Aktionstage – Fracking-Erlaubnis-Gesetz verhindern!

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Aktionstage – Fracking-Erlaubnis-Gesetz verhindern!
Mai 312016
 

Infostand Fracking 2-4-2016 011Am Samstag, den 2.4.2016 hat die Bürgerinitiative STOP Fracking, Bürgerinitiative Witten für sauberes Wasser einen Informationsstand in der Bahnhofstraße in Witten abgehalten.
Wie in unserer PM vom 31.3.2016 angekündigt, haben wir die Wittener BürgerInnen über den Stand der Verhandlungen zum Pro-Fracking-Recht der Bundesregierung informiert. Daneben haben wir Analysen des Gesetzentwurfes für das Pro-Fracking-Recht verteilt. Weiterhin hatten die BürgerInnen die Möglichkeit ihre Ablehnung von Fracking mit einer Unterschrift zu dokumentieren. Bei sonnigem Wetter haben sich viele Bürger von den Mitgliedern der Initiative über die Gefahren des Frackings informieren lassen.

Der Informationsstand war Teil der bundesweiten Aktionstage gegen Fracking, die die Anti-Fracking-Bewegung vom 1.4. – 10.4.2016 durchführt. Es wird befürchtet, dass in den nächsten Wochen unbemerkt von der Öffentlichkeit das Pro-Fracking-Recht durch die parlamentarischen Gremien laufen soll. Das will die Anti-Fracking-Bewegung nicht zulassen!

Ulla Weiß
für die Bürgerinitiative STOP Fracking

…zur Pressemitteilung der BI „STOP Fracking“

 Veröffentlicht von am 31. Mai 2016

Radioaktive Rückstände an Austrittsstellen von Fracking-Abfallwasser in Nord Dakota festgestellt

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Radioaktive Rückstände an Austrittsstellen von Fracking-Abfallwasser in Nord Dakota festgestellt
Mai 302016
 

Übersetzung Zusammenfassung:

„Die Duke Studie ermittelt eine radioaktive Hinterlassenschaft, Verunreinigung aus Tausenden von Fracking-Abfallwasser-Austritten in Nord Dakota“
(ein Bericht von Sharon Kelly in DeSmogBlog vom 08.05.2016)

Grundlage: Studie der Duke University, Durham, North Carolina, veröffentlicht am 13.04.2016   Autoren: Nancy Lauer, Jennifer Herchmess und Prof. Avner Vengosh
DOI:10.1021/acs.est.5b06349

3.900 registrierte Abfallwasseraustritte der Öl- und Gasindustrie in Nord Dakota haben großflächige Verunreinigungen durch langlebige radioaktive Radium 226 -Ablagerungen, Schwermetalle und korrosive Salze verursacht, wodurch die Gesundheit der Menschen und der Wildtiere über lange Zeit in Gefahr gebracht wird (Halbwertzeit 1.600 Jahre).
In den letzten 10 Jahren wurden 9.700 Bohrungen im BAKKEN Shale abgeteuft. Die Böden vor Ort, auf denen Abwasser austrat, waren mit bedeutenden Gehalten an Radium belastet. Der höchste Gehalt an Radium im Boden, den die Forscher ermittelt hatten, betrug 4.600 Becquerel/kg Boden, was etwa dem 2,5-fachen des Wertes entspricht, der 2013 in Pennsylvania gemessen wurde und in der Folge damals nationale Aufmerksamkeit erregte.

Einige Flüsse und Ströme in Nord Dakota weisen Gehalte an radioaktiven und giftigen Stoffen auf, die in Folge der Abwasseraustritte heute höher sind, als dies gemäß den US-Trinkwasserstandards zulässig ist. Viele Gemeinden und Städte beziehen ihr Trinkwasser aus Flüssen uns Strömen. Das Bundesgesetz fordert generell, dass Wasser behandelt werden soll, ehe es als Trinkwasser Verwendung findet und in die privaten Haushalte gelangt. Die Verunreinigung wurde sowohl an Land, als auch im Wasser gefunden.
„Die Verunreinigungen sind beständig. Dadurch ist eine radioaktive Hinterlassenschaft an den Austrittstellen entstanden“.
Die Zahl der Austritte der vergangenen paar Jahre in Nord Dakota ist ungewöhnlich hoch, doch liegt hier auch ein generelles Problem in den USA. Zwischen 2009 und 2014 wurden 21.615 Austritte in den USA an die Überwachungsbehörden gemeldet mit insgesamt 180 Mio gallons Volumen.
Die Dunkelziffer, besonders auch in Nord Dakota, dürfte noch beträchtlich höher liegen, denn in bestimmten Gebieten wurden keine Schäden gemeldet und auch nicht überwacht.
Die Überwachungsbehörden der Bundesregierung und der Einzelstaaten sind personell und finanziell völlig ungenügend ausgestattet, um ihre Aufgabe wirkungsvoll wahrnehmen zu können.

