Jun 212016
 

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Offener Brief an die Mitglieder des niedersächsischen Landtages

Fundamentale Neubewertung der Erdgasförderung erforderlich,nachdem EPA-Falschinformationen zu den Methan-Emissionen in den USA aufgedeckt sind und große Schädigungsgefahren von Anwohnern durch das Einatmen von Giften belegt sind, die bei der Förderung/Aufbereitung von Öl und Erdgas in die Luft abgegeben werden.

Der Begriff „Brückenbrennstoff“ für das gefrackte Erdgas ist als Falschbehauptung enttarnt. Die zutreffende Bezeichnung wäre „Beschleuniger der Klimazerstörung“.

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Offener Brief des Teams Gesundheit an die Mitglieder des niedersächsischen Landtages vom 20.06.2016 mit Quellenangaben, um sie über diese wichtigen Neuigkeiten aus den USA im Juni 2016 bezüglich der Gasförderung aufzuklären.

 Veröffentlicht von am 21. Juni 2016
Sep 242014
 

200 m entfernt vom nächsten Gehöft, 500 m entfernt vom Dorf Bramhar explodierte eine Ölbohrung und brannte stundenlang

200 m entfernt vom nächsten Gehöft, 500 m entfernt vom Dorf Bramhar explodierte eine Ölbohrung und brannte stundenlang

Gestern Abend bei Einbruch der Dunkelheit ereignete sich eine Gasexplosion in einer Ölbohrung, die eben gewartet wurde. Dabei wurden vier Arbeiter schwer verletzt. Die Feuerwehren hielten das nicht löschbare Feuer über Nacht unter Kontrolle, bis es niedergebrannt war. Das Umland ist nicht umbesiedelt, wie n-tv berichtete: Für die Anwohner in den umliegenden Einzelgehöften und dem Dorf Bramhar in wenigen Hundert Metern Entfernung war es sicher eine helle Nacht.

Das LBEG nennt den Vorfall ein „Unglück“ und teilte heute Nachmittag mit:
„Bei einer Explosion und dem anschließenden Brand an der Bohrung Bramhar 10a im Erdölfeld Bramberge, in der Gemeinde Geeste (Landkreis Emsland), wurden am Abend des 23.09.2014 ein Mitarbeiter des Betreibers des Ölfeldes, der GdF SUEZ E&P GmbH, sowie drei Mitarbeiter eines Subunternehmens schwer verletzt. Die vier Verletzten wurden mit schweren Brandverletzungen in Spezialkliniken gebracht.

Das Unglück ereignete sich bei Arbeiten an der Erdölbohrung. Dazu wurde die Bohrung mit Salzwasser aufgefüllt und anschließend der Bohrlochverschluss demontiert. Beim Fortgang der Arbeiten stieg unerwartet Gas aus der Bohrung und führte zur Explosion des Gases und dem anschließendem der Brand der Ölfeldwinde. Die genaue Herkunft des Gases und die Zündquelle sind noch nicht bekannt. Der Zugang zum Bohrlochkopf wird durch die stark beschädigte Ölfeldwinde behindert, die zunächst gesichert und abgebaut werden muss. Feuerwehrkräfte sind noch im Einsatz. Durch das THW wurden vorsorglich Ölsperren in angrenzenden Gräben eingerichtet.“

Das ausströmende Gas konnte nicht gelöscht werden und musste kontrolliert abbrennen. Am Vormittag war der Brand gelöscht. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) habe als zuständige Aufsichtsbehörde am Unfallort die Ermittlungen zur Schadensursache aufgenommen, hieß es im Geozentrum Hannover. Unterstützt werde es dabei durch Polizei und Feuerwehr. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an. LBEG-Präsident Andreas Sikorski und Minister Olaf Lies seien vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen.

Ölbohrungen im Emsland (Quelle: NIBIS-Kartenserver)

Ölbohrungen im Emsland (Quelle: NIBIS-Kartenserver)

 Veröffentlicht von am 24. September 2014
Apr 242012
 

Diese Nachricht kann gegensätzlicher nicht sein und passt so gar nicht zu den Erkenntnissen der UNABHÄNGIGEN Exxon-Expertenkommision. Der Energiekonzern Chesapeake hat eine mögliche Luftverschmutzung durch Fracking ebenfalls ausgeschlossen und von harmlosen Dampf gesprochen, der die Anwohner nicht gesundheitlich belasten würde. In Wirklichkeit wurden aber 26 Chemikalien entdeckt, u.a. Schwefelkohlenstoff, ein Nervengift, Benzol, Naphthalin, Carbonylsulfid, Dimethyldisulfid und Pyridin.

“We paid for tests because we can’t depend on the city or the fracking industry,” said Colleyville resident Kim Davis.  She continued, “The tests confirmed our worst fears, while Colleyville ignored their own tests to let fracking continue. Apparently the city represents Titan and the gas industry instead of local residents.”Colleyville City ordinances expressly prohibit the release of any gases: “No person shall allow, cause or permit gases to be vented into the atmosphere or to be burned by open flame.”The community-funded test results, which detected twenty-six chemicals, also showed carbon disulfide, a neurotoxin at twice the state level for short-term exposure. Benzene, a known carcinogen, and Naphthalene, a suspected carcinogen, were both over state long-term exposure levels by more than 9 times and more than 7 times, respectively. Carbonyl sulfide, dimethyl disulfide and Pyridine were all detected above safe limits for long-term exposure.

