ExxonMobil läßt nicht locker!

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Jul 242017
 

Grafik: pixabay

Hubertus Zdebel, Mitglied des Bundestages für die Fraktion DIE LINKE im Bundestag, hat heute eine Pressemitteilung herausgeben. Er macht darauf aufmerksam, dass ExxonMobil erneut ein Propagandakampagnie fährt.

Ziel der Förderindustrie ist, das Frackingverbot in Schiefergestein in der nächsten Legislaturperiode zu Fall zu bringen.
Exxon benutzt dabei weiterhin die alten fadenscheinigen Argumente, dass sogenanntes „heimisches Gas“ Deutschland von Importen unabhängig machen würde.
Hubertus Zdebel widerspricht dem vehement und nennt es eine Märchenstunde.

Zdebel: Propagandaoffensive von ExxonMobil für Schiefergasfracking ist unerträglich

„Ohne Rücksicht auf Umweltschäden, Klima- und Gesundheitsgefahren will ExxonMobil den Boden für zukünftiges Schiefergasfracking bereiten“, erklärt der münsterische Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKEN), Obmann seiner Fraktion im Bundestagsumweltausschuss, zur neuen Kampagne des Öl- und Gaskonzerns. „Der Konzern setzt darauf, dass das Verbot von Fracking im Schiefergestein bei der Überprüfung in der nächsten Legislaturperiode fällt. Derartigen Plänen erteile ich eine unmissverständliche Absage. Fracking muss ohne Ausnahmen verboten werden.“

Zdebel weiter: „Die Argumente von ExxonMobil sind leicht durchschaubar. So wird weiterhin die Legende verbreitet, Deutschland müsse Schiefergasfracking betreiben, um von Importen unabhängig zu sein. Das ist Märchenstunde. Denn die beim Schiefergasfracking zu fördernde Gasmenge ist volkswirtschaftlich vernachlässigbar. Sie kann lediglich etwa 2% der Energie liefern, die jährlich in Deutschland verbraucht wird. Dies wäre durch eine forcierte Energiewende leicht zu ersetzen.

Ferner verschweigt der Gaskonzern, dass es gar kein ‚deutsches‘ Erdgas gibt. Mit der Zahlung des Förderzinses geht das Gas in das Eigentum des fördernden Konzerns über. Daher soll nur eine andere Abhängigkeit festgeschrieben werden – und zwar von internationalen Konzernen wie ExxonMobil oder Wintershall, die Gas auf dem Weltmarkt verkaufen und lediglich ihre Firmeninteressen durchsetzen wollen.

Für DIE LINKE ist klar: Nicht die Förderung von Gas mittels Fracking, sondern die verstärkte dezentrale Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen oder die Erzeugung von Energie aus Sonne und Wind durch Projekte von Unternehmen in öffentlicher Hand dienen dem Klimaschutz und der Unabhängigkeit von Konzernen und Importen.“

Grafik: pixabay

 

 

 Veröffentlicht von am 24. Juli 2017

Schweigen zu Fracking im NRW-Koalitionsvertrag lässt Alarmglocken klingeln – PM von MdB Zdebel (Die Linke)

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Jul 012017
 

 

Pressemitteilung

„Kein Wort zum Thema Fracking im Koalitionsvertrag von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen – offensichtlich will sich die schwarz-gelbe Koalition alle Optionen für einen flächendeckenden Einstieg in die unbeherrschbare Risikotechnik nach der Bundestagswahl offenhalten“, erklärt der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE), Obmann seiner Fraktion im Umweltausschuss. „Ich fordere CDU und FDP in NRW auf, umgehend ihre Position zum Fracking offenzulegen.“

 

Zdebel weiter: „Die Sprachlosigkeit von CDU und FDP bedeutet, dass selbst die unzureichenden Festlegungen der abgewählten rot-grünen Koalition im Landesentwicklungsplan NRW zum gefährlichen Gasbohren zur Disposition stehen können. Die neue Landesregierung behält sich damit sogar vor, eine befürwortende Position zur möglichen Abschaffung des Verbots von Fracking im  Schiefer-, Ton-, Mergel- und Kohleflözgestein auf Bundesebene in 2021 einzunehmen. Die vier ‚wissenschaftlichen Bohrungen‘ in diesen Gesteinsarten, die noch vor 2021 möglich sind und einen Einstieg in die unbeschränkte Fracking-Anwendung bedeuten, könnten nun auch in NRW stattfinden. Das würde ein fatales Signal für die Bundesebene bedeuten.

 

Doch hat die Sprachlosigkeit im Koalitionsvertrag für NRW auch unmittelbare Konsequenzen. So sind Bohrungen in Tight-Gas-Reservoirs in NRW an der Grenze zu Niedersachsen weiterhin unter Anwendung der Fracking-Methode möglich. Die von der SPD/GRÜNEN-Regierung eingeführte Praxis, Fracking durch die Hintertür im Kohleflözgestein zu ermöglichen, ist weiterhin  möglich. Denn die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Bergbehörde in NRW zeigt kein Interesse an der Ermittlung, welche Bohrtechniken bei der Aufsuchung von Kohleflözgas Anwendung finden.

 

Wie aktuell die Problematik der Gasgewinnung im Kohleflözgestein ist, zeigt die Verlängerung der bergrechtlichen Aufsuchungserlaubnis für das Feld Nordrhein-Westfalen Nord vom 6.6.2017 zu Gunsten von Exxon Mobil. Während die Bezirksregierung Arnsberg vollmundig verkündet, dass der Einsatz von Fracking ausgeschlossen sei, bleibt der Verlängerungsantrag im Vagen. Eine Darstellung der Bohrtechnik fehlt. Selbst nach Angaben von ExxonMobil müssen die Untersuchungsprogramme noch konkret und detailliert beschrieben werden. Vor diesem Hintergrund bedeutet die Verlängerung durch die Bezirksregierung Arnsberg einen Blankoscheck für den Gaskonzern.“

 

Quelle: http://www.hubertus-zdebel.de/schweigen-zu-fracking-im-nrw-koalitionsvertrag-laesst-alarmglocken-klingeln/

 

 Veröffentlicht von am 1. Juli 2017