Mrz 202012
 

Am 20.3.2012 um 19 Uhr findet unter www.change-tv.eu ein Live Webtalk zur Schiefergasförderung in Österreich statt:

Triumph einer Bürgerinitiative. Wie die Einwohner des Weinviertels den OMV-Konzern in die Knie zwingen

Der internationale Ölkonzern OMV plant im Weinviertel jahrzehntelang riesige Mengen an Schiefergas mit einer umstrittenen Methode – dem sogenannten „Fracking“ – abzubauen.

Kritiker monieren, die Förderung von Schiefergas sei zu teuer, würde den Umstieg auf umweltfreundliche Energiequellen verzögern und habe negative Folgen für Umwelt und Gesundheit der Menschen – angefangen von Wasserverschmutzung über Erdbeben, Nasenbluten und Krebs.

Die OMV gibt an, eine umweltschonende neue Methode entwickeln zu wollen. Nach einem Sturm der Entrüstung von BürgerInnen und PolitikerInnen wurde die Bohrungen „vorderhand auf Eis gelegt“. Will man sie nach den Landtagswahlen 2013 wieder aufnehmen? Helene Waldner war Gründungsmitglied der lokalen Bürgerinitiative und schildert den Umweltkrimi der letzten Monate.

Quelle: www.change-tv.eu

Mrz 202012
 

Wappen_Bezirk_Mistelbach_Oesterreich

Die geplanten Schiefergasbohrungen der OMV im Weinviertel sorgen nach wie vor für Aufregung. Die OMV hat zwar bereits zugesichert, bis auf weiteres keine Projektanträge zu stellen, aber die Gemeinden machen weiterhin mobil. Nun hat der Gemeinderat von Wolkersdorf Bezirk Mistelbach einstimmig eine Resolution gegen die Schiefergasbohrungen unterzeichnet. Der Bürgermeister der kleinen Gemeinde Falkenstein Bezirk Mistelbach geht noch weiter – er will alle Bürgermeister des Bezirkes Mistelbach an einem Tisch versammeln.

Quelle:
Gemeinden weiter gegen Schiefergasprojekt – noe.ORF.at.

Mrz 152012
 

Am Freitag der Vorwoche zog die OMV die Konsequenzen aus dem massiven Widerstand, der dem Energieriesen aus dem kleinen Weinviertel entgegenschlug: „Die OMV nimmt die Sorgen und die Verunsicherung der Bevölkerung sehr, sehr ernst. Um den vielen Bedenken entsprechend Rechnung tragen zu können, werden die Ergebnisse der umfassenden Umwelt- und Sozialstudien vom Umweltbundesamt und von TÜV Austria abgewartet. Bis auf Weiteres wird es daher keinen Projektantrag geben!“, sagt OMV-Sprecher Johannes Vetter.Dass das Projekt Schiefergasförderung im Weinviertel nicht so glatt und flott ablaufen werde, wie ursprünglich geplant, hatte sich bereits abgezeichnet: In den Tagen zuvor wurde immer wieder betont, dass das Projekt „in einem sehr frühen Projektstadium ist und dass auch noch nichts bei der Montanbehörde eingereicht“ sei. Bis tatsächlich Probebohrungen starten könnten, kann noch einige Zeit dauern.

Quelle:
NÖN – Niederösterreichische Nachrichten – „Weil wir es nicht wollen!“.

Mrz 052012
 

Die Förderung von Schiefergas entpuppt sich als klimaschädlicher als bisher angenommen. Der geplante Abbau von Schiefergas im Weinviertel würde zu einer zusätzlichen Belastung der österreichischen Klimabilanz um eine Milliarde Tonnen CO2-Äquivalente führen. Das sind die Ergebnisse von Greenpeace-Berechnungen auf Basis eines aktuellen Artikels des Wissenschaftsmagazin Nature.

„Die ungeklärten Risiken rund um die Gasförderung sollten uns schon genug Sorgen bereiten. Jetzt wurde Schiefergas als Klimakiller entlarvt, die Gasförderung im Weinviertel würde die öster reichische Klimabilanz auf Jahrzehnte massiv verschlechtern. Daher muss die OMV gestoppt werden, die Bundesregierung muss die Schiefergasförderung verbieten“, fordert Greenpeace-Energieexperte Jurrien Westerhof.

Ein Artikel im renommierten Wissenschaftsmagazin ‚Nature‘ weist darauf hin, dass bei der Schiefergasförderung relativ große Mengen an Gas entweichen. Diese Methan-Emissionen sind größer als bei der herkömmlichen Erdgasförderungen, was die Klimabilanz von Schiefergas stark verschlechtert und in die Nähe von Steinkohle rückt. Legt man diese Zahlen auf Österreich um, dann wäre die Klima-Wirksamkeit des Weinviertler Schiefergasvorkommens gleichzusetzen

Quelle:
Schiefergas ist ein schlimmerer Klimakiller als bisher angenommen | Greenpeace Austria.

Mrz 032012
 

Nur wenige Monate, nachdem die Bürgerinitiative „Schiefesgas“ im Weinviertel vor Wien ihre Arbeit aufgenommen hat, verzichtet die OMV nun erst einmal „freiwillig“ auf Anträge für Probebohrungen.

Zuvor hatten bereits die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden beschlossen, keine Förderung zu erlauben. Das Landesparlament hat gemeinsam für verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfungen gestimmt.

OMV: „Bis auf weiteres kein Projektantrag“Die OMV wird das Verfahren zur Schiefergasförderung nun freiwillig Prüfungen unterziehen. Das Schiefergasprojekt werde jetzt genau geprüft, auch wenn es keine gesetzliche Verpflichtung dafür gebe, sagt Johannes Vetter von der OMV. „Die OMV nimmt die Sorgen und die Verunsicherung der Bevölkerung sehr, sehr ernst. Um den vielen Bedenken entsprechend Rechnung tragen zu können, werden die Ergebnisse der umfassenden Umwelt- und Sozialstudien vom Umweltbundesamt und von TÜV Austria abgewartet. Bis auf weiteres wird es daher keinen Projektantrag geben“, so Vetter. Konkret heiße das auch, dass keine Probebohrungen beantragt werden.

Quelle:
Schiefergasbohrung: OMV lenkt ein – noe.ORF.at.

Feb 292012
 

Potenzial übertrieben“Was der Öffentlichkeit als technischer Fortschritt verkauft wird, belegt – genauer betrachtet – die Verzweiflung der Unternehmen, noch möglichst lange das ´alte´ Geschäft der Gasförderung aufrechtzuerhalten“, sagt Forscher Werner Zittel im pressetext-Gespräch, der im Auftrag des Europäischen Parlaments http://europarl.europa.eu mehrere Studien über Schiefergasförderung geleitet hat.

Quelle:
Schiefergasförderung ineffizient und gefährlich 28. Februar 2012, 16:45 Uhr.