Demonstrationsaufruf 26.3.2016 in Rotenburg an der Wümme

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Feb 292016
 

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Die Gemeinnützige BI gegen Gasbohren im Landkreis Rotenburg e.V. ruft auf zu einer Demonstration am 26. März 2016 in Rotenburg an der Wümme.

Demonstration 26.3.2016

Kontakt: Gemeinnützige BI gegen Gasbohren im Landkreis Rotenburg e.V.

 Veröffentlicht von am 29. Februar 2016

Der Monster-Schaden ist abgedichtet

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Feb 282016
 

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Unsere Berichtsserie über den: Riesen-Erdgasaustritt aus einem Kavernenspeicher in Kalifornien im Aliso Canyon, nordwestlich von Los Angeles:

Dieser größte bisher registrierte einzelne Umweltschaden durch Kohlenwasserstoffe wurde am 12.02.2016 erfolgreich im Untergrund abgedichtet. Es laufen zurzeit noch Nachuntersuchungen, ob die Abdichtung dauerhaft dicht hält.

Nach 112 Tagen sind insgesamt ca. 5 Milliarden cubic feet Gas ausgetreten. Das entspricht ca. 140 Mio. m3 Erdgas

Rechnet man die Schädigungswirkung dieser Gasmenge auf die Atmosphäre um, so ergibt sich bei einer Umrechnung im Verhältnis zur CO2-Schädigung mit dem Faktor 86 ein CO2 -Äquivalent von ca. 12.000.000.000 t CO2.

In den bisherigen Aufzeichnungen ist kein Bericht zu finden, bei dem eine so gewaltige Gasmenge unverbrannt in die Atmosphäre entweichen konnte.

Die Systemschwächen und Nachlässigkeiten der Kavernenspeicher-Betreiber lassen befürchten, dass noch Dutzende gleichartig gefährdeter Gaskavernen in Kalifornien erhöhte Risiken bilden. Die ausgeförderten früheren Ölvorkommen sind Jahrzehnte alt und ebenso ihre technische Ausstattung. Wieder einmal müssen wir erkennen, dass Sicherheit bei den Öl- und Gasfördergesellschaften – und ebenso bei den Speicherbetreibern für Öl und Gas – eine zuerst kaufmännische Größe ist.

V. Fritz

US-Fracking-Industrie stürzt immer schneller ab

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Feb 252016
 

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Die Abnahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme in den USA von 1.935 Stück im Sept 2014 über 700 Stück im Dez. 2015 auf 514 Stück am 19.02.2016 ist ein deutliches Indiz für die Dynamik der Abwärtsentwicklung, wenn auch die US-Förderung diesen starken Rückgang noch nicht widerspiegelt.

Nach 18 Konkursen in 2014 und 67 Konkursen in 2015, werden für 2016 die Konkurse von ca. 175 Firmen erwartet (das ist jedes dritte Unternehmen). Die betroffenen Firmen sind mit 150 Mrd. USD Gesamtverschuldung belastet.

Aber Insolvenzen sind noch lange nicht gute Lösungen für die Firmen. Das Beispiel Quicksilver Resources und die Verwertung von deren „assets“ durch die Konkursverwalter zeigt das deutlich: Nach 10 Monaten konnten die Förderstätten der hoch verschuldeten Firma für 245 Mio. USD verkauft werden, gegenüber 1,2 Mrd. USD, die zum Zeitpunkt der Insolvenz in den Büchern standen.

Auch Schlumberger, der weltgrößte Öl- und Gasfeldausrüster leidet unter den Folgen des abstürzenden Ölpreises. Im Geschäftsjahr 2015 ging der Umsatz um fast ein Drittel zurück und die Aktie verlor fast 20%. 25.000 Mitarbeiter wurden entlassen (25% der Belegschaft).

Der Börsenwert des größten Förderers Chesapeake Energy hat sich von
Mitte 2014 bis zum Januar 2016 von 18 Mrd. USD auf 1,1 Mrd. USD verringert,
Eine Abnahme von über 90%.

Der Rohölpreis liegt zurzeit um die 30 -35 USD/barrel.

Prognosen besagen, dass aufgrund der abrufbaren geförderten Ölmengen in 2016 keine Erholung der Rohölpreise zu erwarten ist. Das Ölangebot wird weiterhin über dem Bedarf bleiben. Dies nährt sich auch daraus, dass der Iran als wichtiger Produzent jetzt wieder in den Markt kommt und daraus, dass die US-Ölförderung momentan noch nicht zurückgegangen ist, trotz weitgehender Einstellung der Exploration.
Auch 2017 wird von der IEA noch keine durchgreifende Änderung erwartet, jedoch glaubt man, dass ab 2018 der Ölpreis sich deutlich erholen wird.

