International

Mrz 032012
 

Nur wenige Monate, nachdem die Bürgerinitiative “Schiefesgas” im Weinviertel vor Wien ihre Arbeit aufgenommen hat, verzichtet die OMV nun erst einmal “freiwillig” auf Anträge für Probebohrungen.

Zuvor hatten bereits die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden beschlossen, keine Förderung zu erlauben. Das Landesparlament hat gemeinsam für verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfungen gestimmt.

OMV: „Bis auf weiteres kein Projektantrag“Die OMV wird das Verfahren zur Schiefergasförderung nun freiwillig Prüfungen unterziehen. Das Schiefergasprojekt werde jetzt genau geprüft, auch wenn es keine gesetzliche Verpflichtung dafür gebe, sagt Johannes Vetter von der OMV. „Die OMV nimmt die Sorgen und die Verunsicherung der Bevölkerung sehr, sehr ernst. Um den vielen Bedenken entsprechend Rechnung tragen zu können, werden die Ergebnisse der umfassenden Umwelt- und Sozialstudien vom Umweltbundesamt und von TÜV Austria abgewartet. Bis auf weiteres wird es daher keinen Projektantrag geben“, so Vetter. Konkret heiße das auch, dass keine Probebohrungen beantragt werden.

Quelle:
Schiefergasbohrung: OMV lenkt ein – noe.ORF.at.

Feb 292012
 

Potenzial übertrieben”Was der Öffentlichkeit als technischer Fortschritt verkauft wird, belegt – genauer betrachtet – die Verzweiflung der Unternehmen, noch möglichst lange das ´alte´ Geschäft der Gasförderung aufrechtzuerhalten”, sagt Forscher Werner Zittel im pressetext-Gespräch, der im Auftrag des Europäischen Parlaments http://europarl.europa.eu mehrere Studien über Schiefergasförderung geleitet hat.

Quelle:
Schiefergasförderung ineffizient und gefährlich 28. Februar 2012, 16:45 Uhr.

Feb 282012
 

In Österreich informierten Dr. Werner Zittel, Calvin Tillman und Borislav Sandov über die zu erwartenden Folgen der Schiefergasförderung. Nicht zu erwarten sind große Mengen an Gas, so Dr. Werner Zittel. Dagegen kontaminiertes Wasser, nächtliches Nasenbluten, Kopfschmerzen und ernste Krankheiten, so der aus den USA angereiste Calvin Tillmann.

Für den texanischen Lokalpolitiker und Umweltschützer Calvin Tillman, ehemals Bürgermeister der Kleinstadt Dish, sind die Umweltschäden nicht nur ein Risiko, sondern bereits Gewissheit. Das nächtliche Nasenbluten seiner Kinder sei darauf zurückzuführen gewesen, laut einer Bürgerbefragung wahrscheinlich auch Kopfschmerzen, womöglich auch Krebs und Leukämie. Auch verursache das Fracking, also das hydraulische Aufbrechen dichter Gesteinsschichten, Erdbeben, warnte Tillman.

Quelle:
Schiefergas-Gegner wollen Verbot von Förderung – Rohstoffe – derStandard.at › Wirtschaft.

Feb 282012
 

In Sachen rechtlicher Regulierung von Gasbohrungen, sind einige Staaten der USA Deutschland schon weit voraus. In New York hat ein Richter jetzt bestätigt, dass einzelne Gemeinden das Recht haben, Gasbohrungen und Hydraulic Fracturing auf ihrem Land zu verbieten, auch wenn der einzelne Staat es erlauben würde.

Zuvor waren einzelne Städte von Gasbohrunternehmen verklagt worden, weil sie lokale Verbote ausgesprochen hatten.

“For the first time since the natural gas drilling procedure became controversial, a state judge has ruled local communities have the right to ban the use of fracking hydraulic fracturing within their jurisdictions, even if the state has authorized it.”

Nach dem deutschen Bergrecht reicht ein schlichter Antrag bei der jeweiligen Genehmigungsbehörde der Länder aus, damit Gasbohrunternehmen das Recht erhalten, die Bodenschätze zu fördern. Würden Landbesitzer ihr Land nicht freiwillig zur Verfügung stellen, bestände die Möglichkeit zur zwangsweisen Nutzung des Landes. Dafür sind aber langwierige Prozesse erforderlich.

In Deutschland setzen sich die Initiativen “Gegen Gasbohren” mit der Kampagne “Weder-hier-noch-anderswo.de“ dafür ein, dass Städte und Gemeinden wieder selber entscheiden dürfen, ob sie einer Industrialisierung ihrer Landschaft zustimmen.

Quelle:
AllGov – News – New York Judge Affirms Right of Towns to Ban Fracking.

Feb 272012
 

Warum die Schiefergasförderung enorme Umwelt- und Gesundheitsrisiken birgt, erläutern internationale Experten anlässlich der Veranstaltung „Schiefergasförderung – Methoden und Risiken“ am 28. Februar in der Akademie der Wissenschaften, Wien, die von den sechs Verbänden organisiert wird. Hierzu referieren drei internationale Experten:

• Dr. Werner Zittel, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik aus Deutschland;
Thema: „Methoden der Schiefergasförderung – eine Technologiebewertung“

• Borislav Sandov, „Climate Action Bulgarien Coalition” aus Bulgarien;
Thema: „Schiefergas-Förderverbot in Bulgarien – Ausblick Europa“

• Calvin Tillman, ehemaliger Bürgermeister der texanischen Kleinstadt Dish;
Thema: „Umweltschäden durch Schiefergasförderung – ein Augenzeugenbericht“

Anmeldung unter office[at]biomasseverband.at
Rückfragehinweis: Österreichischer Biomasse-Verband
Tel: 0043 1 533 07 97 0
Mail: office[at]biomasseverband.at

Quelle:
ASPO Deutschland: SCHIEFERGASFÖRDERUNG – METHODEN UND RISIKEN.

Feb 082012
 

Eine organisierte Gegnerschaft zum Schiefergas gibt es in Polen bislang nicht. Da der Klimakiller Kohle derzeit rund 90 Prozent der polnischen Stromversorgung ausmacht, hielten sich selbst die polnischen Grünen mit Kritik zurück, klagt der unabhängige Umweltschützer Marek Kryda. Er glaubt, dass sich viele betroffene Bewohner durch Bestechung und Einschüchterung mundtot machen ließen. Beweisen kann er das nicht.

Nachgewiesen wurden bisher lediglich einige Korruptionsfälle in polnischen Ämtern, verbunden mit den Konzessionen für Probebohrungen. Einer der Täter war ein Mitarbeiter des Instituts für Geologie in Warschau. Die staatliche Einrichtung hat seit Jahresbeginn jegliche Zusammenarbeit mit Mineralölfirmen unterbunden.

Quelle:
Energie-Gewinnung in Polen: Das schmutzige Gas – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft.