Volker Fritz

Offener Brief von „Gegen Gasbohren“

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Offener Brief von „Gegen Gasbohren“
Jul 212018
 

©: pixabay.de

Offener Brief von „Gegen Gasbohren“ an die Regierungen der Bundesländer mit Kohlenwasserstoff-Förderung in Deutschland und an alle in den Parlamenten vertretenen Fraktionen vom 18. Juni 2018

Aus  Anlass der Veröffentlichung der 5. Auflage des COMPENDIUMs New Yorker Wissenschaftler und Gesundheitsfachleute im März 2018 hat der Zusammenschluss auf die Findungen und Bewertungen zu den vielen Hunderten Berichten zur Kohlenwasserstoff-Förderung in Nordamerika hingewiesen und die hohe Gesundheitsgefährdung der Menschen in den Fördergebieten angesprochen, die unvermeidbar sei und mit keinem noch so strengen Gesetz verhindert werden könne. Diese Bedrohungslage stellt sich in Deutschland nicht anders dar und gilt sowohl für die Fracking-Förderung, als auch für die konventionelle Kohlenwasserstoff-Förderung.

Die Politiker wurden an ihre Verantwortung gegenüber den Bürgern erinnert und daran, dass Deutschland wegen des Klimaschutzes so schnell wie möglich aus der Nutzung der Kohlenwasserstoffe und besonders aus der Nutzung des besonders schädlichen Erdgases aussteigen müsse, anstatt neue Aktivitäten zur weiteren Förderung zu beginnen.

Volker Fritz

Link:
Offener Brief vom 18. Juni 2018

Link:
Übersetzung der zusammenfassenden Schlussfolgerung 5.Auflage Compendium 14. März 2018

Link:
Übersetzung-2-1 der Einzelbewertungen der Bewerter zu den 14 einzelnen Themenuntergruppen wie: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Beeinträchtigung der öffentlichen Gesundheit, Erdbeben … vom 16. März 2018

 

Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika
Jul 192018
 

 

Foto: pixabay

Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

Berichtszeitraum 16 Juni 2018 bis 13. Juli 2018

Der Juli 2018 erlebt eine weitere deutliche Erholung – nach Zunahme im Juni – vom vorherigen starken Rückgang der im Einsatz befindlichen Bohrtürme in den Berichtsmonaten März und April.
Die Rohölpreise auf WTI-Basis nahmen in den letzten Wochen deutlich zu bis auf über 74 USD/barrel und erst in den letzten Tagen fielen sie auf knapp unter 71 USD/barrel. Nach den Ankündigungen der US-Förderindustrie sind die US-Rohölpreise ab 60 USD/barrel interessant.
Dennoch war die Wiederinbetriebnahme von Bohrtürmen im Juli, gemessen an den aktuellen Marktpreisen, vorsichtig bis mäßig. Besonders erstaunlich im Berichtszeitraum ist zu vermerken, dass in den USA sogar ein leichter Rückgang im Juli zu verzeichnen ist, während in Kanada umfangreich reaktiviert wurde.
Auch die deutlich erhöhte Zahl der im Juli 2018 reaktivierten Bohrtürme hat noch nicht dazu geführt, den Stand von Februar/März 2018 wieder zu erreichen.

Hier bleiben Fragen offen, deren Klärung eventuell demnächst möglich sein wird.

Die Entwicklung in den USA und in Kanada verlief auch im Monat Juli wieder nicht gleichsinnig. In den USA nahmen die Zahlen der im Einsatz befindlichen Bohrtürme des Vormonats gering ab, bezogen auf die inzwischen recht profitablen aktuellen Marktpreise, während in Kanada der der Absturz vom Mai  überkompensiert wurde. So ergab sich eine Gesamtzunahme von 53 Türmen im Juli, die aus einer Rücknahme in den USA von 5 Bohrtürmen und einer Zunahme in Kanada von 58 Bohrtürmen entstand. Die Zunahme setzt sich wiederum überwiegend aus Ölbohrtürmen zusammen (über 80 Prozent), während Gasbohrtürme stagnieren.

Nachfolgend noch einmal die Entwicklung, nachdem es in den Monaten vor Juli 2017 eine stete Zunahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gegeben hatte und im Juli Stillstand und danach einen Rückgang – mit erneuter Belebung zum Jahresbeginn:

Monat
gesamt im Einsatz USA
Kanada
USA Rohölpreis WTI USD/barrel
Ende 7 1.178 958 220 46,00
Ende 8
1.157 940 217 46,81
Ende 9 1.155 935 220 52,13
Ende 10
1.115 913 202 51,94
Mitte 11
1.090 889 192 54,27
3. Wo 11
1.110 907 203 57,03
4. Wo 11 1.123 915 208 56,18
15.12.17
1.168 930 238 56,64
19.01.18
1.261 936 325 63,72
16.02.18
1.293 975 318 60,74
16.03.18
1.209 990 219 60,85
13.04.18
1.110 1.008 117 66,74
18.05.18
1.129 1.046 83 71,50
15.06.18
1.198 1.059 139 66,60
13.07.18
1.251 1.054 197 70,60

 
Die Gebiete der Hauptaktivitäten sind in USA: Texas (528), Oklahoma (141), New Mexico (99), Louisiana (58), North Dakota (57), Pennsylvania (37), Colorado (32), Wyoming (27) und Ohio (22).

Der Ölpreis war seit Mitte März stetig gestiegen, auf zwischenzeitlich am 18. Mai 2018 71,50 USD/barrel für WTI , am 15. Juni 2018 etwas nachgegeben auf 66,60 USD/barrel, danach wieder gestiegen bis 74,30 mit Abfall auf aktuell  70,60 USD/barrel.

Die Unsicherheit an den Börsen sei der Grund für diese Rohstoffpreisentwicklung, kommentieren die Händler an der Wall Street in New York. Auch die Entwicklung der Erdgaspreise auf der Basis Henry Hub spiegelt diese Entwicklung wider. Der Henry Hub Gaspreis ist nach zwischenzeitlich mehr als 3,20 USD/mmBtu und 2,811 USD/mmBtu Mitte Mai auf 2,94 USD/mmBtu stabil auf niedrigem Niveau, derzeit Stand 2,88 USD/mmBtu.
Das Erdgas-Überangebot in den US-Netzen drückt die Preise.

Die vom US-Statistik-Amt festgestellte Verringerung der gelagerten Ölvorräte der USA besteht weiter. Bisher wurde davon ausgegangen, dass in 2018 die Auswirkung der Rücknahme der Förderkapazitäten der OPEC-Länder und der mit ihnen kooperierenden Nicht-OPEC-Förderländer zur Stabilisierung der Rohölpreise bei 60 bis 70 Dollar/barrel WTI-Qualität beitragen könnte.
Die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA könnte sich auf die inzwischen schon wieder recht starke Ölförderung des Iran auswirken und diese reduzieren.
Die damit auf dem Weltmarkt befürchtete Verknappung des Rohöles ist nicht zu erwarten. Erst kürzlich haben mehrere wichtige Erdölförderländer angekündigt, ihre Förderung wieder hochfahren zu wollen. Und die Länder der EU haben betont, dass sie im Atomabkommen mit dem Iran bleiben wollen und dem Iran Möglichkeiten schaffen wollen, sich wirtschaftlich weiter zu erholen. Das bedeutet, dass sie Öllieferungen des Iran gegen das US-Embargo an die EU organisieren wollen.

Die riesigen weltweit zwischengelagerten Rohölmengen, die kurzfristig verfügbar und auch umdirigierbar sind (Lagerung in Großtankerflotten auf Reede), animieren die Rohstoff-Spekulanten zu Preiswetten und überlagern das eigentliche Rohöl-Liefergeschäft.

Die sprunghafte Außenpolitik der USA, unter Missachtung aller internationalen Vereinbarungen, die gültig abgeschlossen wurden, wesentlich in der Vergangenheit forciert von den USA, bietet für Zocker natürlich zusätzliches Wett-Potential und verschärft generell die Situation.
Die Aktivitäten von Präsident Trump gegen die NATO als gemeinsame Allianz vergrößert natürlich die Unsicherheit noch weiter.

