Sep 112012
 

Gemeinsam mit dem BUND Nordrhein-Westfalen organisieren die Initiativen „gegen-gasbohren.de“ am 29. September 2012 in Dortmund die Fachtagung „Risikotechnologie Erdgas-Fracking – Problem- und Handlungsfelder“.

Auf der Tagung werden zum einen die aktuellen Ergebnisse des Gutachtens mit Risikostudie NRW vorgestellt und diskutiert. Diese war als Grundlage zur Bewertung der Wirkpfade und Risiken der Förderung von Erdgas mit der umstrittenen Fracking-Technologie von der Landesregierung NRW in Auftrag gegeben worden.

Zum anderen wollen wir aber auch die weiter gehenden politischen und genehmigungsrechtlichen Konsequenzen und Notwendigkeiten diskutieren. Dazu gehört zum Beispiel eine umfassende Novellierung des Bundesberggesetzes. Letztendlich aber halten wir an unserer Forderung nach einem Fracking-Verbot fest.

Als Referenten konnten Vertreter es Umweltministeriums und des Gutachterkonsortiums gewonnen werden. Der Rechtsanwalt Dirk Teßmer berichte über den aktuellen Rechtsrahmen und den nötigen Handlungsrahmen. Christa Stiller-Ludwig ist Leiterin der Unteren Wasserbehörde in Hagen und berichtet aus der wasserrechtlichen Praxis vor Ort.

Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich, da die Plätze begrenzt sind.

Programm der Fachtagung Fracking am 29.12.2012 in Dortmund

Programm:

ab 09.30 Uhr Begrüßungskaffee

10.00 Uhr – 10.15 Uhr
Begrüßung/Organisatorisches

10.15 Uhr – 10.30 Uhr
Einführung: Erdgas-Fracking in Deutschland
Dirk Jansen, BUND NRW e.V.; Jörn Krüger, Gegen-Gasbohren.de

10.30 Uhr – 11.00 Uhr
Grußwort: Die Gewinnung von Erdgas im energiepolitischen Kontext
Udo Paschedag, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz,
Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes
Nordrhein-Westfalen

11.00 Uhr – 11.45 Uhr
Erdgas-Fracking in NRW: Rahmenbedingen, Handlungsnotwendigkeiten, Schlussfolgerungen
Gerhard Odenkirchen, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NordrheinWestfalen

11.45 Uhr bis 13.00 Uhr
Gutachten mit Risikostudie zur Exploration und Gewinnung von
Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten
Dr. Hans Georg Meiners, Vorstand der ahu AG Aachen

13.00 Uhr bis 14.00 Uhr Mittagsimbiss

14.00 Uhr bis 14.45 Uhr
Der Rechtsrahmen zur Aufsuchung und Förderung von unkonventionellem Erdgas unter Einsatz der „Fracking“-Technologie
in Deutschland – Handlungsbedarf des Gesetzgebers
RA Dirk Teßmer, Kanzlei Philipp-Gerlach & Teßmer, Frankfurt

14.45 Uhr bis 15.30 Uhr
Erdgas-Fracking in der wasserrechtlichen Praxis vor Ort
Christa Stiller-Ludwig, Leiterin der Unteren Wasserbehörde Hagen

15.30 Uhr
Abschlussdiskussion

Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung.

Verbindliche Anmeldung bis spätestens zum 21.09.2012 (per
Coupon, eMail oder telefonisch) an den BUND Landesverband
NRW e.V., Merowingerstr. 88, 40225 Düsseldorf; T.: 0211 / 30
200 5-0, Fax: -26, bund.nrw@bund.net

Teilnahmebeitrag: 15,00 € inkl. Mittagsimbiss, Tagungsgetränken und Tagungsreader
Die Teilnahmegebühr kann am Tag der Veranstaltung entrichtet oder vorab überwiesen werden (BUND NRW, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Konto-Nr. 8 204 600,
Verwendungszweck: NUA 030/2012 Fracking

Jun 162012
 

Das Aktionsbündnis No-Moor-Fracking ruft Unterzeichner der Petition gegen Fracking auf zur Kundgebung am 20.6.2012 ab 11 Uhr in Hannover zu kommen.

Um 17 Uhr findet die Übergabe der 10.000 gesammelten Unterschriften an den Landtagspräsidenten statt.

