Mrz 252013
 

Studien-Autor und Energieexperte Werner Zittel erläutert im Interview mit der Frankfurter Rundschau, warum die Förderung der fossilen Energien weltweit viel früher ans Limit komme als erhofft. ZUm Thema Fracking führt er aus:

Viele andere Länder setzten ebenfalls auf Fracking – auch in Deutschland wird darüber heftig diskutiert. Empfehlen Sie, hier nicht einzusteigen?

Zittel: Der kurzfristige Erfolg der unkonventionellen Öl- und Gasförderung in den USA hat mit vielen Eigenheiten dort zu tun, die nicht übertragbar sind. Oder glauben Sie, dass man in Nordrhein-Westfalen auf einer Fläche von 15.000 Quadratkilometern mehr als 15.000 Erdgasbohrungen genehmigen wird, wie dies beispielsweise in der Barnett Shale-Formation in Texas der Fall ist? Unsere Bohr-Infrastruktur ist auf einige zig Bohrungen pro Jahr ausgelegt, nicht auf zehntausende wie in den USA. Des weiteren wurden in den USA wichtige Umweltstandards beim Gewässerschutz außer Kraft gesetzt. Nur so wurde es möglich, mit vergleichbar geringen Kosten – die aber noch hoch genug sind – viele Bohrungen zu setzen. Das wird in Mitteleuropa so nicht möglich sein. Für die Firmen in Europa wird Fracking ökonomisch erst dann interessant werden, wenn der Erdgas-Preis wesentlich höher als heute ist – aber das sagt Ihnen heute niemand.Summa summarum: Die I

Quelle:
Energy Watch Group-Studie: „Endspiel um die Öl- und Gas-Ressourcen“ | Energie – Frankfurter Rundschau.

Mrz 252013
 

Dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ist im Rahmen der Verbändebeteiligung zur Änderung der UVP-V Bergbau und des Wasserhaushaltsgesetzes (Rösler-Altmaier-Entwürfe) Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden. Die einzelnen Bürgerinitiativen durften keine Stellungnahme abgeben, daher haben sich viele BI´s angeschlossen.
Diese Stellungnahme findet sich hier:

Mrz 252013
 

Nach Gelsenwasser liegt uns nun eine weitere Ablehnung eines Wasserversorgers vor. In ihrer Sitzung am 15.11.2012 beschloss die Verbandsversammlung des Wasserversorgungsverbandes Wittenhorst  einstimmig folgende Resolution:

 Der Wasserversorgungsverband  Wittenhorst lehnt unter den heutigen technischen Rahmenbedingungen „Hydraulic Fracturing“ – auch Fracking genannt – als Gasfördermethode im Versorgungsgebiet des Wasserversorgungsverbandes Wittenhorst  ab. Die Resolution wird der Bezirksregierung Arnsberg, sowie den zuständigen Bundes- und Landesumweltministerium zugeleitet und die umliegenden Kommunen unterrichtet.

Auszug aus der Resolution:

Im Versorgungsgebiet des Wasserversorgungsverbandes Wittenhorst darf das Schutzgut Grundwasser, welches auch als Trinkwasserreservoir dient, keinesfalls gefährdet  werden. Daher ist auch zu beachten, dass in vielen Teilen des Versorgungsgebietes der Grundwasserspiegel und der Pegelstand des Rheins miteinander korrespondieren. Deswegen müssen bedenkliche Erprobungs- oder Gewinnungsverfahren, insbesondere solche unter Einsatz von wasser- bzw. gesundheitsgefährdender Chemikalien, ausgeschlossen werden.

Quelle: Resolution komplett

 

Mrz 232013
 

Gestern war Weltwassertag. In vielen Gemeinden haben Bürger darauf aufmerksam gemacht, dass Wasser keine Ware ist und unser Trinkwasser geschützt werden muss. Auch ein Dutzend Fracking BI waren aktiv und haben Mahnwachen gehalten. Denn auch Fracking kann unser Trinkwasser verseuchen.

Einen Tag später, habe ich beim Lesen des Artikels:

Gelsenwasser sieht Preisstabilität durch EU-Richtlinie gefährdet / Fracking bereitet weiter Sorgen

gedacht, dass ich in Italien, Griechenland oder Zypern wohnen würde.

Zunächst war ich nur stutzig, als ich las:

Nach dem Aus für die Glühbirne drehen die dortigen Spitzenbeamten den Bürgern nun den Wasserhahn zu. Grundlage ist die sogenannte Ökodesign-Richtlinie, auf die der Gelsenwasser-Chef gestern aufmerksam machte. „Im EU-Plan ist bis zum Jahr 2014 die Einführung einer Pflicht für wassersparende Armaturen vorgesehen“, erklärte Deters. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland soll damit von derzeit 122 Liter auf rund 85 Liter pro Tag gedrückt werden.

Oder anders ausgedrückt: Damit in Deutschland noch genügend Wasser zum Fracken vorrätig ist, sollen wir Wasser sparen.Verrückt, oder?

