Aug 312014
 
Alexandru Popescu startet den Marsch durch Europa gegen Fracking

Alexandru Popescu startet den Marsch durch Europa gegen Fracking

3150 Kilometer für das Leben:
Antifracking-Marsch von Rumänien nach Brüssel

Alexandru Popescu, Mitstreiter im rumänischen anti-Fracking-Widerstand, der im letzten Winter schon im Hungerstreik unter offenem Himmel war, hat sich heute auf den Weg nach Brüssel gemacht – um für ein frackingfreies Rumänien und Europa zu demonstrieren. Etwa 50 Aktivisten haben sich ihm angeschlossen. Popescu wird die kommenden drei Monate unterwegs sein und unter anderem die Städte Budapest, Wien, Berlin und Paris durchwandern, bis er schließlich in Brüssel ankommt. Am 1. Dezember, dem rumänischen Nationalfeiertag, wird er – vor oder im Europa-Parlament – eine Rede gegen Fracking und gegen Blausäure halten.

Ein weiteres Mitglied der rumänischen Fracking-Gegnerschaft, Gayzer Frackman, wird Popescu 14 Tage, bevor dieser in Brüssel eintreffen wird, treffen, aus Solidarität und um das Signal zu verstärken. Die Mitstreiter in Rumänien hoffen, dass die beiden noch mehr Leute aus ganz Europa inspirieren, sich diesem Marsch auf Brüssel anzuschließen.

Românesc: Epoch Times România
Quelle: Frack Off Romania

Die Marschroute:
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1455390374739297&set=gm.1518702355012682&type=1&theater

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 Veröffentlicht von am 31. August 2014
Mai 252014
 

Frack-Betriebsplatz in Pungeşti (Chevron): Ein Toter ist zu beklagen

Frack-Betriebsplatz in Pungeşti (Chevron): Ein Toter ist zu beklagen

Ein Arbeitsunfall mit tödlichem Ausgang hat sich in der Nacht vom 18. zum 19. Mai auf Betriebsgelände ereignet, das das Unternehmen Chevron in dem rumänischen Dorf Pungeşti errichtet hat. Dies berichtet FRACK OFF ROMANIA aktuell. Der Arbeiter, der zum Subkontraktor Dafora gehörte, soll sofort tot gewesen sein, als er mit giftigen Substanzen in Kontakt kam, die auf dem Betriebsplatz lagerten, sagten lokale Gegner der örtlichen Ölbohrung. Eine anonyme Quelle innerhalb von Dafora bestätigte dies trotz Verschwiegenheitspflicht.

Bewohner des Dorfes berichteten von einem Krankenwagen und ungewöhnlichen Aktivitäten auf dem Betriebsgelände von Chevron. Nach vorläufigen Informationen soll die Leiche des Arbeiters in das gerichtsmedizinische Institut in Bacau gebracht worden sein und die Strafverfolgungsbehörden und Arbeitsschutzinspektoren begonnen haben, den Fall zu untersuchen.

Die Tatsache, dass die Presse bisher nicht über diesen schwerwiegenden Zwischenfall informiert worden sei, wirft für die Aktivisten von FRACK OFF ROMANIA die Frage auf, ob die Behörden jegliche Information über den Vorfall unterdrücken wollen – mit dem Ziel, die Bevölkerung nicht zu beunruhigen und auch nicht die Umweltaktivisten auf den Plan zu rufen, weil hier extrem gefährliche Chemikalien lagern, die in den Untergrund gepresst werden sollen. Chevron hat in Pungeşti unlängst mit der physikalischen Erkundung durch Fracking das Abteufen einer Bohrung begonnen.

Nachtrag 26.05.2014:
Eine vollständige Bestätigung dieser Meldung konnte von offiziellen Stellen bisher nicht erlangt werden. Fest steht, dass zum fraglichen Zeitpunkt sowohl Feuerwehr als auch Krankenwagen am Betriebsplatz waren, und dass besagter Arbeiter seitdem nicht mehr dort gesehen wurde. Die Information, dass Chevron in Pungeşti bereits frackt, hat sich als falsch herausgestellt: Chevron hat begonnen, eine Bohrung niederzubringen, die später gefrackt werden könnte.

