Fracking-Beschluss des Bundestages: Im Schiefergas zunächst nur als Forschungsvorhaben – im Sandstein (Tight-Gas) weiterhin erlaubt

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Jun 292016
 

cropped-handheaderDer Bundestag hat am 24.06.2016 mit den Stimmen der CDU-SPD-Koalition Gesetzesänderungen für ein Fracking-Regelungspaket beschlossen. Diese Meldung ging im EM-Fieber und in der Brexit-Aufregung fast unter. Was gilt nun?

Zunächst zum Schiefergas (das Artland liegt im Schiefergasgürtel): Bis 2021 wird es im Schiefer kein gewerbliches Fracking geben, sondern bis zu vier Forschungsprojekte, für die jeweils die Genehmigung des betroffenen Bundeslandes erforderlich ist. Für diese Forschungsvorhaben hält das Bundesministerium für Bildung und Forschung Fördergelder bereit. 2021 soll dann über die gewerbliche Zulassung entschieden werden. Die Niedersächsische Landesregierung schließt laut Pressemitteilungen ein Forschungsprojekt in Niedersachsen aus. Diese Erklärungen sind unverbindlich. Meinungs- und Regierungsänderungen sind möglich. Die Entwicklung muss im Auge behalten werden.

Zum Fracking im Sandstein (Tight-Gas, das bislang vor allem in nordöstlich von uns gelegenen Teilen Niedersachsens gefördert wird): Es bleibt erlaubt, allerdings mit Einschränkungen und dem Erfordernis von Umweltverträglichkeitsprüfungen, wodurch eine gewisse Öffentlichkeitsbeteiligung erreicht wird. Die Gesetzesänderungen bedienen die Interessen der gasfördernden Industrie, obwohl es in den Erdgasfördergebieten bereits zu erheblichen Schadensfällen kam. Vielerorts wurden – meist durch ungeeignete Leitungen – umfangreiche Kontaminationen des Bodens und teilweise auch des Grundwassers durch Benzol nachgewiesen. Benzol gilt zweifelsfrei als krebserregend. Und nun sind an bestimmten Orten im Gasfördergebiet gerade solche Krebsarten, die durch Benzol ausgelöst werden, in signifikant erhöhtem Maße bei der männlichen Bevölkerung aufgetreten. Die Untersuchungen laufen. Außerdem beobachtet man in besorgniserregender Weise eine Zunahme der Erdbeben in den Gasfördergebieten. Diese Entwicklungen sind auch bereits in den Frac-Gebieten der USA und anderer Länder auffällig geworden.

Maria Entrup-Henemann von der IG Fracking-freies-Artland e.V. bilanziert: Statt Gesetze zu erlassen, die dazu dienen, mittels Fracking – noch dazu unterstützt von Forschungsgeldern – weitere fossile Brennstoffe aus dem Boden zu holen und den Klimawandel weiter anzuheizen müssen schleunigst die Energiewende vorangebracht, die Energie-Effizienz gesteigert und Maßnahmen ergriffen werden, um die in Paris beschlossenen Klimaziele zu erreichen.

27. Juni 2016
Entrup-Henemann
www.fracking-freies-artland.de

 Veröffentlicht von am 29. Juni 2016

Besuch von Umweltministerin Hendricks in Rotenburg/Wümme

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Jun 292016
 

Pressemitteilung von im bundesweiten Netzwerk „Gegen Gasbohren“ organisierten niedersächsischen Bürgerinitiativen

2_Hand_Stop_fracking1-150x1 Anlässlich des Besuchs von Umweltministerin Hendricks in Rotenburg/Wümme am 27.06.2016 — Fracking-Widerstand in Niedersachsen reagiert auf die  Verabschiedung der völlig ungenügenden Gesetzesvorlagen zur Regelung der Fracking-Förderung am 24.06.16 im Bundestag. Die Bürgerinitiativen werden die Zusammenarbeit ausweiten und den Widerstand fortsetzen, denn die Gesundheit der Menschen in den Fördergebieten ist verstärkt bedroht. Gegen 80 Prozent der Bevölkerung, die laut neueren Umfragen Fracking ablehnen, wurde von der Koalition das Gesetzespaket der Bundesregierung durchgewunken. Am 24.06.16 haben sich aus diesem Anlass 16 Bürgerinitiativen aus Niedersachsen in Rotenburg/ Wümme getroffen, um über die Auswirkungen der vom Bundestag beschlossenen Fracking-Gesetze zu beraten und das weitere Vorgehen abzustimmen. Einig waren sich die Teilnehmer, dass das jetzt vom Bundestag mehrheitlich beschlossene Regelwerk, weit hinter den Notwendigkeiten zurückbleibt. Für die Bevölkerung die heute schon von der Erdgas- und Erdölförderung betroffen ist, wird die Situation durch diese Gesetze nicht gebessert, sondern die Gefährdungslage erhöht!

Schon die bisherige Kohlenwasserstoff-Förderung in Niedersachsen ist belastet, denn der Verdacht, dass die gehäuft an mehreren Förderstandorten aufgetretenen seltenen Blutkrebse durch Emissionen der Förderung der zurückliegenden Jahre verursacht wurde, ist mangels anderer bekannter Ursachen bis heute nicht ausgeräumt worden.

Die gesetzlich jetzt legitimierte Freigabe des Frackings in Sandstein (Tightgas)-Lagerstätten bedeutet, dass in diesen Landkreisen die Erdgas-/Erdölförderung massiv ausgeweitet werden wird, ohne das auch nur eine der grundsätzlichen Problemstellungen und Risiken rund um die Förderung von Kohlenwasserstoffen durch das Fracking-Gesetzespaket gelöst ist, mit der Ausnahme dass Fracking in Wasserschutzgebieten und ähnlichen Gebieten nach neuem Recht nicht mehr zulässig ist.

Der Widerstand gegen die Fracking-Förderung von Erdöl und Erdgas wird nun erst recht weitergeführt.

Die – auch durch die riesigen Methanemissionen in Nordamerika – voranschreitende Klimakatastrophe wurde in keiner Weise von der Koalition berücksichtigt. Der Beschluss dieses Gesetzespaketes wirkt gegen die Klima-Vereinbarungen vom Dezember 2015 in Paris, welche Deutschland mit unterzeichnet hat. Heute ist längst bewiesen, dass Fracking-Gas kein “Brückenbrennstoff“ ist, um damit die Jahrzehnte bis zu den erneuerbaren Energieformen zu überbrücken.

Eine ganze Reihe gravierender Mängel der Gesetzesbeschlüsse führt zu der Beurteilung durch die BI s, dass die Inhalte nicht die großen Versprechungen der Umweltministerin bestätigen und für die betroffenen Anwohner von Förder- und Aufbereitungsplätzen keine Entlastung bringen.

Die BI s gewinnen den Eindruck, dass wunschgenau die Interessen der Förderindustrie bedient wurden und 2021 sieht man dann mal weiter. Nur an die erforderliche, möglichst baldige, Beendigung der Kohlenwasserstoff-Förderung in Deutschland und an den Wechsel auf erneuerbare Energiegewinnungsformen wurde kein Gedanke verschwendet.

Fazit:
Ein Gespräch mit der verantwortlichen Bundesministerin – kurz nach dem Schaffen von Fakten ohne Berücksichtigung von wesentlichen Interessen der Bevölkerung – macht für uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Sinn.
Frau Hendricks hat, in der langen Zeit der Debatte über das Fracking in Deutschland, keinerlei Bereitschaft gezeigt, sich mit den von uns belegten gesundheitlichen und Umwelt-Bedenken auseinander zu setzen.

Als Alibi-Gesprächspartner stehen wir nicht zur Verfügung. Wenn von Seiten des Umweltministeriums unsere Vorschläge ernstlich gefragt sind, sind wir jederzeit gesprächsbereit.