Der Umgang mit Abfallwasser vom Bohren und Fracken hat sich als eines der hartnäckigsten Probleme der Fracking-Industrie herausgestellt. Die Industrie pumpt oftmals ihr giftiges Abwasser in den Untergrund. Jeden Tag werden nach Schätzungen der EPA 2 Milliarden gallons Abwasser der Öl- und Gasindustrie US-weit verpresst. Diese Verpressaktivitäten werden mit der Häufung von Erdbeben in Zusammenhang gebracht.
Im Januar 2016 haben die Aufsichtsbehörden von Nord Dakota ihre Standards für die Deponierung radioaktiven Materials noch weiter gesenkt. Dadurch können viele Deponien im Staat Bohrabfälle zu einem höheren Anteil einlagern als dies bisher erlaubt war. Das führt zu niedrigeren Bohrkosten für die Bohrfirmen.
Die neuen Regeln erlauben das einfache Deponieren radioaktiven Abfalls, der 10 mal gefährlicher ist als vorher“, sagte Mr. Dogan von der North Dakota Energy Industry Waste Coalition gegenüber der „Bismarck Tribune“, als die Studie veröffentlicht wurde.

Die Austritte, die die Duke-Forscher identifiziert hatten, waren oft die Folgen ungenügender Wartung und Instandhaltung der Rohre, Lagertanks, Pipelines, Ventile und Verbindungsteile.

Es zeigte sich, dass die Schäden durch Erdölaustritte zwar optisch auffälliger sind, aber letztendlich viel weniger dauerhaft belastend, als bei Abfallwasseraustritten mit langlebigen radioaktiven Ablagerungen.

übersetzt: Volker Fritz
Quelle:
http://www.desmogblog.com/2016/05/08/duke-university-study-finds-legacy-radioactivity-water-and-soil-contaminated-thousands-fracking-wastewater-spills?utm_source-twitterfeed&utm_medium=twitter

Offener Brief an den Bundestag – Bezug neue US-Studie zur Gefährdung von Kindern durch die Fracking-Förderung

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Offener Brief an den Bundestag – Bezug neue US-Studie zur Gefährdung von Kindern durch die Fracking-Förderung
Mai 292016
 

 

Wegen der großen Bedeutung der neuen US-Studie zur Gefährdung von Kindern und Säuglingen durch die Fracking-Förderung in den USA, haben mehrere Bürgerinitiativen des Zusammenschlusses Gegen Gasbohren in dem

„Offenen Brief vom 19.05.2016“ alle Abgeordneten des Bundestages informiert.

Der Versand erfolgte persönlich an jeden Abgeordneten und an die Fraktionen im Bundestag.

 

 

Offener Brief per mail

An die Abgeordneten des 18. Deutschen Bundestages, Berlin

 

Betreff: Gesetzentwürfe zur Erlaubnis der Fracking-Förderung in Deutschland,

                 heute: „Neue US-Studie ergibt, dass besonders Kinder und Kleinkinder unter

                 den schädlichen Emissionen bei der Förderung und Aufbereitung

                 von unkonventionellen Öl- und Gasvorkommen zu leiden haben“

 

Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete,

wir kommen zurück auf den Plan der Bundesregierung, die Fracking-Förderung in Deutschland für unkonventionelle Kohlenwasserstoffe per Gesetz zu erlauben.

Der Anlass für unser Schreiben ist die Auswertung einer groß angelegten Studie in den USA, die von mehreren Organisationen gemeinsam durchgeführt und jetzt vorgestellt wurde.

Originaltitel: Hazards of UOG emissions on Children’s and Infant’s Respiratory Health

Erstmals wurden umfassend die Wirkungen der Emissionen auf Kleinkinder und Kinder untersucht, basierend auf vielfältigen vorliegenden Informationen in den USA, nachdem die Gefährdung der Bevölkerung schon vielfach in wissenschaftlichen Studien belegt wurde.

Die untersuchenden Fachleute fanden heraus, dass die frei werdenden Emissionen besonders schädlich für die noch im Wachstum begriffenen Atmungsorgane der Kinder und Kleinkinder sind.

