“, die gerade begonnen hat, nicht mehr nutzen.

Angesichts der heraufziehenden Klimakatastrophe mit einer Überwärmung der Atmosphäre durch zu hohen CO2-Eintrag aus der Kohlenstoff-Verbrennung und durch riesige Mengen an unverbrannt entweichendem Methan, ist es unbedingt notwendig schnellstens auf andere Energiegewinnungsformen umzusteigen und vor allem schnell die Erdgasnutzung zurück zu fahren, anstatt ihre jahrzehntelange weitere Nutzung anzustreben. Erdgas ist kein geeigneter „Brückenbrennstoff“ für den Übergang zu den regenerativen Energien in „einigen Jahrzehnten“. Erdgas ist, global betrachtet, der Beschleuniger der Klima-Überwärmung und damit – wenn es so weiter geht wie bisher- des Untergangs der Menschheit.

Wir haben nur noch die nächsten etwa 20 bis 25 Jahre Zeit, um weltweit gemeinsam zu verhindern, dass die allerschlimmsten denkbaren Auswirkungen eintreten.

Danach werden selbst beschleunigende globale Regelkreise, die unserer Kontrolle entzogen sind, unabhängig weiter wirken. Einige davon sind inzwischen schon bekannt. Was nicht bekannt ist, ist die Größe ihrer Beschleunigung durch die Regelschleifen.

Mit der zu erwartenden globalen Klimaverschiebung sehen Wissenschaftler heute voraus, dass es in Deutschland heißer werden wird, dass die Menge der Niederschläge pro Jahr insgesamt deutlich abnehmen könnte und dass es, wenn Gewitter auftreten, zu den schon vereinzelt erlebten Starkniederschlägen mit Überschwemmungen kommen dürfte. Insgesamt wird Trinkwasser dann ein rares und teures Gut werden, das nicht mehr mit der heutigen Selbstverständlichkeit beliebig zur Verfügung steht.

Um so wichtiger ist es daher heute, die Wasservorräte im Boden zu schützen. Deshalb dürften in Trinkwassergewinnungsgebieten weder Bohrungen zur Förderung von Kohlenwasserstoffen, noch zur Verpressung von Abfallwässern niedergebracht oder weiter unterhalten werden, wenn sie schon vorhanden sind. Dazu gehört auch ein genügend großer Sicherheitsabstand außerhalb der Zone III ausgewiesener Trinkwassereinzugsgebiete, denn entnommene Wassermengen werden durch den unterirdischen Zustrom von außerhalb der Gewinnungsgebiete ersetzt.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Weil,

nehmen Sie Ihre Verantwortung ernst und schützen Sie zumindest die heutigen Trinkwasservorkommen in Niedersachsen, die als Aquifere vorliegen und solche Vorhaltegebiete, die künftig einmal zur Trinkwassergewinnung genutzt werden können vor der Schädigung durch die Öl- und Gasförderung.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Fritz

(Mitglied im Zusammenschluss „Gegen Gasbohren“)

 Veröffentlicht von am 9. Oktober 2017

Die Klimazerstörung schreitet schneller voran, als bisher angenommen und könnte zur Überlebensgefahr für die menschliche Erdbevölkerung bis zum Jahr 2050 werden

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Okt 092017
 

Volker H.A. Fritz                                                                              Wolfenbüttel, den 03.10..2017

im AK Fracking

Braunschweiger Land

Mitglied im Zusammenschluss

„Gegen Gasbohren“

 

Übersetzung: (auszugsweise)

„Die Klimastörung könnte zur Überlebensgefahr für die

menschliche Erdbevölkerung bis zum Jahr 2050 werden!“

TruthOut-Beitrag vom 02.10.2017

Autorin: Dahr Jamail

http://www.truth-out.org/news/item/42127-climate-disruption-could-pose-existential-threat-by-2050

Originaltitel: Climate Disruption Could Pose „Existential Threat“ by 2050

Vorwort: Dahr Jamail berichtet nun schon viele Jahre über die Klimaentwicklung. Er ist immer wieder entsetzt, wenn er den nächsten Bericht vorbereitet und dabei erkennen muss, in welchem hohen Maße die Veränderungen sich beschleunigen. Durch die vielen Kontakte zu Wissenschaftlern der verschiedensten Disziplinen hat er ein umfassendes Bild der aktuellen Veränderungen und der sich abzeichnenden Entwicklungen.

Er ist persönlich unglaublich traurig darüber, uns mitteilen zu müssen, dass die Lage und die Zukunft für die Menschheit immer düsterer aussehen.

Ferner ist er –gerade nach dem Abkommen von Paris 2015 – besonders enttäuscht, dass es jetzt zwar das Abkommen gibt, dass jedoch so gut wie nichts geschieht, die globale  Kohlenstoffverbrennung zur Energiegewinnung massiv einzudämmen, die Methanemissionen beim Erdgas zu vermeiden und andere Energieformen zu forcieren.

