Jun 302014
 

Gabriel_RumpelstilzchenBundes-Wirtschaftsminister Gabriel will mit immer neuen Winkelzügen Fracking den Weg bereiten

(Bonn, Berlin, 30.06.2014) Als durchsichtige Strategie mit immer neuen Winkelzügen zur Durchsetzung von Fracking bezeichnet der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) das Verhalten von Bundes-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Gabriel hatte am Sonntag erklärt, er wolle noch vor der Sommerpause Eckpunkte für ein Fracking-Gesetz vorlegen, das Fracking im Sandgestein auf eine sichere rechtliche Basis stellt. Damit hat der SPD-Vorsitzende seine eigenen Parteifreunde bloßgestellt, von denen etliche in der letzten Woche versucht hatten, gegenüber der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, vor der Sommerpause werde es keine Aktivitäten Gabriels mehr in Sachen Fracking geben.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU: „Das scheinbar irrlichternde Verhalten von Gabriel ist in Wahrheit eine Strategie, mit der gleichzeitig die Öffentlichkeit beruhigt, Fracking aber vorangetrieben werden soll. Am 23. Mai 2014 erklärte der Wirtschaftsminister gegenüber Gesine Lötzsch, der Vorsitzenden des Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestag, dass eine Behandlung seines pro-Fracking-Rechts im Bundeskabinett noch vor der Sommerpause angestrebt werde. Nachdem ein öffentlicher Sturm der Entrüstung losbrach und eine Internet-Aktion für ein ausnahmsloses Fracking-Verbot startete, die bisher ca. 430.000 Personen unterzeichnet haben, wurde zurückgerudert. Etliche SPD-Politiker versuchten die Öffentlichkeit zu beruhigen, indem sie den Eindruck erweckten, beim Fracking würde es vor der Sommerpause keine Aktivitäten mehr geben. Doch nun hat Gabriel die SPD-Politiker selbst widerlegt und damit bloßgestellt. Noch vor der Sommerpause und im Schatten der Fußball-Weltmeisterschaft will Gabriel die Eckpunkte für sein Pro-Fracking-Recht vorlegen, das im Herbst verabschiedet werden soll.“

In diesem Pro-Fracking-Recht will Gabriel Fracking im Sandstein weiter ermöglichen. Damit führt er eine Technik weiter, für die es seit über vierzig Jahren keine systematische Überprüfung der Umweltauswirkungen gibt und die somit ein unkalkulierbares Risiko darstellt. Dies steht in diametralen Gegensatz zum im Umweltrecht üblichen Vorsorgeprinzip.

Für Oliver Kalusch steht fest: „Wirtschaftsminister Gabriel handelt verantwortungslos. Wer den Eindruck erweckt, Fracking im Schiefergestein verbieten zu wollen, kann es nicht im Sandstein zulassen. Denn es gibt keinen einzigen Beleg, dass Fracking dort weniger gefährlich ist. Wir fordern Gabriel auf, gefährliche Experimente mit der Umwelt endlich zu unterbinden und einen Entwurf für ein ausnahmsloses Fracking-Verbot vorzulegen.“

 Veröffentlicht von am 30. Juni 2014

Bergamt: Gräben und Wälle sichern Lagerstättenwasser in Georgdorf

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Jun 302014
 

Wegweiser zum Bergamt Meppen

Wegweiser zum Bergamt Meppen (Foto: Carin Schomann @bohrplatz.org CC BY-SA 3.0)

Und immer wieder Georgsdorf: Erneut Lagerstättenwasser und Öl ausgelaufen
Neunter derartiger Fall in den letzten zwei Jahren – Genaues Ausmaß der Kontamination noch unklar

Im Erdölfeld Georgsdorf in der Gemeinde Osterwald (Landkreis Grafschaft Bentheim) ist am Samstagabend erneut ein Menge Lagerstättenwasser ausgelaufen. Ursache dafür sei diesmal eine Leckage an einer Sammelleitung der ExxonMobil Production Deutschland GmbH (EMPG) gewesen, berichtet das als Zulassungs- und Aufsichtsbehörde zuständige Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Exxon habe die Behörde umgehend informiert. Das LBEG habe die Ermittlungen zur Schadensursache aufgenommen und die Untere Wasserbehörde des Landkreises Grafschaft Bentheim, die Gemeinde Osterwald sowie den Wasser- und Abwasserzweckverband Neuenhaus (WAZ) darüber informiert. Aus der Meldung wird nicht klar, ob das LBEG die genannten Behörden über den Vorfall informiert hat oder über die Tatsache, dass es eine Ermittlung aufgenommen hat.

