International

Feb 292012
 

Potenzial übertrieben”Was der Öffentlichkeit als technischer Fortschritt verkauft wird, belegt – genauer betrachtet – die Verzweiflung der Unternehmen, noch möglichst lange das ´alte´ Geschäft der Gasförderung aufrechtzuerhalten”, sagt Forscher Werner Zittel im pressetext-Gespräch, der im Auftrag des Europäischen Parlaments http://europarl.europa.eu mehrere Studien über Schiefergasförderung geleitet hat.

Quelle:
Schiefergasförderung ineffizient und gefährlich 28. Februar 2012, 16:45 Uhr.

Feb 282012
 

In Österreich informierten Dr. Werner Zittel, Calvin Tillman und Borislav Sandov über die zu erwartenden Folgen der Schiefergasförderung. Nicht zu erwarten sind große Mengen an Gas, so Dr. Werner Zittel. Dagegen kontaminiertes Wasser, nächtliches Nasenbluten, Kopfschmerzen und ernste Krankheiten, so der aus den USA angereiste Calvin Tillmann.

Für den texanischen Lokalpolitiker und Umweltschützer Calvin Tillman, ehemals Bürgermeister der Kleinstadt Dish, sind die Umweltschäden nicht nur ein Risiko, sondern bereits Gewissheit. Das nächtliche Nasenbluten seiner Kinder sei darauf zurückzuführen gewesen, laut einer Bürgerbefragung wahrscheinlich auch Kopfschmerzen, womöglich auch Krebs und Leukämie. Auch verursache das Fracking, also das hydraulische Aufbrechen dichter Gesteinsschichten, Erdbeben, warnte Tillman.

Quelle:
Schiefergas-Gegner wollen Verbot von Förderung – Rohstoffe – derStandard.at › Wirtschaft.

Feb 282012
 

In Sachen rechtlicher Regulierung von Gasbohrungen, sind einige Staaten der USA Deutschland schon weit voraus. In New York hat ein Richter jetzt bestätigt, dass einzelne Gemeinden das Recht haben, Gasbohrungen und Hydraulic Fracturing auf ihrem Land zu verbieten, auch wenn der einzelne Staat es erlauben würde.

Zuvor waren einzelne Städte von Gasbohrunternehmen verklagt worden, weil sie lokale Verbote ausgesprochen hatten.

“For the first time since the natural gas drilling procedure became controversial, a state judge has ruled local communities have the right to ban the use of fracking hydraulic fracturing within their jurisdictions, even if the state has authorized it.”

Nach dem deutschen Bergrecht reicht ein schlichter Antrag bei der jeweiligen Genehmigungsbehörde der Länder aus, damit Gasbohrunternehmen das Recht erhalten, die Bodenschätze zu fördern. Würden Landbesitzer ihr Land nicht freiwillig zur Verfügung stellen, bestände die Möglichkeit zur zwangsweisen Nutzung des Landes. Dafür sind aber langwierige Prozesse erforderlich.

In Deutschland setzen sich die Initiativen “Gegen Gasbohren” mit der Kampagne “Weder-hier-noch-anderswo.de“ dafür ein, dass Städte und Gemeinden wieder selber entscheiden dürfen, ob sie einer Industrialisierung ihrer Landschaft zustimmen.

Quelle:
AllGov – News – New York Judge Affirms Right of Towns to Ban Fracking.

Feb 272012
 

Warum die Schiefergasförderung enorme Umwelt- und Gesundheitsrisiken birgt, erläutern internationale Experten anlässlich der Veranstaltung „Schiefergasförderung – Methoden und Risiken“ am 28. Februar in der Akademie der Wissenschaften, Wien, die von den sechs Verbänden organisiert wird. Hierzu referieren drei internationale Experten:

• Dr. Werner Zittel, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik aus Deutschland;
Thema: „Methoden der Schiefergasförderung – eine Technologiebewertung“

• Borislav Sandov, „Climate Action Bulgarien Coalition” aus Bulgarien;
Thema: „Schiefergas-Förderverbot in Bulgarien – Ausblick Europa“

• Calvin Tillman, ehemaliger Bürgermeister der texanischen Kleinstadt Dish;
Thema: „Umweltschäden durch Schiefergasförderung – ein Augenzeugenbericht“

Anmeldung unter office[at]biomasseverband.at
Rückfragehinweis: Österreichischer Biomasse-Verband
Tel: 0043 1 533 07 97 0
Mail: office[at]biomasseverband.at

Quelle:
ASPO Deutschland: SCHIEFERGASFÖRDERUNG – METHODEN UND RISIKEN.

Feb 082012
 

Eine organisierte Gegnerschaft zum Schiefergas gibt es in Polen bislang nicht. Da der Klimakiller Kohle derzeit rund 90 Prozent der polnischen Stromversorgung ausmacht, hielten sich selbst die polnischen Grünen mit Kritik zurück, klagt der unabhängige Umweltschützer Marek Kryda. Er glaubt, dass sich viele betroffene Bewohner durch Bestechung und Einschüchterung mundtot machen ließen. Beweisen kann er das nicht.

Nachgewiesen wurden bisher lediglich einige Korruptionsfälle in polnischen Ämtern, verbunden mit den Konzessionen für Probebohrungen. Einer der Täter war ein Mitarbeiter des Instituts für Geologie in Warschau. Die staatliche Einrichtung hat seit Jahresbeginn jegliche Zusammenarbeit mit Mineralölfirmen unterbunden.

Quelle:
Energie-Gewinnung in Polen: Das schmutzige Gas – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft.

Feb 022012
 

Unsere Schwester-Initiative für ein Verbot der Förderung von Schiefergas in Bulgarien hat uns einen offenen Brief an das bulgarische Parlament zur Verfügung gestellt. In Bulgarien gibt es seit kurzem ein Verbot von Hydraulic Fracturing. Die Industrie versucht dieses Verbot mit allen Mitteln wieder auszuhebeln.

An den Premierminister der Republik Bulgarien
Herrn Boyko Borisov
An die Vorsitzende der 41. Volksversammlung
Frau Tsetska Tsacheva
An die Abgeordneten der 41. Volksversammlung
Kopien:
An den Präsidenten der Republik Bulgarien
Herrn Rosen Plevneliev
An die Medien

OFFENER BRIEF

In Bezug auf die in den Medien öfter erscheinenden Veröffentlichungen und Attacken gegen die Bürgerinitiative für Verbot der Förderung von Schiefergas in Bulgarien und der diesbezüglichen Probebohrungen zu Forschungszwecken nach der Fracking-Methode möchten wir in vollster Verantwortung hiermit zum Ausdruck bringen, dass die Initiative aufgeklärte, verantwortungsbewusste, ihre Heimat liebende bulgarische Bürger aus unterschiedlichen Berufen, sozialen Schichten und Parteizugehörigkeit vereint. Das, was uns verbindet, ist unsere Besorgnis und unsere Entschlossenheit nicht zuzulassen, dass der Boden und das Wasser unseres Vaterlandes Bulgarien verpestet werden. Bezüglich der Anzahl der aktiven Mitglieder und der Protestteilnehmer sind wir bereit, Fotomaterial zur Verfügung zu stellen, das dazu beitragen soll, eine objektive Zählung zu ermöglichen, da wir gewisse Schwierigkeiten – sogar bei den Kabinettsmitgliedern – beobachteten, die genaue Anzahl der Teilnehmer an den Protestkundgebungen feststellen zu können.

Wir widersprechen kategorisch der uns suggerierten Meinung, dass die Geologen die einzigen Experten mit fachkundigem Sachverständigenwissen bezüglich der Schäden infolge der Technologieanwendung des Hydrofrackings sind. Ganz im Gegenteil. Das sind die einzigen Fachleute, die wegen der Art ihrer Tätigkeit in den meisten Fällen in Interessenkonflikten stecken, und deswegen sollte ihre Meinung als letzte berücksichtigt werden, und zwar erst nachdem die Hydrologen, die Seismologen, die Toxikologen, die Biologen, die Ökologen, die Ärzte und die Bodenexperten ihren Standpunkt geäußert haben.

Gerade die Geologen und die Lobbyisten der Förderkonzerne sind diejenigen, die das zurzeit wirkende Gesetz über die Bodenschätze ausgefertigt haben, in dem, wie man sieht, keine Regelwerke verankert sind, die eine adäquate Kontrolle der neuen Technologien vorschreiben, was wiederum ganz selbstverständlich deren Unzufriedenheit entfacht, weil sie gezwungen sein werden, sie im Laufe der Arbeit einzuführen. Wenn man sich die Anzahl der empörten und davon tangierten Seiten anschaut, könnte man davon ausgehen, dass fast alle Firmen und Konzerne hinter dem Vorhang der „Forschung“ und des „Geschäftsgeheimnisses“ entweder Technologien zur Anwendung bringen, die den verbotenen gefährlichen Technologie Hydrofracking ähnlich sind, oder wegen der im Gesetz fehlenden Kontrollmechanismen die Anwendung der selben Technologie beabsichtigen, ohne sie terminologisch in ihren Arbeitsbeschreibungen zu benennen. Das gegenwärtige Verbot hindert in keinster Weise die Gasförderung nur mit reinem Wasser nach einer bereits heute angewendeten Technologie, noch die Probebohrungen, die nicht durch Hydrofracking durchgeführt werden.

Wir fordern von Anfang an ein im Gesetz verankertes Verbot der Technologie Hydrofracking, sowie auch eine Änderung aller Gesetze, die eine Förderung betreffen – das Gesetz über die Bodenschätze, über die Umwelt, über die Konzessionen, über Speichern von Kohlendioxid im Erdinneren, sowie das Gesetz über die Gewässer. Bei der Diskussion über die Notwendigkeit der Gesetzesänderung wurde seitens der Parlamentsvorsitzenden, Frau Tsetska Tsacheva, die Zusage erteilt, dass die Bürger am Meinungsaustausch am Runden Tisch teilnehmen. Wir bestehen darauf, dass an der Vorbereitung der Vorschläge über die Gesetzesänderungen auch Experten teilnehmen, die von uns, den Bürgern, eingeladen werden.

Jeder Versuch, die Teilnahme der Bürger davon auszuschließen, wird bedeuten, dass wir alle wieder erneut belogen werden, und der Gesetzestext erneut ausschließlich im Interesse der fördernden Firmen formuliert wird, was unweigerlich dazu führen wird, dass die unmittelbare Gefahr einer ökologischer Katastrophe in Bulgarien herbeigeführt wird und dass die Protestaktionen unsererseits wieder aufgenommen werden müssen.

Im Zusammenhang mit dem Besuch der Staatssekretärin der USA, Frau Hillary Clinton, und eventuellen Gesprächen mit ihren bulgarischen Kollegen über das Verbot der Schiefergasförderung in Bulgarien und der diesbezüglichen Probebohrungen zu Forschungszwecken nach der Fracking-Methode möchten wir daran erinnern, dass in ihrem eigenen Staat New York ein völliges Verbot der Anwendung der Technologie Hydrofracking wegen der Trinkwassergefährdung verhängt worden ist. Wir werden den Versuch einer Politikerin, die nicht mal die eigenen Wähler von der Sicherheit dieser Technologie überzeugen konnte, Lobbyarbeit zu leisten, dass diese Technologie in unser Land eingeführt wird, als böswillige Einmischung in die inneren Angelegenheiten unseres Landes betrachten.

Wir erwarten, dass die Bürgerinitiative einschl. Experten in Kürze zur Teilnahme an den Arbeitsgruppen zur Änderung der entsprechenden Gesetze, wie bereits zugesagt, eingeladen wird.

Bürgerinitiative für Verbot der Förderung von Schiefergas in Bulgarien und der diesbezüglichen Probebohrungen zu Forschungszwecken nach der Fracking-Methode

Sofia, 01.02.2012