Das wird der absolute Monster-Schaden!!!

 Allgemein, Risiko: Gesundheitsfolgen, Risiko: Klimaerwärmung, Risiko: Methanemission  Kommentare deaktiviert für Das wird der absolute Monster-Schaden!!!
Dez 292015
 

 

 

 

In Bezug zu unserem Artikel vom 14.12.2015: Riesen-Erdgasaustritt aus Kavernenspeicher in Kalifornien lassen die neuesten ergänzenden Informationen befürchten, dass dieses Gasleck am Aliso Canyon in Kalifornien zum größten bisher registrierten einzelnen Umweltschaden durch Kohlenwasserstoffe führen wird, da es noch Monate brauchen wird, die defekte Rohrleitung von 178 mm Durchmesser im Untergrund abzudichten. Pro Monat entweichen mindestens 3.000.000 t CO2-Äquivalent.
Seit dem 23.10.2015 bläst der Speicher Erdgas ab. Es sind also inzwischen schon Erdgasmengen in die Atmosphäre entwichen, die etwa 6.500.000 t CO2-Äquivalent entsprechen.

Versuche über das Förderrohr das Leck zu verschließen sind allesamt gescheitert und zum Glück ist bisher kein Feuer ausgebrochen. Das Gas strömt unverbrannt unter hohem Druck ins Freie.

Die Anwohner werden in immer größerem Umkreis um die Austrittstelle herum evakuiert, weil das Gas sich in der Umgebung anreichert und durch die Geruchszusätze zu Verätzungen der Atemwege und Schleimhäute führt.

Mittlerweile ist der Evakuierungsradius auf 2 Meilen = 3,3 km ausgedehnt worden und einige Tausend Haushalte mussten verlassen werden.

Wegen der Schwierigkeit, eine Entlastungs- und Verschließungsbohrung in einigen Hundert Metern Tiefe niederzubringen, unter den besonderen Umständen, werden wohl noch mindestens 2 weitere Monate vergehen, ehe das Leck verschlossen werden kann.

Der Gesamtschaden wird sich dann voraussichtlich auf etwa 12.000.000 t CO2-Äquivalent aufsummiert haben. Das entspricht dem Volumen von 30 Supertankern für Crude Oil von je 400.000 t Lagekapazität.

Anmerkung:
In den kalifornischen Medien wird der Schaden eher klein dargestellt. Bei den Angaben des „California Air Resources Board“ wird eine Schadenswirkung von unverbranntem Methan von nur 28 mal größer als die von der gleichen Menge CO2 zu Grunde gelegt.
So werden aus 36.000 t Methan nur 1.000.000 t CO2-Äquivalent/Monat. In Wahrheit ist sie jedoch bei frisch ausgetretenem Methan über 80 mal stärker (auch 100x wird von einigen Wissenschaftlern angegeben) und erreicht erst nach etwa 100 Jahren Verweildauer in der Atmosphäre den von den örtlichen Medien gewählten, niedrigeren Ansatz. Die obigen Schätzungen basieren auf der höheren Schadenswirkung des frisch ausgetretenen Methans.

 

Die Gaswolke am Aliso Canyon ist mit entsprechenden Kameras sichtbar

Video Released Allegedly Showing Cloud of Natural Gas After Aliso Canyon Leak

Signifikante Häufungen von kindlichen Leukämien im Öl-Fördergebiet Rodewald sowie der Samtgemeinde Steimbke, Kreis Nienburg

 Allgemein, Gesundheit, Risiko, Risiko: Benzol  Kommentare deaktiviert für Signifikante Häufungen von kindlichen Leukämien im Öl-Fördergebiet Rodewald sowie der Samtgemeinde Steimbke, Kreis Nienburg
Dez 182015
 

Genuk e.V.

