Strahlenschutz und der Umgang mit radioaktiven Abfällen in der Öl- und Gasindustrie – IAEA-Safety Report No. 34

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Feb 092016
 

 

 

 

 

 

Strahlenschutz und der Umgang mit radioaktiven Abfällen in der Öl- und Gasindustrie  –  IAEA-Safety Report No. 34

 

Die Internationale Atom Energie Agentur (IAEA) gibt zu wichtigen Themen Sicherheitshinweise heraus, um Gefährdungen zu vermeiden. Im „Safety Reports Series No. 34“ von 2003 wird der Themenkreis Öl- und Gasindustrie umfassend bearbeitet. Titel „Radiation Protection and the Management of Radioactive Waste in the Oil and Gas Industry“.

Fachleute aus vielen Ländern, in denen Förderung erfolgt, haben an der Erarbeitung dieses Sicherheitsberichtes mitgearbeitet, so Kanada, USA, Australien, England, Deutschland, die Niederlande, Norwegen und weitere Länder.

In dem Bericht sind sehr anschaulich auch die Innenverkrustungen in den Förderrohren beschrieben (Seite 53) und die Reinigung von Equipment und die radioaktive Belastung des Flowback.

Auch die Abbauketten des Uran von Uran 238 bis zum Blei 206, werden sehr anschaulich auf Seite 51 dargestellt. Auch die Thorium-Abbaukette folgt dann auf der Seite 52 bis zum Blei 208.

Radioisotope kommen ins Abwasser. Die Gemeinheit ist dabei, dass je nach Zerfallszustand kurzlebige und sehr langlebige Strahler auftreten. Auf die besondere Gefahr trockener abrasiver Verfahren zur Reinigung und Dekontamination wird hingewiesen, da so radioaktive Stäube eingeatmet werden können und dann ihr zerstörendes Werk im Körper beginnen. Und natürlich, die Arbeiter, die in der Förderung und bei der Vorbereitung der Förderung und bei den Service-Gruppen beschäftigt sind, gehen ein hohes Risiko ein.

Die hohe Versterbensrate unter den ehemaligen Mitarbeitern des VEB Erdgas Salzwedel, speziell unter den Mitarbeitern, die „Sonden“ zu ziehen hatten (Förderrohre auszutauschen) spricht eine deutliche Sprache.

Auf der Seite 55 werden verschiedene Niederschläge und Anhaftungsformen beschrieben, mit denen man in der Produktion rechnen muss. Und es wird generell auf den hohen Schulungsbedarf für Mitarbeiter hingewiesen, da ja auf den Bohrplätzen auch mit Strahlern gearbeitet wird, um den Bohrprozess zu überwachen. Diese Strahler werden in die Bohrungen eingeführt und vieles andere mehr.

 

Quelle: http://www-pub.iaea.org/MTCD/publications/PDF/Pub1171_web.pdf

 

 

 

Mai 212012
 

Hört euch das mal an!
Bisher werden mehrere zig Millionen Liter radioaktiver, toxischer oder krebserregender Stoffe einfach in den Boden gepresst und das soll erlaubt sein. Die Politik muss die Industrie einfach stärker kontrollieren!

Bei der Förderung von Öl und Gas fallen gigantische Mengen giftiger Abwässer an. Entsorgt werden diese Stoffe oft dadurch, dass sie einfach wieder in den Boden oder ins Meer gepumpt werden. Die Opposition im Bundestag will das Thema nun stärker auf die Tagesordnung bringen.

Quelle:
Giftige Rohstoffe in Meer und Boden – Opposition kritisiert Umgang mit Abfällen der | Umwelt und Verbraucher | Deutschlandfunk.

Apr 042012
 

… und genau deshalb haben wir uns dem von Exxon initierten Dialogprozess verschlossen. Der Tagesspiegel berichtet, dass die von Exxon bezahlten Wissenschaftler keine nennenswerten Gefährdungen durch die Frackingtechnologie erwarten, im gleichen Atemzug betonen sie aber immer wieder:  Wenn als richtig gemacht wird und die Aufsichtsbehörden richtig kontrollieren. Das darf man in Deutschland wohl nicht viel erwarten, wie es es sonst zu erklären, dass seit über 20 Jahren bekannt ist, dass PE Rohre nicht für die Durchleitung von Kohlenwasserstoffen geeignet sind, diese aber trotzdem Verwendung gefunden haben und nun kilometerlange Leitungen ausgetauscht werden müssen!

Eine offizielle Stellungnahme, ob Fracking eine beherrschbare Technik ist oder nicht, will der Expertenkreis am 25. April präsentieren. In Gesprächen zeichnet sich bereits eine Tendenz ab: Sofern die Anlagen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft eingerichtet und betrieben werden, seien die Risiken vertretbar.„Die Gasfirmen werden alles tun, um Pannen zu vermeiden“, sagt der Toxikologe Ewers. „Andernfalls wäre das ohnehin geringe Vertrauen verspielt und die Technik erledigt

Quelle:
Shale Gas: Gefährliches Gemisch – Wissen – Tagesspiegel.

Apr 022012
 

Wurden nicht gerade erst 700km Leitungen in Niedersachsen auf Forderung des LBEG von den Betreiberfirmen überprüft? Und die Konzerne haben einen Bruchteil (in Erinnerung 29km) davon als fehlerhaft gemeldet. Es ist wohl doch ein wenig mehr. So läuft das, wenn man den Bock zum Gärtner macht. Wer überprüft denn die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser ursprünglichen Meldung? Folgende Meldung kommt heute vom Landesbergamt Niedersachsen. Diesmal sind es wieder Exxon Rohre.

Dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) wurde die Stilllegung einer Lagerstättenwasserleitung aus Polyethylen (PE) im Erdölfeld Nienhagen der ExxonMobil Production Deutschland GmbH (EMPG) mitgeteilt. Die Lagerstättenwasserleitung E4020 befindet sich zwischen den Bohrungen Elwerath 51 und Elwerath 29 in den Gemeinden Adelheidsdorf und Nienhagen im Landkreis Celle.

Das in der Leitung transportierte Lagerstättenwasser hat einen relativ hohen Benzol-Gehalt. Aus diesem Grund wurde die Trasse im Rahmen der Anordnung des LBEG von April 2011 ergänzend zu den bisherigen Untersuchungen detailliert überprüft. Nach dem von einem unabhängigen Gutachter übermittelten Ergebnis der Analyse wurden an zwei Stellen erhöhte Werte für Benzol im Boden festgestellt. Nach den Festlegungen der Anordnung des LBEG war die Leitung deshalb stillzulegen.

Eine detaillierte Stellungnahme des Gutachters steht noch aus. Das weitere Vorgehen wird auf Basis der Stellungnahme mit den zuständigen Wasser- und Bodenschutzbehörden abgestimmt.


Mrz 292012
 
Das ist auch mal wieder typisch. Nachdem Anfang 2011 festgestellt wurde, dass es durch undichte Polyethylenrohre aromatische Kohlenwasserstoffe entweichen konnten, hat man Exxon erst 1 Jahr später die Verwendung dieser Rohre untersagt. Aber wir Bürger müssen uns keine Gedanken machen, angeblich  hat zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Fragen stellen wir uns aber wohl!
  • Warum darf sich die Industrie hier wieder selbst kontrollieren?
  • Warum werden die Sanierungsmaßnahmen nicht von staatlicher Stelle geleitet und die Kosten der Firma übertragen?

Hier ein Auszug aus der NW-Zeitung.

Im Bereich der Erdgasförderstellen von Exxon Mobil im Raum Hengstlage/Westerburg/Charlottendorf werden in den kommenden Wochen vorbereitende Arbeiten zur Räumung des im Februar außer Betrieb genommenen Lagerstättenwasserleitungssystems vorgenommen. Zugleich werden die im vergangenen Jahr festgestellten Verunreinigungen des Erdreichs eingegrenzt und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden festgelegt. Es geht um die Beseitigung der „Altschäden“, die Anfang 2011 im Zuge der Leitungsüberprüfung festgestellt wurden. Wie die NWZ  berichtete, waren lokal begrenzte Verunreinigungen durch aromatische Kohlenwasserstoffe festgestellt worden. „Eine Gefährdung für das Umfeld besteht und bestand nicht“, so Exxon-Sprecher Hans-Hermann Nack. Deshalb wurde der Betrieb der problematischen Leitungen noch für ein Jahr von den Behörden genehmigt. Jetzt aber ist Schluss.

Quelle:
Umwelt Hengstlage: Exxon gräbt alte Leitungen aus – NWZonline.de.

Mrz 142012
 

Die CDU in Schwerte diskutierte im Rahmen eines Diskussionsforums über die Gefahren der Frackingtechnologie.

Auf Fracking in Trinkwasserschutzgebieten zu verzichten ist eine Position, die der Bund der Energiewirtschaft vertritt, dem 1800 Unternehmen angehören. Bislang liegt aber noch kein Gesetz vor, dass dieses Verfahren untersagt, ging aus den Erläuterungen von Ulrich Peterwitz hervor. Erst Mitte des Jahres werde die Landesregierung das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten vorstellen, das sich mit Fracking befasst. Man gehe davon aus, dass die Ergebnisse maßgeblich die Haltung des Landes zum künftigen Umgang mit Fracking bedingen werde, meinte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft.Bei der Diskussionsrunde gehörte allerdings nicht ein Vertreter von Wintershall, sondern Manager Klaus Angerer von BNK. Dieser in Kanada beheimatete Konzern will vornehmlich im Sauerland forschen, ob es dort Lagerstätten von Gas in Schiefergestein gibt und sich eine Förderung auch wirklich rechnet.Angerer erklärte, dass – anders als in den USA – die Zahl der Fördertürme sehr gering gehalten werde. Die chemischen Substanzen seien unbedenklich und das Abwasser werde den Vorschriften nach entsorgt.Peterwitz bezweifelte die Aussagen von Angerer, die er in ähnlicher Form auch von anderen Konzernen schon gehört habe. Vor allem der Vergleich, wonach die chemischen Mittel Küchenreiniger ähneln würden, bezweifelte er doch sehr. Um das Gestein, das in 1500 oder 2000 Meter Tiefe liege, aufzubrechen, könne man auf „gewisse Zusätze nicht verzichten“. Solche Beigaben könnten dann durchaus gesundheitsgefährdend sein.Große Fragezeichen setzt Peterwitz auch hinter die Entsorgung des Abwassers, das beim Fracking entsteht. Es sei schwermetallhaltig und unter Umständen auch radioaktiv belastet. Bedenklich stimme auch die Eile, die manche Konzerne geboten sehen, meinte Peterwitz. Die Gasvorräte reichen nach seinen Worten noch über 100 Jahre, von Knappheit könne aktuell keine Rede sein.

Quelle:
Chemie-Cocktail beunruhigt die Bürger | DerWesten.