Auszugsweise Übersetzung der Inhalte des Beitrages von Dahr Jamail:

Die Erde wird unbewohnbar durch die vom Menschen erzwungene Erwärmung.

Wir haben die Zusammensetzung unserer Atmosphäre geändert und wir sind dabei die Ozeane zu übersäuern. Die Eisbedeckung der Erde schmilzt vor unseren Augen und die Meeresspiegel steigen. Die globale Besiedlung mit Wildtieren ist nur seit den 1970er Jahren um 60% zurückgegangen und die aktuelle Geschwindigkeit des Aussterbens von Arten ist 1.000-fach größer als der normale Hintergrundwert. Schützende Korallenriffe könnten bis 2050 vollständig verschwunden sein und die Ozeane könnten bis 2048 ohne Fische darin sein, verursacht durch die menschengemachte Klimastörung (ACD), Überfischung, Verschmutzung und den Verlust von Lebensräumen.

Und da deutet nichts darauf hin, dass die Regierungen rund um den Globus wirklich etwas Ernsthaftes unternehmen, um die Auswirkungen von ACD abzumildern, um zu verhindern, dass die schlimmsten Befürchtungen eintreten.

Dass es zu einem massenhaften Dahinsterben der Menschheit kommen wird, scheint unvermeidbar und sogar das völlige Verschwinden unserer Art ist sehr gut möglich. Das ist eine erschreckende, herzzerreißende und wütend machende Information, die man da aufnehmen muss.

 ACD nimmt dramatisch und schnell zu.

In Kanada entlässt der schnell auftauende Permafrostboden bereits große Mengen CO2 in die Atmosphäre, wodurch eine positive Rückkopplung erfolgt: durch die weitere Erwärmung taut noch mehr Permafrostboden auf und setzt noch mehr CO2 frei, das wiederum die Atmosphäre weiter erwärmt. Und im Permafrostboden insgesamt wird genau so viel CO2 vermutet, wie jetzt global in der Atmosphäre ist. Ein kürzlicher Forschungsbericht über die letzten erdgeschichtlichen Erwärmungsphasen der Erde erläutert, dass eine der schnellsten Erwärmungen des Globus vor 56 Mio Jahren auch durch CO2 ausgelöst wurde. Und der heutige CO2-Gehalt in der Atmosphäre ist sogar höher als der damalige.

Ein Aufsatz des Scripps Institutes für Ozeanographie von Mitte September 2017 warnt davor, dass es eine kleine, aber deutliche Möglichkeit gibt, dass schneller ACD-Anstieg bis 2050 zu einer Überlebensbedrohung für die Menschheit werden könnte.

Eine wissenschaftliche Studie, die am 20.09.2017 im Journal „Science Advances“ veröffentlicht wurde, „Thresholds of Catastrophe in the Earth System“ (peer-reviewed) beschäftigt sich mit dem Eintrag von Kohlenstoff in die Ozeane in der Vergangenheit und den großen erdgeschichtlichen Klimaveränderungen. Dort wird geschlussfolgert: „wenn die Menschen so weitermachen mit dem Eintrag von Kohlenstoff, wie wir das heute tun, könnte ein globales Massenaussterben um 2100 herum ausbrechen“

Der UN-Klima-Überwachungs- und Bewahrungsprozess (IPCC) wird von immer mehr Wissenschaftlern angezweifelt, weil er einen Berichtszyklus von 7 Jahren über die Entwicklung von ACD vorsieht. Das ist viel zu langsam bei der Geschwindigkeit mit der ACD zunimmt. Die Aussagen sind daher veraltet und eine Verschwendung wertvoller Expertenzeit.

Die Veränderung der Meeresströmungen im Atlantic (Atlantic Meridional Overturning Circulation –AMOC) durch den fortschreitenden Verlust an arktischem Meereis führt zu großen klimatischen Veränderungen, sowohl regional, als auch global.

Durch die stärkere Erwärmung der Atmosphäre kann diese auch mehr Wasser aufnehmen und dann epische Überflutungsereignisse auslösen, wenn das Wasser als Niederschlag herunter kommt. Das sollte niemanden mehr wundern. Die Monsunregenfälle im August 2017 in Indien, Bangladesch und Nepal trafen 42 Mio Menschen. Ein kürzlich erschienenes Fachbuch „The Water Will Come“ zeigt auf, dass weltweit 145 Mio Menschen auf Gelände leben, das weniger als 3 Fuß über dem heutigen Meeresspiegel-Niveau liegt. Der Autor, Jeff Goodell, stellt Abschätzungen an, in Zusammenhang mit dem Anstieg der Meeresspiegel und prognostiziert, dass um 2050 herum bereits 200 Mio Klimaflüchtlinge dem Anstieg der Meeresspiegel weichen müssen. Und er diskutiert die Möglichkeit eines Anstieges der Meeresspiegel um bis zu 55 Fuß = 16,7 m.

