Mai 312014
 

Nun ist es amtlich! Auch Fracking wird uns nicht weiterhelfen!

Was also über das US-Fracking-Wunder zwei Jahre in den internationalen Medien hochgehypt wurde, hat sich als der berühmte Berg erwiesen, der kreißt und eine Maus gebiert. Neben gewaltigen ökologischen Schäden bleiben auch noch enorme Verluste für einige Explorer und deren leichtgläubige Aktionäre über. Die fetten Gewinne hat wie üblich das Wall-Street-Bankensyndikat mit Finanzierungen und Börsengängen/Kapitalerhöhungen eingenommen, indem dieser Hype bewußt genährt wurde. Explodiert in der Fracking-Angelegenheit ist nur eines: die Kosten der Exploration.

via Der Traum vom Fracking ist ausgeträumt | boerse-express.com.

Scharfer Protest gegen niederländische Fracking-Pläne

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Mai 302014
 

Putzig wie bei Playmobil: Fracking in der amtlichen Vorstellung des niederländischen Wirtschaftsministeriums

Putzig und sauber wie bei Playmobil: Fracking in der amtlichen Vorstellung des niederländischen Wirtschaftsministeriums

Aufruf zum Protest gegen Fracking in den Niederlanden

BBU bereitet Mustereinwendung vor

(Bonn, Den Haag, 30.05.2014) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) lehnt die jetzt bekannt gewordenen Fracking-Vorbereitungen in den Niederlanden ab. Der Umweltverband mit Sitz in Bonn, in dem auch viele bundesdeutsche Bürgerinitiativen gegen Fracking organisiert sind, wird grenzüberschreitend den Widerstand gegen Fracking in den Niederlanden unterstützen. „Der BBU wird einen eigenen Sammeleinspruch erstellen und dafür bundesweit Unterschriften sammeln. Zudem werden wir auch bestmöglich Protestaktionen in den Niederlanden unterstützen“, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Buchholz wohnt selber im westfälischen Gronau an der Grenze zu den Niederlanden und steht schon lange im Kontakt zu niederländischen Umweltorganisationen.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU unterstreicht die Notwendigkeit des Anti-Fracking-Protestes: „Die Risiken jeglichen Frackings sind nicht kontrollierbar oder beherrschbar. Beim Fracking können wassergefährdende Stoffe in das Grundwasser gelangen und dieses verseuchen. Ereignisse wie Explosionen, die kilometerweite Auswirkungen haben können oder Erdbeben sind nicht auszuschließen. Das aktuelle Verfahren in den Niederlanden suggeriert Mitsprachemöglichkeiten für die Bevölkerung. Das ist jedoch Augenwischerei. Das Verfahren soll vielmehr Fracking forcieren. Der BBU fordert beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze ein klares Nein zu Fracking in jeder Form – eine Umweltverträglichkeitsprüfung muss da erst überhaupt nicht durchgeführt werden. Fracking ist gefährlich, unverantwortlich und muss sowohl in den Niederlanden wie in Deutschland gesetzlich verboten werden.“

Grenzüberschreitende Bekanntmachung

Am Mittwoch (28. Mai 2014) wurde bekannt, dass die niederländische Regierung ein „Vorhaben zur Erstellung einer Strukturvision Schiefergas und Öffentlichkeitsbeteiligung zum Inhalt der Strategischen Umweltprüfung“ durchführt (wir berichteten). Dies ging aus einer amtlichen Bekanntmachung „Strukturvision Schiefergas“ hervor. Buchholz mutmaßt, „dass diese Bekanntmachung bewusst erst nach der Europawahl veröffentlicht wurde. Vor der Wahl hätte die Bekanntmachung sicherlich das Wahlverhalten vieler Bürgerinnen und Bürger beeinflusst.“

In den Niederlanden ruft u. a. der Umweltverband Milieudefensie zum Protest gegen die Fracking-Pläne auf. Milieudefensie kritisiert, dass die niederländische Regierung mit dem aktuellen Verfahren einen Schritt weiter in Richtung Fracking gegangen ist, obwohl im September 2013 nach heftigen Protesten ein Moratorium verhängt wurde. In den Niederlanden haben sich bisher 167 Kommunen und 8 Provinzen gegen Fracking ausgesprochen.

