Jun 212020
 

Geplante großflächige Zulassung der Fracking-Förderung von Erdgas würde Notlage noch erheblich verschärfen.

Volker H.A. Fritz – den 20.6.2020

An den Umweltminister von Niedersachsen, Herrn Olaf Lies
c/o Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
30169 Hannover
per e-mail: minister@mu.niedersachsen.de
poststelle@mu.niedersachsen.de

Sehr geehrter Herr Minister Lies,

namens unseres Arbeitskreises nehme ich zu Ihren Warnungen und Ihrer Aussage, dass der Klimawandel schon da sei, dass es aber künftig noch schwieriger werden könnte, aus der Sicht des Widerstandes gegen die Fracking-Förderung Stellung.

Auch wir haben schon vor zwei Jahren bemerkt, dass Gutachten zur Wassernutzung den sehr hohen Nutzungsgrad unseres Grund- und Oberflächenwassers erwähnten und davor warnten, die Wassernutzung in Deutschland noch weiter zu intensivieren. Das könne, bei nachlassenden jährlichen Niederschlagsmengen dann schnell zu Problemen führen.

Jetzt werden die Auswirkungen, insbesondere der großen Agrarberegnungsmengen, bei gleichzeitigen mäßigen bis geringen Niederschlägen, deutlich erkennbar. Die Grundwasserspiegel sinken ab. Und dann droht da immer noch das Projekt „Fracking-Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Vorkommen in Deutschland“ mit riesigem zusätzlichem Grundwasserbedarf.

Wir beobachten äußerst aufmerksam die Tätigkeit – oder besser Untätigkeit – der „Expertenkommission Fracking“ gemäß § 13a Abs. 6 S. 1 WHG , die ja durch wissenschaftliche Begleitung der 4 genehmigten Versuchsbohrungen mit Frackinganwendung im Schiefer-, Ton-, Mergel- oder Kohleflözgestein zu erweiterten Erkenntnissen unter deutschen Bedingungen kommen sollte. Unser Eindruck ist, dass hier ein abgekartetes Spiel läuft, an dessen Ende diese Kommission dem Bundestag die Aufhebung des Fracking-verbotes „empfehlen“ wird. Und die Große Koalition in Berlin dürfte das mit ihrer Mehrheit auch 2021 beschließen.

Thema riesiger zusätzlicher Wasserverbrauch in Niedersachsen

Und was bedeutet das für die Grundwasserverfügbarkeit zur Trinkwassererzeugung und Nutzung in der Landwirtschaft – besonders für das Hauptförderland Niedersachsen?

Riesige Mengen sauberen Grundwassers werden bei der Anwendung der Fracking-Förderung benutzt und kontaminiert. Und anschließend -aus Kostengründen – werden wiederum große Mengen des anfallenden Produktionswassers durch Hochdruck-Verpressung in den tiefen Untergrund „entsorgt“, wo sie eine permanente Gefährdung des trinkbaren Grundwassers sind.

Die Firma ExxonMobil hat für die Fracking-Erdgasförderung allein in Niedersachsen über 30.000 neue Bohrungen projektiert, die sie nach Aufhebung der Fördersperre abteufen will. Insgesamt sind 133 „Förderfelder“ der Kantenabmessung 10 x 12 km und mit je 240 Bohrungen auf Clusterfeldern mit je 20 Bohrungen vorgesehen. Jede einzelne Bohrung wird nach der horizontalen Ablenkung mit bis zu 30.000m3 Fracking Fluid beaufschlagt mit Drücken bis 1.500 bar. Über 95% davon bestehen aus Wasser.

Ist ein „Förderfeld“ zur Förderung gebracht worden, muss bereits nebenan mit dem Aufschluss für das nächste begonnen werden, weil die Erdgasmengen in den „unkonventionellen“ Vorkommen nur gering sind und sich schnell erschöpfen. Es muss dann ständig neu gebohrt und gefrackt werden, um eine etwa gleichbleibende Förderleistung übers Jahr zu ermöglichen.

Für ein „Förderfeld“ werden gewaltige 7.200.000 m³ Frischwasser benötigt und dem Wasserkreislauf zugleich wegen der zugesetzten giftigen Chemikalien entzogen. Für die projizierte Gesamtzahl der Förderfelder kämen so 958 Millionen m³ Wasserverbrauch über die Jahre zusammen.