Seit März diesen Jahres hat das Aktionsbündnis No-Moor-Fracking in Wagenfeld und der näheren und weiteren Umgebung für seine „Petition gegen Fracking in der Diepholzer Moorniederung“ Unterschriften gesammelt. Dabei haben sich weit über 10.000 Menschen gegen diese höchst umstrittene und risikobeladene Schiefergas-Fördermethode ausgesprochen.

Am Mittwoch, den 20. Juni sollen diese Unterschriften nun offiziell unseren Volksvertretern im niedersächsischen Landtag übergeben werden.

Vor der Übergabe der Petition wird das Aktionsbündnis No-Moor-Fracking im Zusammenhang mit einer zeitgleich stattfindenden europaweiten Anti-Fracking-Kampagne des internationalen Kosmetikunternehmens LUSH eine Kundgebung in Hannover veranstalten, bei der die Öffentlichkeit über die Risiken der Schiefergasförderung aufgeklärt werden soll.

Alle Unterzeichner der Petition, Mitbürger und potentiell Betroffene in Niedersachsen sind herzlich eingeladen, möglichst zahlreich an der Veranstaltung in Hannover teilzunehmen.

Das Programm:

KUNDGEBUNG – Ernst-August-Platz (Nähe Bahnhofsplatz und Ernst-August-Galerie): von 11 bis 15 Uhr Kundgebung. 12:00 Uhr Pressetermin im Zusammenhang mit der LUSH Kampagne gegen Fracking.

DEMONSTRATIONSZUG – Ernst-August-Platz > Bahnhofsstrasse > Kröpke (Baustelle) > Karmarschstrasse > Landtag Geschätzte Ankunftszeit ca 15:30 Uhr

VERSAMMLUNG – Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz (direkt gegenüber vom Landtag), „Platz der Göttinger Sieben“ oder Platz vor dem Wirtschaftsministerium > bis 17 Uhr

UNTERSCHRIFTENÜBERGABE Treppe vor dem Landtag oder im Landtag – 17 Uhr, Treffen mit dem stellvertretenden Landtagspräsidenten, Herrn Klare.

Apr 042012
 

12.04.2012 Themenabend der Wolfsburger Piratenpartei

Referent: Germar Wintzek,IG Neustadt am Rübenberge gegen Fracking

Donnerstag, 12.4.2012, 19.00 Uhr

Ort: VFL-Gaststätte, Elsterweg 5, Wolfsburg

Informationen: kostenloser Eintritt, für alle offen, Spenden z.B. für den angereisten Referenten können gemacht werden Wer dort hingeht, möge bitte bis zum 10.04. sein Erscheinen mitteilen, damit die Organisatoren damit planen können. http://ratspiratenwob.wordpress.com/kontakt/

Feb 272012
 

Warum die Schiefergasförderung enorme Umwelt- und Gesundheitsrisiken birgt, erläutern internationale Experten anlässlich der Veranstaltung „Schiefergasförderung – Methoden und Risiken“ am 28. Februar in der Akademie der Wissenschaften, Wien, die von den sechs Verbänden organisiert wird. Hierzu referieren drei internationale Experten:

• Dr. Werner Zittel, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik aus Deutschland;
Thema: „Methoden der Schiefergasförderung – eine Technologiebewertung“

• Borislav Sandov, „Climate Action Bulgarien Coalition“ aus Bulgarien;
Thema: „Schiefergas-Förderverbot in Bulgarien – Ausblick Europa“

• Calvin Tillman, ehemaliger Bürgermeister der texanischen Kleinstadt Dish;
Thema: „Umweltschäden durch Schiefergasförderung – ein Augenzeugenbericht“

Anmeldung unter office[at]biomasseverband.at
Rückfragehinweis: Österreichischer Biomasse-Verband
Tel: 0043 1 533 07 97 0
Mail: office[at]biomasseverband.at

Quelle:
ASPO Deutschland: SCHIEFERGASFÖRDERUNG – METHODEN UND RISIKEN.

