IG „Gegen Gasbohren“ Nordwalde

Mrz 072012
 

Der Kreisausschuss Steinfurt hat mit Zustimmung aller Parteien einen Vorschlag der Grünen im Kreis Steinfurt übernommen, keine Liegenschaften für die Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen zur Verfügung zu stellen.

„Der Kreistag Steinfurt nimmt die Vorlage zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, keine kreiseigenen Grundstücke zur Verfügung zu stellen, die für unkonventionelle Erdgasgewinnung genutzt werden können.“

Quelle:
Keine öffentlichen Liegenschaften für die Erschließung unkonventionelle Gasvorkommen in Steinfurt

Mrz 022012
 

Exxon muss warten!

Wie die für Bergbau-Fragen zuständige Bezirksregierung in Arnsberg den Konzern wissen ließ, werde über den neuerlichen Antrag erst entschieden, wenn dieser seinerseits erklärt habe, „aktuell und künftig im gesamten Erlaubnisfeld auf den Einsatz von Frack-Maßnahmen zu verzichten“.

Im Klartext: Eine Verzichtserklärung bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag und bezogen auf das gesamte Münsterland, das sich Exxonmobil als Gas-Claim gesichert hat. Wie die Arnsberger Behörde auf Nachfrage mitteilte, wurde Exxonmobil am vergangenen Dienstag über die Entscheidung informiert und um die Abgabe der geforderten Erklärung gebeten. Der Konzern erklärte gestern auf Nachfrage, noch kein Schreiben aus Arnsberg erhalten zu haben und den Vorgang darum nicht kommentieren zu können.

Quelle:
Land fordert Fracking-Verzicht : Erdgas-Suche: Neuer Erlass aus Düsseldorf schränkt Exxonmobils Aktivitäten stark ein – Münsterland – Westfälische Nachrichten.

Feb 292012
 

Absage an Exxon-Mobil: Der amerikanische Energiekonzern hatte im Dezember beantragt, in Nordwalde im Münsterland den Untergrund für geplante Erdgasförderung erkunden zu wollen.

Die Erklärung, in dieser Bohrung auf das umstrittene „Fracking“ verzichten zu wollen, reicht nach Ansicht der Arnsberger Bergbehörde nicht aus. Nach Prüfung durch das nordrhein-westfälische Umwelt- wie auch Wirtschaftsministerium hätte die Erklärung umfassender sein müssen, um so Fracking auch in anderen Bohrungen zu unterbinden – zumindest so lange, bis ein Gutachten zu dem Thema vorliegt.

Die Verzichtserklärungen müssen für aktuelle und zukünftige Bohrungen in dem jeweiligen Erlaubnisfeld ausgesprochen werden, teilte die Bergbehörde Exxon mit. Dem Unternehmen lag gestern die Entscheidung noch nicht vor.

Quelle:
Bergbehörde weist neuen Exxon-Antrag zurück | DerWesten.

Feb 252012
 

So, nun ist der Artikel der WN auch online zu finden! Der Info-Dialog-Prozess von Exxon wird vermutlich Fracking erlauben!

Zwei Experten-Runden befassen sich in NRW mit dem Erdgas-Thema. Die eine wurde von der Landesregierung bestellt, das andere Gremi­um hat Exxonmobil ins Leben gerufen – als eine von mehreren Reaktionen auf die unerwartet heftigen Proteste und vielen kritischen Fragen. Der sogenannte „unabhängige Expertenkreis“ tagt und untersucht und diskutiert seit Monaten; im April will er seine Ergebnisse vorstellen und „mit einer Wertung“ versehen, sagte dessen Leiter Prof. Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung gestern am Rande einer Veranstaltung in Münster.
Eher Daumen hoch oder mehr Daumen runter in Sachen Erdgas-Suche in NRW? „Ich glaube, es wird ein ,Ja, aber‘, erklärte einer der Experten. „Einen Persilschein gibt es jedenfalls nicht“, sagte Borchardt.

Quelle:
Ein zögerndes „Ja, aber“ – Münsterland – Ibbenbürener Volkszeitung.

Feb 252012
 

Die Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse der Universität Darmstadt hat im Auftrag von ExxonMobil, Naturschutzverbände im Münsterland angeschrieben um „monetäre“, „finanzielle“ und „wirtschaftliche“ Effekte für Umweltschutzverbände und Gemeinden zu untersuchen.

Negative Effekte der Gasförderung für Landwirtschaft und Tourismus sollen gegen mögliche finanzielle Vorteile durch die Gasförderung aufgewogen werden, so die Projektskizze.

„Neben die sozio-ökonomische Analyse tritt eine finanzwissenschaftliche Analyse der möglichen Auswirkungen speziell auf die Gebietskörperschaften. So können die Gemeinden über Gewerbe-, Grund- und Einkommenssteuer sowie örtliche Verbrauchs- und Aufwandssteuern ihre Einnahmesituation möglicherweise verbessern, tragen aber eventuell auch Opportunitätseinbußen, wenn sie Steuereinnahmen negativ betroffener Landwirtschafts- oder Tourismusbetriebe verlieren.“

Gezielt wird auch nach möglichen „positiven“ Effekten für die Naturschutzverbände gefragt, wenn Fracking im Münsterland stattfinden würde.