übersetzt Volker Fritz

Kommentar:

Es wird verständlicher, von Bericht zu Bericht, warum Dahr Jamail sich immer größere Sorgen macht und das auch schreibt.

Wann ziehen unsere Regierungen endlich die notwendigen Schlüsse und leiten daraus zügiges und massives Handeln ab?

Wann wird der von der Gasförderindustrie global in Angriff genommene Auf- und Ausbau einer LNG-Erdgasversorgung von den Regierungen endlich gestoppt, der die Klimaerwärmung noch durch die hohen Methan-Emissionen in der Förder- und Transportkette beschleunigt?

Volker Fritz

 Veröffentlicht von am 9. Oktober 2017

Landesbergamt in NS erwartet Antragsflut von der Öl- und Gasförderindustrie

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Okt 052017
 

Foto: pixabay

Laut eines Berichtes in der MK Kreiszeitung in Niedersachsen vom 29.9.2017 erwartet das zuständige Landesbergamt eine hohe Anzahl von Anträgen aus der Erdöl- und Gasförderindustrie und rüstete personell auf.

Hintergrund für die bisherige Zurückhaltung der Förderindustrie war nach der neuen Gesetzgebung zum Thema Fracking der noch fehlende Runderlass.

Durch das neue Bundesgesetz wird  unter anderem die Verpressung von Lagerstättenwasser in den Untergrund neu geregelt.
Auch Frackmaßnahmen mitten im Wasserreservoir Rotenburger Rinne sind geplant und sollen bald realisiert werden.

Man wartet nun mit den neuen Anträgen die Wahl in Niedersachsen am 15. Oktober ab.

Foto: pixabay

 
Landesbergamt bereitet sich auf „umfangreiche Verfahren“ vor

 Veröffentlicht von am 5. Oktober 2017

Hubertus Zdebel (DIE LINKE): Fracking-Offensive der Konzerne in Niedersachsen steht unmittelbar bevor – LBEG schreibt Stellen für Fracking-Maßnahmen aus

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Sep 022017
 

Pressemitteilung von Hubertus Zdebel MdB DIE LINKE, 1. September 2017

„Der Bevölkerung Niedersachsens droht unmittelbar nach der Bundestagswahl am 24. September 2017 eine Fracking-Offensive der Öl- und Gaskonzerne. Dies geht aus einer Stellenausschreibung des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hervor“, so Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter der LINKEN und Obmann seiner Fraktion im Umweltausschuss. „Demnach sucht die Behörde Personal für die anstehenden Zulassungsverfahren zur Gewinnung von Erdgas und Erdöl und zum Versenken von Lagerstättenwasser. Die Prüfung und Bewertung von Antragsunterlagen für Planfeststellungsverfahren für Fracking-Maßnahmen sollen ebenso zu den Aufgaben gehören wie Antragskonferenzen, Erörterungstermine und die Mitwirkung bei der Erarbeitung von Zulassungen.“

Zdebel weiter: „Das LBEG zeigt, was CDU/ CSU und SPD im Bund wegdiskutieren wollen: Mit ihrem Pro-Fracking-Recht haben sie den Boden für das gefährliche Gasbohren in spezifischen Gesteinsformationen, sogenannten Tight-Gas-Reservoirs, bereitet, während DIE LINKE. im Bundestag sich stets für ein Fracking-Verbot ohne Ausnahmen eingesetzt hatte.

Doch auch die niedersächsische Landesregierung aus SPD und GRÜNEN trägt erhebliche Verantwortung für die katastrophale Entwicklung. So machte sich SPD-Wirtschaftsminister Olaf Lies im Juni 2016 unter dem Beifall des grünen Umweltminister Stefan Wenzel zum willigen Vollstecker der Interessen des Gas- und Öl-Lobbyverbandes BVEG, der über seinen Vorsitzenden Martin Bachmann die Einführung des Pro-Fracking-Rechts forderte. Wenige Tage später beschloss der Bundestag das Gesetzespaket. Die Umwelt – und Gesundheitsschäden sollen nun von der Bevölkerung getragen werden. Die Gaskonzerne machen hingegen Kasse.

DIE LINKE unterstützt die Betroffenen, die sich zukünftig in konkreten Verfahren gegen Fracking-Vorhaben wehren müssen. Im Gegensatz zu den Fracking-Parteien bleiben wir dabei: Fracking muss – ohne Ausnahmen – verboten werden!“

 Veröffentlicht von am 2. September 2017