Jan 312012
 

VKU startet eine Initiative

Der VKU sieht ebenfalls Handlungsbedarf auf Seiten des Gesetzgebers, um einen größtmöglichen Schutz der Trinkwasserressourcen sicherzustellen, und startet eine Initiative. Der wahrscheinlich hohe Flächenverbrauch bei der Erschließung jener Gasvorkommen, den das UBA befürchtet, ist aus Sicht des Verbandes eines der wesentlichen Probleme. Ebenso die Frage, ob weitreichende Verbotszonen für sensible Gebiete wie Trinkwassergewinnungsgebiete oder Heilquellen geregelt werden sollen, müsse diskutiert werden.

Vor diesem Hintergrund sieht der VKU Handlungsbedarf seitens des Gesetzgebers, um einen größtmöglichen Schutz der Trinkwasserressourcen zu gewährleisten, aber auch um einen verlässlichen Genehmigungsrahmen für alle Beteiligten zu schaffen. Daher erarbeitet der VKU aktuell in Erweiterung seiner politischen Position einen Vorschlag, wie die derzeit geltende Regelung angepasst werden sollte.

Quelle:
Fracking – Strittige Methode der Gasgewinnung | DEMO – Monatszeitschrift für Kommunalpolitik.

Jan 312012
 

ÜBERLINGEN „Frack Yourself“. Mit dieser Parole haben sich Bürger einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen gegen die Fracking-Pläne des Exxon-Konzerns gewehrt. Auch im Bodenseeraum wächst der Widerstand gegen unkonventionelle Gasbohrungen der Firma „3LegsResources“. Der Sprecher der Interessensgemeinschaft „Gegen Gasbohren“ informierte auf Einladung des Vereins „Bürgersinn Überlingen“ über die Risiken dieses Verfahrens.Die Konzession für die Suche nach Erdgasvorkommen im Bodenseegebiet erhielt das britische Unternehmen „3LegsResources“ vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau LGRB in Freiburg. Henning von Jagow, der Vorsitzende des Vereins Bürgersinn, monierte die Lizenzvergabe, die still und heimlich erfolgt sei. Und das für eine Region, die nicht nur von Tourismus und Landwirtschaft geprägt sei, sondern auch rund vier Millionen Menschen mit Trinkwasser versorge. Das Konzessionsgebiet umfasst allein am Überlinger See die Region von Stockach bis Meersburg und von Salem bis Herdwanden-Schönach.

Quelle:
Am See sieht man Fracking kritisch – Nachrichten rund um Meersburg – schwaebische.de.

Jan 312012
 

In einem am schlimmsten von Frackingmaßnahmen betroffenen Ort in den USA, ist am 26.01.2012 ein Aktivist gestorben. In Bradford Country sind viele Trinkwasserbrunnen vergiftet. Im Jahre 2011 sind bei einem Unfall zehntausende Liter Frackflüssigkeit ausgelaufen.

Bradford County. Im „The Water and More Blog“, sind die Auswirkungen  von Fracking auf die Familien in Bradford County erzählt.Der Wasserbrunnen  von Carl Stiles und seiner Frau Judy  ist mit Schwermetallen kontaminiert. Ein Toxikologe fand Barium, Arsen und VOC´s (flüchtige organische Chemikalien) in Carls Blut. Strontium, Uran und Radium wurde in ihrem Wasser gefunden. Die Strahlung in der Wohnung betrug 13,7 oder 7 Mal mehr, als von der EPA als Standard nicht überschritten werden sollte. Carl starb an Darmkrebs am 26. Januar 2012. Er glaubt, dass das versseuchte Wasser schuld an dem Krebs hat. Judy hat Bauchschmerzen und Hautausschläge und leidet weiterhin an Schmerzen, trotz ihres Umzuges. Sowohl Judy und Carl bekamen von ihrem Arzt gesagt, dass sie innerhalb der nächsten 2 Jahre an Leukämie sterben könnten.  

Die ganze Geschichte lesen Sie hier:

http://www.gasdrillingtechnotes.org/uploads/7/5/7/4/7574658/nys_assembly_003_judy_stiles.pdf

Jan 302012
 

Am 31. Januar 2012 ab 21:45 berichtet Report München über die Kontaminierung großer Flächen mit krebserregenden Benzol in Niedersachsen. Technisch sind es undichte Lagerstättenwasserleitungen, doch hinter dem „größten Umweltskandal durch Erdgasförderung“ in Deutschland, stecken auch Fehler der Industrie in Verbindung mit offensichtlich fehlende Kontrolle durch das Landesbergamt Niedersachsen und das zuständige Wirtschaftsministerium unter Jörg Bode (FDP).