Quelle:
EARTHWORKS | Independent test results show fracking flowback emissions are dangerous toxics, not steam.

Apr 042012
 

… und genau deshalb haben wir uns dem von Exxon initierten Dialogprozess verschlossen. Der Tagesspiegel berichtet, dass die von Exxon bezahlten Wissenschaftler keine nennenswerten Gefährdungen durch die Frackingtechnologie erwarten, im gleichen Atemzug betonen sie aber immer wieder:  Wenn als richtig gemacht wird und die Aufsichtsbehörden richtig kontrollieren. Das darf man in Deutschland wohl nicht viel erwarten, wie es es sonst zu erklären, dass seit über 20 Jahren bekannt ist, dass PE Rohre nicht für die Durchleitung von Kohlenwasserstoffen geeignet sind, diese aber trotzdem Verwendung gefunden haben und nun kilometerlange Leitungen ausgetauscht werden müssen!

Eine offizielle Stellungnahme, ob Fracking eine beherrschbare Technik ist oder nicht, will der Expertenkreis am 25. April präsentieren. In Gesprächen zeichnet sich bereits eine Tendenz ab: Sofern die Anlagen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft eingerichtet und betrieben werden, seien die Risiken vertretbar.„Die Gasfirmen werden alles tun, um Pannen zu vermeiden“, sagt der Toxikologe Ewers. „Andernfalls wäre das ohnehin geringe Vertrauen verspielt und die Technik erledigt

Quelle:
Shale Gas: Gefährliches Gemisch – Wissen – Tagesspiegel.

Apr 012012
 

Lesenswertes Interview mit Prof. Blendinger zur gefährlichen Erdgas/Erdölförderung.

FOCUS Online:An der Elgin-Plattform ist die Fackel ausgegangen. Damit ist die größte Explosionsgefahr gebannt.

Wolfgang Blendinger:Auch wenn das jetzt glimpflich abläuft, gilt trotzdem noch, dass die Konzerne immer größere Risiken eingehen. Alle Öl- und Gasfelder, die leicht auszubeuten sind, sind bereits erschlossen. Jetzt bleiben nur noch solche, die allein von den geografischen Gegebenheiten schwieriger sind. In der Arktis etwa, oder in der Tiefsee.
FOCUS Online:Mit besserer Technik und besserem Material ließe sich das doch trotzdem in den Griff kriegen.

Blendinger:Diese Argumente höre ich seit 30 Jahren. Seitdem ist in der Nordsee Piper Alpha in die Luft geflogen, im Golf von Mexiko kam es nach dem Deepwater-Horizon-Unglück zu dieser unsäglichen Ölpest, und selbst wenn die Gasfackel an der Elgin-Plattform ausgegangen ist, kann die Förderinsel trotzdem noch explodieren. Das einzige was passiert: Am Ende müssen die Arbeiter auf den Plattformen wieder ein paar Sicherheitsschulungen mehr absolvieren. Es ist vermessen, wenn wir behaupten, wir kriegen das in den Griff. Bohren ist oft eine gefährliche Sache. Wir lassen uns dabei auf einen Zweikampf mit der Natur ein, den der Mensch grundsätzlich verliert.

FOCUS Online:EU-Kommissar Günther Oettinger fordert höhere einheitliche Sicherheitsregeln für alle EU-Mitgliedsländer. Sind solche Maßnahmen sinnvoll?

Blendinger:
Wir erleben hier ein Déjà-vu. Bei Problemen an Bohrplattformen ist der Ruf nach strengeren Kontrollen immer gleich da, wie bei der Deepwater Horizon. Das ist ein Reflex. Aber anschließend passiert nichts, die Konsequenzen bleiben aus….


Quelle:
Öl- und Gasbohrungen: „Wir haben die Sache nicht im Griff“ – Technik – FOCUS Online – Nachrichten.

Mrz 292012
 

Diese Überschrift hätte man nicht unbedingt von der WELT erwartet, aber recht haben sie.

Während E.on oder RWE anfangen, die Energiewende mitzugehen, bleiben Ölkonzerne in der Vergangenheit stehen. Sie nutzen Gewinne zu immer neuen Förderinvestitionen. Die Zukunft sieht aber anders aus. Das schottische Dorf Elgin wird wohl zu trauriger Berühmtheit gelangen. Nach ihm ist die Bohrinsel des französischen Konzerns Total benannt, auf der Erdgas in nicht bekannten Mengen ausströmt.Niemand weiß, ob der Schaden rasch behoben werden kann oder ob die Welt über Wochen Zuschauer einer Umweltkatastrophe sein wird wie zuletzt bei der BP-Plattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko.

….

Den Firmen scheint ihr Ansehen egal zu sein. Anstatt die Rekordgewinne aus dem Ölgeschäft in die Erforschung erneuerbarer Energien zu stecken, gehen sie einen anderen Weg. Exxon etwa macht keinen Hehl daraus, dass der größte Ölkonzern der Welt nur in der Förderung seine Aufgabe sieht. BP versuchte zwar, sich ein grünes Image zu geben – ist aber in Deutschland aus der Solarenergie ausgestiegen.

Quelle:
„Bohrloch der Hölle“: Den großen Ölkonzernen ist ihr Ansehen egal – Nachrichten Debatte – Kommentare – WELT ONLINE.