Feb 212012
 

Zum Thema  „Problemfeld:  Hydraulic Fracturing –  Technik, Wasserhaushalt,  Abwasser “ findet am 8. März 2012 an der FH Gelsenkirchen eine von der Gelsenwasser AG organisierte Fachtagung statt. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

9:30 Uhr – Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident FH Gelsenkirchen
Henning R. Deters, Vorstandsvorsitzender GELSENWASSER AG

9:45 Uhr – Themenblock: Technologie und Betrieb
Moderation Jürgen Zurheide, Journalist

1. Fracking in den USA, Reisebericht eines deutschen Journalisten (Jürgen Polzin, WAZ)
2. Technik der Gasgewinnung aus unkonventionellen Lagerstätten – Erkundung, Gewinnung, Entsorgung (Dr. Gernot K. Kalkoffen, ExxonMobil)

3. Aktuelle Entwicklungen des Wassermanagements beim
Hydraulic Fracturing (Udo Edelmann, One Planet Associates)
11:00 Uhr – Kaffeepause
11:30 Uhr – Themenblock 2: Wasser / Abwasser
Moderation Prof. Dr. Winfried Schmidt, FH Gelsenkirchen

4. Wasserwirtschaftliche Anforderungen an die Erdgas- gewinnung aus unkonventionellen Lagerstätten (Ulrich Peterwitz, GELSENWASSER AG)

5. Anforderungen an die Abwasserreinigung (Prof. Dr. Winfried Schmidt, FH Gelsenkirchen)

6. Aufbereitungstechnologie von Flowback Wasser aus Sicht eines
Anlagenbauers (Stefan Köppl, Geschäftsführer Hager & Elsässer)
12:30 Uhr – Mittagspause
14:00 Uhr – Themenblock 3: Recht und Gesellschaft Moderation Gerhard Odenkirchen, MKULNV NRW

7. Rechtliche Voraussetzungen der Erdgasgewinnung aus unkonventionellen Lagerstätten (Gerhard Odenkirchen, MKULNV NRW)

8. Technik und Gesellschaft (Prof. Dr. Johannes Weyer, TU Dortmund)

14:45 Uhr – Kaffeepause
15:00 Uhr – Podiumsdiskussion
Diskussionsleitung Jürgen Zurheide, Journalist
Henning R. Deters (Vorstandsvorsitzender GELSENWASSER AG),
Dr. Gernot K. Kalkoffen (ExxonMobil), Udo Edelmann (One Planet Associates), Cay Süberkrüb (Landrat Kreis Recklinghausen), Christa Stiller-Ludwig (Stadt Hagen), Dirk Jansen (BUND)

16:30 Uhr – Ende der Veranstaltung

Quelle:
http://www.gelsenwasser.de/fileadmin/download/unternehmen/gelsenwasser/GW_Flyer_Fracking_klein.pdf (PDF)

Feb 212012
 

In Nordrhein-Westfalen gilt momentan ein faktisches Moratorium für Hydraulic „Fracking“ Fracturing. Eine Gutachten zur Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen soll die Risiken bewerten und Handlungsleitfäden für Politik und Verwaltung liefern. Erst dann wird wieder über Genehmigungen für Gasbohrungen entschieden.

Begleitet wird das Gutachten von einem Arbeitskreis der betroffenen Akteure. Dazu gehören nach dem letzten Stand

– das Ministerium für Wirtschaft
– das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz
– die Bezirksregierung Münster, Detmold und Arnsberg
– der geologische Dienst NRW
– der Städtetag NRW
– der Städte und Gemeindebund NRW
– die Kreise Steinfurt und Warendorf
– der DVGW
– das Landesbüro der Naturschutzverbände
– die Gelsenwasser AG
– der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung WEG
– und Vertreter der Bürgerinitiativen

Das Interesse an der Beteiligung überstieg die Anzahl der möglichen Teilnehmenden bei weitem. Am kommenden Donnerstag, den 23. Februar 2012 um 14 Uhr, findet das erste Treffen des Arbeitskreises im Umweltministerium in Düsseldorf statt.

Der Gutachter wird Aufgaben und Vorgehensweise bei der Erstellung der Studie vorstellen. Rolle, Funktion und Ziel des Arbeitskreises werden näher definiert.

Die Initiativen hinter gegen-gasbohren.de begrüßen es, dass von Seiten der zuständigen Ministerien ein offener Dialog geführt werden soll. Das Ergebnis wird demokratisch legitimiert und direkt in die Praxis des Genehmigungsprozesses umsetzbar sein.

Im Gegensatz zum ExxonMobil Dialogprozess wird es nicht nur die Arbeitsweise eines einzelnen Unternehmens beeinflussen, sondern die Regeln für die Gasförderung in ganz Nordrhein-Westfalen und wahrscheinlich darüber hinaus bestimmen.

Weitere Informationen: