Dez 182014
 

fracking verbot in new york

Fracking-Verbot in New York – If we can make it there, we’ll make it anywhere!

Gestern hat der eben im Amt bestätigte Gouverneur Andrew Cuomo ein Fracking-Verbot für sein US-Bundesland New York verhängt. Überzeugt hat ihn dabei nicht nur der riesige Widerstand in der Bevölkerung – Menschen waren sogar bereit, ins Gefängnis zu gehen -, sondern auch die Gesundheitsstudie, die Health Commissioner Howard Zucker kürzlich in Albany präsentierte. „Significant public health risks“ – höchst bedeutsame Gefährdungen der öffentlichen Gesundheit bescheinigt diese Studie dem Fracking.

„Wir können es uns nicht leisten, hier einen Fehler zu machen“, sagte Zucker lt. New York Times. „Die möglichen Gefährdungen sind zu groß. Tatsächlich sind sie noch nicht einmal vollständig bekannt.“

Die gute Entscheidung Cuomos begrüßten Fracking-Kritiker und -Gegner weltweit mit Jubel. Die Studie liegt öffentlich zugänglich im Netz zum Download (via catskillcitizens.org“).

 Veröffentlicht von am 18. Dezember 2014
Aug 262013
 

Fracking mit Dampf unter Hochdruck – auch so eine Sache. Aber sonst haben wir die Technik im Griff…

Seit mindestens Anfang Mai läuft Öl aus Teersanden in den Boden von Kanadas Urwald bei Cold Lake, Provinz Alberta. Die Ölförderfirma ist ratlos und hat keine Ahnung, wie sie das Auslaufen stoppen kann. „Es tut uns leid, dass unglücklicherweise einige Tiere gestorben sind, bevor wir Zäune ziehen konnten.“, sagte die Ölfirma Canadian Natural Resources Ltd. und macht ein bisschen sauber, sammelt Bitumen-Wasser-Gemisch und verölte Vegetation auf.
„Sie fördern den Teersand, indem sie Dampf unter Hochdruck in die Lagerstätte pressen. Dabei haben sie Risse produziert, die sie nicht erwartet hatten.“, sagte ein Wissenschaftler, der lieber nicht namentlich genannt werden wollte. „Das wird erst dann aufhören, wenn die Lagerstätte nicht mehr unter Druck steht.“
„Dies ist eine neue Art von auslaufendem Öl und es gibt keinen Ausschaltknopf.“, sagte Keith Stewart von Greenpeace Canada.
Quelle:
Alberta oil spills cause concern over Canada’s approval of tar sands project
Spillages creating toxic ponds harming forests, killing wildlife and contaminating ground water, campaigners say

Jetzt hat auch DIE ZEIT die Story:
Seit Monaten durchsetzt giftiges Öl Kanadas Waldböden
Außer Kontrolle: In Alberta leckt eine Förderstelle von Ölsanden seit Monaten und gefährdet die artenreichen Urwälder. Die Bohrfirma ist mit der Havarie überfordert.

 Veröffentlicht von am 26. August 2013
Mrz 012013
 

Wirtschaftsminister Philip Rösler (FDP), Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) haben etwas gemeinsam. Sie wollen die Schiefergasförderung erlauben, weil sie an fallende Gaspreise und höhere Unabhängigkeit von Gasimporten glauben. Doch von solch hochrangigen Politikern würden wir uns wünschen, dass sie sich mehr an Fakten als am Glauben orientieren.

Der WDR Wirtschaftsjournalist Jürgen Döschner hat bei tagesschau.de sehr gut zusammengefasst, wie das Märchen vom billigen Gas zustande kam und warum der Boom in den USA schon bald wieder vorbei ist.

Es stimmt: Fracking hat den Gasmarkt in den USA umgekrempelt. Aus Zigtausenden Bohrungen wird soviel Erdgas gefördert wie noch nie, der Gaspreis sank in wenigen Jahren um 80 Prozent. Politik und Wirtschaft jubeln.

Doch die angebliche Energierevolution ist nicht mehr als ein Strohfeuer. Die Parallelen zum Immobilien-Boom sind unübersehbar, die Blase droht schon bald zu platzen. Die beschworene „Schiefergas-Wende“ ist nicht nachhaltig – weder ökologisch noch ökonomisch.

Quelle: Kommentar: Die Gasblase – oder: Das Märchen von billiger Energie | tagesschau.de.

Norbert Rost analysiert in seinem Artikel „Fracking-Blase: Höhere Kosten und weniger Erträge als erhofft“ eine aktuelle Studie aus den USA, die den Aufstieg und Fall von „30 Shale-Gas- und 21 Tight-Oil-Fördergebiete in den USA“ untersucht.