 

GENUK-Pressemitteilung, 17. Dezember 2015

Ende September strahlte der NDR-Markt einen Film über die auffällige Häufung von an Leukämie-Erkrankten junger Menschen in Rodewald aus, einem Dorf mit langer Ölfördertradition. Nach der ersten Aufregung über mögliche Zusammenhänge zwischen der wahrgenommenen Krebshäufung und Emissionen giftigen Benzols wurde umgehend vom Kreis Nienburg eine Arbeitsgruppe (örtliche Strukturen mit Landesbeteiligung und der Einbeziehung von GENUK e.V.) gegründet, die gleich zwei Krebsregister-Abfragen startete.

Nun gibt es bereits ein den Verdacht bestätigendes Ergebnis durch das Kinderkrebsregister Mainz: in den Jahren 2004-2007 hat es in der Samtgemeinde Steimbke sowie insbesondere in Rodewald tatsächlich eine jeweils signifikante Erhöhung von Leukämie bei Kindern unter 14 Jahren gegeben.

Über einen Untersuchungszeitraum von 27 Jahren (1987-2014) wurden nur für die oben genannten 4 Jahre statt der zu erwartenden 1,7 Fälle von kindlicher Leukämie in der Samtgemeinde Steimbke nun 6 bekannt, 4 davon in Rodewald, das eine Fallzahl von 0,6 in diesem Zeitraum zu erwarten gehabt hätte.

Im Frühjahr wird auch die Antwort des Epidemiologischen Krebsregisters Oldenburg (EKN) auf die Abfrage des Landkreises Nienburg nach Auffälligkeiten im gesamten Spektrum hämatologischer Krebserkrankungen (ICD C81 – C96) in Bezug auf alle Einwohner der SG Steimbke/Rodewald erfolgen. Zusammen genommen werden diese beiden Ergebnisse dann einen komplexeren Eindruck liefern – auch wenn das EKN aufgrund der Datenlage nur eine Auskunft über die Jahre 2005 – 2013 wird geben können. Was davor geschah, wird anderweitig zu ermitteln sein – soweit möglich. Die bereits im NDR-Film erwähnte Fall-Liste wird bei Mitarbeit der Betroffen erlauben, in relativ kurzer Zeit Licht auf die individuellen Krankheitsverläufe und vielleicht auch auf deren Verursachung zu werfen.

Was bedeutet diese Auskunft nun für die Menschen in der Samtgemeinde Steimbke? Wenn dort auch seit 2008 erfreulicherweise keine weiteren Fälle kindlicher Leukämie mehr aufgetreten sind, so geht es nun mit der Verarbeitung der belastenden Gewissheit der Erkrankung von Kindern in diesem speziellen 4-Jahreszeitraum auch um die Frage nach dem Warum und dem Wie. Denn dass diese Kinder nicht zufällig, sondern durch schädigende Einflüsse von außen erkrankt – und zum Teil auch verstorben sind – ist ein schwerwiegendes Ereignis. Die Frage nach konkreten verursachenden Faktoren sowie Verursachern wird die Samtgemeinde und den Kreis Nienburg noch lange beschäftigen.

Zur Erinnerung: dem NDR wurden Gutachten zur Verfügung gestellt, aus denen eindeutige Überschreitungen unter anderem von Benzol im jahrelang rund um die Uhr mitten im Dorf betriebenen Kaltfackelrohr um den Faktor 378 (nach TA Luft) hervorgehen. Auch die Bodengrenzwerte für Benzol sind deutlich überschritten. Wird in Rodewald nach nunmehr 67-jähriger Ölförderung das ganze Ausmaß der „Begleiterscheinungen“ in Gestalt von vielfachen und schweren (Krebs-)Erkrankungen offenbar?
Und was bedeutet dies in Bezug auf die Bewertung des Vorgehens von Industrie und Behörden rückwirkend, gegenwärtig und für die Zukunft für alle Bürger? Wissenschaftlich völlig unumstritten ist, dass Benzol Leukämien auslöst. Kaum ein chemischer Stoff ist bekannter für seine karzinogene Wirkung als Benzol, weshalb es auch keinen MAK-Wert, Wert der „Maximalen Arbeitsplatz-Konzentration“ zugeschrieben bekam – denn selbst geringste Benzolmengen können Krebs auslösen. Aufgrund dieser Erkenntnis gibt es seit 1971 ein Verwendungsverbot für Benzol und benzolhaltige Produkte mit mehr als 1 Vol-% Benzol. Mit Einführung der TA Luft wurde ein maximal-Wert von 5 mg Benzol pro m³ Luft festgelegt.