Eine riesige durchgehende Fläche von etwa 60 x 265 km würde so im Untergrund durchwühlt und gefrackt werden. Und Sie können, sehr geehrter Herr Minister Lies, voll und ganz auf die Erfahrungen in den USA bauen, wo -zig Tausende Brunnen durch Fracking verdorben wurden. Ähnliches ist dann auch bei uns zu erwarten, wenn auch möglicherweise in abgeschwächter Form. Von den Erdbeben, verursacht durch Fracking, Förderung und Verpressung der Abwässer, möchte ich hier nicht weiter ausführen. Auch sie werden verstärkt auftreten.

Thema Grundwassergefährdung durch zusätzliche Verpressung von Abfallwasser

Und dann fallen etwa 4.300.000 m³ Rücklaufwasser je Förderfeld an, die mit der anschließenden Förderung zusammen hochkommen und in „Verpressbohrungen“ entsorgt werden müssen. Es ist längst bekannt, dass derart verpresste Rücklaufwässer nicht stationär im Bereich der Verpressbohrung verbleiben, sondern dass sie sich im Untergrund bewegen, je nach dem, wo sich eine Ausdehnungsmöglichkeit ergibt.

Somit können sie auch entlang aufgegebener Bohrungen oder durch aufgebrochene Gesteins- schichten (entstanden durch die ungeheuren hydraulischen Kräfte beim Hochdruckfracking) nach oben aufsteigen, bis in den Bereich des trinkbaren Grundwassers, von dem wir leben. Das besonders Gefährliche dabei ist, dass diese verpressten „Zeitbomben“ im Untergrund auch Jahrzehnte nach der Beendigung der Verpressung und Verschließung der Bohrung ihre Gefährlichkeit nicht verlieren.

Sie sind heute, sehr geehrter Herr Minister Lies, in der bemerkenswerten Lage, einem Ministerium vorzustehen, das einerseits die Umwelt und andererseits die Energie in seinem Arbeitsfeld verwaltet.

Thema Fracking vermeiden zum Klimaschutz

Nutzen Sie bitte diese Möglichkeit, die klimabezogen völlig falsche Absicht der Bundesregierung und der Förderkonzerne auszubremsen, die Fracking-Förderung in Niedersachsen, dem geplanten Haupt-Fracking-Förderland, durch gezielte Parlamentsbeeinflussung in Berlin „durchzuwinken“. Unser Ziel muss es vielmehr sein, den Ausbau der Windkraft und der Solarkraft bei uns massiv zu beschleunigen, anstatt wie bisher durch vermehrt eingebaute Hemmnisse abzubremsen, zum Vorteil der „alten“ fossilen Energien.

Jetzt, sehr geehrter Herr Minister Lies, haben Sie öffentlich vor dem bevorstehenden Wasser-mangel in Niedersachsen gewarnt und Vorschläge zur Wassereinsparung für demnächst angekündigt. Es wäre wünschenswert, dass Sie ebenso große Besorgnis ob der riesigen Wassermengen äußern würden, die durch ausgedehntes Fracking in Niedersachsen für die Nutzung durch Mensch und Landwirtschaft verloren gingen, da sie ja nicht wieder in den Wasserkreislauf eingeschleust werden können.

Thema Gesundheitsgefährdung der Anwohner

Und dann erinnern wir Sie aus diesem Anlass daran, dass die gehäuften rätselhaften Krebserkrankungen von Anwohnern der Förderschwerpunkte Rotenburg, Hemslingen/Söhlingen und Rodewald (SG Steimbke) nach wie vor nicht geklärt sind. Es bestehen dringende Verdachtsmomente, dass die dortige Kohlenwasserstoff-Förderung der Verursacher ist.

Es wäre umweltpolitisch unverantwortlich, die Fracking-Erdgasförderung zuzulassen, so lange nicht definitiv ausgeschlossen werden kann, dass es an der Förderung lag. Bodenproben an verschiedenen Förderplätzen haben jedenfalls überall erhöhte Quecksilberwerte und teils auch Benzol enthalten. Sie sind ein klarer Beleg dafür, dass es Emissionen bei der Förderung und Aufbereitung gibt. Hier auf „zulässige“ Grenzwerte zu verweisen ist Augenwischerei. Und, es wird Sie nicht wundern, die gleichartigen Erkrankungen wurden auch in den USA und in Kanada in Gebieten intensiver Förderung und Aufbereitung von Kohlenwasserstoffen festgestellt. Ja, seltsam, niemand bei uns in den Ministerien und Ämtern, im Landesbergamt und nicht bei den Förderunternehmen, will daraus einen Zusammenhang erkennen können.

