Feb 012017
 

Reliable Partners?! – ExxonMobil

Die Förderkonzerne für Kohlenwasserstoffe in Deutschland geben sich immer gerne als seriöse und verlässliche Partner aus, auf die die Politik und wir Bürger vertrauen können. Doch sie setzen die verschiedensten Methoden an, um ihre Ziele, an den Bürgern vorbei, durchzusetzen.

Der Konzern ExxonMobil hat deshalb im Jahr 2011 versucht, über das U.S.-Außenministerium massiven Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit die geplante groß angelegte Fracking-Erdgasförderung realisiert werden kann, obwohl diese Pläne von der Bevölkerung abgelehnt wurden.

Jetzt bekannt gewordene Korrespondenz der U.S.-Botschaft in Berlin belegt das. Und der damalige Konzernführer? Richtig, Rex Tillerson, der heutige Außenminister der USA.

Und wie das Portal „The Intercept“ am 17.01.2017 dazu berichtet, gibt die Mitteilung der U.S.-Botschaft vom 26.08.2011 klar Auskunft, dass solche Aktivitäten seitens ExxonMobil stattfanden und wie ExxonMobil das weitwere Vorgehen plante, um die öffentliche Meinung in Deutschland hinsichtlich der Ungefährliochkeit der Fracking-Gasförderung zu „schulen“.

Titel:“Rex Tillerson‘ s ExxonMobil Frequently Sought State Department Assistance, New Documents Show“ von Lee Fang und Steve Horn.    Offenbar war man im ExxonMobil-Konzern der Meinung, man müsse den Deutschen nur vernünftig erklären, wie vorteilhaft doch die Förderung von Fracking-Erdgas in Deutschland sei. Dann würden sie ihren Widerstand schon aufgeben.

Ja, wir haben die sichtbaren Auswirkungen dieser Strategie, mit von ExxonMobil bezahlten Untersuchungen und der Abnschlusskonferenz des „Unabhängigen Expertenkreises“ zu Fracking in Deutschland im Frühjahr 2012 erlebt (denn wer zahlt, bestimmt auch die Musik).

Ebenso erlebten wir die massive Propagandaflut an die Presse. Unvergessen ist auch die 16-seitige Kampfschrift vom Dezember 2012 an alle Journalisten: „FAKTEN Informationen für Journalisten“, die als Verlagsbeilage im „JOURNALIST“ an die Privatadressen der Mitglieder des Journalisten-Verbandes geliefert wurde. Titel: „Die Zukunft der Erdgasförderung in Deutschland“

Ungeniert wurden Propaganda-Aussagen den Presseleuten als Wahrheit angeboten und auch teilweise von diesen übernommen. Denn, wenn ExxonMobil, der Weltkonzern, Aussagen tätigt, dann müssen diese doch wohl stimmen, oder?

Aber die Zeit und die stetig zunehmenden Schadensberichte aus den USA und Kanada aus Fracking-Gebieten rundeten das Bild immer deutlicher ab. Fracking-Förderung ist eine hoch gesundheits-gefährdende Produktionsart, die insbesondere die Anwohner von Förder- und Aufbereitungsplätzen und Verdichterstationen belastet. Doch es hat sich auch gezeigt, dass bereits die „normale“ Erdgas- und Erdölförderung hohe Schädigungspotentiale aufweist. Nur wurde in der Vergangenheit dort nicht hingeschaut.

Inzwischen wissen wir auch, welche enorme Schädigungswirkung das unverbrannt in großen Mengen entweichende Methan in der Atmosphäre entwickelt. Die Erdgas-Frackingförderung beschleunigt massiv die Erderwärmung und konterkariert dadurch die Ziele der Pariser Beschlüsse vom Dezember 2015 zur Klimarettung.

Volker Fritz

im Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land

Zwischenerfolg für den Naturschutz im Schleswig-Holsteinmischen Wattenmeer: die Ölbohrpläne der DEA sind nicht genehmigungsfähig.

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Jan 122017
 

Wolfenbüttel, den 11.01.2017
Volker H.A. Fritz
im AK Fracking
Braunschweiger Land
Mitglied im Zusammenschluss
„Gegen Gasbohren“

Zwischenerfolg für den Naturschutz im Schleswig-Holsteinmischen Wattenmeer: die Ölbohrpläne der DEA sind nicht genehmigungsfähig.