Unter den zahlreichen Giftstoffen sind erhöhte Konzentrationen polizyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAKs), Methan, Ozon, NOX und flüchtige aromatische Verbindungen (VOC s) wie Benzol, Formaldehyd, Alkene und Alkane, aromatische Verbindungen und Aldehyde festgestellt worden.

Zumindest 5 Chemikalien, die mit der Fracking-Förderung in Zusammenhang stehen, aber auch bei der konventionellen Förderung auftreten können, bergen besondere Gefahren:

troposphärisches Ozon, Feinstaub, Silizium-Staub, Benzol und Formaldehyd.

Sie führen zu Asthma, verkleinerter Lunge und reduzierter Lungenfunktion, erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Infektionen, Schmerzen im Brustkorb, Atmungsschwierigkeiten, Lungenentzündung und anderen schädlichen Folgen.

Die Fachleute stellten ferner fest, dass es dringend zu empfehlen wäre, genügend große Mindestabstände zwischen den Emissionsstellen und den häufigen Aufenthaltsorten von Kindern festzulegen, um die Gefährdung durch die Emissionen deutlich zu reduzieren.

Lassen Sie es nicht zu, dass unsere Kinder und Kleinkinder im dicht besiedelten Deutschland durch diese Förderung überproportional gefährdet werden!

Es hat schon Kinderleukämien im Ölfördergebiet Rodewald bei Nienburg gegeben.

Wir müssen sowieso schnellstens den Verbrauch fossiler Brennstoffe drastisch reduzieren, um unseren Beitrag zur Rettung des Weltklimas zu leisten. Der Aufbau einer großflächigen Fracking-Förderung in Deutschland bewirkt aber das Gegenteil.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Fritz für den Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land

Ulrike Siemens für die Bürgerinitiative kein-frack-in-wf

beide Mitglieder im Zusammenschluss „Gegen Gasbohren“

Quelle:http://www.ecowatch.com/2016/05/12/respiratory-health-fracking

http://www.gegen-gasbohren.de/2016/05/23/eine-neue-studie-zur-fracking-foerderung-in-den-usa-zeigt-auf-dass-kinder-groesseren-risiken-gesundheitlicher-probleme-ihrer-atmung-ausgesetzt-sind/

 Veröffentlicht von am 29. Mai 2016

Solidaritätsbotschaft des BBU an die Teilnehmer des Aktionstags gegen Gasbohren und für erneuerbare Energien

 Demo  Kommentare deaktiviert für Solidaritätsbotschaft des BBU an die Teilnehmer des Aktionstags gegen Gasbohren und für erneuerbare Energien
Mai 292016
 

BBU_Aktionslogo_198x198px[1]

 

Solidaritätsbotschaft an die Teilnehmer des Aktionstags mit Menschenkette gegen Gasbohren und für erneuerbare Energien am Sonntag, 22.5.2016

 

Am Sonntag, dem 22.5.2016 fand am Bohrgelände in Herbern-Nordick (Münsterland) ein Aktionstag mit Menschenkette gegen Gasbohren und für erneuerbare Energien statt. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat sich mit den Teilnehmern solidarisiert und die nachfolgende Grußbotschaft übermittelt, die auf der Veranstaltung auch verlesen wurde.

 

Der Vorstand des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz spricht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des heutigen Tages die Solidarität aus. Auch wenn wir heute nicht hier sein können, da wir zeitgleich in Hamburg tagen – wir kämpfen den gleichen Kampf: Gegen Umweltzerstörung, gegen Risikotechniken, gegen die Gefahren des Gasbohrens und für erneuerbare Energien. Und Euer Kampf ist besonders wichtig, weil er zeigt: Auch ohne Fracking führt Gasbohren zu Gesundheitsschäden und Umweltschäden. Den Profit bekommen die Gaskonzerne, die Zeche zahlt die Bevölkerung vor Ort. Das dürfen wir nicht zulassen.

 

Während die NRW-Landesregierung betont, dass es in diesem Bundesland kein Fracking geben wird, blendet sie die Gefahren der konventionellen Erdgasgewinnung vor Ort aus. Sie lässt zu, dass die Firma PVG eine Aufsuchungserlaubnis nach der anderen mit dem Zauberwort „Tektomechanik“ erhält. Eine nach dem Bundesberggesetz vorgeschriebene Prüfung der Beeinträchtigung öffentlicher Belange findet in Nordrhein-Westfalen entgegen Recht und Gesetz nicht statt. Das ist ein Armutszeugnis für eine Landesregierung und die Missachtung des Amtseids der Regierung.

