Jun 272012
 

Naht das Ende der Träume der Gasförderer in Polen ?

Wie hier auf der Polnischnen Internetseite zu lesen ist, zieht sich Exxon Mobil von dem Vorhaben zurück in Polen unkonventionelles Erdgas zu fördern.

Wie Vertreter des Exxon Mobil Konzerns mitteilten  erscheint eine Förderung nach Abschluss  der Probebohrungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll zu sein.

 

Noch im Mai 2011 sah die Polnische Regierung freudestrahlend eine Energieunabhängigkeit für die nächsten 300 Jahre, nachdem eine Energieargentur die polnischen Gasvorkommmen auf 5300 Milliarden Kubikmeter schätze.

Dabei hatte man die Prognose aus dem Jahr 2009, wo man noch von 1400 bis 3600 Milliarden Kubikmeter ausging, nochmals übertroffen.

 

Auch in Deutschland hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften die Prognose der föderbaren Menge soeben gegenüber älteren Schätzungen nach Oben korrigiert. Hier gibt man den förderbaren Mittelwert auf 1300 Milliarden Kubikmeter an, was einer Importunabhängigkeit von 13 Jahren entsprechen würde.

 

 

Mai 202012
 

The Independent berichtet heute, dass Großbritannien aus der Förderung von Schiefergas mit Hilfe von Hydraulic „Fracking“ Fracturing aussteigt.

„The Government has rejected shale gas technology as a solution to Britain’s energy crisis, conceding it will do little to cut bills or keep the lights on.“

Grund dafür sind neue Erkenntnisse über die potentiell förderbaren Gasmengen. Diese wurden von den Unternehmen bislang als „sehr groß“ oder „gewaltig“ bezeichnet. Nach aktuellen Erkenntnissen würden die förderbaren Gasmengen aber nicht nennenswert zur Energiesicherheit beitragen können.

Sicher seien dafür die Risiken der Gasförderung mit Fracking. Erste Experimente in Blackpool wurden nach Erdbeben eingestellt. Das Unternehmen Cuadrilla leugnete erst jeden Zusammenhang. Studien konnten ihn dann später nicht nur nachweisen, sondern zeigten auch, dass die sensible Verrohrung auf Höhe des Frackings beschädigt wurde.

Auch in Für Deutschland versprechen Unternehmen wie ExxonMobil „große Gasvorkommen“. Belege dafür gibt es bislang nicht. Alleine Zahlen der Internationalen Energieagentur werden immer wieder zitiert, welche für die USA, Polen und Großbritannien etwa 80 Prozent überhöhte Werte angeben hatten.

In Deutschland sollen im Juni Schätzungen des Bundesamtes für Geologie und Rohstoffe zu den Potentialen unkonventioneller Gasvorkommen vorgestellt werden.

Quelle:
Government backtracks on fracking – Green Living – Environment – The Independent.

Mai 092012
 

Die Tschechische Republik will ein zweijähriges Moratorium für die Exploration von Schiefergas. Grund sind unzureichende Gesetze und Bedenken zur Sicherheit des Verfahrens.

„Existing Czech legislation is not prepared for such technically complicated research like there is in the case of shale gas,“ the ministry said on its website.

Eine erste Lizenz wurde bereits zurückgezogen. Die relativ geringen Vorkommen werden vor allem in der Nähe der österreichischen Grenzregion vermutet. Auch in Österreich wurde die Schiefergasförderung vorerst gestoppt.

Quelle:
Czechs eye moratorium on shale gas exploration | Reuters.

Mrz 032012
 

Nur wenige Monate, nachdem die Bürgerinitiative „Schiefesgas“ im Weinviertel vor Wien ihre Arbeit aufgenommen hat, verzichtet die OMV nun erst einmal „freiwillig“ auf Anträge für Probebohrungen.

Zuvor hatten bereits die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden beschlossen, keine Förderung zu erlauben. Das Landesparlament hat gemeinsam für verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfungen gestimmt.

OMV: „Bis auf weiteres kein Projektantrag“Die OMV wird das Verfahren zur Schiefergasförderung nun freiwillig Prüfungen unterziehen. Das Schiefergasprojekt werde jetzt genau geprüft, auch wenn es keine gesetzliche Verpflichtung dafür gebe, sagt Johannes Vetter von der OMV. „Die OMV nimmt die Sorgen und die Verunsicherung der Bevölkerung sehr, sehr ernst. Um den vielen Bedenken entsprechend Rechnung tragen zu können, werden die Ergebnisse der umfassenden Umwelt- und Sozialstudien vom Umweltbundesamt und von TÜV Austria abgewartet. Bis auf weiteres wird es daher keinen Projektantrag geben“, so Vetter. Konkret heiße das auch, dass keine Probebohrungen beantragt werden.

Quelle:
Schiefergasbohrung: OMV lenkt ein – noe.ORF.at.

Feb 292012
 

Potenzial übertrieben“Was der Öffentlichkeit als technischer Fortschritt verkauft wird, belegt – genauer betrachtet – die Verzweiflung der Unternehmen, noch möglichst lange das ´alte´ Geschäft der Gasförderung aufrechtzuerhalten“, sagt Forscher Werner Zittel im pressetext-Gespräch, der im Auftrag des Europäischen Parlaments http://europarl.europa.eu mehrere Studien über Schiefergasförderung geleitet hat.

Quelle:
Schiefergasförderung ineffizient und gefährlich 28. Februar 2012, 16:45 Uhr.

Feb 282012
 

In Österreich informierten Dr. Werner Zittel, Calvin Tillman und Borislav Sandov über die zu erwartenden Folgen der Schiefergasförderung. Nicht zu erwarten sind große Mengen an Gas, so Dr. Werner Zittel. Dagegen kontaminiertes Wasser, nächtliches Nasenbluten, Kopfschmerzen und ernste Krankheiten, so der aus den USA angereiste Calvin Tillmann.

Für den texanischen Lokalpolitiker und Umweltschützer Calvin Tillman, ehemals Bürgermeister der Kleinstadt Dish, sind die Umweltschäden nicht nur ein Risiko, sondern bereits Gewissheit. Das nächtliche Nasenbluten seiner Kinder sei darauf zurückzuführen gewesen, laut einer Bürgerbefragung wahrscheinlich auch Kopfschmerzen, womöglich auch Krebs und Leukämie. Auch verursache das Fracking, also das hydraulische Aufbrechen dichter Gesteinsschichten, Erdbeben, warnte Tillman.

Quelle:
Schiefergas-Gegner wollen Verbot von Förderung – Rohstoffe – derStandard.at › Wirtschaft.