Feb 192012
 

Zwar sagten die Investoren zu, auf das Fracking zu verzichten. Dafür möchten sie das Gas in rund 1200 Meter Tiefe direkt anbohren. Aber: „Dieser Bereich liegt auch im Wasserschutzgebiet Holsterhausen/Üfter Mark“, stellt Hubert Nienhaus in seiner Vorlage fest. Weiter: Bei den Bohrungen werden Grundwasserschichten durchstoßen, die nach Auskunft der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerke (RWW) in 160 bis 180 Meter Tiefe liegen. Daher äußert auch das Unternehmen Bedenken gegen das Verfahren. Es sei nicht auszuschließen, „dass sich aufsteigendes Gas mit dem Grundwasser vermischen könnte“.

Die Verwaltung schlägt letztlich vor, wegen des Trinkwasserschutzes Bedenken gegen die bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragte „Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen“ zu äußern. Dies auch deshalb, weil der Raesfelder Bereich des Feldes WeselGas nur im Wasserschutzgebiet liege.

Quelle:
Sorge um das Trinkwasser -Dorsten | DerWesten.

Feb 192012
 

Der texanische Farmer sieht ziemlich elend aus. Seit in der Nähe mit der Fracking-Methode nach Erdgas gebohrt wird, berichtet er, verende sein Vieh. Und der Brunnen im Hof sei auch schon explodiert. Zum Beweis dreht der Mann den Wasserhahn in der Küche auf und hält sein Feuerzeug neben den Strahl: Das Waschbecken brennt lichterloh.
Der 2010 gedrehte US-Dokumentarfilm „Gasland“ erhielt mehrere Auszeichnungen. Weniger begeistert waren die Konzerne, die Hydraulic Fracturing, kurz Fracking, anwenden. „Bei uns in Deutschland könnte das mit dem brennenden Wasser gar nicht passieren“, glaubt Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU). Weil es hier Vorschrift sei, das etwa 1000 Meter tiefe Bohrloch bis hinunter doppelt zu verrohren. Die Amis seien da wohl etwas lax und hören mit dem Rohr bei 300 Metern auf. Dann könne das geförderte Schiefergas freilich mit einem Grundwasserleiter in Berührung kommen.
Minister Reinholz musste sich ein bisschen beeilen mit der Erklärung. Denn die BNK Deutschland GmbH, Tochter des kanadischen Energiekonzerns BNK Petroleum, hat sich drei Claims in Thüringen gesichert, um hier nach „Erdgas in unkonventionellen Lagerstätten“ zu suchen. Die BNK-Manager sprechen bereits mit Landräten, um Akzeptanz für ihr Vorhaben zu finden.
Gestern stellten sie die Schiefergasförderung im Umweltausschuss des Landtags vor. Ein Aha-Erlebnis, sagt die Linke-Abgeordnete Katja Wolf . Sie erfuhr, dass die ersten Erkundungsbohrungen ab 2014 geplant sind und BNK hofft, bis zu zehn Prozent des jährlichen deutschen Erdgasbedarfs aus Thüringer Bohrlöchern pumpen zu können. Das umstrittene Fracking sei „wohl kaum noch zu verhindern“, fürchtet Wolf.

Quelle:
Kanadier suchen Thüringen nach Erdgas ab – tlz.de.

Feb 192012
 

NABU-Sprecher Jürgen Kruse hatte Gabriele Obschernica und Marianne Juhre eingeladen, die seit über einem Jahr bemüht sind, die Bevölkerung der Region auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die mit der Förderung von Erdgas unter Verwendung von Chemikalien verbunden sind.Gabriele Obschernica berichtete von den Planungen in der Region. Im Raum Wesel, Raesfeld, Schermbeck und Bottrop hat ein Konsortium um die „Thyssen Vermögensverwaltung GmbH“ Rechte für ein 321 Quadratkilometer großes Feld erworben. Dieses Förderungsfeld „Wesel-Gas“ liegt zum Teil in einem Wasserschutzgebiet. Von der ursprünglich geplanten Förderung unter Verwendung von Chemikalien hat Thyssen nach Mitteilung der Referentin inzwischen Abstand genommen.Es soll nun beabsichtigt sein, entlang natürlicher Verwerfungen Bohrungen anzulegen, die einen leichteren Austritt von Gas ermöglichen.

Quelle:
Fracking: Grundwasser ist gefährdet –  Ruhr Nachrichten.