Hintergrund und Einspruchsfristen

In der Bekanntmachung der niederländischen Regierung vom 28. Mai 2014 heißt es u. a.: „Der erste Schritt auf dem Weg zur Strukturvision ist die Untersuchung der Umweltauswirkungen einer eventuellen Schiefergasförderung im Zuge der Strategischen Umweltprüfung. Dabei wird von den Gebieten ausgegangen, in denen dem Forschungsinstitut TNO zufolge möglicherweise Schiefergas im Boden lagert. Im Umweltbericht, der über die Strategische Umweltprüfung erstellt wird, werden noch keine Gebiete ausgewiesen, die für eine Erschließung und Gewinnung von Schiefergas geeignet sind. Diese Auswahl wird erst im Rahmen der späteren Strukturvision getroffen.

Info: Einwendungen bis 9. Juli 2014 abgeben

Der Entwurf des Berichts über die Reichweite und Detailtiefe der Strategischen Umweltprüfung kann von Donnerstag, dem 29. Mai, bis Mittwoch, den 9. Juli 2014 auf der Website www.bureau-energieprojecten.nl und in Papierform während der üblichen Geschäftszeiten im Ministerium für Wirtschaft, Bezuidenhoutseweg 73, Den Haag, Niederlande, Tel. +31 (0)70 379 89 11, eingesehen werden.

Info: Berichtsentwurf (deutschsprachige Fassung) zum Download [PDF, 5 MB]

Bis Mittwoch, den 9. Juli 2014 kann jeder Bürger auf elektronischem Wege, mündlich oder schriftlich zum Entwurf dieses Berichts Stellung nehmen. Auf elektronischem Wege: Über das Online-Formular auf der Website www.bureau-energieprojecten.nl.
Schriftlich: Per Post an das Büro für
Energieprojekte: Bureau Energieprojecten Inspraakpunt conceptnotitie
structuurvisie schaliegas, Postbus 23, 2290 AA Wateringen, Niederlande.
Mündlich: Beim Büro für Energieprojekte werktags von 9.00 bis 12.00 Uhr,
Tel. +31 (0)70 379 89 79.

Ausführliche Informationen finden Sie auf www.rijksoverheid.nl/schaliegas. Wenn Sie nach Ihrem Besuch der Website noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an das Büro für Energieprojekte, Tel. +31 (0)70 379 89 79.

Die deutsche Fassung des Berichtsentwurf ist im Internet abrufbar unter
https://www.rvo.nl/sites/default/files/2014/05/C-NRD%20Duitse%20vertaling.pdf

Vom Einspruchsrecht Gebrauch machen!

Der BBU ruft dazu auf, vom Einspruchsrecht Gebrauch zu machen. Privatpersonen, Umweltinitiativen und sonstige Organisationen, die sich gemeinsam mit dem BBU gegen Fracking zur Wehr setzen möchten, können sich beim BBU zwecks Informationsaustausch und Vernetzung melden. Kontakt (BBU-Geschäftsstelle): Tel. 0228-214032, bbu-bonn@t-online.de; Kontakt (BBU im Grenzgebiet / Udo Buchholz): Tel. 02562-23125, udo.buchholz@bbu-bonn.de.

Weitere Informationen zum Thema Fracking in den Niederlanden findet man u. a. unter https://milieudefensie.nl und https://www.schaliegasvrij.nl.

Informationen des BBU zum Thema Fracking unter http://www.bbu-online.de, Direktlink

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, BLZ 37050198, Kontonummer: 19002666.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter www.bbu-online.de; telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung und für umweltfreundliche Energiequellen.

 Veröffentlicht von am 30. Mai 2014
Mai 302014
 

S

Skandalös, was da wieder rausgekommen ist! Und das wissen die schon seit 4 Jahren.

Rückblende, vor 2,5  Jahren waren solche Erkenntnisse  angeblich noch nicht vorhanden. Damals klagte ein Anwohner über erhöhte Benzol und Quecksilberwerte im Blut.