Gern würden wir dazu von Ihnen hören.

Mit freundlichen Grüßen,

für den Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land
Volker Fritz (Mitglied im bundesweiten Zusammenschluss Gegen Gasbohren)

 Veröffentlicht von am 21. Juni 2020

Wintershall Verlängerungsanträge: Wie sollen die Kommunen die Unterlagen prüfen, wenn ein großer Teil der Unterlagen geschwärzt ist?

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Jan 142017
 

 

Wintershall erhielt 2010 zwei Bergbauberechtigungen zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken (ohne Grubengas) in NRW: Feld Rheinland und Feld Ruhr, 2013 wurde die Erlaubnis von der Bezirksregierung Arnsberg bis 2016 verlängert.

Die Gesamtfläche beträgt ca. 3.895 km2. Die Erlaubnisse beziehen sich auf die Lagerstätte: Schiefergestein.

Sehr viele Kommunen sind von den beiden riesigen Flächen betroffen, wurden bisher jedoch nicht am Verfahren beteiligt!

Seit ca. 2012 erhielten Kommunen bei Neuanträgen die Gelegenheit zur Stellungnahme.

Erst durch den Ministeriumserlass vom 29.01.14 werden auch die bereits vor 2012 erteilten Aufsuchungsflächen berücksichtigt, wenn ein Verlängerungsantrag gestellt wird.

Kurz vor Ablauf (04.08.16) der 1. Verlängerung hat Wintershall für beide Anträge einen Verlängerungsantrag gestellt.

Obwohl die Bundesregierung im Sommer 2016 ein Fracking Regelungspaket verabschiedet hat und bis 2021 die kommerzielle Gasförderung mittels Fracking in den Lagerstätten Schiefer und Kohle ausschließt – Probebohrungen sind zugelassen – hat Wintershall einen weiteren Verlängerungsantrag gestellt. Die Erlaubnis gilt jedoch nur für Schiefergestein.

Warum stellt Wintershall also dennoch kurz vor Ablauf einen Verlängerungsantrag für Schieferlagerstätten?

Obwohl genügend Gründe gegen den Antrag sprechen, hat die Bezirksregierung Arnsberg den Verlängerungsantrag nicht abgeschmettert, sondern die Erlaubnis erst einmal um 6 Monate verlängert! In dieser Zeit werden die Unterlagen geprüft.

Die Kommunen wurden erstmalig von Arnsberg angeschrieben und durften unter Fristsetzung die Unterlagen sichten und sich per Stellungnahme am Verfahren beteiligen.

Doch der Bürgermeister Jan Heinisch aus Heiligenhaus (Kreis Mettmann) musste bei der Durchsicht der besagten Unterlagen feststellen, dass diese viele Schwärzungen enthalten. Sein Unverständnis darüber teilt er auch in seiner Stellungnahme mit:

 

„Zunächst möchte ich mein Befremden und Unverständnis dahingehend zum Ausdruck bringen, als dass die mir vorgelegte, ‚um die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Wintershall Holding GmbH bereinigte Version des an die Bergbehörde übermittelten Originalberichtes‘ derart viele Schwärzungen enthält, dass eine umfassende Meinungsbildung zum beantragten Vorhaben, insbesondere dem damit verbundenen Arbeitsplan, unmöglich ist.“

 

Anhand der Unterlagen scheint nicht ersichtlich zu sein: Wo und welche Maßnahmen im Rahmen der Erlaubnis stattfinden sollen.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/warum-heiligenhaus-gegen-eine-fracking-erlaubnis-fuer-wintershall-ist-aid-1.6478726

 

Flächenkarte:

https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/e/erdgasaufsuchung_gewinnung/aufsuchungsfelder/aufsuchungsfelder_karte.pdf

 

 

Der Kimmeridge-Coup: Das Maß ist voll

 Aufsuchungserlaubnis, Kimmeridge  Kommentare deaktiviert für Der Kimmeridge-Coup: Das Maß ist voll
Mrz 192016
 

 

 

 

 

 

Der Kimmeridge-Coup: Das Maß ist voll

Kurzfristig hatte die BI „Kein Fracking in der Heide“ zu einer Plenumssitzung eingeladen, um die Hintergründe der vor zwei Wochen bekannt gewordenen Erweiterung des Aufsuchungsfeldes Oldendorf um Teile der Gemeinden Seevetal und Stelle zu erläutern. Vierzig interessierte Bürger saßen in der Dibberser Mühle, als Renate Maaß zunächst die örtlichen und historischen Zusammenhänge darstellte. Eine lebhafte Diskussion war mit dem offiziellen Schluss der Veranstaltung nicht beendet, noch lange standen kleine Gruppen zusammen und erörterten, wie und wo am besten Widerstand zu leisten wäre.