 

Stattdessen erklärt uns das Bergamt bei der Bezirksregierung Arnsberg, dass die Prüfung der öffentlichen Belange im Betriebsplanverfahren erfolgt. Doch wer die Akten anfordert, stellt fest: Auch diese Behauptung ist falsch. Diese Genehmigungsbehörde weiß noch nicht einmal, was sich unter dem Namen „Tektomechanik“ verbirgt. Daher kann sie auch nicht die Umweltauswirkungen im Detail ermitteln. Auf einer derartigen Grundlage einen Betriebsplan zuzulassen, ist ein Skandal. Wir fordern die Landesregierung auf, dafür zu sorgen, dass der Betriebsplan unverzüglich aufgehoben wird. Bestehende Bohrungen müssen sofort gestoppt werden. Geplante Bohrungen dürfen nicht erfolgen.

 

Die Gefahren des Gasbohrens hier vor Ort liegen auf der Hand. Grundwasserverseuchungen durch Lagerstättenwaser können nicht ausgeschlossen werden. Entgegen aller Beteuerungen hat der Schutz des Grundwassers gerade nicht höchste Priorität.

 

Nach Erdbeben bei der konventionellen Gasförderung in Groningen müssen wir auch hier mit Erdbeben rechnen. Während die Niederlande diese Gasgewinnung weitgehend gestoppt haben, steigt NRW hier vor Ort gerade in das gefährliche Gasbohren ein. Diese Politik, die sich nicht von Tatsachen beeindrucken lässt, ist völlig unakzeptabel.

 

Die Landschaft wird sich in erschreckender Weise verändern. Aneinander gereihte Bohrtürme werden aus einer ländlichen Region eine zerstörte Industrielandschaft machen. Das dürfen wir nicht zulassen.

 

Und in Niedersachsen zeigt sich das gesamte, erschreckende Ausmaß der Folgen der Erdgasgewinnung. Auch in Fördergebieten, in denen nicht gefrackt wurde, sind deutlich erhöhte Krebsraten festgestellt worden. Krebserregende Stoffe wie Benzol und sehr giftige Substanzen wie Quecksilber vergiften uns und unsere Umwelt. Es ist zynisch, vor diesem Hintergrund weitere Gasbohrungen zu genehmigen.

 

Wem dient das Ganze? Der Sicherung der Energieversorgung jedenfalls nicht. Denn Erdgas aus Deutschland kann gerade einmal zu 2% den Energieverbrauch decken. Das können wir problemlos durch Einsparungen beim Energieverbrauch, einer erhöhten Energieeffizienz und eine verstärkte Förderung der Nutzung regenerativer Energiequellen ausgleichen. Wir brauchen kein Gasbohren.

 

Wem es nutzt, macht aber die Berichterstattung der letzten Tage deutlich. Es sind nicht nur die Gaskonzerne, die vor dem endgültigen Durchbruch der erneuerbaren Energien ihre schmutzigen, fossilen Energieträger verkaufen wollen. Es sind auch Bohrfirmen wie Daldrup und Söhne, die sich einen Profit auf Kosten von Mensch und Umwelt erhoffen. Und federführend sind alte, reaktionäre Männer wie der ehemalige NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement, der symbolisch den Hebel zum Bohrbeginn in Nordick betätigt hat. Als Aufsichtsratsvorsitzender von Daldrup wird er gut verdienen – auf Kosten von uns allen. Genauso wie er es bei seiner Lobbytätigkeit für Atomenergie und Kohlekraftwerke getan hat – ohne jeden Skrupel. Wir dürfen nicht zulassen, dass rückwärtsgewandte Gestalten von gestern unsere Zukunft und die unserer Kinder zerstören. Wir müssen ihnen entschiedenen Widerstand entgegen setzen.

 

Wir haben eine positive Utopie. Wir wollen Energie aus Sonne, Wind und Wasser statt Atomenergie, CO2-Killer und Gasbohren. Wir kämpfen für die konsequente Durchsetzung der Energiewende. Wir wollen eine dezentrale Energieversorgung und keine Großkonzerne, die über unser Schicksal entscheiden.

 

Der heutige Aktionstag ist ein wichtiger Schritt gegen das Gasbohren und für erneuerbare Energien. Dabei seid Ihr nicht alleine. Wir als Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz unterstützen euch. Gemeinsam werden wir die Gaskonzerne stoppen und die Politik verändern.