„Aufgrund der hohen Decline-Raten müssen ständig neue Bohrungen gesetzt werden, um die Fördermengen aufrecht zu erhalten. Im Haynesville-Fördergebiet müssen jährlich 800 Bohrungen gesetzt werden, nur um die Förderraten von 2012 aufrecht zu erhalten. Dies entspricht einem Drittel der Bohrungen, die in 2012 aktiv waren. Bei Kosten von 9 Millionen US$ pro Förderstelle führt dies zu 7 Milliarden US$ jährlichen Kosten, nur um die Gasförderung auf dem alten Level zu halten.“
Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/2/153829

Die Bevölkerung kann erwarten, dass Hochrisikotechnologien nicht überhastet auf der Grundlage von „Märchen“ eingeführt werden und sich Minister und Ministerpräsidentinnen an den verfügbaren Fakten orientieren. Am Ende würde der Jammer sonst wieder groß sein, wenn solche unsinnigen Projekte vom Bürger auf der Straße gestoppt werden müssten.

Jun 272012
 

Naht das Ende der Träume der Gasförderer in Polen ?

Wie hier auf der Polnischnen Internetseite zu lesen ist, zieht sich Exxon Mobil von dem Vorhaben zurück in Polen unkonventionelles Erdgas zu fördern.

Wie Vertreter des Exxon Mobil Konzerns mitteilten  erscheint eine Förderung nach Abschluss  der Probebohrungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll zu sein.

 

Noch im Mai 2011 sah die Polnische Regierung freudestrahlend eine Energieunabhängigkeit für die nächsten 300 Jahre, nachdem eine Energieargentur die polnischen Gasvorkommmen auf 5300 Milliarden Kubikmeter schätze.

Dabei hatte man die Prognose aus dem Jahr 2009, wo man noch von 1400 bis 3600 Milliarden Kubikmeter ausging, nochmals übertroffen.

 

Auch in Deutschland hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften die Prognose der föderbaren Menge soeben gegenüber älteren Schätzungen nach Oben korrigiert. Hier gibt man den förderbaren Mittelwert auf 1300 Milliarden Kubikmeter an, was einer Importunabhängigkeit von 13 Jahren entsprechen würde.

 

 

Mai 202012
 

The Independent berichtet heute, dass Großbritannien aus der Förderung von Schiefergas mit Hilfe von Hydraulic „Fracking“ Fracturing aussteigt.

„The Government has rejected shale gas technology as a solution to Britain’s energy crisis, conceding it will do little to cut bills or keep the lights on.“

Grund dafür sind neue Erkenntnisse über die potentiell förderbaren Gasmengen. Diese wurden von den Unternehmen bislang als „sehr groß“ oder „gewaltig“ bezeichnet. Nach aktuellen Erkenntnissen würden die förderbaren Gasmengen aber nicht nennenswert zur Energiesicherheit beitragen können.

Sicher seien dafür die Risiken der Gasförderung mit Fracking. Erste Experimente in Blackpool wurden nach Erdbeben eingestellt. Das Unternehmen Cuadrilla leugnete erst jeden Zusammenhang. Studien konnten ihn dann später nicht nur nachweisen, sondern zeigten auch, dass die sensible Verrohrung auf Höhe des Frackings beschädigt wurde.

Auch in Für Deutschland versprechen Unternehmen wie ExxonMobil „große Gasvorkommen“. Belege dafür gibt es bislang nicht. Alleine Zahlen der Internationalen Energieagentur werden immer wieder zitiert, welche für die USA, Polen und Großbritannien etwa 80 Prozent überhöhte Werte angeben hatten.

In Deutschland sollen im Juni Schätzungen des Bundesamtes für Geologie und Rohstoffe zu den Potentialen unkonventioneller Gasvorkommen vorgestellt werden.

Quelle:
Government backtracks on fracking – Green Living – Environment – The Independent.

Mai 092012
 

Die Tschechische Republik will ein zweijähriges Moratorium für die Exploration von Schiefergas. Grund sind unzureichende Gesetze und Bedenken zur Sicherheit des Verfahrens.

„Existing Czech legislation is not prepared for such technically complicated research like there is in the case of shale gas,“ the ministry said on its website.

Eine erste Lizenz wurde bereits zurückgezogen. Die relativ geringen Vorkommen werden vor allem in der Nähe der österreichischen Grenzregion vermutet. Auch in Österreich wurde die Schiefergasförderung vorerst gestoppt.

Quelle:
Czechs eye moratorium on shale gas exploration | Reuters.