Der engagierte Einsatz von Greenpeace in Schleswig-Holstein und den Piraten im
Landesparlament unter ihrem Fraktionsführer Dr. Patrick Breyer, gestützt durch den starken und gut organisierten Widerstand im Land zwischen den Meeren hat, nach anderen Erfolgen, zu einem erfreulichen Zwischenergebnis geführt:
Der Schleswig-Holsteinische Umweltminister Habeck hat im Dezember 2016, nach dem Vorliegen eines Gutachtens von Frau Dr. Rohda Verheyen im Auftrag von Greenpeace vom 07.11.2016 (pdf) und einem von seinem Ministerium bei Gaßner, Groth, Siederer & Collegen (GGSC) in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten vom 30.11.2016 verlautbart, dass die Bohrpläne des Ölkonzerns DEA im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer nicht genehmigungsfähig seien.

Damit ist das Vorhaben der DEA zwar noch nicht endgültig abgelehnt, jedoch ist dieser Zwischenerfolg ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin.

Der jahrelange, wohl organisierte und breite Widerstand in Schleswig-Holstein gegen die Fracking-Förderung und die Öl- und Gasförderung aus dem Wattenmeer, wesentlich getragen durch unsere dortige Mitglieds-Initiative „BI gegen CO2-Endlager“ unter ihrem heutigen Vorsitzenden Dr. Reinhard Knof und seiner Vorgängerin Karin Petersen, hat Wirkung gehabt.
Von den in 2013 erteilten 12 Erlaubnissen und Bewilligungen des Ministers Habeck sind inzwischen 11 aufgehoben oder zurückgegeben worden. Die letzte verbleibende, „Schwedeneck-See“, wird weiter kritisch begleitet werden, bis auch sie zum Erliegen gebracht ist. Erste Signale in dieser Richtung deuten sich an.
Diese Erfolge machen uns Mut.
Volker Fritz

Der „Drache“ Fracking rührt sich wieder im Braunschweiger Land!

 AK Fracking Braunschweiger Land, Allgemein, Aufsuchungserlaubnis  Kommentare deaktiviert für Der „Drache“ Fracking rührt sich wieder im Braunschweiger Land!
Aug 312015
 

Stop_Fracking-2.jpg

Der Stadt Braunschweig liegt die Anfrage das LBEG zu einer neuen Aufsuchungserlaubnis im Braunschweiger Land vor, deren Gebiet sich über den Landkreis Peine und Teile der Stadtgebiete von Salzgitter und Braunschweig erstreckt. Es soll nach Kohlenwasserstoffen gesucht werden.

Am 06.10.15 wird der Rat der Stadt darüber beraten. Schon 2012 hatte Braunschweig gegen Fracking votiert.

Die Landesregierung Niedersachsen hat zögerlich begonnen, den Ursachen der Krebshäufungen im Fördergebiet Rotenburg nachzugehen.

Es schockiert, dass sie im Übrigen so tut als sei nichts Besonderes mit der Feststellung der Krebshäufungen passiert.

Sie lässt das LBEG weiter Aufsuchungsanträge bearbeiten, anstatt ein Moratorium bis zur Klärung der Ursachen der Erkrankungen zu verhängen.

Es drängt sich der Schluss auf: Förderbeiträge scheinen wichtiger zu sein, als der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung.

Mehr auch unter:

http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/fracking-im-westen-der-stadt-id1997929.html

 Veröffentlicht von am 31. August 2015
Apr 042012
 

Wie kam es zum Arbeitskreis Fracking?

Die Fraktion der Piratenpartei, die im September 2011 in den Rat der Stadt Braunschweig gewählt wurde, veranstaltet jeden Donnerstag im Rathaus eine Offene Fraktionssitzung, die jeweils einem aktuellen Thema gewidmet wird. In dieser Offenen Fraktionssitzung sind nicht nur Gäste aus anderen Parteien willkommen, sondern vor allem interessierte Bürger, die sich in ihrer Stadt engagieren wollen.

Eines dieser aktuellen Themen ist die unkonventionelle Gasförderung, welches für Braunschweig und die Region leider sehr aktuell geworden ist. Diese Form der Gasförderung, die auch als Fracking bezeichnet wird, war und ist vielen Menschen noch kein Begriff. Auch die damit verbundenen Gefahren sind in der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt. Deshalb lud die Fraktion der Piratenpartei zu einer Offenen Fraktionssitzung zum Thema „Fracking“ ein, die am 23. Februar 2012 stattfand.

Bereits bei diesem ersten Treffen waren mehr als 30 Besucher anwesend. Nach einer Einführung über Prozedere und Folgen der unkonventionellen Gasförderung und dem Wissen, dass auch das Braunschweiger Land bereits an Förderunternehmen vergeben ist, wurde der Ruf nach einem Arbeitskreis gegen Fracking noch am selben Abend laut. Damit hätte niemand so schnell gerechnet – aber es geht schließlich um das Land, in dem wir alle jetzt und in Zukunft leben! Beim zweiten Treffen wurde dann der „AK Fracking Braunschweiger Land“ aus der Taufe gehoben. Der AK arbeitet überparteilich und ist für jeden Menschen offen, der sich informieren oder aktiv einbringen möchte.