 

 Veröffentlicht von am 29. Mai 2016

Rückblick auf die gelungene Aktion am 22.05.2016 am Bohrturm bei Ascheberg/Nordick – doch es geht weiter, nachlassen gilt nicht!

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Rückblick auf die gelungene Aktion am 22.05.2016 am Bohrturm bei Ascheberg/Nordick – doch es geht weiter, nachlassen gilt nicht!
Mai 292016
 

Liebe Freundinnen und Freunde,

vielen Dank für Eure Unterstützung am Aktionstag und bei der
Menschenkette am vergangenen Sonntag. Wir haben es geschafft, mit rund 300 Personen eine Menschenkette über ca. 500 Meter zu bilden. Mit dieser Aktion ist es uns gelungen, auch die Zufahrt zum Bohrturm für wenige Minuten zu blockieren.

https://www.youtube.com/watch?v=8BOV9zBZVl0

Dieser erfolgreiche Tag war nur möglich Dank der Unterstützung
zahlreicher Helferinnen und Helfer und Dank der Anwohner vor Ort in Nordick, die uns die entsprechenden Flächen bereit gestellt hatten. Auf der Bühne hatten die RednerInnen deutlich gemacht, dass es an diesem Tag nicht nur gegen Gasbohren ging, sondern dass hier auch ein Zeichen für die Energiewende und den Ausbau erneuerbare Energien gesetzt werden sollte.

©Ansgar Wolbring

©Ansgar Wolbring

Die ist mit dem Demonstrationszug und der anschließenden Menschenkette am Bohrturm eindrucksvoll gelungen – wie die Bilder im Anhang deutlich machen.Doch dieser Sonntag soll nur einen Anfang markieren. Der Widerstand gegen Gasbohren wird weitergehen, bis SPD, CDU und CSU endlich diese unsinnige Form von Erdgasbergbau verbieten. Wir können es nicht zulassen, dass nun bereits der nächste Bohrturm aufgebaut wird, nur weil die Abgeordneten in den Parlamenten sich weigern, verantwortlich zu handeln.

©Ansgar Wolbring

©Ansgar Wolbring

Deswegen laden wir alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein zu unserem nächsten Termin:

Dienstag, 07.06.2016, ab 19 Uhr
„Bürgerfragestunde Gasbohren“
Thema: Bohrplatz von HammGas bei Lohauserholz
Schützenverein Wiescherhöfen-Lohauserholz 1838 e.V
Martinstraße, 59067 Hamm

Wir werden Gasbohren stoppen – gemeinsam!

Gruß

Jürgen Blümer

http://www.energiewende-jetzt.org/

 Veröffentlicht von am 29. Mai 2016

Gegen Gasbohren – risikoreiche Fördermethoden ausnahmslos unterbinden!

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Gegen Gasbohren – risikoreiche Fördermethoden ausnahmslos unterbinden!
Mai 292016
 

 

Gegen Gasbohren – risikoreiche Fördermethoden ausnahmslos unterbinden!

Resolution einstimmig verabschiedet von der

BUND-Landesdelegiertenversammlung am 22. Mai 2016 in Gelsenkirchen

 

Seit Jahren kämpft der BUND gegen die Risikotechnologie Fracking zur Förderung von Erdgas aus

unkonventionellen Lagerstätten – mit Erfolg! Die Landesregierung hat in ihrem Entwurf für den

neuen Landesentwicklungsplan ein landesweites Fracking-Verbot verankert. Der BUND begrüßt

diese Initiative, kritisiert aber, dass nicht alle Hintertürchen für riskante Methoden zur Förderung

von Kohlenwasserstoffen geschlossen wurden.

Denn jetzt droht eine neue Gefahr für unsere Umwelt: Die HammGas GmbH & Co. KG plant im

Ruhrgebiet die Aufsuchung, Gewinnung und Vermarktung von Kohleflözgas mit der vermeintlich

frackingfreien Methode der so genannten Tektomechanik. Dabei sollen die natürlichen Brüche und

Risse im Gestein genutzt werden, um das Gas zu fördern. Eine erste Bohrung „Herbern 58“ auf

der ehemaligen Schachtanlage „Radbod 7“ in Ascheberg-Herbern wurde von der Bezirksregierung

Arnsberg am 6. Januar 2016 genehmigt. Südlich der Stadt Hamm plant HammGas eine zweite

Aufsuchungsbohrung („Prinz Schönaich 31“); auch auf weiteren Erlaubnisfeldern soll die Technologie

zum Einsatz kommen.