Wie der Nabu und nach deren Angaben auch die beiden Kreisverwaltungen erst jetzt erfahren haben, liegen dem Bergamt bereits seit vier beziehungsweise zwei Jahren Gutachten vor, die Verunreinigungen der Umgebung auch über die Luft bestätigen. Meyer: „Ein Unding. Diese Erkenntnisse hätten längst offen diskutiert werden müssen. Auch wir haben in unseren Proben leicht erhöhte Quecksilberwerte an Stellen festgestellt, die den Schluss nahe legen, dass Kontaminationen auch auf dem Luftwege stattgefunden haben.“

via Was kommt aus der Gasfackel? – Nabu verlangt Bohrplatz-Begehungen, Messungen und Info-Abend – Zeitung im Landkreis Rotenburg – Rotenburger Rundschau.

Mai 292014
 

Ölsandmine am Mildred Lake, Kanada

Ölsandmine am Mildred Lake, Kanada (Foto: TastyLakes, wikimedia

Die erste Lieferung von extrem umweltbelastendem Teersandöl soll heute in Spanien eintreffen. Umweltschützer von Friends of Earth Europe, Transport & Environment und Greenpeace warnen, dass diese Lieferung einen Vorgeschmack auf Europas Energiezukunft darstellt — eine fortgesetzte Abhängigkeit von immer schmutzigerem Öl.
 
Die 600.000 Barrel Öl werden in Bilbao eintreffen. Sie wurden von Repsol[1] gekauft, einem multinationalen Konzern, der in Spanien seinen Hauptsitz hat. Teersandöl ist einer der schmutzigsten fossilen Brennstoffe, die heutzutage kommerziell produziert werden. Seine Produktion erzeugt drei- bis fünfmal soviele klimaschädliche Emissionen wie die von konventionellem Rohöl. Der Klimaforscher James Hansen[2] bezeichnet Teersandöl als „die größte Kohlenwasserstoffbombe auf Erden“. Teersandöl tötet Wildtiere und Vegetation und bedroht die kanadischen Ureinwohner. Teersande werden zurzeit nur in Kanada im großen Stil ausgebeutet.

 
Die Umweltschützergruppen erklärten die Ankunft des Tankers als Angriff auf die Klimaschutzbemühungen in der Europäischen Union und riefen zu sofortiger Aktion auf, um Teersandprodukte aus Europa herauszuhalten.
 
Am 29. März 2013 brach ExxonMobils Pegasus-Pipeline nahe Mayflower, Arkansas, und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/2013_Mayflower_oil_spill">entließ Hunderttausende Barrel Bitumenöl aus Teersanden</a> in die Landschaft.

Am 29. März 2013 brach ExxonMobils Pegasus-Pipeline nahe Mayflower, Arkansas, und entließ Hunderttausende Barrel Bitumenöl aus Teersanden in die Landschaft.

Im Frühsommer 2013 brach eine Pipeline mit Abwasser aus der Teersandproduktion nahe Zama City, Kanada, und kontaminierte die Umwelt großflächig.

Im Frühsommer 2013 brach eine Pipeline mit Abwasser aus der Teersandproduktion nahe Zama City, Kanada, und kontaminierte die Umwelt großflächig. via Ecowatch

„Teersande sind für unser Klima tödlich und müssen im Boden und raus aus Europa gehalten werden. Dieser gefährlichen Industrie eine Daseinsberechtigung zu geben bedeutet, dem Klimadesaster den Weg zu bereiten“, sagt Colin Roche von Friends of Earth Europe.
 