Die teilnehmenden Bürgerinitiativen:
AK Fracking Braunschweiger Land
BI „kein-frack-in-wf“
BI Walsrode gegen Fracking
BI HEIDE INTAKT
BI Gegen Gasbohren im Lkrs. ROW e.V.
GENUK e.V. , Gemeinnütziges Netzwerk für Umweltkranke
BI Flecken Langwedel gegen Gasbohren
BI Kein Fracking in der Heide
BI Umweltschutz Uelzen
AG Fracking der BI Umweltschutz Lüchow Dannenberg e.V.
BI Frack-loses Gasbohren im LK Rotenburg
WUG Wittorfer Bürger für Umwelt und Gesundheit e.V.
IG Fracking-freies-Artland e.V.
BI Gegen Gasbohren in Walle
Bi No Moor Fracking
BIG Bürgerinitiative für Gesundheit Hemslingen Söhlingen
IG Schönes Lünne

 Veröffentlicht von am 29. Juni 2016

CETA-Verhandlungen der EU-Kommission wurden ohne Markt- und Folgeabschätzungen durchgeführt. Der Dilettantismus feiert große Feste – zu Lasten der Länder und Menschen der EU.

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Jun 282016
 

case-law-677940_1280Bei den CETA- Verhandlungen der EU fehlte von Anfang an die Sorgfalt. Die EU-Kommission ist gemäß den Lissabonner Verträgen berechtigt und autorisiert Außenhandelsverträge der EU mit Drittländern abzuschließen. Solche Vertragsvereinbarungen wollen sorgfältig abgewogen sein. Deshalb werden üblicherweise gründliche Abschätzungen vorab durchgeführt, um mögliche unerwünschte zu erwartende Auswirkungen schon vorher einschätzen und berücksichtigen zu können. Diese zentralen Vorbereitungsbestandteile hat die EU-Kommission bei CETA offenbar nicht beachtet. Sie kann jedenfalls keinerlei Studien oder Untersuchungen dazu vorlegen.

Und jetzt versucht diese Kommission auch noch, die Nationalparlamente und deren Mitspracherecht auszuhebeln.Verrückter geht es kaum. In einem privaten Unternehmen würde eine solche Truppe sofort entlassen werden, die mit so wenig Vorbereitung eine auf Jahrzehnte angelegte Vertragsbindung „unterschriftsreif“ bezeichnen würde.

Volker Fritz

Quelle: Brief EU-Kommission vom 27.06.2016 trade.dga2.e.1(2016)3011600

 

Die Zahl der Bohrtürme im Einsatz in Nordamerika hat im Juni 2016 wieder deutlich zugenommen. Es sieht nach einer Trendwende aus.

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Jun 262016
 

Heute berichte ich zum Zeitraum Juni 2016 vom 28.05.2016 bis zum 24.06.2016.

Die im Juni 2016 im Einsatz befindlichen Bohrtürme in den USA und Kanada, nach den Baker-Hughes fortlaufenden Listen, zeigen eine deutliche Trendwende. Ihre Zahl hat im Juni um etwa 10 Prozent wieder zugenommen, bezogen auf den niedrigen Stand von Ende Mai. In Kanada ist die Belebung sehr kräftig, in den USA deutlich verhaltener.
Insgesamt wurden im Monat Juni 50 Bohrtürme wieder aktiviert.
Der Abbau der Bohrkapazitäten in den USA geht zwar in einzelnen Förderregionen noch in geringem Maß weiter, das wird jedoch durch deutliche Zunahmen in North Dakota und Texas überkompensiert. In den USA erfolgt die Zunahme überwiegend im Ölbereich. In Kanada liegt die Zunahme zwar auch in der Hauptsache im Ölbereich, jedoch nimmt die Zunahme beim Erdgas etwa 40 Prozent der wieder aktivierten Bohrtürme ein.
Der inzwischen bei 50.- USD/barrel stabilisierte Rohölpreis erlaubt die Förderung zu geringeren Verlusten – verbunden mit der Hoffnung der Förderer auf einen weiteren Anstieg in der nächsten Zeit.

International ist der Rückgang der Bohrtürme im Einsatz ebenfalls im Juni 2016 zum Stillstand gekommen − auf niedrigem Niveau.