Die IEA prognostiziert darüber hinaus, dass die Ölproduktion in den USA aus Fracking-Bohrungen kurzfristig (in max. 6 Monaten) wieder hochgefahren werden kann, sobald der Rohölpreis die Marke 60 USD/barrel erreicht. Dadurch wird die US Shale-Förderung weitere Ölpreissteigerungen vereiteln.

Auch die OPEC sieht die Preis/Kostengrenze für die US-Fracking-Ölförderung zum Wiedereinstieg bei 60 USD/barrel. Bei höheren Preisen würde die US-Förderung wieder zunehmen.

Der Chef des zweitgrößten Fracking-Ölförderers der USA, Hess Energy, einem der führenden Produzenten im Bakken-Ölfeld, dämpft jedoch die Erwartungen einer schnellen Wiederaufnahme und Erhöhung der Förderung aus Fracking-Bohrungen. Er sieht – im Falle einer Wiederbelebung – nicht, dass die Förderung zur alten Höhe zurückkehren wird.

Vier internationale Förderländer, darunter Russland und Saud-Arabien haben in der
letzten Woche eine Absichtserklärung verabschiedet, ihre Förderung einzufrieren, um den Preisdruck aus dem Ölmarkt zu nehmen. In drei bis vier Monaten will man bewerten, was erreicht wurde.

Das teuer zu produzierende Nordsee-Öl geht in der Förderung mehr und mehr zurück, hier ist das Gebiet mit den weltweit höchsten Förderkosten. Jetzt macht fast die Hälfte der Ölfelder dort Verluste. In einer Preiswelt von 30 USD/barrel kappen die Gesellschaften fast alle Investitionen, um ihr Geld zusammenzuhalten und zu überleben. Die Zahl der aktiven Bohrungen nimmt ab. Plattformen werden in die Häfen gebracht.

V. Fritz

Quellen:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/fracking-pleitewelle-such-us-oel-und-gasindustrie-heim-a-1078843.html vom 23.02.2016
http://www.theworldweekly.com/reader/view/newswire/2016-02-22/iea-predicts-oil-glut-to-last-until-at-least-2017/6824 vom 22.02.2016
Financial Times, February 22, 2016 Oil Supply glut to last into 2017, warns IEA
Financial Times, February 23,2016 US shale oil output rise set to fill cutback by Opec, says official
Financial Times, February 23, 2016 North Sea exploration nears standstill

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Alles für uns!?

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Feb 242016
 

„Alles für uns !?“,

unter diesem Thema hat PowerShift eine Ausarbeitung von Nicola Jaeger herausgebracht.

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Darin beschreibt sie die globalen Einflüsse der europäischen Handels- und Investitionspolitik in Bezug auf Rohstoffausbeutung und die damit einhergehenden, teils verheerenden weltweiten Auswirkungen dieser fortschreitenden Rohstoffausbeutung – nahezu unberücksichtigt von ökologischen Katastrophen über Menschenrechtsverletzungen bis zur Verschärfung sozialer und wirtschaftlicher Ungerechtigkeiten.

Zum Ende hin stellt sie 10 Forderungen, in fünf große Bereiche aufgeteilt, um der Ausbeutung im Rohstoffsektor zu entkommen.

Die Themen dieser Bereiche sind Ausfuhrbeschränkungen und -zölle, Investitionen und Investitionsschutz, Sorgfaltspflichten entlang der gesamten Lieferkette, Transparenz sowie Partizipation und Information.

http://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2016/02/Alles-f%C3%BCr-uns_webversion.pdf

 Veröffentlicht von am 24. Februar 2016

Pressemitteilung: Niedersächsische Regierung kneift bei Fracking-Regulierung

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Feb 232016
 

Logo Kein Fracking in der Heide

Pressemitteilung

 

Niedersächsische Regierung kneift bei Fracking-Regulierung

(Buchholz i.d.N., 23.02.2016) Bei der öffentlichen Erörterung des niedersächsischen Landesraumordnungsprogramms (LROP) am 17./18.02.2016 in Lüneburg wurde mitgeteilt, dass Niedersachsen sich mit dem Thema „Fracking“ im LROP nicht befassen wird. Es wird darin einfach gar nicht auftauchen. Die BI „Kein Fracking in der Heide“ äußert sich befremdet über diesen Versuch, ein brennendes Problem der Sicherung von Infrastruktur und Lebensräumen auszuklammern. Die formalen Begründungsversuche durch die zuständige Referatsleiterin des Landwirtschaftsministeriums hält die BI für vorgeschoben und fadenscheinig. Die Raumordnung darf nicht wesentliche Themen der Sicherung von Gesundheit und Umwelt verschieben, bis Fakten geschaffen sind und jegliche weitere Raumordnung ihren Sinn verliert. Ingo Engelmann von der BI: „Wir sind irritiert, dass die Landesregierung lautstark ihre Fracking-kritische Haltung verkündet, aber kneift, wenn sie im Rahmen ihrer Zuständigkeit entsprechend handeln könnte und müsste“.