Gräben und Wälle kontra Lagerstättenwasser
Das LBEG schätzt bislang, dass „ca. 150 m³ Flüssigkeit (bestehend aus 95 % aus Lagerstättenwasser und 5 % aus Rohöl) auf einer Fläche von ca. 1.000 m² in einem durch Gräben und Wällen gesichertem Gebiet ausgetreten“ sei. Personen- und Sachschäden seien nicht entstanden; das kontaminierte Areal unterfällt dabei offenbar nicht der Definition von „Sache, die beschädigt werden könnte“.

Erforderliche Maßnahmen
Das genaue Schadensausmaß werde zurzeit von einem unabhängigen Gutachter ermittelt, teilt das LBEG weiter mit. Im Anschluss daran hat der Betreiber ein entsprechendes Sanierungskonzept zu erstellen. Alle erforderlichen Maßnahmen, insbesondere auch zur Gefahrenabwehr, werden vom LBEG überwacht.

Mindestens neun Fälle von Vorfällen mit Lagerstättenwasser in den vergangen 25 Monaten
Zuvor war es im März 2014 zu einem Vorfall an Exxons Georgsdorfer Anlagen gekommen. Damals waren lt. LBEG etwa 12 m³ Lagerstättenwasser aus einem defekten blowout preventer an einem Bohrlochkopf gespritzt und eine etwa 800 m² große Fläche kontaminiert. Auch daraufhin habe das LBEG einen unabhängigen Gutachter zur Aufklärung der Schadensursache und des Schadensausmaßes bestellt. Auch daraufhin habe das Unternehmen einen Sanierungsplan erstellen müssen. Über tatsächlich durchgeführte Sanierungsarbeiten liegt uns kein Bericht vor.

Auch dieses Vorkommnis war nicht das erste seiner Art an dieser Stelle. Sieben frühere Fälle von Kontaminationen der Erdoberfläche durch Lagerstättenwasser und/oder Öl verzeichnet allein die bescheidene „Störfallliste der BI FrackingFreies Harburg“.

Zuverlässig, fachlich-neutral, wirtschaftlich unabhängig
Das LBEG über sich selbst: Das LBEG ist Bergbehörde für Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg sowie Geologischer Dienst für Niedersachsen. Die Aufgabenwahrnehmung erfolgt fachlich-neutral und wirtschaftlich unabhängig. Das LBEG überwacht die Bergbaubetriebe in Bezug auf Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. Im Sinne der Daseinsvorsorge sichert das LBEG dauerhaft die Kenntnisse über Georessourcen und stellt diese bereit.

Quellen:
Störfallliste vom erdgeist
Mitteilung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie, 29.06.2014

 Veröffentlicht von am 30. Juni 2014
Jun 292014
 

FrackingFreiesHamburg_kleinNach Exxons erstem Jahresbericht: Bürgerinitiativen alarmiert

ExxonMobil kommt bei der Öl- und Gassuche im Aufsuchungsgebiet „Vierlanden“ schneller voran als geplant. Das geht aus einer neuen Senatsantwort auf die Anfrage der Abgeordneten Dora Heyenn (Die Linke.) hervor. Darin wird berichtet, dass Ex­xonMobil einen ursprünglich ge­planten Schritt aus dem Arbeitsprogramm übersprin­gen konnte. In der Senatsantwort heißt es: „Auf Grund des Vorliegens von Daten gu­ter Qualität hat die Antragstellerin auf das gemäß Arbeitsprogramm vorgesehene Re­prozessing ausgewählter 2D-Linien und in Folge auf deren Re-Interpretation verzich­tet.“

Die Bürgerinitiativen FrackingFreies Hamburg sowie FrackingFreies Harburg sind höchst besorgt. Ihr Spre­cher Werner Diedrichs erklärt dazu: „Niemand sollte sich in Sicherheit wiegen, dass vor 2017 hier sowieso nicht passiert. Es ist durchaus möglich, dass Exxon schon bald eine Zulas­sung beantragt, um in unserer schönen Kulturlandschaft zu bohren.“ Die Bürgerin­itiativen bezwei­feln, dass die Hamburger Behörden eine solche Bohrlizenz verhindern kön­nen, da die er­teilte Erlaubnis Fracking nicht ausdrücklich ausschließt und dem Unternehmen einen Vertrauens­schutz gewährt, das beantragte Fracking auch anwenden zu dürfen. Auch der Beschluss der Bürgerschaft vom De­zember 2013, gemäß dem nur ein Fracking mit „umwelttoxi­schen Che­mikalien“ in „unkonventionellen Lagerstätten“ abgelehnt wird, halten die Initiativen für ungeeignet, um die unkontrollierbaren Risiken des Fracking zu verhindern.

Besonders pikant: Bundeswirtschaftsminister Gabriel will „zeitnah“ Gesetzesänderun­gen in Kraft setzen, die eine Sicherheit beim Fracking bringen sollen, die es auf Grund der unkontrollierbaren Risiken aber nicht geben kann. „Auf­grund all dieser Tatsa­chen und auch angesichts des fertigen Freihandelsabkommens CETA sind wir hoch­gradig alar­miert, dass bei uns bald die Bohrtrupps anrücken können. Unsere schöne Kulturland­schaft würde sich in eine Industrielandschaft verwandeln, mit Lärm, Dreck, hohem Verkehrsaufkom­men und Immobilien, die nichts mehr wert sind.“, ergänzt Diedrichs.

ExxonMobil hatte am 14.12.2012 eine dreijährige Erlaubnis erhalten, im Er­laubnisgebiet „Vierlanden“ nach Öl und Gas zu suchen. Das Gebiet umfasst den gesamten Süden des Hamburger Staatsgebietes. Es reicht von Altengamme bis in die Harburger Berge und über­deckt mehrere Wasserschutzgebiete. Exxons Spre­cher Olaf Martins hatte anlässlich einer In­formationsveranstaltung des Vier- und Marschländer Regionalausschusses im Lichtwarkhaus am 12.04.2013 klar gemacht, dass zur Gewinnung aufgefundener Lagerstätten durchaus auch Fracking zum Ein­satz kommen könne. Eine erste Probebohrung würde es wahrscheinlich nicht vor 2017 geben, hatte Martins seinerzeit behauptet.

Fußnoten:
DS 20/11040 Vollzug der bergrechtlichen Aufsuchungserlaubnis für das Aufsuchungsfeld „Vierlande“
Dora Heyenn (Fraktion DIE LINKE), Schriftliche Kleine Anfrage 03.03.2014
DS 20/11982 Vollzug der bergrechtlichen Aufsuchungserlaubnis für das Aufsuchungsfeld „Vierlande“
Dora Heyenn (Fraktion DIE LINKE), Schriftliche Kleine Anfrage 02.06.2014

 Veröffentlicht von am 29. Juni 2014
Jun 282014
 

Bei Frederikshavn, DK: Absturzgefahr! Markierten Bereich nicht verlassen!

Bei Frederikshavn, DK: Absturzgefahr! Markierten Bereich nicht verlassen! (Bildquelle: BKP/wikimedia)

Frederikshavn erlaubt Total, nach „Schiefergas“ zu suchen

 
Die Regierung der Küstenstadt im Norden Dänemarks hat am vergangenen Mittwoch dafür gestimmt, dem französischen Energiekonzern Total (bekannt für fachkundige und umweltfreundliche Ölgewinnung in der Nordsee, z. B. hier und hier) eine Erlaubnis zur Aufsuchung von „Schiefergas“[1] zu erteilen. Das ist in Dänemark die Premiere für eine solche Bergbaulizenz.

 
Die Zustimmung dazu hat zornige Proteste von Anwohnern heraufbeschworen. Sie fürchten um ihr Trinkwasser, das durch die Aufsuchung und Förderung des Gases verschmutzt werden könnte, und um ihre Landschaft, die von Bohrtürmen und neuen Straßen in eine Industrielandschaft verwandelt würde. Sie haben sich beim dänischen Klima- und Energieminister Rasmus Helveg Petersen beschwert, der wiederum darauf verwies, dass diese Entscheidung allein Sache der Frederikshavnener Stadtregierung sei.

 
Die „Schiefergas“-Gewinnung geschieht mittels so genanntem hydraulischen Frakturieren – oder Fracking -, also mit unterirdischem Aufsprengen des Gesteins mit einem chemikalienhaltigen Mix. Die unkonventionelle Gasförderung wird in den EU-Mitgliedsstaaten diskutiert, als Reaktion des angespannten Verhältnisses zwischen der EU und Russland, das angeblich die Energieversorgung einiger europäischer Länder, einschließlich Deutschland, gefährdet.

 
Die Bürgermeisterin von Frederikshavn, Birgit Hansen, betonte indes, das die Lizenz für Total kein Fracking beinhalte. „Es wird kein Fracking mit Chemikalien geben. Das ist nicht, worauf wir uns geeinigt haben. Wir wollen die Bodenschätze nicht heben, wenn das nicht auf eine umweltfreundliche Art geht“, sagte Hansen dem dänischen Sender DR.

 
Dänemark besitzt beträchtliche Erdöl- und Erdgasressourcen in der Nordsee und ist die Nummer 32 auf der weltweiten Skala der Rohölexporteure. Gleichzeitig gilt das kleine skandinavische Land als eines der umweltfreundlichsten Länder der Welt. 30 % der verbrauchten elektrischen Energie wird aus Windkraft gewonnen und das Land erwartet, bis 2050 völlig unabhängig von fossilen Brennstoffen zu sein.