Das erwartete Reaktivieren von Bohrtürmen bei Rohölpreisen von deutlich über 60 USD/barrel WTI  in den USA und in Kanada zur Jahresmitte 2018 ist weiterhin ausgeblieben. Die Gründe dafür sind weiterhin nicht klar auszumachen.
Die US-Förderunternehmen behaupten, dass sie aus ihren Förderbohrungen in Shale-Vorkommen durch optimierte Maßnahmen viel mehr Produktion herausholen als vorher und daher eher wettbewerbsfähig sind (bei niedrigeren Preisen als vorher).
Da insgesamt im Bereich der Ölförderung in Nordamerika der Hauptrückgang in den Monaten März und April 2018 stattgefunden hat und die Zunahme im Mai und Juni diesen starken Rückgang bisher nicht ausgleichen konnte, wird im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2018 das Ölangebot aus nordamerikanischer Förderung nicht so stark zunehmen, wie sich das noch im Monat Februar 2018 abzeichnete.

Foto: pixabay

Die Situation der Kohlenstoff-Energiebranche wird von großen institutionellen Anlegern weiterhin kritisch gesehen, weil der große Zuwachs bei den regenerativen Energien, gerade und auch in den USA, den fossilen Erzeugern Märkte wegnimmt. Und die Erzeugung der regenerativen Energien wird immer preiswerter. Neueste Meldungen berichten, dass die Fotovoltaik durch weitere Verbesserungen der Effizienz inzwischen in den USA wettbewerbsfähiger als die fossilen Stromerzeuger ist.
Die Zubauraten an Fotovoltaik-Anlagen in  den USA sind rasant gestiegen.

Weiterhin versuchen große institutionelle Anleger, die bisher im Energiebereich bedeutende Teile ihres investierten Portfolios angelegt haben, aus den fossilen Energien auszusteigen.

Die Freigabe des Offshore-Gürtels vor den Küsten der US-Bundesstaaten für die Förderung von Kohlenwasserstoffen durch Präsident Trump wird weitestgehend von den betroffenen Bundesstaaten abgelehnt.
Sie bestehen auf der Beibehaltung der Schutzsperre der Obama-Regierung. Sie fürchten um die Küstenfischerei, um die Gefährdung der Natur und der Küsten durch Unfälle und Störungen und insgesamt um die Beeinträchtigung des Tourismusgeschäftes an ihren Küsten.
Der zuständige Minister, Bryan Zynke, hat von fast allen Gouverneuren entsprechende ablehnende Bescheide erhalten.

Volker Fritz

im AK Fracking Braunschweiger Land

 

Bericht zum Monat März 2018: Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Bericht zum Monat März 2018: Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika
Mrz 262018
 

Foto:pixabay

Bericht zum Monat März 2018: Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

Berichtszeitraum 17. Februar bis 16. März 2018

Der März 2018 erlebt in der ersten Hälfte des Berichtszeitraumes einen Stillstand der weiteren Erholung der im Einsatz befindlichen Bohrtürme, nach schon schwacher Zunahme im Berichtszeitraum Februar 2018 und in der zweiten Hälfte eine sich beschleunigende erneute Stilllegung von Bohrtürmen.

Die Rohölpreise auf WTI-Basis hielten sich in den ganzen Wochen knapp über 60 USD/barrel, so dass nach vorherigen Ankündigungen der Förderindustrie die erzielbaren Verkaufserlöse eigentlich Anlass für die weitere Wiederinbetriebnahme sein müssten.

Die Entwicklung in den USA und in Kanada verlief auch im Monat März nicht gleichsinnig. In den USA hielten sich die Zahlen der im Einsatz befindlichen Bohrtürme des Vormonats mit winzigen Zunahmen, während in Kanada im März wieder einmal ein regelrechter Absturz erfolgte. Insgesamt 99 Bohrtürme wurde stillgelegt, 74 Öl- und 25 Erdgasbohrtürme.
Das war fast ein Drittel aller in Kanada eingesetzten Bohrtürme.

Nachfolgend noch einmal die Entwicklung, nachdem es in den Monaten vor Juli 2017 eine stete Zunahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gegeben hatte und im Juli Stillstand und danach einen Rückgang:

Monat
gesamt im Einsatz USA
Kanada
USA Rohölpreis WTI USD/barrel
Ende 7  1.178  958  220  46,00
Ende 8
 1.157  940  217  46,81
Ende 9  1.155  935  220  52,13
Ende 10
 1.115  913  202  51,94
Mitte 11
 1.090  889  192  54,27
3. Wo 11
 1.110  907  203  57,03
4. Wo 11  1.123  915  208  56,18
15.12.17
 1.168  930  238  56,64
19.01.18
 1.261  936  325  63,72
16.02.18
 1.293  975  318  60,74
16.03.18
 1.209  990  219  60,85

Insgesamt sind jetzt in Nordamerika 945 Ölbohrtürme und 264 Erdgasbohrtürme aktiv.