Nach allen vorliegenden Informationen ist die Tektomechanik wie alle Methoden zur Förderung von

Kohlenwasserstoffen aus konventionellen und unkonventionellen Lagerstätten mit Risiken für

Mensch und Umwelt verbunden. Auch vor dem Hintergrund der Notwendigkeit der Energiewende

lehnt der BUND diese Technologie zur Fortsetzung der Ausbeutung klimaschädlicher fossiler Energieträger ab.

Tektomechanik ist nach BUND-Auffassung „Fracking-light“:

  • Gasbohren gefährdet das Grundwasser: Selbst ohne das Verpressen von Chemikalien in die Kohleflözgas
  • führenden Formationen werden (trink)wasserführende Gesteinsschichten durchbohrt und damit für
  • negative Beeinträchtigungen zugänglich. Dazu sollen „Bohrspülungsmaterialien“ zum Einsatz kommen,
  •  die aber im Grundwasser nichts zu suchen haben. Auch die Zusammensetzung und die schadlose
  • Entsorgung des Lagerstättenwassers und der Spülflüssigkeiten (Flowback) sind fraglich. Die untertägige
  • Ausbreitung der Flüssigkeiten und mögliche Wechselwirkungen mit den PCB-belasteten und mit
  • Sonderabfall vermüllten Bergwerken sind ungeklärt.
  • Die Bohrlochintegrität ist fraglich: Schon jetzt gast Kohleflözgas an etlichen Stellen des Ruhrgebiets
  • unkontrolliert über Risse und Brüche im Gestein aus. Wegen seiner im Vergleich zu Kohlendioxid um
  • den Faktor 25 größeren Klimaschädlichkeit ist das schon jetzt ein Problem. Mit dem Abteufen neuer
  • Bohrungen erhöht sich dieses Risiko – auch lange nach Bergbauende.
  • Unabsehbare Folgen: Nach Betreiberangaben kann mit Hilfe der Tektomechanik nur ein Bruchteil des
  • Gasinhalts ohne zusätzliche Stimulation gefördert werden. Was passiert bei Nachlassen des Gasdrucks?
  •  Damit könnte die Tektomechanik der Türöffner für späteres Fracking sein!
  • Mit der Errichtung von Bohrplätzen beginnt die Industrialisierung ländlicher Räume mit allen ihren Folgen:
  • mehr Flächenverbrauch, zunehmende Versiegelung und Landschaftszerstörung („Münsterländer Parklandschaft“!),
  •  neue Verkehre, mehr Immissionen (Luft, Lärm, Licht), ungeklärte Naturschutzfragen.
  • Planungen nach Wildwest-Manier: Die Bezirksregierung Arnsberg hat erst unlängst neue Aufsuchungserlaubnisse
  • zur Förderung von Kohlenwasserstoffen, unter anderem auch im Raum Haltern („HalternGas Nord“)
  •  erteilt. Obwohl davon selbst Wasserschutzgebiete umfasst sind, erfolgte weder eine Beteiligung des
  •  zuständigen Wasserversorgers noch der Öffentlichkeit.
  • Diese Geheimniskrämerei muss aufhören!
  • Kein Beitrag zur Energiewende: 90 Prozent der Stromerzeugung Nordrhein-Westfalens stammen noch
  •  immer aus fossilen Energieträgern. Anstatt deren Nutzung mit neuen Fördermethoden zu verlängern,
  • muss auch hier endlich die Energiewende hin zum Energiesparen, der Nutzung erneuerbarer Energien
  •  und zur Steigerung der Energieeffizienz eingeleitet werden!

Der BUND fordert deshalb die Landesregierung auf, den Entwurf des Landesentwicklungsplans um ein generelles Verbot der Förderung von Kohlenwasserstoffen mit Hilfe risikoreicher Fördermethoden wie der Tektomechanik zu ergänzen. Alle weiteren Aufsuchungserlaubnisse und Betriebsplanzulassungen – auch für Probebohrungen – sind wegen der Gefährdung des Wohls der Allgemeinheit zu untersagen. Bestehende Aufsuchungserlaubnisse sind zurückzunehmen.

Darüber hinaus erwartet der BUND von der Landesregierung, dass sie sich weiterhin für ein generelles Fracking-Verbot auf Bundesebene und für eine grundlegende Novellierung des Bergrechts einsetzt.

Quelle: http://www.bundnrw.de/themen_und_projekte/energie_klima/erdgas_fracking/tektomechanik/

 Veröffentlicht von am 29. Mai 2016