 
Wenn in Frederikshavn „Schiefergas“ gefunden wird, wird es 7 bis 8 Jahre dauern, bis die Förderung beginnen kann.

 
nach einem Beitrag in EURACTIV, 27.06.2014:
Danish municipality approves country’s first shale gas drilling licence

logo[1] Die Quelle EURACTIV spricht von „shale gas“. In früheren Beiträgen von EURACTIV bedeutete „shale gas“ i. d. R. „unkonventionelles Gas“, also Schiefergas, tight gas und ggf. auch Kohleflözmethan – alles Gas aus Lagerstätten, die den Rohstoff ohne Fracking nicht freigeben. (Anm. d. Ü.)

Siehe auch:
http://af.reuters.com/article/commoditiesNews/idAFL6N0P72UA20140626
http://www.dn.dk/Default.aspx?ID=37225
http://epn.dk/brancher/energi/ECE6831389/minister-om-skifergasboring-det-er-byradets-eget-ansvar/
http://www.bt.dk/danmark/proeveboring-efter-skifergas-i-nordjylland-faar-groent-lys

Hier die Homepage der BI : http://www.skifergasnejtak.dk/da/
Hier die facebook-Seite der BI: https://www.facebook.com/Skifergasnejtak?fref=ts

 Veröffentlicht von am 28. Juni 2014
Jun 272014
 

Satire-Aktion vor dem russischen Konsulat in Hamburg

Satire-Aktion vor dem russischen Konsulat in Hamburg

Als NATO-Generalsekretär Rasmussen (wir berichteten) seine unbegründete, absurde Behauptung in die Welt setzte, die europäischen anti-Fracking-Gruppen seien von Russland gesteuert, brach ein Sturm der Entrüstung, aber auch Gelächter aus. „Rasmussen – Spaßmussen – Wo bleibt unser Geld“ hieß es vielerorts.

 
Auch in Hamburg: Dort zogen Aktivisten der Bürgerinitiativen FrackingFreies Hamburg und Harburg und der attac-Gruppe Bergedorf ins Villenviertel an der Außenalster, vor das russische Konsulat, und verlangten spaßeshalber Geld, Krimsekt und Kaviar. Bekommen haben sie nichts, nicht einmal Applaus für ihre fröhlichen Kalinka-Tänze. So bleibt es bei anklagenden Fragen wie „Heute russischer Agent – morgen Staatsfeind?“ und „Rasmussen – schon mal was von Demokratie gehört?“

 
Die so vom obersten Heeresleiter der nordwestlichen Halbkugel diffamierten anti-Fracking-Gruppen in ganz Europa lassen die Sache damit nicht auf sich beruhen. Herr Rasmussen wird mit einem Offenen Brief aufgefordert, entweder seine Behauptung zu beweisen oder sich öffentlich zu entschuldigen. Die deutschsprachige Version des Briefes und die bisherigen Mitzeichner folgen hier:

 

Herrn
Anders Fogh Rasmussen
NATO-Generalsekretär

Ihre Behauptungen bezüglich Russlands Beteiligung an europäischen anti-Fracking-Gruppen (Offener Brief)

Sehr geehrter Herr NATO-Generalsekretär Rasmussen,

wir, die Unterzeichner, sind Gruppen von Bürgern und Umweltorganisationen, die wegen Fracking und dem Bohren nach Schiefergas besorgt sind und die sich gegen die Entwicklung von unkonventionellen fossilen Brennstoffen, wie z. B. Schiefergas, wenden. Wir waren erstaunt, Ihre Äußerungen über uns in diversen Medien zu lesen: „Als Teil seiner ausgefeilten Informations- und Desinformationsstrategie unterstützt Russland aktiv so genannte Nichtregierungsorganisationen – Umweltorganisationen, die gegen Schiefergas arbeiten –, um die Abhängigkeit Europas vom Erdgasimport aus Russland aufrecht zu erhalten.“

Solche Unterstellungen sind nicht neu, es gab sie bisher aber nur als substanzlose, perfide Gerüchte.
Da die Arbeit der NATO in hohem Maße auf detaillierten und genauen Informationen beruht, hoffen wir doch sehr, dass Ihre außerordentliche Behauptung über uns durch ebenso außerordentliche Beweise belegt werden kann.

Deshalb fordern wir Sie als Generalsekretär einer wichtigen militärischen Organisation mit weltweitem Einfluss auf, entweder Beweise für die Richtigkeit Ihrer Anschuldigungen zu liefern oder sich öffentlich für Ihre Falschbehauptung zu entschuldigen.