In seiner politischen und ethischen Bedeutung werden also im Laufe des Jahres 2016 auch verschiedene andere Fragen zu bewerten sein. Zum Beispiel, wie es sein konnte, dass erst durch die Anstrengung eines Gerichtsverfahrens durch einen Anwohner gegen die damalige Betreiber-Firma BEB die skandalösen Emissionswerte festgestellt wurden. Und wieso es erst dieser Mühen eines Bürgers bedurfte, um die kontinuierliche Ausbringung von nachweislich bis zu 1870 mg Benzol in der unmittelbaren Nachbarschaft zu Wohngebieten schließlich 1991 wenn nicht zu unterbinden, dann wenigstens zu vermindern.

Was hat das damalige Bergamt Hannover in den Jahren seit 1971 getan, um Benzolemissionen und –immissionen in der Öl- und Gasförderung zu überwachen, zu bewerten und zu verhindern? Wie konnte es sein, dass auch nach dem gerichtlich verfügten Umwandeln einer Kaltgasfackel in eine Heißgasfackel kein sofortiges Verbot jedweden „Abblasens“ von (Roh-)Gas in die Umgebungsluft in Niedersachsen und anderswo durch die Bergämter erfolgte? Muss erwähnt werden, dass das Abblasen bis noch vor wenigen Jahren praktiziert wurde? Und dass in der Fackel und um das Abfackeln von Amts wegen kaum Messdaten zur Verfügung stehen? Warum hat das Bergamt Hannover nach dem ihm vorliegenden TÜV-Gutachten ab 1988 nicht sofort die niedersächsischen Gesundheitsbehörden verständigt? Und warum wurde wegen der zu befürchtenden späteren Krebserkrankungen – die erwartungsgemäßen Latenzzeiten berücksichtigend – kein Langzeit-Gesundheitsmonitoring auf Kosten des Verursachers eingeleitet? Wo doch das Berggesetz strafbewehrt den Gesundheitsschutz „Dritter“ vorsieht – sicherzustellen durch die Bergämter.

Ob wir uns in Bezug auf einen tatsächlich gesicherten Gesundheitsschutz durch die von den Bergbehörden ausgeführten Kontrollen bei der aktuellen Erdgas- und Erdöl-Förderung verlassen können, kann nur durch eine genaue Untersuchung zuverlässig beantwortet werden. Die Frage ist nur: wer überwacht die Überwacher? Dieses werden die entsprechenden Behörden in hoffentlich enger Kooperation mit den vielen wachen Bürgern und ihren Initiativen zu klären haben – in jedem Fall muss dies geschehen, bevor es zu einer neuen potenziellen Emissionsquelle von allein in Niedersachsen 43.000 geplanten Fracking-Bohrungen kommen kann.

Anhang: Karte mit Tiefbohrstellen in und um Rodewald/Kreis Nienburg vom NIBIS Kartenserver (Link)

Wer die Pressemitteilung herunterladen möchte verwende diesen Link.


1 http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Erdoel-Leukaemie-Niedersachsen-Rodewald,erdoel212.html

2 Siehe „TÜV Gutachten“ 1988

Nachfragen bitte an:

Kathrin Otte
Stellvertretende Vorsitzende GENUK e.V.
Auf der Höhe 5
21385 Amelinghausen
04132-2191791
01520-9106987
vorstand@genuk-ev.de
www.genuk-ev.de

Über Meldungen durch Betroffene an info@genuk-ev.de würden wir uns freuen.
Über die Folgen von Benzol auf den menschlichen Organismus informieren Sie sich bitte hier: http://www.genuk-ev.de/Benzol.html und http://www.genuk-ev.de/Benzol2.html; sehen Sie auch Informationen zu den Auswirkungen von Benzol auf Leukämie bei Kindern: http://www.genuk-ev.de/leukemia.html

