Gegen Gasbohren

BUND NRW befürchtet Aushebelung der Fracking-Moratorien

Auch der BUND NRW befürchtet eine Aushebelung der Fracking-Moratorien, falls der Rösler/Altmaier Vorschlag umgesetzt würde:

„Die jetzt vorgeschlagene Regelung kommt einem Persilschein für Fracking auf dem Großteil der Landesfläche gleich“, kritisierte Dirk Jansen, Fracking-Experte des BUND. „Nur  16,7 % Nordrhein-Westfalens wären danach als ausgewiesene Wasserschutzgebiete vor dieser Hochrisikotechnologie sicher.“  Auch sei Öko-Dumping von Bundesland zu Bundesland weiterhin nicht ausgeschlossen. Trotz der geplanten – und in NRW längst per Erlass geregelten –  Einvernehmenserfordernis mit den zuständigen Wasserbehörden sei damit kein einheitliches Behördenhandeln  garantiert. Zudem befürchtet der BUND, dass das in NRW existierende Fracking-Moratorien durch die neuen Regelungen ausgehebelt werden könnte. Den Gaskonzernen werde damit Tür und Tor geöffnet.

Quelle:
BUND. Landesverband Nordrhein-Westfalen: Bundeskabinett plant Fracking-Erlaubnisgesetz.

Author

Jörn Krüger

Jörn Krüger ist Software Entwickler und engagiert sich in verschiedenen Organisationen, die Internet und bürgerliches Engagement verbinden.

Im Oktober 2010 begann er mit dem Blog unkonventionelle-gasfoerderung.de, auf dem aktuelle und internationale Nachrichten, Meinungen und Berichte zur unkonventionellen Gasförderung veröffentlicht werden. Als informierter Laie schreibt er Gastbeiträge, informiert über Fracking und steht als Gesprächspartner für Parteien und Institutionen zur Verfügung. Zum Thema kam er, als ExxonMobil im September 2010 ankündigte, in seinem Wohnort Nordwalde nach unkonventionellen Gasvorkommen zu bohren. Nach wenigen Stunden Recherche über die weltweiten Folgen von Fracking und dem geringen Informationsstand auf allen Ebenen der Entscheidenden in Politik und Wirtschaft war für ihn klar, dass hier Handlungsbedarf besteht.

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