2009 hatte sich die europäische Union auf ein Gesetz geeinigt, mit dem die Emissionen von Transportbrennstoffen minimiert werden sollten — die Fuel Quality Directive. Diese Directive sollte 2010 in Kraft treten. Wegen der Untätigkeit der EU-Kommission ist sie aber bis heute nicht in Kraft gesetzt worden.[3] Die kanadische Regierung hatte massives Lobbying betrieben, um diese Directive zu stoppen.[4]
 
„Das Anlanden von riesigen Mengen dreckigen Teersandöls an unseren Küsten steht im Widerspruch zu Europas Zielen, die Mobilität zu dekarbonisieren, und verstärkt seine Abhängigkeit vom Öl. Europäische Autofahrer werden gezwungen sein, ihre Tanks mit Teersandölprodukten zu füllen und so den Ausstoß von Schadstoffen erhöhen — statt sie zu senken — und damit die Kosten der Dekarbonisierung in die Höhe treiben“, ergänzt Laura Buffet von Transport & Environment.
 
Eine Schiffsladung Teersandöl erzeugt einen Schadstoffausstoß von etwa 6 Millionen PKWs.

Eine Schiffsladung Teersandöl erzeugt einen Schadstoffausstoß von etwa 6 Millionen PKWs. Quelle: Greenpeace

Eine Untersuchung des Natural Resource Defense Council, USA, zeigt, dass Teersandölimporte von rund 4.000 Barrel/Tag (bpd) im Jahr 2012 auf über 700.000 bpd im Jahr 2020 emporschnellen könnten. Möglich würde das durch Pipelines wie die Keystone XXL, die in den USA und Kanada geplant oder schon im Bau sind. Solche Importe würden das Ziel der Fuel Quality Directive unterminieren, die Schadstoffemissionen um 6 % zu senken.[5]
 
„Diese Anlieferung heute in Bilbao könnte weiteren Importen von dreckigen Teersandölen Tür und Tor öffenen. Europa kann keine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen und gleichzeitig Teersandöle importieren. Die EU darf ihre klimaschützerische Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen und muss der intensiven Lobbyarbeit der Ölindustrie und der kanadischen Regierung widerstehen“, stellt Franziska Achterberg von Greenpeace fest.
 
Friends of the Earth Europe, Transport & Environment und Greenpeace appellieren an die EU-Kommission, eine starke Fuel Quality Directive in Kraft zu setzen, um die schmutzigsten Brennstoffe aus Europa herauszuhalten. Aktivisten der spanischen NGO Ecologistas en Acción werden das Schiff heute in Bilbao mit einer Protestaktion „begrüßen“ und fordern, dass Repsol sofort mit dem Import von Teersandöl aufhört.
 

NACHTRAG 3. Juni 2014:

Euractiv, 2.6.2014 – First tar sands shipment to Europe sparks protests

Hintergrund:
Bericht warnt vor Klimarisiken kanadischen Ölsandes [DE]

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FRIENDS OF THE EARTH EUROPE, GREENPEACE. TRANSPORT & ENVIRONMENT
Media advisory
Wednesday May 28, 2014

**FIRST DELIVERY OF DEVASTATING TAR SANDS ARRIVES IN EUROPE**

Brussels, May 28 — The first shipment of highly polluting Canadian tar sands oil to Europe is due to arrive in Spain tomorrow (Thursday May 29). Environment groups Friends of the Earth Europe, Transport & Environment and Greenpeace warn that this delivery provides a snapshot of Europe’s energy future — a continued addiction to ever-dirtier oil

The 600,000 barrels of oil will arrive in Bilbao and have been purchased by Spain-based multinational Repsol [1]. It is the first major shipment of tar sands oil to the EU.

Tar sands oil is one of the dirtiest fossil fuels in commercial production today and produces three to five times more climate changing emissions than conventional crude oil. Described as „the biggest carbon bomb on the planet“ by leading climate change scientist James Hansen [2] the extraction of tar sands causes pollution and deforestation, kills wildlife and threatens indigenous Canadian communities. Tar sands are currently only exploited on a large scale in Canada.

The environmental groups declared the arrival of the tanker an indictment of the European Union’s climate action and called for urgent action to keep tar sands out of Europe.