Apr 042014
 

romania
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6. April 2014 –
NATIONALER PROTESTTAG gegen Exploration und Produktion von Schiefergas durch Fracking

Am 6. April 2014 finden in vielen Städten in Rumänien und im Ausland Proteste und Demonstrationen gegen Fracking statt. Wir gehen alle auf die Straße, Dorfbewohner und Städtebewohner, Menschen von verschiedenen Ethnien und Glaubensrichtungen, aus unserem Land und von Ausland, um miteinander Land, Wasser und Luft zu verteidigen.

Wir fordern Landesregierung und Parlament auf:
1. Fracking zur Erkundung und Ausnutzung unkonventioneller Kohlenwasserstoffe einschließend Schiefergas, gesetzlich zu verbieten,
2. die Regierungsentscheidungen zur illegalen Genehmigung der Vereinbarungen, durch welche die Aufsuchung und Gewinnung von Schiefergas genehmigt wurden, zu widerrufen und
3. den Willen der lokalen Gemeinden zu achten und Genehmigungsverfahren transparent durchzuführen.

Die Proteste gegen Fracking sind in eine neue Phase getreten. Während die erste Bohrung in Pungesti schon vorbereitet wird, wurden bereits andere Gebiete für die Exploration, Entwicklung und Ausbeutung von Schiefergas verpacht.

Die hydraulische Frakturierungsmethode, in der aggressivsten Form, beginnt heimlich, durchgeführt zu werden — sowohl bei konventionellen Ölvorkommen als auch bei Gasförderung, um die Produktivität zu steigern. Aber auch bei der Erschliessung von Lagerstätten im Schwarzen Meeres wird Fracking eingesetzt, und zwar ohne vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung.

Die Schiefergaserschließung verurteilt Rumänien unumkehrbar zu einer nicht hinnehmbaren Umweltverschmutzung. Die Behörden, anstatt ihre Aufgaben zu erfüllen, sind dabei Komplizen.

Die Interessen von Unternehmen wie Chevron, Gazprom und OMV Petrom stehen offenbar an erster Stelle. Die Bürger sind die Einzigen, die vor einer Aushöhlung demokratischer Grundsätze und der Menschenrechte warnen und für den Schutz der Umwelt eintreten.

Fracking ist bereits in vielen Städten und Landkreisen in 18 US-Staaten sowie in europäischen Ländern wie Frankreich und Bulgarien verboten worden. In Rumänien begannen die Proteste vor zwei Jahren.

Die Landesführung Rumäniens ignoriert den Willen der Bevölkerung und vergibt weiterhin Genehmigungen für Frac-Vorhaben zur Exploration und Ausbeutung. Dies tut sie völlig intransparent und ohne gesetzliche Grundlage einer Schiefergaserschließung. Schiefergas ist in Rumänien ein Rohstoff, der nicht im Erdölgesetz (Nr. 238/2004) aufgeführt ist. Aus diesem Grund sind Genehmigungen zur Aufsuchung und Gewinnung von Schiefergas bzw. -öl rechtswidrig erteilt worden, mithin nichtig.

Obwohl inzwischen ein Rechtsgutachten belegt, dass die von der Polizei ergriffenen Maßnahmen in Pungesti unverhaltsmäßig waren und sind, macht Chevron weiter und bereitet die Bohrung vor, beschützt von der Gendarmerie und vor den Augen der verängstigten Dorfbewohner.

Fast 100 Nichtregierungsorganisationen und informelle Gruppen engagieren sich bei der Organisation des Nationalen Tag der Kampf gegen Fracking und nehmen daran teil. Darunter sind auch Bürgermeister und Priester in Gebieten, die von der Exploration und Erschließung von Schiefergas betroffen sind.

Es wurden über 10 Klagen gestartet, von denen einige im Gange, mit der Unterstützung von Pro-Bono-Rechtsanwälten und mehreren NGOs.
Außerdem wurden über zehn wissenschaftliche Arbeiten die über Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen des Fracking gesammelt und von Freiwilligen übersetzt.
Die Mobilisierung der Bürger steht im krassen Gegensatz zu dem aktuellen, lächerlichen, politischen Wahlzirkus, die die einzige nennenswerte Aktivität der rumänischen politische Klasse ist.

Kontakte: George Epurescu +40742689126, Maria Olteanu +40723129080

www.StopFracturare.ro
www.farafracturare.ro
www.gazedesist.ro

 Veröffentlicht von am 4. April 2014