„Können Sie einschätzen, was das Fracking für Auswirkungen auf den regionalen Naturschutz im Münsterland haben könnte? Das Ziel ist es, abwägen zu können, ob der Naturschutz in den betroffenen Regionen positiv oder negativ durch Fracking betroffen sein könnte.“
In Exxons Auftrag wird gefragt, wie der Naturschutz in der Region verankert ist, und welche Dinge im Münsterland schützenswert sein könnten.
Eine der identifizierten Größen, auf die das Fracking möglicherweise Einflüsse haben könnte, ist der Naturschutz. Hier interessiert uns zum Beispiel aus einer bewusst gewollten regionalen Perspektive die Bedeutung des Naturschutzes für das Münsterland. Wie ist der Naturschutz in den betroffenen Regionen in der Bevölkerung verankert und stellt er auch eine wirtschaftliche Größe dar? Was sind die Dinge, die im Münsterland schützenswert sind und sind diese zum Beispiel auch touristisch bedeutsam?
Erst vor einigen Wochen wurde im Rahmen des ExxonMobil Dialogprozess vorgestellt, wie sich ExxonMobil das Münsterland vorstellt. Bohrplätze im Abstand von 2 bis 4 km. Mindestens 25 bis 40 pro Fördergebiet, wie beispielsweise in Steinfurt. 14 Monate Bohrbetrieb pro Bohrplatz. 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Der Abstand zur Wohnbebauung kann bei nur 200 Meter liegen. Beim geplanten Bohrplatz in Nordwalde sind es immerhin noch 400 Meter.

Potentieller Bohrplatzplan Altenberge, Nordwalde, Steinfurt, Emsdetten, Laer

Potentieller Bohrplatzplan Altenberge, Nordwalde, Steinfurt, Emsdetten, Laer (Google Maps)

Die roten Kästchen der Grafik zeigen die unterirdische Reichweite der bis zu 20 horizontal abgelenkten Bohrungen pro Bohrplatz. Im Zentrum eines jeden Kästchens würde der Fußballfeld große Bohrplatz liegen. Ausgehend von einer Probebohrung in Nordwalde würden mit Beginn der wirtschaftlichen Förderung Bohrtürme von Altenberge bis Emsdetten und von Laer bis Steinfurt errichtet. In Borken und im südlichen Münster würde es ähnlich aussehen.

Quelle: http://dialog-erdgasundfrac.de/sites/dialog-erdgasundfrac.de/files/02_Praesentation_Landschaft_Schneble.pdf

Feb 232012
 

 

Der Energiekonzern Exxon Mobil hat mit einem neuen Antrag zur Suche nach Gasvorkommen im Münsterland noch keinen Erfolg gehabt. Die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Bergbehörde fordere von dem Konzern eine «verbindliche Erklärung jetzt und für alle Zeiten», auf dem geplanten Bohrfeld in Nordwalde auf die umstrittene Fracking-Methode zu verzichten, sagte ein Behördensprecher am Mittwoch. Er bestätigte damit einen Bericht der «Ruhr Nachrichten». Dem Sprecher zufolge herrscht zwischen Exxon Mobil und der Regierung Uneinigkeit darüber, ob der Antrag eine solche Verzichtserklärung enthalte.

Quelle:
Exxon Mobil mit neuem Antrag für Gasbohrungen vorerst erfolglos – Köln – Bild.de.

Feb 222012
 

Das Land NRW hat sich von der versuchten Täuschung durch ExxonMobil nicht irritieren lassen. Das faktische Moratorium gilt weiter, auch wenn ExxonMobil Fracking für die erste Bohrung ausgeschlossen hat, aber eben nicht für eine spätere Förderung.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die von ExxonMobil beantragte Probebohrung zur Erdgassuche in Nordwalde vorerst nicht genehmigen. ExxonMobil müsse die Risikostudie des Landes abwarten, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums diesem Online-Dienst. Dies sei notwendig, „da Exxon nicht erklärt hat, aktuell und zukünftig in diesem Bergwerksfeld auf Frackingmaßnahmen zu verzichten“, so der Sprecher weiter.

Exxons Antrag sah vor, erst einen millionenteuren Bohrplatz einzurichten, dann zu bohren und einen Lagerstättendrucktest durchzuführen und anschließend die Bohrung wieder zuzuschütten. Einer zweiten Bohrung, in der dann doch gefrackt worden wäre, hätte das nicht im Wege gestanden.

ExxonMobil sagte schon im Vorfeld, dass die Wahrscheinlichkeit für ein späteres Fracking bei 5o Prozent lägen. Der angekündigte Lagerstättendrucktest wurde in Oppenwehe unter Einsatz von 25.000 Liter Diesel durchgeführt, die mit über 300 bar in den Boden gepresst wurden.

Für Nordwalde hätte ExxonMobil auch noch eine neue wasserrechtliche Erlaubnis beantragen müssen. Dies verlangte der zuständige Kreis Steinfurt. ExxonMobil verweigerte das bisher mit dem Hinweis auf fehlende rechtliche Grundlagen.

Morgen findet im Umweltministerium in Düsseldorf das erste Treffen des Arbeitskreises zur Studie des Landes statt. Erst mit Abschluss der Studie wird entschieden, wo und ob überhaupt die unkonventionelle Gasförderung in NRW erlaubt werden kann.

Quelle:
Umstrittene Gasbohrungen: Land: ExxonMobil darf in Nordwalde nicht bohren – Thema: Erdgasvorkommen sorgen für Konflikte – Münstersche Zeitung.