Es ist genug Rohöl weltweit im Angebot. Öltankerflotten mit vielen Millionen Tonnen Rohöl ankern vor den großen Handelsplätzen Rotterdam, Shanghai, Tokio, New York, Los Angeles,im Golf von Mexiko und drücken mit ihrem riesigen Angebotsvolumen die Großhandelspreise. Die in den USA geförderten Ölmengen gehen ja ebenfalls als Nachfragevolumen aus dem Markt, so lange diese Förderung die derzeitige Größenordnung in etwa einhält. Hier ist aber ein Rückgang demnächst zu erwarten.
Das weiterhin reduzierte Wachstum der großen asiatischen Volkswirtschaften senkt den Bedarf an Öl und LNG-Erdgas zurzeit erheblich und wirkt ebenfalls preisstabilisierend. Preiserhöhungsphantasien bieten da zurzeit wenig Spielraum.

Gegenüber September 2014 hat sich im Juni 2016 ergeben, einschließlich Offshore und Bohraktivitäten im Golf von Mexiko:

USA von 1931 vermehrt auf 421 Stück (Mai 404) = -78,2% zu 9/2014
Kanada von 429 vermehrt auf 76 Stück (Mai 43) = -82,3% zu 9/2014

 
nach Öl- und Gasförderung unterschieden bedeutet das für USA:

Öl von 1592 vermehrt auf 330 Stück (Mai 316) = -79,3% zu 9/2014
Gas von 338 vermehrt auf 90 Stück (Mai 87) = -73,4% zu 9/2014

Die Zunahme im Juni in den USA erfolgte am deutlichsten im Bundesstaat Texas mit 21 Bohrtürmen und in North Dakota mit 4 Stück, alle übrigen Förderstaaten waren mit kleinen Abnahmen beteiligt, oder hatten einzelne Zunahmen.

nach Öl- und Gasförderung unterschieden bedeutet das für Kanada:

Öl von 246 vermehrt auf 36 Stück (Mai 14) = noch -85,4% zu 9/2014
Gas von 183 vermehrt 39 Stück (Mai 28) = noch -78,7% zu 9/2014

 
Die Ankündigungen der Öl- und Gasförderfirmen im Fracking-Bereich in den vergangenen Wochen lassen aus den USA erkennen, dass trotz der problematischen Lage optimistische Untertöne zu hören sind.
Die Förderer glauben annehmen zu können, dass die Rohölpreise, und hinter diesen dann eventuell auch die Gaspreise, noch etwas weiter steigen werden, was sich allerdings im Monat Juni 2016 nicht realisiert hat. Die Rohölpreise pendelten um die Marke 50.-USD/barrel.

Bei noch etwas höheren Preisen für das Rohöl könnten einige Firmen schon fast wieder kostendeckend produzieren, nachdem unter dem Druck der Niedrigpreise teils massive Einsparungen an Kosten und Material durchgeführt wurden.

Eine generelle Trendwende ist jedoch in den USA bezüglich des Fördergeschäftes noch nicht in Sicht, so dass meine übrige Bewertung vom Mai 2016 nach wie vor Gültigkeit hat. Auch das internationale Explorations- und Fördergeschäft schwächelt im Juni 2016 weiter, wenn auch eine weitere Reduzierung ausgeblieben ist.

Im Übrigen verweise ich auf meine Ausführungen im vorhergegangenen Bericht zum Monat Mai 2016.