Am 20. März wurde aufgrund eines interfraktionellen Antrags die „Resolution gegen unkonventionelle Gasförderung“ im Rat der Stadt Braunschweig einstimmig (!) angenommen. Das war ein erster Erfolg, aber leider noch nicht das endgültige Aus. Diese Resolution bedeuteterst einmal nur, dass der Rat der Stadt Braunschweig sich gegen diese Form der Gasförderung ausspricht und die Niedersächsische Landesregierung dazu auffordert, dass das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie bis auf Weiteres alle Vorgänge im Zusammenhang mit der umstrittenen Methode aussetzt.

Außerdem sollen Bundesregierung und Bundesrat beauftragt werden, das Bundesbergrecht so anzupassen, dass (nicht nur) die Gemeinden ein größeres Mitspracherecht haben, sondern auch alle Einwohner umfassend über die verwendeten Stoffe und möglichen Risiken aufzuklären. Außerdem soll eine obligatorische Umweltverträglichkeitsprüfung im Bundesbergrecht verankert werden. Hier muss also noch einiges geschehen, um ein Verbot in unserer Region zu erwirken. Auch der Antrag auf ein öffentliches Hearing zu dem Thema passierte erfolgreich den Rat der Stadt Braunschweig. Der genaue Termin steht noch aus und wird auf der Internetseite des Arbeitskreises bekannt gegeben. Selbstverständlich setzt sich der AK dafür ein bei der Auswahl der Podiumsteilnehmer ein Mitspracherecht zu erhalten. Ziel des Hearings sollte sein, dass sich sowohl Kritiker als auch Befürworter zum Thema äußern, damit das Publikum ausgewogen informiert wird und jeder sich eine eigene Meinung bilden kann.

Mittlerweile hat sich der AK Fracking Braunschweiger Land mit anderen Initiativen vernetzt (siehe www.gegen-gasbohren.de) und erste Aktionen zur Information und Aufklärung der Bevölkerung gestartet. Nach dem Infotisch während der Ratssitzung, folgte am 01.04.2012 ein Infostand in der Braunschweiger Innenstadt (siehe dazu die Pressemitteilung).

Im Moment werden Texte für Petitionen erarbeitet, die es jedem Fracking-Gegner erleichtern diese Petitionen direkt an den Niedersächsischen Landtag oder den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zu senden. Wie wichtig jede Aktion ist, zeigt das Vorgehen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP im Bundestag. Anträge für ein Bundesweites Fracking-Verbot wurden am 28. März im Umwelt- und im Wirtschaftsausschuss abgelehnt. (Quelle: Koalitionsfraktionen lehnen bundesweites Fracking-Verbot ab. Pressemitteilung von www.johanna-im-bundestag.de, abgerufen am 03. April 2012.)

Wir danken allen, die uns bei dieser Arbeit unterstützen, den Bürgern der Stadt Braunschweig, den anderen Initiativen, sowie den Parteien, die unsere Ängste und Sorgen Ernst nehmen und nicht nur reden, sondern handeln!

Apr 042012
 

12.04.2012 Themenabend der Wolfsburger Piratenpartei

Referent: Germar Wintzek,IG Neustadt am Rübenberge gegen Fracking

Donnerstag, 12.4.2012, 19.00 Uhr

Ort: VFL-Gaststätte, Elsterweg 5, Wolfsburg

Informationen: kostenloser Eintritt, für alle offen, Spenden z.B. für den angereisten Referenten können gemacht werden Wer dort hingeht, möge bitte bis zum 10.04. sein Erscheinen mitteilen, damit die Organisatoren damit planen können. http://ratspiratenwob.wordpress.com/kontakt/

Mrz 212012
 

Der Rat der Stadt Braunschweig hat sich einstimmig gegen die Suche nach Erdgas mit dem sogenannten Fracking-Verfahren ausgesprochen. So berichtete NDR 1 Niedersachsen. In einer Resolution wird die Landesregierung aufgefordert, Erlaubnisse zur Erkundung und Förderung von Schiefergas abzulehnen. Beim Fracking werden große Mengen Wasser, Sand und Chemikalien in Gesteinsschichten gepumpt. Durch entstehende Risse kann Erdgas gefördert werden

Quelle:
Stadtrat gegen Fracking-Verfahren | NDR.de – Regional – Niedersachsen – Braunschweig/Harz/Göttingen.