Jul 052011
 

In der gestrigen Ausgabe des Magazin Markt auf NDR wurde auf die Gefahr der Radioaktivität hingewiesen, die mit der Förderung von unkonventionellem Erdgas verbunden ist.  Dort heist es unter anderem: Das Märchen von der sauberen Erdgasförderung verliert nun endgültig seinen Zauber.

Auch das Ziel der fördernden Unternehmen wird hier angeprangert. So heißt es:  Ausbeute erhöhen, auch die letzten Gasreserven sollen aus dem Boden geholt werden.

Vor allem die fehlenden Kontrollen durch die Behörden in Niedersachsen werden in dem Beitrag kritisiert.

Die Einzigen, die die Werte des Lagerstättenwassers und der anfallenden Bohrgestänge, Tanks und Filter überprüfen, sind die fördernden Firmen selbst.

Alleine im letzten Jahr seien in Niedersachsen 970 Millionen Liter kontaminiertes Lagerstättenwasser wieder an anderen Stellen ins Erdreich gepumpt worden.

Hier kann man sich die Sendung nochmals ansehen.

 

 

 

 

Mai 172011
 

So langsam kommen in Oppenwehe immer mehr Ungereimtheiten auf.  Der Baudezernent des Kreises Minden Jürgen Striet hat am Montag in einer Sitzung des Kreistages Auskunft über die Vorgänge am Erdgas-Bohrloch »Oppenwehe 1« gegeben. Ging man bisher davon aus, dass die Bohrung bis zu einer Endtiefe von 2300 m niedergebracht zu haben, scheint man nun doch bis zu einer Tiefe von 2700 m gebohrt zu haben. Auch sei unklar, warum die Mitarbeiter des Öl- und Gaskonzerns EXXONMOBIL das Bohrloch wieder verfüllt hätten. Das berichtet das Westfalenblatt. Ob diese Maßnahmen mit der Bezirksregierung Arnsberg abgestimmt worden sind, ist nicht bekannt. Dazu sagt Friedrich Klanke, Vorsitzender der CDU-Fraktion:

»Es besteht der Eindruck, dass sich ein solcher Konzern wenig um die gegebenen Genehmigungen schert. Das den Bürgern verständlich zu machen ist sehr schwer«,

 

Mrz 032011
 

Copyright: ARD

Heute Abend um 21.45 Uhr berichtet das Magazin Panorama in einem Bericht über Exxon.

Die Überschrift lautet:

Exxon: US-Konzern vergiftet Grundwasser in Norddeutschland.

Folgende Pressemitteilung wurde dazu veröffentlicht:

Hamburg (ots) – Der Wirtschaftsminister von Niedersachsen, Jörg Bode (FDP), äußert im ARD-Magazin „Panorama“ deutliche Kritik am niedersächsischen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Die dem Wirtschaftsministerium unterstehende Behörde hatte nach der Entdeckung eines Giftunfalls mehr als drei Jahre gebraucht, um mit der Untersuchung auch anderer Gasfelder auf vergleichbare Gefahren zu beginnen. Bei dem Unfall auf dem von ExxonMobil betriebenen Erdgasfeld Söhlingen im Jahr 2007 war es zu Grundwasserverunreinigungen gekommen. Wirtschaftsminister Bode kritisiert nun in „Panorama“ das LBEG, also seine eigene Behörde: „Der Zeitraum ist wirklich relativ lang, und ich finde auch, dass er zu lang ist.“ Zudem kündigt der Minister „eine externe Überprüfung des Bergbauamtes“ an, um „die Fehlerquellen finden und abstellen zu können.“

Der Druck auf den Minister ist in den vergangenen Monaten gestiegen, nachdem durch NDR-Recherchen weitere Verschmutzungen auf anderen Erdgasfeldern in Niedersachsen – etwa in Hengstlage – bekannt geworden waren. Dort ist nach Feststellung des LBEG krebserregendes Benzol und Quecksilber in die Umwelt gelangt. Auch im Grundwasser ist es zu Verunreinigungen gekommen. Die Schadstoffquellen könnten nach Auskunft des LBEG undichte Rohrleitungen sein. Mindestens zwei Leitungen wurden deshalb inzwischen stillgelegt. Die Untersuchungen hatten erst nach entsprechenden Berichten des Wirtschafts- und Verbrauchermagazins „Markt“ im NDR Fernsehen im Dezember 2010 begonnen.

