Mai 052012
 

Der Rat der Gemeinde Hohenfels spricht sich in aller Deutlichkeit gegen Fracking – einem
Verfahren zur unkonventionellen Erdgasgewinnung – auf dem Gebiet der Gemeinde
Hohenfels, in der gesamten Region und auch generell aus. Diese Haltung schließt sowohl
mögliche Explorations- und Probebohrungen als auch Bohrungen zur tatsächlichen
Erdgasgewinnung im großtechnischen Maßstab ein.

Der Rat der Gemeinde Hohenfels sorgt sich um die Gesundheit der Bürger, die Qualität des
Grund- und Trinkwassers, im Besonderen um die landwirtschaftlich und touristisch genutzte Region des Bodensees mit dem Bodensee als größten Trinkwasserversorger des Landes.

Dies sieht der Rat der Gemeinde und die Bürgerschaft durch das „Fracking-Verfahren“ aufs  Äußerste gefährdet.

Es bleibt festzuhalten, dass mit der Etablierung umweltbelastender und ursprünglich
unwirtschaftlicher, teurer Verfahren umweltpolitisch betrachtet das falsche Signal gegeben
wird. Eine Stärkung von Strategien zur Senkung des Energieverbrauches sowie eine
konsequente Verfolgung der sogenannten Energiewende hin zu erneuerbaren Energien
wären im Ergebnis wesentlich nachhaltiger und würden die umweltgefährdende
Energiegewinnungsmethoden verhindern.

Gemeinsam mit dem Landkreis Konstanz sowie weiteren betroffenen Landkreisen und
Kommunen in Baden-Württemberg will die Gemeinde Hohenfels erreichen, dass das
Bergrecht geändert wird. Fracking soll bei unkonventioneller Erdgasförderung demnach ganz  verboten werden. An den Lizenzvergaben und Genehmigungsverfahren für diese umstrittene Erdgasförderung sollen die Kommunen und Kreise zukünftig als so genannte Träger öffentlicher Belange maßgeblich beteiligt werden. (Planfeststellungsverfahren)
Langfristiges Ziel ist ein bundesweites Verbot des Verfahrens „Fracking“ – unkonventionelle
Erdgasförderung.

„Die Gemeinde Hohenfels fordert daher die Landesregierung Baden-Württemberg auf,
-das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) anzuweisen, dass bei der
Erdgasförderung umstrittene Fracking-Verfahren bis auf weiteres – sowohl im Bezug auf der  Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdgaslagerstätten als auch deren Förderungsbewilligung – auszusetzen und entsprechende Anträge im Hinblick auf das öffentliche Interesse abzulehnen,
-sich bei der Bundesregierung sowie im Bundesrat durch eine Bundesratsinitiative für eine
Änderung des veralteten Bergrechtes dahingehend einzusetzen, dass Fracking verboten
wird.
– bis dahin – künftig bei allen bergrechtlichen Verfahren zum Fracking – beginnend bereits
vor der Aufsuchungserlaubnis – neben einer Beteiligung der Gemeinden, Wasserbehörden
und Wasserversorgungsunternehmen mit diesen Einvernehmen herzustellen,
-eine umfangreiche Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, die auch lückenlose
Informationen über die verwendeten Stoffe sowie die möglichen Risiken beinhaltet, zu
gewährleisten,
-eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ab dem 1. geförderten Kubikmeter Gas,
durchzuführen.”

Gemeinde Hohenfels, im April 2012

Feb 272012
 

Der Landtagsabgeordnete Siegfried Lehmann wundert sich nicht über das derzeitige Informationsdefizit. Solche Unternehmen gingen „nicht nassforsch an die Öffentlichkeit“, so der Grünen-Politiker. Lehmann verweist auf die Position der Landesregierung, die da laute: „Kein Fracking-Verfahren in Baden-Württemberg“. Lehmanns CDU-Kollege Wolfgang Reuther Singen beurteilt die Lage folgendermaßen: Die Förderung unkonventioneller Erdgasvorkommen sei „kein dringendes politisches Thema“ im Landtag. Aber: „Wenn eine Probebohrung beantragt wird, dann werden wir auf dem Plan sein“.

Quelle:
Keine Lizenz zum Bohren | SÜDKURIER Online.

Feb 082012
 

Englischer Konzern 3LegsResources hat Erlaubnis zur Suche nach Schiefergas in der Bodenseeregion erhalten- Vorarlberger SPÖ Landesgeschäftsführer Einwallner befürchtet unkalkulierbare Risiken für die gesamte Bodenseeregion.

Mögliche Schiefergasbohrungen erregen nicht nur im Weinviertel die Gemüter. Auch im Raun Friedrichshafen – Überlingen- Konstanz soll nach Schiefergas gesucht werden. Reinhold Einwallner, Landesgeschäftsführer der SPÖ Vorarlberg, erkennt im geplanten Vorhaben zum Abbau von Schiefergas rund um Friedrichshafen – Konstanz unkalkulierbare Risiken für die gesamte Bodenseeregion. „Das Ökosystem in diesem Gebiet ist höchst sensibel. Vor allem die möglichen Auswirkungen auf das Trinkwasser bedeuten eine Gefährdung für hunderttausende Menschen“, so Einwallner.

Quelle:
Fracking im Bodenseeraum –Auch Gefahr für Vorarlberg? oekonews.at – Erste Tageszeitung für ERNEUERBARE ENERGIE und Nachhaltigkeit – Zeitung Medium Portal Fachblatt Zeitschrift tagesaktuell Erneuerbare Energien rss xml.

Jan 312012
 

ÜBERLINGEN „Frack Yourself“. Mit dieser Parole haben sich Bürger einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen gegen die Fracking-Pläne des Exxon-Konzerns gewehrt. Auch im Bodenseeraum wächst der Widerstand gegen unkonventionelle Gasbohrungen der Firma „3LegsResources“. Der Sprecher der Interessensgemeinschaft „Gegen Gasbohren“ informierte auf Einladung des Vereins „Bürgersinn Überlingen“ über die Risiken dieses Verfahrens.Die Konzession für die Suche nach Erdgasvorkommen im Bodenseegebiet erhielt das britische Unternehmen „3LegsResources“ vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau LGRB in Freiburg. Henning von Jagow, der Vorsitzende des Vereins Bürgersinn, monierte die Lizenzvergabe, die still und heimlich erfolgt sei. Und das für eine Region, die nicht nur von Tourismus und Landwirtschaft geprägt sei, sondern auch rund vier Millionen Menschen mit Trinkwasser versorge. Das Konzessionsgebiet umfasst allein am Überlinger See die Region von Stockach bis Meersburg und von Salem bis Herdwanden-Schönach.

Quelle:
Am See sieht man Fracking kritisch – Nachrichten rund um Meersburg – schwaebische.de.