Die Gebiete der Hauptaktivitäten sind in USA: Texas (492), Oklahoma(124), New Mexico(88), Louisiana(57), North Dakota(53), Pennsylvania(40), Wyoming (30) Colorado(29),  und Ohio (23).

Der Ölpreis ist seit Mitte Dezember kontinuierlich angestiegen und erst zum Ende des Januars und im Verlauf des Februars kam die Trendwende mit einem Abrutsch auf unter 60 USD/barrel, die sich im Verlauf des Monats März jedoch auf knapp über 60 USD/barrel für WTI stabilisierte.

Der Börsen-Umschwung sei der Grund für diesen Rückgang der Rohstoffpreise, kommentieren die Händler an der Wall Street in New York. Auch die Entwicklung der Erdgaspreise auf der Basis Henry Hub spiegelt diese Entwicklung wider. Der Henry Hub Gaspreis ist nach zwischenzeitlich mehr als 3,20 USD/mmBtu jetzt wieder auf 2,73 USD/mmBtu gesunken, obwohl in der Nordhälfte der USA noch voll winterliche Temperaturen herrschen und der Verbrauch entsprechend hoch sein dürfte.

Die vom US-Statistik-Amt festgestellte Verringerung der gelagerten Ölvorrat der USA besteht weiter. 2018 könnte doch die Auswirkung der Rücknahme der Förderkapazitäten der OPEC-Länder und der mit ihnen kooperierenden Nicht-OPEC-Förderländer zur Stabilisierung der Rohölpreise bei 60 Dollar/barrel WTI-Qualität beitragen.
Allerdings werden durch die riesigen weltweit zwischengelagerten Rohölmengen, die kurzfristig verfügbar und auch umdirigierbar sind (Lagerung in Großtankerflotten auf Reede), die Rohstoff-Spekulanten zu Preiswetten animiert, die das eigentliche Rohöl-Liefergeschäft überlagern.

Das erwartete Reaktivieren von Bohrtürmen bei Rohölpreisen von 60 USD/barrel WTI und darüber in den USA und in Kanada ist jedenfalls ausgeblieben. Die Gründe dafür sind im Moment nicht klar auszumachen.
Die Förderunternehmen behaupten, dass sie aus ihren Förderbohrungen in Shale-Vorkommen durch optimierte Massnahmen viel mehr Produktion herausholen als vorher und daher eher wettbewerbsfähig sind (bei niedrigeren Preisen als vorher).
Da insgesamt im Bereich der Ölförderung in Nordamerika der Hauptrückgang im Monat März stattgefunden hat, wird im Verlauf des Jahres das Ölangebot nicht so stark zunehmen, wie sich das noch im Monat Februar 2018 abzeichnete.

Die Situation der Kohlenstoff-Energiebranche wird aber von großen institutionellen Anlegern weiterhin kritisch gesehen, weil der große Zuwachs bei den regenerativen Energien, gerade und auch in den USA, den fossilen Erzeugern Märkte wegnimmt.
Und die Erzeugung der regenerativen Energien wird immer preiswerter.

Weiterhin versuchen große institutionelle Anleger, die bisher im Energiebereich bedeutende Teile ihres investierten Portfolios angelegt haben, aus den fossilen Energien auszusteigen.

Die Freigabe des Offshore-Gürtels vor den Küsten der US-Bundesstaaten für die Förderung von Kohlenwasserstoffen durch Präsident Trump wird weitestgehend von den betroffenen Bundesstaaten abgelehnt. Sie bestehen auf der Beibehaltung der Schutzsperre der Obama-Regierung. Sie fürchten um die Küstenfischerei, um die Gefährdung der Natur und der Küsten durch Unfälle und Störungen und insgesamt um die Beeinträchtigung des Tourismusgeschäftes an ihren Küsten.
Der zuständige Minister, Bryan Zynke, hat von fast allen Gouverneuren entsprechende ablehnende Bescheide erhalten.