Wirtschaftsminister Bode kritisiert jetzt in „Panorama“, dass er persönlich erst 2011 über den Vorfall informiert worden sei. Und Bode kündigt an, er werde die „Kommunikationswege seiner Behörde überarbeiten“, die Kommunikation des Bergbauamtes müsse „offensiver und offener“ werden.

Sich selbst sieht Jörg Bode nicht in der Verantwortung: „Es gibt keinen Punkt, wo ich mir irgendetwas vorzuwerfen habe. Das Ministerium hat zu jedem Zeitpunkt richtig gehandelt. Außerdem bin ich ja erst seit anderthalb Jahren Minister.“

Der grüne Abgeordnete im niedersächsischen Landtag Stefan Wenzel lässt diese Entschuldigung Bodes nicht gelten: „Er ist ab dem ersten Tag verantwortlich, er ist am Ende auch für seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verantwortlich und für die Kommunikationswege in seinem Haus.“

„Panorama“: Donnerstag, 3. März, 21.45 Uhr, Das Erste

Mehr Informationen zur Sendung finden Sie unter www.panorama.de

Feb 102011
 

Der Arbeitskreis 2 der grünen Bundestagsfraktion, zuständig u.a. für die Themen Umwelt und Energie, hat diese Woche ein Positionspapier zu den Chancen und Risiken der unkonventionellen Erdgasförderung beschlossen. Darin fordern wir u.a. das Verbot des Einsatzes von trinkwassergefährdenden oder anderweitig giftigen Stoffen zur Aufsuchung und Förderung von unkonventionellem Erdgas. Zudem fordern wir eine Überarbeitung der im antiquierten deutschen Bergrecht geregelten Genehmigungsverfahren, um zukünftig eine größere Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung sicherzustellen. Das komplette Positionspapier mit allen grünen Forderungen ist unter http://oliver-krischer.eu/fileadmin/user_upload/gruene_btf_krischer/2011/Posipa_Unkonventionelles_Erdgas_final.pdf abrufbar.

Zitat:

Ebenfalls darf eine Verklappung in den Untergrund, z. B. in stillgelegte Bohrlöcher nicht zugelassen werden. Die bisher übliche Tiefversenkung, hier Verpressung von Lagerstättenwasser und Fracwasser und zum Teil auch von Abwässern aus Produktionsanlagen in extra zu diesem Zweck niedergebrachten Bohrungen, muss eingestellt werden.

Zudem ist unter http://wibke-brems.de/themen/unkonventionelles-erdgas/FAQ/ eine Auflistung aller möglichen Fragen zum Thema der energiepolitischen Sprecherin der grünen Landtagsfraktion NRW, Wibke Brems, abrufbar.

Zitat:

Alle Fraktionen im Düsseldorfer Landtag sprachen sich in der Debatte für eine Änderung des Bergrechts aus, es bleibt abzuwarten, ob sie sich im Bund ebenfalls dafür einsetzen, oder ob es sich um leere Forderungen handelt.

Video: Rede von Wibke Brems im Plenum NRW

http://wibke-brems.de/2011/02/03/meine-rede-zu-unkonventionellem-erdgas-im-landtag/

Wird flüssiger Giftmüll in Bohrlöcher gepresst?

 Radioaktivität, Risiko: Verklappung Giftmüll, Zeitung: Sonstige  Kommentare deaktiviert für Wird flüssiger Giftmüll in Bohrlöcher gepresst?
Jan 302011
 

Der Spiegel hatte bereits im Jahre 1992 über ähnliche Methoden berichtet. Welche gigantischen Gewinne wären heutzutage wohl mit dieser kostengünstigen Methode der Entsorgung zu erzielen?

Einige Zitate aus dem Bericht:

  • Die Palette der Sonderabfälle, die in der Thüringer Erde direkt neben einem Wasserschutzgebiet verschwinden, ist gewaltig. Altöle, Tensidwässer, Deponiesickerwässer, Lösemittel, Pflanzenschutzmittel, chlorierte und halogenierte Kohlenwasserstoffe und Dünnsäure werden eingeleitet. Im Continue reading »