Darüber hinaus weisen wir Sie auf die Tatsache hin, dass europäische Körperschaften, wie z. B. die EU-Kommission, inzwischen mehrere Studien veröffentlicht haben, die – genauso wie führende Wissenschaftler weltweit – die hohen Risiken belegen, mit denen die Fracking-Industrie einhergeht. Sind Sie, Herr Generalsekretär Rasmussen, der Auffassung, dass all diese Institutionen und Personen von Russland gesteuert sind?

Ironischerweise wird Fracking, so die weitverbreitete Erkenntnis, weder Europas Abhängigkeit von russischen Gas-Importen vermindern noch wird es die Gaspreise senken. Anti-Fracking-Gruppen quer durch Europa sind sich einig, dass eine erhöhte Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Erdgas Anlass zur Sorge gibt. Wir sind daher überzeugt, dass ein ehrgeiziger Ausbau Erneuerbarer Energien und substanzielle Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen der beste Weg sind, unsere Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen zu verringern. Eine ernsthafte und auf Fakten basierende Diskussion des Themas würden wir deshalb begrüßen.

Anti-Fracking-Gruppen erhöhen das Bewusstsein darüber, welche großen Risiken die Schiefergasförderung für das Klima, die Luft, das Wasser und die öffentliche Gesundheit darstellt. Sozialen Bewegungen wie der unseren kommt eine Schlüsselrolle in der öffentlichen Debatte darüber zu, wie eine europäische Klima- und Umweltpolitik sowie eine kohlenstoffarme Energiepolitik zukünftig gestaltet sein sollen. Das Vorsorge-, Vorbeuge- und Verursacherprinzip sind im Vertrag von Lissabon fixiert. Der Erhalt der Umwelt, ihr Schutz und ihre Verbesserung sowie der Kampf gegen den Klimawandel sind Hauptziele der Europäischen Union.

Der Vorwurf, die Anti-Fracking-Bewegung sei von Russland infiltriert, untergräbt die legitime öffentliche Debatte über die Risiken und Auswirkungen des Fracking. Dieser Vorwurf untergräbt unsere demokratischen Errungenschaften.

Es ist nicht das erste Mal, dass wir als „Gazprom-Agenten“ diffamiert werden oder uns vorgeworfen wurde, dass wir „gegen die öffentlichen Interessen des Staates“ arbeiten würden. Wir werden es nicht mehr länger hinnehmen, dass unsere wichtige Arbeit diffamiert oder kriminalisiert wird. Wenn es tatsächlich Gruppen geben sollte, die gegen Fracking Stellung beziehen und dabei insgeheim mit Russland gegen die Interessen der europäischen Bevölkerung arbeiten, würden wir auch gern wissen, wer diese Gruppen sind.
Wir erwarten daher, einen Beweis für Ihre Anschuldigungen zu erhalten. Oder eine öffentliche Entschuldigung.