Volker Fritz

im AK Fracking Braunschweiger Land

 

Fracking und die Entsorgung der Fracking-Abfallflüssigkeiten schädigen Trinkwasser

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Fracking und die Entsorgung der Fracking-Abfallflüssigkeiten schädigen Trinkwasser
Mrz 052018
 

Foto: pixabay

Vorab-Auszug der 5. Auflage des COMPENDIUMS of SCIENTIFIC, MEDICAL and MEDIA FINDINGS, DEMONSTRATING RISKS and HARMS of FRACKING mit einem Auszug.   

Herausgeber: Concerned Health Professionals, N.Y. (CHPNY) und
Physicians for Social Responsibility, N.Y. (PSRNY) am 19. Januar 2018

http://concernedhealthny.org/wp-content/uploads/2018/01/Compendium5_0WaterExcerpt_Florida_Launch_FINAL.pdf

Übersetzung (auszugsweise) des Vorab-Auszuges:

Neuer Trend: Fracking und die Entsorgung der Fracking-Abfallflüssigkeiten schädigen Trinkwasser Fälle von Trinkwasservorkommen, die durch Bohr- und Frackingaktivitäten verschmutzt wurden, oder durch die Entsorgung der Abfall-Flüssigkeiten, sind nun nachgewiesen.

Die EPA-Untersuchungen dazu bestätigten verschiedene Fälle und beschrieben die zahlreichen Wege, auf denen diese Kontaminationen sich ereigneten: Leckagen, Einleitungen von Fracking-Abfällen in Bäche und Flüsse, Migration von Chemikalien im Untergrund, einschließlich Erdgas, in Trinkwasserbrunnen hinein. In Texas haben Forscher in Hunderten von Trinkwasserproben aus den Grundwasserschichten über dem vielfach erbohrten Barnett Shale 19 verschiedene Verunreinigungen festgestellt- einschließlich des krebserzeugenden Benzols.

In 2017 wurde festgestellt, dass Fracking-Abfallwasser, das über öffentliche Kläranlagen in Bäche und Flüsse eingeleitet wurde, Dutzende bromierter und ionisierter Desinfektions-Nebenprodukte bildete, die besonders giftig sind und große Bedenken hinsichtlich ihrer Wirkung auf die menschliche Gesundheit auslösen.

Neueste Berichte von Forschern zeigen opportunistische, pathogene Bakterien in den durch Fracking-Abwässer verunreinigten Brunnen in Texas. Es taucht die Frage auf, welchen Effekt Fracking auf die mikrobielle ökologische Verfassung von Grundwasservorkommen hat.

Foto: pixabay

Neuer Trend: Fracking in Florida bedeutet viel unbekanntes
Erdgas- und Erdölförderung in Florida ist heute nur eine kleine Industrie und auf zwei Gegenden konzentriert: das westliche Panhandle nahe Pensacola und das Everglade-Gebiet des südwestlichen Florida. Bisher wurde Fracking dort mindestens einmal eingesetzt, in 2013 in der Nähe von Naples im Collier County. Die texanische Firma, die diese Bohrung unter Einsatz von Hochdruck und Säure frackte, hatte von der Umweltbehörde Floridas das Verbot erhalten, diese Arbeiten fortzuführen und die Bohrung stillzulegen.
Neuerliches Interesse an der Öl- und Erdgasförderung in Florida hat eine öffentliche Diskussion über Fracking ausgelöst, ob man es stark reguliert, oder es grundsätzlich verbietet.

Florida hat mehr verfügbares Grundwasser, als jeder andere U.S.-Bundesstaat. Das Gundwasser ist die Trinkwasserquelle für 93 Prozent aller Haushalte Floridas. Grundwasser wird auch zur Bewässerung im Gemüseanbau benutzt und im Winter als Frostschutz des Wintergemüses. Das Meiste dieses Wassers ist im Florida-Aqufer enthalten, der sich über die gesamte Länge der Halbinsel und weit nach Georgia, Alabama und South Carolina erstreckt. Dieser Aquifer versorgt 10 Millionen Menschen in ländlichen, wie in Ballungsgebieten mit Trinkwasser, einschließlich der Großstädte Gainsville, Jacksonville, Orlando, Talahassee und Tampa.