 Veröffentlicht von am 18. Dezember 2015

PM von Hubertus Zdebel zum UN–Klimaschutzabkommen von Paris

 Pressemitteilungen, Risiko: Klimaerwärmung  Kommentare deaktiviert für PM von Hubertus Zdebel zum UN–Klimaschutzabkommen von Paris
Dez 182015
 

Stop Fracking I.[1] (2)

Das Pariser Klimaschutzabkommen zeichnet sich durch wachsweiche Formulierungen aus. Ein Bekenntnis zur 100%igen Dekarbonisierung fehlt.

Hubertus Zdebel, MdB der Partei die Linke und Obmann im Ausschuss Umwelt, Natur, Reaktorsicherheit hat hierzu eine Pressemitteilung herausgegeben.

UN-Klimaschutzabkommen von Paris: Viele wachsweiche Formulierungen, wenig belastbare Verpflichtungen
Einfallstor für den weltweiten Ausbau der Atomenergie

„Die allgemeine Euphorie ist groß. Doch leider ist es mit dem am Wochenende verabschiedeten UN-Klimaschutzabkommen von Paris wieder nicht gelungen, über eine Absichtserklärung mit zum Teil wachsweichen Formulierungen hinauszugehen. Ferner steht zu befürchten, dass das Abkommen zum Einfallstor für den weltweiten Ausbau der Atomenergie werden wird“, kritisiert Hubertus Zdebel (DIE LINKE), Sprecher für den Atomausstieg der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. „Als Resultate des Pariser Klimagipfels stehen aber immerhin handfeste Zielmarken, an denen die herrschende Politik von nun an zu messen ist und für deren Umsetzung wir weiter Druck machen werden.“

Zdebel weiter: „Zweifellos ist es sehr zu begrüßen, dass sich die Delegierten auf das ehrgeizige Ziel von 1,5 Grad Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter einigen konnten. Die nationalen Beiträge zur Emissionsreduktion, die tatsächlich eingereicht wurden, sind jedoch absolut unzureichend und werden eine Erderwärmung von drei Grad nach sich ziehen. Die belastbare Umsetzung des Abkommens steht völlig in den Sternen und ein klares Bekenntnis zur globalen Energiewende und zur Dekarbonisierung mit Umstellung auf 100 % Erneuerbare Energien sucht man vergebens.

Stattdessen ist von dem langfristigen Ziel einer ‚emissionsneutralen‘ Weltwirtschaft die Rede. Der Abkommenstext lässt die Interpretation offen, dass Unternehmen und Konzerne sich die CO2-Neutralität durch Kompensationszahlungen erkaufen.
Außerdem liefern die Vereinbarungen ein bedrohliches Einfallstor für den weiteren Ausbau der Atomenergie als vermeintlich CO2-neutrale Alternative zu Kohle, Öl und Gas. Daher vermisse ich das klare Bekenntnis zu einer globalen Energiewende mit 100% Erneuerbaren umso mehr. Allein auf dieser Grundlage ist ein wirksamer Klimaschutz möglich.

Auch in Deutschland muss erheblich nachgelegt werden, denn die von der Bundesregierung eingereichten Reduktionspläne laufen derzeit noch auf eine Erwärmung weit über dem 1,5-Grad-Ziel hinaus. Es ist wenig glaubwürdig, wenn Umweltministerin Hendricks einerseits die Ergebnisse von Paris begrüßt, auf der anderen Seite aber in Deutschland ein Frackingerlaubnisgesetz auf den Weg bringen will. Das klimaschädliche Fracking muss gänzlich verboten werden und auch der Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohle muss weiter forciert werden.