Für den Landkreis Harburg würde die Verweigerung der Raumordnungsbehörde bedeuten, dass es schwerer wird, die Trinkwasservorräte in den eiszeitlichen Rinnen vor Bedrohung durch Bohrungen und Fracking zu schützen. Die Hanstedter und die Wintermoorer Rinne sind zentral für unser Wasser. Sie sind auch in der Vergangenheit leider schon durchbohrt worden. Die modernen, chemikalisch unterstützten Techniken erhöhen jetzt das Risiko von Verunreinigungen des Wassers. Die BI wird sich für den Schutz im Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises Harburg sowie auch im LROP auf Landesebene weiter einsetzen.

 

Ende der Pressemitteilung

 

 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an Ingo Engelmann (Sprecherrat der BI „Kein Fracking in der Heide“, email: klangengel@t-online.de

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 Veröffentlicht von am 23. Februar 2016

Presseerklärung des Zusammenschluss Gegen Gasbohren, 21.2.2016

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Feb 212016
 

2_Hand_Stop_fracking1-150x1Bundestreffen Osnabrück (2)

 

 

GEGEN GASBOHREN fordert: Verhandlungen der Großen Koalition im Bund zur Einführung eines Pro-Fracking-Rechts müssen abgesagt werden!

 

(Osnabrück, 21.02.2016) Mit Empörung haben die im Zusammenschluss Gegen Gasbohren vertretenen Initiativen auf ihrem Bundestreffen am 20./21.2.2016 in Osnabrück auf die Fracking-Pläne der Fraktionen von SPD und CDU/CSU im Bundestag reagiert. Beide Fraktionen wollen erneut über die Verabschiedung eines Pro-Fracking-Rechts verhandeln. Die Verhandlungen sollen nach den drei Landtagswahlen am 13.3.2016 stattfinden. GEGEN GASBOHREN fordert SPD und CDU/CSU auf, die Gespräche abzusagen und einen Gesetzentwurf für ein ausnahmsloses Fracking-Verbot vorzulegen. Dafür wird sich die Anti-Fracking-Bewegung in den nächsten Wochen verstärkt mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen einsetzen. Dazu gehören auch bundesweite Aktionstage vom 01. bis 10.04.2016.

 

Auf deutliche Kritik der Initiativen stieß das Verhalten zahlreicher Politiker von SPD und CDU/CSU. Diese hatten in den letzten Monaten den Eindruck erweckt, das Pro-Fracking-Recht wäre vom Tisch oder würde die Bevölkerung vor den Gefahren des Frackings schützen. Doch unabhängig vom Inhalt des Gesetzesvorhabens gilt: Fracking ist eine unbeherrschbare Risikotechnik, die das Grundwasser kontaminiert, die Gesundheit gefährdet, zu Erdbeben führt und eine ungeklärte Entsorgungsproblematik besitzt. Fracking konterkariert die Energiewende und den Klimaschutz. Diese Technik muss nicht geregelt, sondern ausnahmslos verboten werden. Gerade im Hinblick auf die kommenden Landtagswahlen und die in diesem Jahr stattfindenden Kommunalwahlen in Niedersachsen fordert GEGEN GASBOHREN: Keine Stimme den Politikern und Parteien, die für Fracking sind.

 

Auch die neue Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wurde von der Versammlung einer kritischen Analyse unterzogen. Gegenüber der BGR-Prognose von 2012 hat sich die geschätzte „in place“-Erdgasmenge von 13 Billionen m³ aus unkonventionellen Lagerstätten ab 1.000 m Tiefe um 50% auf 6,5 Billionen m³ reduziert. Die von der BGR zusätzlich ermittelten Gasvorkommen in Tiefen zwischen 500 und 1.000 Meter sind als Täuschungsmanöver anzusehen, da in diesen Tiefen die Gefahren für das Grundwasser so groß sind, dass sich eine Förderung von vorneherein verbietet. Die zu erwartende und mittels der Fracking-Technik potentiell förderbare Gasmenge ist zudem für einen relevanten Beitrag zur Versorgungssicherheit viel zu gering. Damit ist Fracking auch energiepolitisch sinnlos.

 

Kritisiert wurde auch der Umgang der Europäischen Kommission mit dem Thema Fracking. In einem technischen Referenzdokument, dem Hydrocarbon BREF, sollen die besten verfügbaren Fracking-Techniken ermittelt werden. Bereits bei der ersten Sitzung der in Brüssel angesiedelten Arbeitsgruppe, die das Dokument erarbeiten soll, wurden schwerwiegende Defizite offenbar. Wesentliche Umwelt- und Sicherheitsaspekte werden gar nicht erfasst. GEGEN GASBOHREN lehnt diese Vorgehensweise ab und fordert von der EU-Kommission einen Neustart des BREF-Prozesses. Dieser muss zudem für die Öffentlichkeit vollständig transparent sein; alle Unterlagen hierzu müssen veröffentlicht werden.

 

 Veröffentlicht von am 21. Februar 2016