In Niedersachsen befindet sich das größte Erdgasförderfeld Deutschlands. Doch in unmittelbarer Nähe zu den Förderstellen sind tausendfach überhöhte Benzolwerte im Grundwasser gemessen worden. Benzol ist krebserregend und gehört zu den giftigsten chemischen Verbindungen. Die Anwohner sind besorgt. Wie kommt das Benzol ins Wasser? report MÜNCHEN über einen der größten Umweltskandale durch Erdgasförderung in Deutschland.

Nach ersten Meldungen über Benzol- und Quecksilberkontaminierungen im ExxonMobil Erdgasfeld bei Söhlingen aus dem Jahr 2007, dauerte es mehr als 4 Jahre, bis das Landesbergamt im Januar 2011 eine Überprüfung aller Leitungen anordnete. Dabei wurden weitere Kontaminierungen in Hengstlage gefunden. Verantwortlich waren Leitungen aus dem Kunststoff PE 80. Für eine weitere Kontaminierung mit Benzol in Völkersen aus dem August 2011, wurde ein PE Kunststoff-Ventil ermittelt. Im November 2011 verkündete Wirtschaftsminister Jörg Bode dann, die Unternehmen hätten mit Hilfe externer Gutachter alle Leitungen kontrolliert.

Doch im Januar 2012 wurde dann bekannt, dass Benzol auch entlang der 20 km langen Lagerstättenwasserleitung bei Völkersen durch Leitungen vom Typ PE 100 in das Erdreich gelangt. Ein Teil des Netzes wurde darauf hin bereits still gelegt. Potentiell sind von den 800 km Rohrleitungen in Niedersachsen alle Flächen betroffen, bei denen Rohre aus PE verwendet wurden. Diese müssen jetzt systematisch auf ausgelaufenes Benzol und weitere Schadstoffe wie Quecksilber kontrolliert werden.

Erste Landwirte bereiten bereits Klagen vor. Die Dekontaminierung der betroffenen Flächen kann mehrere Jahre dauern.

Update: Der Bericht ist jetzt als Video und Transkript beim Bayerischen Rundfunk verfügbar.
http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/umweltskandal-durch-erdgasfoerderung100.html

Quelle:
report MÜNCHEN: Die Sendung am 31.01.2012 | report MÜNCHEN | Das Erste | Fernsehen | BR.de.

Jan 302012
 

Neun europäische Abgeordnete, darunter auch Rebecca Harms und Reinhard Bütikofer (Grüne) aus Deutschland, fordern deshalb Günther Oettinger in einem offenen Brief auf, die europäische Gesetzgebung anzupassen, bevor mit einer kommerziellen Erschließung von Schiefergas in Europa begonnen wird.

Quelle:
Gesetze in Europa nicht ausreichend für Schiefergasförderung – Oettinger vermittelt falsches Bild | Unkonventionelle Gasförderung.

Jan 302012
 

Am Bodensee komme durch die Art der Gesteinsschichten nur die „unkonventionelle Gasförderung“ in Frage, das sogenannte „Fracking“ siehe Infokasten. Im Gegensatz zu seiner Heimat, in der die Initiative die Entwicklung bisher aufhalten konnte, sei dieses Verfahren in Niedersachsen schon weit verbreitet. Damit auch die Probleme, obwohl sie noch weit von den Ausmaßen entfernt seien, wie sie in den USA bereits auftauchten. Neben den direkten Gefährdungen durch den Druck und die eingesetzten Chemikalien seien vor allem ungeeignete Ablaufleitungen für das Lagerstättenwasser für Umweltschäden verantwortlich. So seien in Niedersachsen entlang der Leitungen Äcker verseucht, weil die benutzten PE-Leitungen nicht benzoldicht seien.Besondere Kritik übte Krüger an der Gesetzeslage und an der Praxis der Behörden: „Das aus preußischen Wurzeln stammende Bergrecht lässt den kommunalen Gremien kaum Rechte.“ Und: „Viele Behörden benutzen das Infomaterial der Lobbyisten als offizielles Material.“ Eine rege Diskussion im Anschluss, zu der vor allem Roland Schick vom Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung BWV aus Sipplingen, regionale Details beisteuern konnte, machte deutlich, dass unter den Besuchern des Vortrags die Angst groß war und sie durchaus Bedarf erkennen, selbst eine Interessensgruppe wie im Münsterland zu gründen.

Quelle:
Besorgte Bürger informieren sich zum Thema Gasförderung am See | SÜDKURIER Online.