–> weiter zur Übersetzung CHPNY 19. Januar 2018 Vorab-Auszug 5. Auflage Comp. 

Continue reading »

Neueste Erkenntnisse zur Klima-Entwicklung

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Neueste Erkenntnisse zur Klima-Entwicklung
Mrz 012018
 

Bild: pixabay

Zusammenfassender Bericht zu den neuesten Erkenntnissen über die Klima-Entwicklung seit dem Stand 31. Oktober 2017

Es werden immer weitere Fehlbewertungen in den Projektionen der Wissenschaftler zur Klimaentwicklung gefunden. Zu viele der getätigten früheren Annahmen bei der Erstellung der Berechnungsmodelle für die voraussichtliche Klimaentwicklung waren zu optimistisch. Jetzt, mit mehr Wissen und mit kritischerem Blick fällt es leichter, sie zu entdecken und zutreffender einzuordnen.

Nur hätte diese betont kritische Überprüfung bei der globalen Bedeutung der klimatischen Überwärmung schon vor zehn Jahren erfolgen müssen. Es gibt Indizien dafür, dass die fossilen Konzerne und die für sie tätigen Lobbygruppen dieses lange erfolgreich verhindert und so die ernste Gefährdung der Menschheit verharmlost haben, um ungehindert ihre Geschäfte betreiben zu können.
Von besonderer Bedeutung ist dabei die Rolle des Methans, als hoch potentem Schädiger der Atmosphäre. Die Wirkungen der Methan-Emissionen bei der Erdgasförderung – und besonders bei der Fracking-Erdgasförderung, wurden noch bis vor kurzem völlig unterschätzt. Auch daran haben die fossilen Konzerne mitgewirkt. Die EPA-Messungen in den Jahren 2012 und 2013 weisen viel zu geringe Methanwerte aus.
So wurde 2015 in Paris noch immer von völlig unbrauchbaren zu niedrigen Methangehalten in der Luft ausgegangen, die um mehr als eine Zehnerpotenz zu niedrig lagen.

Neue Untersuchungen der NASA haben im Januar gezeigt, dass die Methan-Emissionen aus der Kohlenwasserstoff-Förderung und besonders aus der Fracking-Erdgasförderung enorm sind. Die Förderindustrie und die Erdgas verbrennenden Industrien sind die Haupttreiber des starken Anstiegs der Methanemissionen in die Atmosphäre. Es wird jetzt mehr als deutlich, dass die Entscheidung der EU, Erdgas zum „Übergangsbrennstoff“ bis zur Energieversorgung ohne Kohlenstoff zu erklären, eine absolute Fehlentscheidung war. Die verstärkte Erdgasnutzung beschleunigt wesentlich die Erwärmung der Atmosphäre, die unbedingt verhindert werden muss.

Nachdem sich der Widerstand gegen die breite weitere Verwendung von Erdgas, als dem größten fossilen Klimaschädiger verstärkt, kommen acht Förderkonzerne plötzlich mit einer Vereinbarung zur Senkung der Methan-Emissionen in die Öffentlichkeit. Man gewinnt den Eindruck, dass damit verhindert werden soll, dass gesetzliche Maßnahmen zur Reduzierung erlassen werden. Natürlich ist alles freiwillig und selbstüberwacht vorgesehen.
Und solche Massnahmen kosten, sogar viel, aber von Kosten wird in der Vereinbarung der zunächst acht Konzerne nicht gesprochen. Man will in der Hauptsache prüfen und informieren.

In Summe stellt sich unsere Lage, unter Berücksichtigung der nun bekannten vorherigen Falscheinschätzungen, noch deutlich gefährdeter dar, als noch vor einem halben Jahr. Die Gefahren lauern global rund um den Globus. Die Meeresspiegel werden sich bis 2.100 deutlich anheben. Zwar werden die Prognosen für unterschiedliche Höhen abgegeben, seit aber klar ist, dass auch der östliche riesige Festlandgletscher der Antarktis zu tauen begonnen hat und sich zum Meer hin bewegt, werden Meerespiegelanstiege um etwa 11 bis 12 Meter bis 2.100 mindestens zu erwarten sein. Gerade in den letzten Wochen auftauchende „neue Berechnungen“, die nur einen Anstieg von circa 65 Zentimeter annehmen, sind stark in Zweifel zu ziehen. Von der fossilen Industrie in Auftrag gegebene Gutachten sind ein besonders beliebtes Mittel, eigene Ziele gegen die Interessen Dritter, meist der Bevölkerung, durch zu setzen.

