Feb 112011
 

Ihre Bedenken gegen die geplanten Bohrungen im Münsterland haben nochmals unsere Freunde Jürgen Kruse und Christoph Rottstegge zum Ausdruck gebracht. Unter anderem heißt es:

Würde es zu einer solchen Verunreinigung kommen, es wäre eine Katastrophe – sei es nun durch Chemikalien, die bei diesen Bohrungen eingesetzt würden oder durch Salz, das aus tieferen Schichten nach oben gespült werden könnte

Der komplette Beiträg ist hier zu finden.

 

Feb 052011
 

…im Münsterland unkonventionelles Erdgas gefördert wird?

Das hat sich Dr. Lück aus Drensteinfurt – Walstedde gefragt. Gut recherchiert und zusammengerechnet kam dabei heraus:
In Nordrhein-Westfalen werden 2.100 Milliarden m³ unkonventionelle in Kohle gebundene Erdgasreserven vermutet (sog. Resource in Place). Davon sind etwa ein Zehntel grundsätzlich förderbar (technisch entnehmbare Reserve). Davon wiederum sind 10% aktuell förderbar (nachgewiesene Resource). Also können voraussichtlich 1%, also 21 Milliarden m³ gefördert werden.
Der Erdgasverbrauch lag 2006 in Deutschland bei fast 90 Milliarden cm³€.
Bei 15-jähriger Ausbeutung des Erdgasvorkommens könnten jährlich durchschnittlich 1,4 Milliarden m³ hier gefördert werden, das sind 1,6 % des Bedarfs.

In einer zusammenfassenden Berechnung für diese Ausbeutung hieße das:

– Im Münsterland alle 2 km ein Bohrturm

– ca. 1500 Bohrplätze

– 110.000 LKW – Transporte nur zum Antransport der Frac-Flüssigkeit

– Bei einer Förderphase von 15 Jahren würde 45 mal das Fassungsvermögen des Möhnesees an Wasser benötigt.

– Bei einem Chemieanteil von 0,5 – 1% würde 20 – 40 Mio m³ pure Chemie benötigt. Das ist 1 – 2 mal der Halterner Stausee.


Kann das durch noch so hohe Profiterwartungen oder auch durch die Hoffnung, für 15 Jahre die Abhängigkeit von Gasimporten um 1,6% gemindert zu haben, gerechtfertigt werden?

Hydraulic Fracturing Münsterland vom 09.02.2011: Hier das komplette Dokument

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Zitat:

Die zentrale Aussage, die Tonmergelschicht der Kreide schützt unser Trinkwasser zuverlässig vor der Fracking-Lösung, muss dringend in Frage gestellt werden!!!

Dez 122010
 

Unser evangelischer Pfarrer Ulf Schlien hatte Herrn Stahlhut von Exxon in einer Infoveranstaltung in Nordwalde befragt, was passieren würde, wenn das Schlimmste eintreten würde und das Münsterland in Folge eines Störfalles oder einer Grundwasserabsenkung kein Trinkwasser mehr hätte und ob Exxon dagegen irgendwie versichert sei?

Hierzu Herr Stahlhut sinngemäß:

„Versicherungen würden nicht benötigt, man habe genügend Eigenkapital.“

Das wir Bürger dafür sorgen, dass die Energieriesen soviel von dem Geld besitzen, hat er  natürlich nicht gesagt. Der BUND hat aber mal recheriert und uns mitgeteilt, was sie bisher in Bezug zu Haftungsfragen herausgefunden haben. Dieses könnte so aussehen. Natürlich müsste man die Sache noch fachmännisch begutachten lassen. Diese Anmerkung stellt keine rechtsverbindliche Aussage da.

Wenn der Eingriff (Gasbohrung) Schäden verursacht, dann haftet der Investor (hier die Exxon-BohrtochterGmbH). Wenn dieser nicht mehr greifbar ist, der Grundstückseigentümer. Und wenn bei dem nichts zu holen ist, haftet die Standortgemeinde, also Nordwalde. Ist das den Ratsmitgliedern eigentlich klar? Deshalb sollte auch immer eine sehr hohe Sicherheitsleistung verlangt werden, z.B. in Form einer Bankbürgschaft.

Werde die Mail gleich mal an unsere Bürgermeisterin weiterleiten!

BBU: ExxonMobil gefährdet Grundwasservorräte

 Pressemitteilungen, Risiko: Grundwasserabsenkung  Kommentare deaktiviert für BBU: ExxonMobil gefährdet Grundwasservorräte
Dez 032010
 

Wie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz und der VSR-Gewässerschutz heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekanntgegeben haben, warnen beide Organisationen vor der Verschwendung sauberen Grundwassers zur Förderung von unkonventionellen Erdgas im Münsterland und in Niedersachsen. Deutschland verfügt im Gegensatz zur USA und Kanada nur über sehr geringe erneuerbare Wasserressourcen. Während durch die Niederschläge diese wieder aufgefüllt werden, reduzieren insbesondere Haushalte, Industrie und Landwirtschaft die Ressourcen erheblich. Pro Kopf und Jahr liegt Deutschland unter einem Drittel des Weltdurchschnitts von 8500 m³, die USA darüber und Kanada sogar zehnmal so hoch. Continue reading »