/“Tar sands are deadly for our climate and must be kept in the ground and out of Europe. To give a lifeline to this dangerous industry is to set us up for climate disaster,“ /said *Colin Roche of Friends of the Earth Europe. *

In 2009 the European Union agreed to reduce emissions from transport fuels through a law known as the Fuel Quality Directive. This directive was due to enter into force in 2010. Due to the European Commission’s inaction, it still hasn’t been implemented [3]. The Canadian government has undertaken an aggressive lobbying effort to stop the law. [4]

/“The landing of massive amounts of dirty tar sands to our shores runs counter to Europe’s stated aspirations to decarbonise transport and curtail its addiction to oil. European drivers will be forced to fill up their tanks with tar sands that will raise emissions — not lower them — and push up the costs of decarbonisation by billions of euros,“ /added *Laura Buffet of Transport & Environment. *

A report by the US-based Natural Resource Defense Council shows that tar sands imports could skyrocket from about 4,000 barrels per day (bpd) in 2012 to over 700,000 bpd in 2020 as a result of pipelines that are planned or under construction in the US and Canada. These imports would undermine the Fuel Quality Directive’s aim to reduce fuels emissions by 6%. [5]

/“This shipment could open the door to more imports of dirty tar sands. Europe can’t be both a climate champion and a market for climate-wrecking tar sands. The EU must uphold its environmental credentials and stand up to the intense lobbying by the oil industry and the Canadian government,“ /said *Franziska Achterberg of Greenpeace.*

Friends of the Earth Europe, Transport & Environment and Greenpeace are calling on the European Commission to finally implement a strong Fuel Quality Directive to keep the most polluting fuels out of Europe.

Activists from Ecologistas en Accion will ‚greet‘ the ship with a protest demanding that Repsol immediately stops importing tar sands oil.
For more information about the protest please contact Mariano González, Ecologistas en Acción, +34 (0) 617 650 785

***

Fußnoten

[1] http://www.reuters.com/article/2011/08/29/idUS257590805720110829

[2] http://af.reuters.com/article/energyOilNews/idAFL1N0O00YS20140514?sp=true

[3] In October 2011, the European Commission published a proposal to implement the FQD. In February 2012, Member States voted, but the proposal was neither approved nor rejected. This means the Commission now has to submit its proposal to the Council of Ministers. The Commission finalised an impact assessment study in 2013 but the proposal is yet to be released. More on the Fuel Quality Directive: http://www.foeeurope.org/barroso-fqd-now

[4] http://www.foeeurope.org/sites/default/files/publications/keeping_their_head_in_the_sand_january_2013.pdf

[5] http://www.greenpeace.org/eu-unit/en/News/2014/Flood-of-tar-sands-imports-equivalent-to-adding-6-million-cars-to-Europes-roads–study/

 Veröffentlicht von am 29. Mai 2014
Mai 282014
 

FrackingerIm Juni will die EU-Kommission erneut über die Energiesicherheit in der Union beraten. Die Gewinnung von sog. unkonventionellen Kohlenwasserstoffen sowie eine Renaissance der CCS-Technologie stehen dabei auf der Agenda. Dies belegt ein Entwurf vom 15. Mai, der wenige Tage vor der Europawahl geleakt ist (im Netz bei Scribd bzw. hier auf gegen-gasbohren). Eine bezüglich „unkonventioneller“ Kohlenwasserstoffe etwas vorsichtiger formulierte Version hat noch-Energiekommissar Oettinger heute veröffentlicht.

In dem Papier vom 15. Mai (Teilübersetzung) heißt es u. a.:

Die Mitgliedsstaaten sollten:

  • […]
  • Kohlenwasserstoffe und saubere Kohle fördern, unter Beachtung der Dekarbonisierungsprioritäten:
    — Verschlanken der nationalen Verwaltungsverfahren für Kohlenwasserstoffprojekte, einschließlich durch Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen und durch Aufsetzen eines One-Stop-Shop für die Erteilung von Bergbauberechtigungen;
    — Erhebung des Potentials unkonventioneller Kohlenwasserstoffe unter vollumfänglicher Berücksichtigung der Empfehlung 2014/70/EU, damit die höchsten Umweltstandards Beachtung finden, und, zu diesem Zweck, Gründung eines europäischen Wissenschafts- und Technik-Netzwerks für die Gewinnung unkonventioneller Kohlenwasserstoffe;
    — Unterstützung von CCS-Demonstrationsprojekten (wie z.B. das ROAD-Projekt), die eindeutige finanzielle Unterstützung benötigen, wenn CCS im kommerziellen Maßstab entwickelt werden soll.