Foto: pixabay

Wir dürfen uns erneut die Frage stellen, was denn Deutschland, als bedeutendes Industrieland mit hoher CO2-Abgabe in die Atmosphäre seit Dezember 2015 und der Unterschrift unter das Abkommen von Paris, dazu unternommen hat, um die selbst gestellten Klimaziele zu erreichen? In der Sache ist in diesen zwei Jahren wenig bis nichts geschehen – außer, dass Fracking- Erlaubnisgesetze erlassen wurden, die ab 2021 die großflächige Fracking-Förderung von Schiefergas ermöglichen. Und neuerdings plant man, wie zu hören ist, an der deutschen Nordseeküste neue LNG-Entladehäfen zu errichten.
Durch sie soll Flüssig-Erdgas zur Versorgung des deutschen Erdgasnetzes aus Nordamerika bezogen werden. Wir fördern also aktiv die verstärkte Nutzung von Erdgas und damit die verstärkte Erwärmung der Atmosphäre, anstatt aktiv den Ausstieg aus der Kohlenstoff-Verbrennung zu betreiben.

Mit jedem weiteren Jahr, das in der Wirkung unverändert verstreicht, kommt die Erde der Katastrophe näher und es wird immer weniger möglich, die starke Temperaturerhöhung der Atmosphäre noch einigermaßen durch Gegenmaßnahmen abzufangen.
Die kurzfristig wirksamste Aktivität wäre der Verzicht auf die Förderung und Verbrennung von Erdgas, noch überboten von dem Verzicht der Nutzung von Fracking-Erdgas, das zu LNG verflüssigt und auf dem Seewege zu den Abnehmern gebracht wird. Denn Fracking-LNG ist die Spitze der Schädigungswirkung, mehr als dreimal so schädlich wie die Verbrennung der Steinkohle zur Stromerzeugung.

Leider müssen wir erleben, dass Lobbyisten der fossilen Branche versuchen, auf die Politiker und Abgeordneten des Bundestages Einfluss zu nehmen und dass kritische Wissenschaftler und Bürger mit ihren begründeten Warnungen nur sehr selten Gehör finden. Die jetzt absehbare „Große Koalition“ aus SPD, und CDU/CSU lässt bisher auch durch keinerlei Signal erkennen, dass die Ernsthaftigkeit der Lage tatsächlich erkannt worden ist. Vielmehr wird postuliert, dass die massive Braunkohleverstromung in Deutschland unverzichtbar sei, mindestens noch 30 Jahre lang.

In den USA regiert ein Präsident und befreit die fossile Förderindustrie von möglichst allen „Fesseln“, die ihr wegen der vielen Großschäden nach und nach angelegt worden waren, um die Natur und die Menschen mehr zu schützen. Diese Industrie hat den Wahlkampf des Kandidaten Trump wesentlich mitfinanziert – und damit klare Wünsche verbunden. Die werden nun eingelöst, zum Nachteil der Menschen, zum Nachteil der Natur, zum Nachteil der herrlichen U.S.-Nationalparks, zum Nachteil der Arbeitssicherheit auf den Bohr- und Förderplätzen, zum Nachteil des Trinkwasserschutzes.

Bild: pixabay

Ein kleiner Lichtblick: Die Trump-Regierung hatte die noch unter Obama erlassenen Gesetze zur Reduzierung der Methan-Emissionen bei der Erdgasförderung und -Verteilung aufheben wollen. Ein kalifornisches Gericht hat jetzt gegen die Regierung entschieden und die Trump-Regierung dazu verurteilt, die Bestimmungen der Obama-Gesetze umzusetzen. Im Übrigen jedoch bewegt sich der zweitgrößte Umweltverschmutzer der Erde fast unbeirrt weiter auf dem Weg zur Klimakatastrophe.

Wir betroffenen Bürger haben daher allen Grund zu größter
Besorgnis.

Wachsamkeit, größte Wachsamkeit, ist angesagt.