Eine wirkliche klimafreundliche Energiewende ist nur gegen die fossilen Energiekonzerne durchzusetzen. Ich halte es deshalb auch mit den tausenden Menschen, die zum Abschluss der Klimakonferenz in Paris demonstriert haben: „Ändern wir das System – nicht das Klima“

Kohleflözkohlegas-Förderung in Australiens Süd-Ost-Provinz New South Wales wird untersagt und vergebene Lizenzen zurück gekauft

 Allgemein, Aufsuchungserlaubnis, Weder hier noch anderswo  Kommentare deaktiviert für Kohleflözkohlegas-Förderung in Australiens Süd-Ost-Provinz New South Wales wird untersagt und vergebene Lizenzen zurück gekauft
Dez 182015
 

Stop Fracking I.[1] (2)

 

Die Bevölkerung der Provinz New South Wales im Südosten von Australien hat 5 Jahre lang Widerstand gegen die Flözkohlegasförderung geleistet.

Die nördlichen Flüsse und der nördliche Küstendistrict von New South Wales werden nicht mehr unter solchen Aktivitäten zu leiden haben. Die Provinzregierung hat nach den vielen Protesten die erteilten Lizenzen von Fa. Metgasco zurückgekauft. Jetzt wurde die letzte der Petroleum Aufsuchungslizenzen (PEL s ) zurückgekauft.

Der zuständige Minister erklärte nach Abschluss des Rückkaufes, dass diese
3 Lizenzen für Metgasco jetzt beendet und begraben sind.

Der Widerstand in New South Wales hatte sich formiert, nachdem in anderen Flözkohlegasfördegebieten in Australien massive Umweltschäden und Grundwasserbeschädigungen aufgetreten waren.


http://www.smh.com.au/nsw/metgasco-accepts-25m-compensation-to-end-csg-at-bentley-in-nsw-northern-rivers-20151215-glolpi.html

Paris – und nun?

 Allgemein, EU, Klima, Politik  Kommentare deaktiviert für Paris – und nun?
Dez 162015
 

Europa-FlaggeStop Fracking-Hand

 

Während sich in Paris alle noch auf die Schulter klopfen ob ihrer großartigen Versprechen und Absichten, findet in der Wirklichkeit der Tagespolitik genau das Gegenteil statt. Der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen wird nur unzureichend unterstützt. Der Einstieg in ganz neue Technologien zur Exploration dieser Vorkommen wie dem Fracking müßte ja konsequenterweise völlig untersagt werden.

Zum Hintergrund und der EU-Vorgabe

Das EU-Parlament hat dem Bericht über das Thema „Wege zu einer europäiscchen Energieunion“ zugestimmt. (15.Dezember 2015)

Darin findet sich die folgende Position des EU-Parlaments zu Fracking unter Nummer 134:

“134.

  • stellt fest, dass zwar der Energiemix hauptsächlich in der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten liegt, würdigt jedoch die Bedenken in der Öffentlichkeit gegen das Hydrofracking und die möglichen Auswirkungen dieser Technologie auf das Klima, die Umwelt und die öffentliche Gesundheit sowie auf die Verwirklichung des langfristigen Unionsziels der Senkung der CO2-Emissionen;
  • stellt fest, dass mit unkonventionellen Brennstoffen nur begrenzt dazu beigetragen werden kann, den künftigen Energiebedarf der EU zu decken, wobei hohe Investitionen und Erschließungskosten und die gegenwärtig weltweit niedrigen Ölpreise es fraglich machen, ob das Hydrofracking in der Europäischen Union eine tragfähige Technologie sein kann;
  • ist der Überzeugung, dass den Bedenken der Öffentlichkeit gebührend Rechnung getragen werden muss und dass Aktivitäten des Hydrofrackings den anspruchsvollsten Klimaschutz-, Umweltschutz- und Gesundheitsnormen entsprechen sollten;
  • fordert die Mitgliedstaaten, die beabsichtigen, Hydrofracking zu betreiben, auf, sich an die Empfehlung der Kommission von 2014 mit Mindestgrundsätzen für die Exploration und Förderung von Kohlenwasserstoffen (z. B. Schiefergas) durch Hochvolumen-Hydrofracking zu halten;

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A8-2015-0341+0+DOC+XML+V0//DE

 Veröffentlicht von am 16. Dezember 2015