Mit freundlichen Grüßen,

Diverse Gruppen, die in der Europäischen Anti-Fracking-Bewegung aktiv sind, unterstützen dieses Schreiben:
Signatures / Firmantes :
The European anti-fracking movement / Movimiento europeo contra la fractura hidráulica
1. Food & Water Europe
2. BI Lebenswertes Korbach e.V. (Germany)
3. BI Fracking freies Hessen (Germany)
4. Schaliegasvrij Nederland
5. Confederación de Ecologistas en Acción (Spain)
6. Asociatia România Fără Ei, Romania
7. Supported by Josh Fox
8. Attac France
9. Activists Without Borders / Activisti Fara Frontiere [Romania]
10. Les Amis de la Terre / Friends of the Earth France
11. Collectif citoyen, Pézenas, Castelnau de Guers et environs ( France )
12. Collectif du Céressou ( France)
13. Fracking Free Ireland – Brussels (Belgium)
14. Collectif GAZPART-02 Soissons- (France)
15. Collectif Stop gaz de schiste Anduze (30-France)
16. Collectif Non au gaz et huile de schiste (47-France)
17. Collectif Gaz de Schiste Non Merci – Clapiers (34-France)
18. Fracking Free Clare (Ireland)
19. Not For $hale (Northern Ireland)
20. Heaven Or sHell, Sweden
21. Climaxi, Belgium
22. Asociatia “Valea Soarelui” / Sun Valley Association (Romania, Mures)
23. Friends of the Earth Scotland
24. Koalice Stop HF, Czech Republic
25. Asociatia “Mişcarea de rezistenţă din Pungeşti”, Romania
26. Fracking Free Ireland
27. Keep Ireland Fracking Free (KIFF)
28. Collectifs Isérois STOP GHRM 38 ( France)
29. Collectif Hainaut 59 (France)
30. Collectif Roynac 26 (France)
31. Collectif Citoyen du Narbonnais Non Gaz et Pétrole de Schiste (France – 11)
32. Collectif d’Anduze (30) France
33. Collectif Montpellier littoral contre les huile et gaz de schiste (France-34)
34. Collectif Bassin de Thau (France – 34)
35. Collectif de Sète (France – 34)
36. Collectif “Eco’lectif Dégaze de Gignac et Environs”( France -34
37. Collectif 07 Stop au Gaz et Huiles de Schiste (France-07)
38. Collectif “Non gaz de schiste” Florac ( France – 48)
39. Collectif 91 non au gaz et petrole de schiste (France)
40. Collectif Ile-de-France contre les pétrole et gaz de schiste (France)
41. Collectif stop gaz de schiste Roquedur-Le Vigan (France – 30)
42. Collectif de Campagnan (34 – France)
43. Collectif stop gaz de schiste 69 (France)
44. Collectif Basta! Gaz Alès (France – 30)
45. Collectif Vigilance Plaine d’Alès Camis-gaz (France – 30)
46. Collectif Houille-ouille-ouille 59/62 (France)
47. Collectif Orb-Jaur non au gaz de schiste (France – 34)
48. Fundacja Strefa Zieleni / Green Zone Foundation (Poland)
49. Centrum Zrównowazonego Rozwoju / Center for Sustainable Development (Poland)
50. Network Zlupieni.pl (Poland)
51. Fundatia Speranta Sf. Stefan (Romania, Mures)
52. GISC Barlad / Group for Initiative of Civil Society Barlad (Romania)
53. Asociația Grupul de Intervenție Civică, România / Civic Intervention Group, Romania
54. Collectif STOP GDHC d’Alsace et de Lorraine
55. Asociaţia România Vie, România / The România Vie Society, Romania
56. Comunitatea “Uniţi Salvăm”, România / The “United We Save” Community, Romania
57. Asociatia SPEhRo Romania
58. Asociatia “Amicii Bucovinei”  Romania
59. IG Schönes Lünne (Germany)
60. BI FrackingFreies Hamburg (Germany)
61. BI gegen CO2-Endlager e.V. (Germany)
62. IG Fracking-freies Artland e.V. (Germany)
63. Fracking Free Bulgaria (Bulgaria)
64. Collectif pays cigalois (France)
65. Collectif Montpeyroux (France 34)
66. Collectif Arboras (France 34)
67. Asociatia DobroGeea, Romania
68. East Kent Against Fracking (UK)
69. Instytut Spraw Obywatelskich / The Civil Affairs Institute (Poland)
70. IG Gegen Gasbohren Hamminkeln/Niederrhein (Germany)
71. Aktionsbündnis No Moor Fracking (Germany)
72. Bore Free Eastry (UK)
73. Collectif du Minervois
74. BI Frackingfreie Zukunft- Herzogtum Lauenburg (Germany)
75. Collectif Non au pétrole de schiste – Bocage Gâtinais (France 77-89-45)
76. Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land (Germany)
77. BI kein frack in WF (Germany)
78. Collectif Piémont cévenol ( France)
79. Stowarzyszenie Ekologiczne EKO-UNIA ( Poland)