Wo sucht Kimmeridge – und mit welchem Ziel?

Die Firma Kimmeridge hat das Gebiet, in dem sie nach Öl sucht, um die Südhälfte des Aufsuchungsfeldes Oldendorf verkleinert (Amelinghausen, Eyendorf, Behringen und andere Dörfer gehören jetzt nicht mehr dazu). Gleichzeitig hat Kimmeridge die Aufsuchungserlaubnis für ein Gebiet erhalten, das die Firma von Anfang an gern erkunden wollte, aber bisher nicht durfte: In Teilen der Gemeinde Seevetal und Stelle war bis zum 14.August 2015 die Exxon/Shell-Tochter BEB Inhaber einer Förder-Lizenz (Bewilligung)…..

 

Beitrag bitte weiterlesen: http://www.kein-fracking-in-der-heide.de/der-kimmeridge-coup-das-mass-ist-voll/

 

Autor: Ingo Engelmann

 

 

 Veröffentlicht von am 19. März 2016

Kimmeridge: Aufsuchungsfelder offiziell halbiert – und klammheimlich erweitert

 Aufsuchungserlaubnis, LBEG  Kommentare deaktiviert für Kimmeridge: Aufsuchungsfelder offiziell halbiert – und klammheimlich erweitert
Mrz 042016
 

Logo Kein Fracking in der Heide

Die Firma Kimmeridge hat ihre Aufsuchungsfelder Oldendorf und Lüneburg (in den Kreisen Harburg, Lüneburg und Uelzen) sowie Heemsen (v.a. im Heidekreis, Kreis Nienburg und Kreis Verden) um die Hälfte verkleinert. Vor allem das Feld Oldendorf schrumpfte um 55%. Der gesamte südliche Teil fällt weg. Die namensgebende Gemeinde Oldendorf liegt jetzt knapp außerhalb des Aufsuchungsfeldes. Salzhausen liegt gerade noch drinnen… Das Feld heißt trotzdem „Oldendorf Verkleinerung“.

Die Nachricht wurde vom Landesbergamt (LBEG) am 01. März 2016 auf deren Homepage veröffentlicht (2). Die Veränderung datiert vom 04. Februar 2016 und wurde mit Veröffentlichung im Niedersächsischen Ministerialblatt vom 24. Februar 2016 rechtskräftig.

Für die Bewohner der Ortschaften im Süden des Aufsuchungsfeldes, die jetzt aufatmen dürfen, ist die Erleichterung sicher groß. Für die anderen bleibt die Unsicherheit: Wird es im verbleibenden Aufsuchungsbereich Probebohrungen geben? Wird das Öl mit Hilfe der Fracking-Technik gefördert, wenn welches gefunden wird? Was geschieht mit unseren Trinkwasserquellen, die aus dem Aufsuchungsfeld in die eiszeitliche Hanstedter Rinne fließen?

Außerdem bleibt derzeit eine Ungereimtheit: Im Kartenserver des LBEG ist das neue, offiziell eigentlich ausschließlich verkleinerte Aufsuchungsfeld „Oldendorf Verkleinerung“ klammheimlich am Nordende vergrößert worden. Dort hatte die Firma BEB bis August 2015 eine Bewilligung im Feld Meckelfeld Nord (Gemeinde Seevetal). Kimmeridge konnte dieses „Filetstück“ nicht in ihr Aufsuchungsfeld integrieren, obwohl sie (wie sie der BI gegenüber vor einem Jahr betonte) sehr gern dort eingestiegen wären. Die Bewilligung lief aber zum 15.8.2015 aus und wurde nicht verlängert. Nun ist seit kurzem dieses Gebiet auf dem Kartenserver plötzlich Bestandteil des verkleinerten Aufsuchungsfeldes. Ohne öffentliche Bekanntmachung, und über eine Beteiligung der betroffenen Gemeinden (Seevetal, Stelle, Landkreis Harburg) ist uns nichts bekannt. Wir haben entsprechende Anfragen nach dem Niedersächsischen Umweltinformationsgesetz NUIG gestellt und haben Gesprächskontakt zum Landkreis Harburg. Mal sehen, was sich ergibt…

Vielleicht ist die Verkleinerung ein erster Schritt, wie er auch von der kanadischen Firma PRD gemacht worden war: Zunächst verkleinerte sie Aufsuchungsfelder in Schleswig-Holstein – dann verschwand sie ganz aus Deutschland. Ein Modell für Kimmeridge? Vielleicht ist es aber auch einfach eine buchhalterische Notwendigkeit in klammen Zeiten: Für ein kleineres Aufsuchungsfeld dürften geringere Gebühren anfallen.

