Pressemitteilung von Dr. Julia Verlinden zur Ankündigung der Erdgas- und Erdöl-branche, zeitnah wieder fracken zu wollen

Zur Ankündigung der Erdgas- und Erdöl-Branche, zeitnah wieder fracken zu wollen, erklärt Julia Verlinden, Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Energiepolitik der grünen Bundestagsfraktion:

„Obwohl die große Mehrheit der Menschen in Deutschland Fracking entschieden ablehnt, will die Erdgasindustrie auf Teufel komm raus auf diese risikoreiche Technik setzen. Mit den Gefahren für Umwelt und Gesundheit bürdet die Industrie der Allgemeinheit die Folgekosten auf, während sie selbst die Gewinne einstreichen will. Es ist unverantwortlich, dass Minister Lies dem Drängen der Gas- und Ölbranche auch noch Vorschub leistet, anstatt den Fracking-Fans die rote Karte zu zeigen.

Die jüngsten Vorstöße aus Niedersachsen zeigen: Es muss endlich eine gesetzliche Regelung auf Bundesebene her. Wir Grüne wollen ein Fracking-Verbot im Bundesbergrecht verankern. Darüber haben wir im April im Bundestag abstimmen lassen. Hätten die Abgeordneten aus Union und SPD uns unterstützt, wäre ein Verbot nun in Kraft. Dann gäbe es auch für die Unternehmen Rechtsicherheit und wir hätten eine Umwelt- und Klimasorge weniger.

Die Kanzlerin und Minister Gabriel müssen konsequent umsetzen, was den Klimaschutzbeschlüssen von Paris gerecht wird und dem Willen der großen Mehrheit entspricht. Dafür brauchen wir ein Fracking-Verbot. Um die Klimakatastrophe zu verhindern, müssen zwei Drittel der fossilen Rohstoffe in der Erde bleiben. Die Alternativen sind Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.“

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