Siehe dazu auch „Die bedrohlichen Nachrichten nehmen weiter zu!“ vom 31.10.2017

 

Volker Fritz
im AK Fracking Braunschweiger Land

 

–> Die verschiedenen Informationen stammen aus folgenden Quellen:

Continue reading »

Wer ist Vermilion Energy Germany GmbH & Co. KG und wo sind sie bisher aktiv ?

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Wer ist Vermilion Energy Germany GmbH & Co. KG und wo sind sie bisher aktiv ?
Feb 262018
 

Der kanadische Öl- und Erdgasförderkonzern Vermilion Energy Inc. mit Sitz in Calgary in der Provinz Alberta wurde 1994 gegründet.
Die Aktien des Unternehmens werden an der Börse von Toronto und in den USA an der New Yorker Börse gehandelt. Konzernumsatz etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr bei weltweit circa 750 Beschäftigten.

Von Anfang an war beabsichtigt, sich international aufzustellen und auch außerhalb Kanadas tätig zu werden, als Produzent, bevorzugt von Leichtöl und Kondensaten.
Die erklärte Kern-Philosophie des Unternehmens lautet:
„Jahrzehnte weltweiter Förderung von Erdöl und Erdgas haben zu einem Rückgang konventioneller Vorkommen geführt. Mit der Einführung fortschrittlicher Methoden ist die Förderindustrie nun in der Lage, auch Kohlenwasserstoffe aus vorher nicht zugänglichen Vorkommen zu fördern. Dazu wird zum Beispiel die Hochdruck Fracking-Technik in abgelenkten Bohrungen mit Mehrfachfracking eingesetzt, speziell auch bei Tight Sand Vorkommen“. Vermilion konzentriert sich, nach eigenen Angaben auf der Vermilion energy homepage, auf „konventionelle und halb konventionelle Erschließungs- und Förderprojekte in Nordamerika, Europa und Australien.“

Unternehmensentwicklung gesamt:

Gründung 1994 Förderung von Leichtöl in Alberta unter Anwendung von Fracking mit Horizontalbohrungen, Ausbau mit den Jahren, 2010 bis 2016 wurden über 200 Förderbohrungen niedergebracht, zwei eigene Gas-Verarbeitungsbetriebe in Alberta werden betrieben. Förderung kondensatreichen Erdgases des Mannville Feldes um das Drayton Valley herum.

1997 Start in Frankreich , heute größter französischer Ölproduzent mit zwei Vorkommen im Pariser Becken und in der Aquitaine – südlich Bordeaux , im Besitz ausgedehnter konventioneller Förderrechte, Erdgas wird nur in geringen Beigasmengen gewonnen.

2004 Start in den Niederlanden mit der Erdgasproduktion durch Einkauf bei Förderbohrungen nach und nach weiterer Ausbau, heute Erdgasförderung aus 14 Hauptförderbohrungen nach zwei Zukäufen 2016 und 2017 in
unterschiedlichen Formationen.

2005 Start in Australien, im Wandoo Offshore Field vor der Nordwestküste von Australien,Übernahme von 60 Prozent der Erdöl-Förderlizenzen, Betrieb zweier Offshore Produktionsplattformen, 2007 Übernahme der restlichen 40 Prozent der Lizenzen.In nur 600 Metern Tiefe unter dem Seeboden werden die Bohrungen in großer Länge abgelenkt, über 3.000 Meter.

2009 Start in der Republik Irland mit Einkauf in die Erdgasförderung im Offshore Corrib Gas Field, 83 Kilometer vor der Nordwestküste Irlands, Ende 2015 Beginn Förderung, weiterer Ausbau und ab Mitte 2016 volle Leistung erreicht. Bei voller Leistung kann aus dem Corrib Field 60 bis 65 Prozent des Erdgasbedarfes von Irland gedeckt werden.

2014 CETA-Handelsabkommen der EU mit Kanada hat fortgeschrittenen Status erreicht.

2014 Start in Deutschland durch Einkauf in Förderkonsortium, das somit aus fünf Partnern bestand, weitere Einkäufe und Übernahmen 2015 und 2016, alles im Bereich der Erdgasproduktion. (Details Deutschland nachfolgend aufgeführt) Gründung der deutschen Tochter.

–>weiterlesen

Continue reading »