80. Federación de Ecologistas en Acción de la Comunidad de Madrid (Spain)
81. Asociatia Euroarmonia ( Romania)
82. Ecologistas en Acción de La Rioja (Spain)
83. Fundația Culturală Harry Tavitian (Constanța, România)
84. Zelenite (Bulgaria)
85. Roseacre Awareness Group ( UK)
86. Asociatia Centrul pentru Studii si Initiativa Civica ( Arad, Romania )
87. Ecologistas en Acción de Palencia (Spain)
88. Asociación Terra SOStenible (Spain)
89. Collectif Causse Méjean – Gaz de Schiste NON ! (Lozère – France)
90. Les Dindons de la Farce (France)
91. Mişcarea civică “Revoluţia curată” – The civic movement “Clean Revolution”, (Sibiu, România)
92. Collectif Garrigue-Vaunage (France)
93. Iniţiativa Civică Buziaş – I.C.B. (Buziaş, România)
94. Grupul de initiativa civica “Vienna Against Fracking” (România)
95. Ecologistas en Acción de Sanlúcar de Barrameda (Spain)
96. Asociaţia România Civică (România)
97. BI Gemeinsam gegen Gas- und Probebohrungen am Niederrhein (Germany)
98. Aktionsbündnis No Fracking Mülheim an der Ruhr (Germany)
99. AMFÖ – Aktiosgruppen Mot Fossilgasutvinning på Öland (Sweden)
100. AG Postfossil (Germany)
101. Ecoloxistes n’Aición d’Asturies (Spain)
102. Plataforma Asturiana Antifracking (Spain)
103. Frack Free Greater Manchester (UK)
104. Frack Free Irlam & Cadishead (UK)
105. Davyhulme and Trafford Frack Free (UK)
106. Concerned Communities of Falkirk  (Falkirk Against Unconventional Gas)  (Scotland)
107. Federación de Ecologistas en Acción de Cádiz (Spain)
108. Federació d’Ecologistes en Acció de Catalunya (Catalonia)
109. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND – Friends of the Earth Germany
110. Frack Free Surrey (UK)
111. Weinviertel statt Gasviertel
112. NOFracking Bodensee-Oberschwaben (Germany)
113. Entrepueblos (Spain)
114. Entrepobles (Catalonia)
115. Entrepobos (Galicia)
116. Herriarte (Basque Country)
117. Stowarzyszenie Eko-Inicjatywa/Eco-Initiative Association (Poland)
118. Polska Zielona Sieć / Polish Green Network (Poland)
119. Plataforma contra el fracking de Guadalajara (Spain)
120. Ecologistas en Acción de Guadalajara (Spain)
121. REAF – Ribble Estuary Against Fracking (UK)
122. Residents Action on Flyde Fracking (UK)
123. Canonbie & District Residents Association (UK)
124. No FiBS – No Fracking in Balcombe Society (UK)
125. Plataforma Cuenca del Segura Libre de Fracking (Spain)
126. supported by National Toxics Network Inc (Australia)
127. Collectif anti Huiles et gaz de Schiste, gaz de houille : Auzonnet, Cèze et Ganière(France)
128. Collectif anti huiles et gaz de schiste, gaz de Houille : Hautes Cévennes (France)
129. Ecologistas en Acción de la provincia de León (Spain).
130. Ernst vs Encana (Canada)
131. Platafoma no fracking de La Rioja (Spain)
132. Fractivist.org  – U.S.A
133. Fundacja Kaszubskie Sloneczniki (Poland)
134. Fundacja Rozwoju Edukacji i Kultury Mierzyszyn (Poland)
135. Komitet Protestacyjny Wsi Ługi (Poland)
136. Polska Geotermalna Asocjacja (Polish Geothermal Association) (Poland)
137. Powiatowe Stowarzyszenie Agro-Kaszuby Powiatu Bytowskiego (Poland)
138. Stowarzyszenie „W obronie ziemi i wody“ („Defending soil and water“ association) (Poland)
139. Stowarzyszenie Badań Kamiennych Kręgów (Poland)
140. Stowarzyszenie Grab (Poland)
141. Stowarzyszenie Lewino-NaturaXXI (Poland)
142. Stowarzyszenie Mój Dom Moja Przestrzeń (Poland)
143. Stowarzyszenie Niesiolowice-Węsiory Kamienne Kręgi  (Poland)
144. Stowarzyszenie Prodesk (Poland)
145. Stowarzyszenie Stop Wiatrakom (Poland)
146. Stowarzyszenie Strzelba Błotna (Poland)
147. Stowarzyszenie Turystyczne Kaszuby (Poland)
148. Stowarzyszenie Wietcisa (Poland)
149. Zdrowa Ziemia (Poland)
150. Zielona Kraina Gmina Przywidz (Poland)
151. Zielony Żurawlów (Green Zurawlow) (Poland)
152. Ecologistas en Acción de la Región Murciana (Spain)
153. Stowarzyszenia RACJA Polskiej Lewicy (association Cause of Polish Left ) (Poland)
154. Stowarzyszenie RACJONALNA POLSKA (association Rational Poland)
155. Talamh (Ireland)
156. Ecologistas en Acción de Segovia (Spain)