Die Kommission wird:

  • Die CCS-Directive erneut beraten.

Fast zeitgleich mit dem Durchsickern des Entwurfs vom 15. Mai, am ersten Tag der fünften Verhandlungsrunde zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership), hat die Huffington Post ein Positionspapier zur zukünftigen Regelung des Energiemarktes [PDF] vom September 2013 geleakt. „Dieser Text ist nichts anderes als eine Wunschliste von Big Oil & Gas, die ihre Investitionen in fossile Rohstoffe sichern soll, insbesondere beim Schiefergas und beim Fracking“, kommentierte Wenonah Hauter bei Ecowatch.

Peter Fuchs, PowerShift, sieht darin die Ausbeutungsabsichten der EU und erklärt: „Die EU will sich mit vermeintlich billiger Kohle sowie Gas und Öl aus Fracking in den USA versorgen. Während der Widerstand gegen Fracking und neue Kohleprojekte in Europa wächst, sollen in den USA Fakten geschaffen werden. Die Zeche zahlt nicht nur die betroffene Bevölkerung. Beide Seiten würden Gestaltungsmöglichkeiten für eine alternative Energieversorgung für immer aus der Hand geben.“

Zusammen genommen machen beide Papiere deutlich, dass der EU-Energiekommissar überhaupt nicht daran denkt, fossile Energieträger so schnell wie möglich vom Markt zu drängen. Nun sind die Tage des Günther Oettinger als EU-Kommissar gezählt, doch wer wird sein Nachfolger? Möglicherweise Andrew Lansley, den der britische Premierminister David Cameron anscheinend ins Rennen schicken will. Was das Festhalten an den Fossilen angeht, hätte Oettinger mit Lansley einen „würdigen“ Nachfolger, denn der hat zuhause in England damit kein Problem und sicher auch nicht anderswo.

 Veröffentlicht von am 28. Mai 2014
Mai 282014
 

Angenommene Schiefergaslagerstätten in den Niederlanden (links), abzüglich der Ausschlussgebiete einer Förderung nach Ansicht der Regierung (rechts)

Angenommene Schiefergaslagerstätten in den Niederlanden (links), abzüglich der Ausschlussgebiete einer Förderung (bis 1000 m Tiefe) nach Ansicht der Regierung (rechts) (Quelle: Samenvatting, S. 5 [PDF])

Die „konventionellen“ Gasvorräte in den Niederlanden gehen zu Ende. Die Niederlande konnten bisher vom eigenen Gas sehr gut leben und müssten ihr Wirtschafts- und Versorgungssystem komplett umstellen. Um dem Land zu Kontinuität zu verhelfen, könnten die Schiefergasvorräte des Landes Begehrlichkeiten wecken. Unter dem Titel „Struktuurvisie Schaliegas“ legt der niederländische Staat jetzt ein Projekt auf, das möglicherweise zu einer Gewinnung von Schiefergas mittels Fracking führt.

Unter Federführung des Rijksdienst voor Ondernemend Nederland, einer Behörde des niederländischen Wirtschaftsministeriums, findet ab sofort eine öffentliche Anhörung statt. Dazu sind ausdrücklich auch Bewohner von Anrainerstaaten der Niederlande aufgerufen: Aufruf in deutscher Sprache [PDF].

Hintergrundinformationen zur Structuurvisie Schaliegas – Fase 1 liegen im Ministerium in Den Haag aus oder können von der Website des Bureau Energieprojecten abgerufen werden.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit über die Landesgrenzen hinaus ist keine besondere Gnade, sondern entspricht dem „ÜBEREINKOMMEN ÜBER UMWELTVERTRÄGLICHKEITSPRÜFUNG IM GRENZÜBERSCHREITENDEN RAHMEN (ESPOO-KONVENTION)“ [PDF].

 Veröffentlicht von am 28. Mai 2014