Auf der eigenen Homepage protzt Kimmeridge noch heute (03. März 2016) mit der alten Fläche von 481.000 acres (ca. 2.000 km²), für die sie in Niedersachsen Aufsuchungserlaubnisse halten (3). Tatsächlich sind es nun nur noch 1070 km². Für den letzten Herbst 2015 hatte die Firma seismologische Untersuchungen des Untergrunds angekündigt. Diese sind bisher ausgeblieben (hierfür müssen die Grundbesitzer die Erlaubnis erteilen – wir haben bisher von keiner Anfrage der Firma Kimmeridge diesbezüglich erfahren).

Siehe auch: http://www.kein-fracking-in-der-heide.de/

Autor:Dr. Ingo Engelmann

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Kohleflözkohlegas-Förderung in Australiens Süd-Ost-Provinz New South Wales wird untersagt und vergebene Lizenzen zurück gekauft

 Allgemein, Aufsuchungserlaubnis, Weder hier noch anderswo  Kommentare deaktiviert für Kohleflözkohlegas-Förderung in Australiens Süd-Ost-Provinz New South Wales wird untersagt und vergebene Lizenzen zurück gekauft
Dez 182015
 

Stop Fracking I.[1] (2)

 

Die Bevölkerung der Provinz New South Wales im Südosten von Australien hat 5 Jahre lang Widerstand gegen die Flözkohlegasförderung geleistet.

Die nördlichen Flüsse und der nördliche Küstendistrict von New South Wales werden nicht mehr unter solchen Aktivitäten zu leiden haben. Die Provinzregierung hat nach den vielen Protesten die erteilten Lizenzen von Fa. Metgasco zurückgekauft. Jetzt wurde die letzte der Petroleum Aufsuchungslizenzen (PEL s ) zurückgekauft.

Der zuständige Minister erklärte nach Abschluss des Rückkaufes, dass diese
3 Lizenzen für Metgasco jetzt beendet und begraben sind.

Der Widerstand in New South Wales hatte sich formiert, nachdem in anderen Flözkohlegasfördegebieten in Australien massive Umweltschäden und Grundwasserbeschädigungen aufgetreten waren.


http://www.smh.com.au/nsw/metgasco-accepts-25m-compensation-to-end-csg-at-bentley-in-nsw-northern-rivers-20151215-glolpi.html

Der „Drache“ Fracking rührt sich wieder im Braunschweiger Land!

 AK Fracking Braunschweiger Land, Allgemein, Aufsuchungserlaubnis  Kommentare deaktiviert für Der „Drache“ Fracking rührt sich wieder im Braunschweiger Land!
Aug 312015
 

Stop_Fracking-2.jpg

Der Stadt Braunschweig liegt die Anfrage das LBEG zu einer neuen Aufsuchungserlaubnis im Braunschweiger Land vor, deren Gebiet sich über den Landkreis Peine und Teile der Stadtgebiete von Salzgitter und Braunschweig erstreckt. Es soll nach Kohlenwasserstoffen gesucht werden.

Am 06.10.15 wird der Rat der Stadt darüber beraten. Schon 2012 hatte Braunschweig gegen Fracking votiert.

Die Landesregierung Niedersachsen hat zögerlich begonnen, den Ursachen der Krebshäufungen im Fördergebiet Rotenburg nachzugehen.

Es schockiert, dass sie im Übrigen so tut als sei nichts Besonderes mit der Feststellung der Krebshäufungen passiert.

Sie lässt das LBEG weiter Aufsuchungsanträge bearbeiten, anstatt ein Moratorium bis zur Klärung der Ursachen der Erkrankungen zu verhängen.

Es drängt sich der Schluss auf: Förderbeiträge scheinen wichtiger zu sein, als der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung.

Mehr auch unter:

http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/fracking-im-westen-der-stadt-id1997929.html

 Veröffentlicht von am 31. August 2015