 Veröffentlicht von am 27. Juni 2014
Jun 242014
 

Pressemitteilung vom VSR-Gewässerschutz e.V.
www.VSR-Gewässerschutz.de

Frackingvorstöße aus Den Haag und Berlin bedrohen die Wasserqualität der Garten- und landwirtschaftlichen Brunnen am Niederrhein

(Geldern, 16.6.2014) Grundwasserbelastungen stellen ein grenzüberschreitendes Problem dar. Sollten die Niederländer den Konzernen erlauben im Grenzgebiet zu fracken, so könnte am Niederrhein unbemerkt das eigene Brunnenwasser belastet werden. „Ob giftige Stoffe durchs Fracking in das Wasser hinein geraten sein können, kann nicht überprüft werden. Untersuchungen auf einen geheim gehaltenen verwendeten Chemikaliencocktail oder Stoffe, die durch das Fracking aus den Tiefen ins genutzte Grundwasser befördert werden, sind so teuer, dass mögliche Belastungen gar nicht gefunden werden können. Das birgt ein großes gesundheitliches Risiko bei der Nutzung des Brunnenwassers – für Mensch und Tier gleichermaßen.“ so Dipl.-Oecotrophologin Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

Aber auch das von der große Koalition in Berlin geplante Frackinggesetz sieht keinen Schutz für das Brunnenwasser in den Gärten und auf den Höfen vor. Die geplanten strengeren Auflagen beziehen sich nur auf Wasserschutzgebiete. In NRW ist dann Fracking über das geplante Gesetz nur auf 11 Prozent der Flächen verboten. „Sollte das Gesetz auf Bundesebene durchgesetzt werden, bezweifle ich, dass die Landesregierung in NRW weiterhin ihre Position gegenüber Fracking aufrecht erhalten kann.“ so Susanne Bareiß-Gülzow.

Jedoch wird sauberes Grundwasser nicht nur für die öffentliche Trinkwasserversorgung benötigt, sondern auch von vielen, die eigene Brunnen am Niederrhein gebohrt haben. Selbst die Bürger, die auf die Trinkwassergewinnung aus eigenen Hausbrunnen angewiesen sind, werden nicht geschützt. Diese zahlreichen Eigenwasserversorgungsanlagen sind in ländlichen Gegenden nötig, weil die Kosten für den Anschluss ans Leitungswassernetz durch die große Entfernung nicht zu finanzieren sind.

Aber auch Landwirte sind auf das Wasser aus dem eigenen Brunnen als Tränkwasser für Kühe, Schweine und Geflügel angewiesen. Wenn man bedenkt ,dass allein eine Milchkuh über 100 Liter Wasser am Tag zum Saufen benötigt, wird klar, dass die Nutzung von Leitungswasser zu sehr hohen Kosten im Stall führen würde. Wenn in der Nähe gefrackt wird, müssen die Landwirte dann in Zukunft Angst um ihre Tiere haben. Bis klar ist, dass das Tränkwasser schuld an Krankheiten oder mangelnden Wachstum ist, sind die landwirtschaftlichen Betriebe bereits wirtschaftlich ruiniert.

Auch zum Bewässern wird in der Landwirtschaft und im Gartenbau sehr viel Wasser benötigt, das direkt an Ort und Stelle mittels Brunnen gefördert wird. Gerade durch den Klimawandel wird man zukünftig noch stärker als heute auf eine Beregnung auf den Feldern angewiesen sein. Mögliche Belastungen durch Fracking können neben einer Anreicherung in der Pflanze sogar zu Pflanzenschäden führen. Im eigenen Garten wird aber bei hohen Temperaturen auch sehr viel Wasser für das Befüllen des Planschbeckens und zum Gießen benötigt. Das kostbare Leitungswasser sollte dabei sparsam verwendet werden und wenn möglich das oberflächennahe Grundwasser genutzt werden.

Mit den noch sauberen Trinkwasservorräten muss nachhaltig umgegangen werden. Aus diesem Grund muss neben dem Schutz vor Verschmutzungen auch der Blick auf genügend große saubere Trinkwasservoräte für die nachfolgende Generationen fallen. Gerade hier ist es nötig, dass das oberflächennahe Grundwasser für die Verwendung zum Planschen, Tränken und Bewässern verwendet wird und mit den kostbaren Trinkwasservorräten in größerer Tiefe sparsam
umgegangen wird.

Wer frackt meint den Untergrund zu kennen. Die Aussicht auf dicke Gewinne, lassen das Risiko der Verschmutzung vom Grundwasser klein erscheinen. Im Untergrund dagegen herrscht Unsicherheit. Keiner kann Aussagen über mögliche Gefahren machen, schon deshalb nicht weil keiner das Vorgehen der Konzerne überprüfen kann. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Konzerne und Bergämter kritische Daten aus dem Untergrund geheim hielten. Selbst Politiker wurden nicht informiert. Die im vorgesehenen Frackinggesetz geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung wie auch in Niederlande vorgesehen, führen in den wenigsten Fällen zu einem Verbot, sondern nur zu etwas stärkeren Auflagen, die aber auch keine Sicherheit bieten.

Der VSR-Gewässerschutz ruft alle Brunnennutzer Landwirte, Gärtnereien und Gartenbesitzer auf, sich an den Einwendungen und Protesten sowohl gegen die Pläne aus den Niederlanden als auch gegen dem Vorstoß des in Deutschland geplanten Frackinggesetzes zu beteiligen – es geht vor allem um ihr selbst gefördertes Wasser.

8<--------------------------------------------------------------------------------------- Mustereinwendung gegen die niederländische Fracking-Planung

Petition gegen Fracking in Deutschland

 Veröffentlicht von am 24. Juni 2014