Volker Fritz
im Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land

BBU: Entscheidung des Deutschen Bundestages für Fracking verlagert die Auseinandersetzung in die betroffenen Regionen

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Jun 242016
 

BBU-Pressemitteilung
24.06.2016

BBU_Aktionslogo_198x198px[1]2_Hand_Stop_fracking1-150x1

(Bonn, Berlin, 24.06.2016) Als fatalen Schritt in die falsche Richtung hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) die heutige Verabschiedung eines Fracking-Erlaubnis-Rechts durch den Deutschen Bundestag bezeichnet. Danach kann Fracking zur Aufmachung und Gewinnung von Gas, das in bestimmten Gesteinsformationen, sogenannten Tight-Gas-Reservoirs, vorliegt, in jeder Tiefe stattfinden. Die betroffenen Regionen werden damit den Frackinn-Gefahren wie Grundwasserkontamina-tionen, Erdbeben oder einer Zerstörung von Natur und Landschaft ausgesetzt. Der BBU betont, dass die Auseinandersetzung um Fracking damit jedoch nicht beendet ist, sondern in eine neue Phase eintritt. Die Auseinandersetzung wird jetzt bei jedem konkreten Fracking-Vorhaben vor Ort erfolgen.

Oliver Kalusch, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des BBU erklärt hierzu: “Die Fracking-Debatte im Deutschen Bundestag war eine erschreckende Darstellung der Selbstgerechtigkeit der Großen Koalition. Statt Fracking ausnahmslos zu verbieten, klopften sich die Rednerinnen und Redner von SPD und CDU/CSU selbst auf die Schulter. Doch dafür gibt es keinen Grund. Da die Große Koalition Tight-Gas-Fracking nun auf eine rechtssichere Basis gestellt hat, wird eine gigantische Fracking-Welle über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Teile weiterer Bundesländer hereinbrechen. Statt Umwelt- und Gesundheitsschäden durch ein ausnahmsloses Fracking-Verbot auszuschließen, haben sich die Parlamentarier der Großen Koalition zu Erfüllungsgehilfen der Gasindustrie gemacht. Damit verlagert sich die Auseinandersetzung jetzt in die Regionen und Kommunen, in denen konkrete Frackinn-Projekte realisiert werden sollen. Der Kampf gegen Tight-Gas-Fracking wird nun in Genehmigungsverfahren, Erörterungsterminen sowie bei Bürgerversammlungen und Demonstrationen stattfinden. Und die Bürger vor Ort werden sich gut überlegen, ob sie Parteien wählen, die Fracking zugelassen haben.“

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz wird sich weiter gegen Fracking engagieren und die Änderung des Bundesberggesetzes verlangen, in das ein Paragraf mit einem ausnahmslosen Fracking-Verbot aufgenommen werden muss. Den Widerstand gegen Fracking vor Ort wird der BBU aktiv unterstützen.

Eiliger Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten 21.06.2016

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Jun 222016
 

2_Hand_Stop_fracking1-150x1
Nach dem überraschenden Bekanntwerden der geplanten Verabschiedung der Gesetzesvorschläge zur Regelung der Fracking-Förderung von Kohlenwasserstoffen aus deutschem Boden am 24.06.2016 im Bundestag wurde es dringend erforderlich, die dem Team Gesundheit von „Gegen Gasbohren“ in den letzten Tagen bekannt gewordenen neuen Informationen aus den USA auch den Bundestagsabgeordneten noch vor dem 24.06.16 zur Kenntnis zu geben.

Der Offene Brief vom 21.06.16 enthält sowohl umfangreiche und als auch überraschenden Neuigkeiten.

Die Atmosphärenschädigung durch Methan-Leckagen aus der Erdgasförderung ist weit größer, als bisher angenommen. Erdgas ist kein „Brückenbrennstoff“, sondern das „Killergas“ für unsere Atmosphäre.

Die Gesundheitsschädigung von Anwohnern durch emittierte Fördergasanteile und flüchtige Begleitstoffe ist nachgewiesenermaßen sehr bedeutsam. Die eingeatmeten Gifte entfalten im Körper ihre Wirkung und führen bei bestimmten Konzentrationen zu Krebs.

Genügend Gründe für eine Ablehnung von Fracking in Deutschland, zumal der Erdgasverbrauch bei uns ohnehin als weiter abnehmend prognostiziert wird.

V. Fritz

Pennsylv.Health Care Council_14.06.16_Vorabveröffentlichug Untersuchung Gesundheitsschäden Fracking

Scan Skizze 1 aus NC WARN Brief vom 08.06.16 mit Methanleckage-Bewertungen.