 

Aber was dann im Artikel  zum Thema Fracking steht, schlägt dem Fass den Boden aus:

Problematisch ist aus Sicht der Wasserwirtschaft der Einfluss internationaler Großkonzerne auf die Berliner Politik. Nur so sei zu erklären, dass der vorliegende Gesetzentwurf Entschädigungen für die Bohrunternehmen vorsehe, wenn aus Wasserschutzgründen nicht gefrackt werden darf. Deters: „Am anderen Ende des Seils ziehen andere mit anderen Interessen. Und das sind keine Kleinen.“

Sind  Bunga-Bunga und Korruption bereits in der Bundesregierung angekommen? Dass darf doch nicht sein. Das würde ja bedeuten, dass die Bohrfirmen nun hunderte von Anträge einreichen, in der Hoffnung dass diese von den Wasserbehörden nicht genehmigt werden.

Ist es nur Zufall, dass gerade jetzt in vielen Gegenden bundesweit neue Aufsuchungserlabnisse beantragt werden. Mir fehlen die Worte.
Wir werden dafür sorgen, dass diese Nachricht in Deutschland publik wird, darauf können sie sich verlassen!

 

 

 

Quelle:
Wasser sparen für Südeuropa : Gelsenwasser sieht Preisstabilität durch EU-Richtlinie gefährdet / Fracking bereitet weiter Sorgen – Parkplatz – Westfälische Nachrichten.

Mrz 192013
 

Der Fracking Boom in den USA und die daraus resultierende Umweltverschmutzung wurde durch zwei wesentliche Faktoren begünstigt:

  • die Fracking-Industrie versprach 2003, auf den Einsatz einiger hochgiftiger Chemikalien zu verzichten
  • im Gegenzug wurden Ausnahmen für Fracking von den strengen Wasserschutzvorschriften beschlossen („Haliburton Loophole“ / „Haliburton Schlupfloch“)

Die katastrophalen Verhältnisse in den USA zeigen, dass Versprechen der Industrie nichts wert sind, wenn die Gesetzesgrundlagen für Strafverfolgung fehlen und die kontrollierenden Behörden nicht über ausreichend und entsprechend geschultes Personal verfügen, um Kontrollen überhaupt durchzuführen.

Die von Wirtschaftsminister Rösler und Umweltminister Altmaier vorgeschlagenen Gesetzesänderungen weisen zum amerikanischen Weg überraschende Parallelen auf. Die Gasindustrie verspricht, auf giftige Chemikalien beim Fracking zu verzichten und erhält im Gegenzug ein „Schlupfloch“, um die derzeit geltenden Moratorien zu umgehen. (In den USA bietet Haliburton übrigens seit 2009 ein Produkt für „Giftfreies Fracken“ an. Haliburton ist auch in Deutschland eines der ausführenden Unternehmen für Fracking.)

Dazu passt, dass die Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes jetzt im Eiltempo durchgepeitscht werden soll. Der BBU kritisiert, dass Umweltverbänden und Behörden nur 10 Tage Zeit gegeben wurde, um die Gesetzesänderung zu kommentieren. Eine – sonst übliche – mündliche Anhörung findet nicht statt.

Die am Gutachten des Umweltministeriums beteiligte Partnerschaft von Rechtsanwälten Gaßner, Groth, Siederer & Coll sieht nur einen Teil der Empfehlungen der Gutachter umgesetzt.

Die Ministerien demonstrieren hier, was sie unter transparenten Prozessen und Bürgerbeteiligung verstehen: Die Wünsche der Gasindustrie werden erfüllt und die Öffentlichkeit wird mit wirkungslosen Schlagzeilen („Fracking-Verbot in Trinkwasserschutzgebieten“) beruhigt.

Komplett ignoriert werden die immer noch fehlenden gesetzlichen Regelungen für die Entsorgung der giftigen Abwässer und zur Verhinderung den bereits jetzt erheblichen Umweltschäden bei der konventionellen Gasförderung.  So bleibt der Transport und die Entsorgung von Benzol- und quecksilberhaltigen Abwässer in und durch Trinkwasserschutzgebiete weiterhin erlaubt.

Die Regierungsparteien machen sich unglaubwürdig, wenn sie auf der einen Seite die „amerikanischen Verhältnisse“ in der Gasförderung beklagen und auf der anderen Seite die gleichen Verhältnisse hier in Deutschland möglich machen wollen.

Am kommenden Freitag ist Weltwassertag. Überall in Deutschland werden an diesem Tag Aktionen gegen Fracking und für den Schutz unseres Trinkwassers stattfinden.

Mrz 192013
 

Tolle Seite. Anschauen!

Fracking wird derzeit viel diskutiert und v.a. in Amerika verstärkt angewendet. Doch was steckt hinter dieser unkonventionellen Methode, Gas zu gewinnen? Was sind die Risiken? Gibt es bereits Langzeitstudien, die belegen, dass dieses Verfahren genutzt werden kann, ohne das es zu Gefährdungen für Menschen, Tiere und Umwelt kommt? Die klima-allianz deutschland stellt in ihrem neuen Themenportal die Hauptkritikpunkte vor und stellt Hintergrundmaterialien zur Verfügung.

Quelle:
Fracking | klima-allianz deutschland.