Fracking sorgt für Goldgräber-Stimmung – Westfalen | DerWesten

 Allgemein, Exxon, Risiko: Gas im Trinkwasser  Kommentare deaktiviert für Fracking sorgt für Goldgräber-Stimmung – Westfalen | DerWesten
Feb 012012
 

Nanu.
Professor Alexander Roßnagel, Umweltjurist und Mitglied des von Exxon berufenen „neutralen Expertenkreises“, spricht leise und vorsichtig, wenn er seine Eindrücke der USA-Reise schildert. „Wir haben einen plastischen Eindruck von dem gewonnen, was auf uns zukommen könnte.“ Die Bohrplätze seien ein „so starker Eingriff in Natur und Landschaft, wie ich es mir nicht vorgestellt habe“. Vor vier Jahren gab es in Pennsylvania gerade mal 60 Bohrungen in die Erde, um aus festem Gestein mit Fracking-Methoden Erdgas zu gewinnen. Im vergangenen Jahr waren es 3000 – fünfzig mal mehr. 6000 weitere Genehmigungen wurden erteilt. Im gleichen Zeitraum wurde die Zahl der Behördenmitarbeiter, die für die Genehmigungen zuständig sind, gerade mal verdoppelt. „Obwohl es zehnmal, zwanzigmal so viele sein müssten“, sagt Prof. Roßnagel.

Quelle:
Fracking sorgt für Goldgräber-Stimmung – Westfalen | DerWesten.

Umstrittenes Fracking: Wie Gas schon ins Grundwasser gelangen kann

 Allgemein, Pressespiegel, Risiko: Gas im Trinkwasser  Kommentare deaktiviert für Umstrittenes Fracking: Wie Gas schon ins Grundwasser gelangen kann
Jan 222012
 

Während ExxonMobile bestreitet, dass es überhaupt größere Risiken gibt, schreibt das Umweltbundesamt, dass wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf die Schutzgüter bisher kaum vorliegen. Das Amt weist auf Vorfälle in den USA hin, weist aber darauf hin, dass in Deutschland die gesetzlichen Voraussetzungen höher sind. Bei einer Anhörung im Umweltausschuss des Bundestags im November überwogen kritische Stimmen.

Quelle:
Umstrittenes Fracking: Wie Gas schon ins Grundwasser gelangen kann – Startseite – Rhein-Zeitung.

Gasland-Stadt Dimock wird wieder mit Wasser beliefert

 Allgemein, International, Pressespiegel, Risiko: Gas im Trinkwasser  Kommentare deaktiviert für Gasland-Stadt Dimock wird wieder mit Wasser beliefert
Jan 212012
 

Die amerikanische Umweltbehörde EPA beliefert jetzt Familien der aus dem Dokumentarfilm „Gasland“ bekannt gewordenen Stadt Dimock in Pennsylvania mit sauberem Wasser. Die EPA hat nach eigenen Angaben „Gründe gefunden, die vermuten lassen, dass die Brunnenvergiftung mit den Gasbohrungen verbunden sein können“.

„The latest delivery of water to a few homeowners in Dimock’s Carter Road area came from the U.S. Environmental Protection Agency. The agency finds reason to believe well contamination could be linked to gas drilling operations.“

Gefunden wurden unter anderem thermogenes Methan, das im Unterschied zum biogenen Methan nachweislich aus der gleichen Tiefe stammt, in der auch das Gas gefördert wird. Außerdem Arsen, Glycol und Barium.

“Data reviewed by EPA indicates that residents’ well water contains levels of contaminants that pose a health concern,” the agency said in a statement. Tests showed dangerous levels of arsenic, a carcinogen, as well as glycols and barium in at least four wells, and the EPA is apparently concerned that the contamination may be more widespread.

Das Unternehmen Cabot Oil and Gas hatte zuvor mehrere Jahre lang die Versorgung mit Trinkwasser übernommen, aber die Lieferungen jetzt eingestellt. Die zur Verfügung gestellten Filteranlagen seien ausreichend, um die gesundheitsgefährdenden Stoffe aus dem Trinkwasser zu filtern.

Die Anwohner stellen sich dagegen auf den Standpunkt, dass ihr Wasser vor der Gasförderung sauber war und sie auch jetzt einen Anspruch auf sauberes Trinkwasser hätten. Nur Filteranlagen zu installieren, sei nicht ausreichend.

„Cabot has reconditioned water wells, drilled new water wells and installed treatment systems that work properly and effectively. Additionally, we have tested the water and the results have as proven the water meets federal safe drinking water standards,“ George Stark said via email.

The families dispute their water supply is safe and say the treatment systems that Cabot has installed in some homes don’t do an adequate job of cleaning it.“

Von Seiten der Gasindustrie – auch in Deutschland – wird gerne angeführt, dass es in Dimock bereits vor der Gasförderung biogenes Methan im Grundwasser gab. Thermogenes Methan, Schwermetalle und beim Fracking verwendete Substanzen eingesetzte Substanzen wurden allerdings erst nach Beginn der Gasförderung gefunden. Cabot Oil and Gas wurden 2010 die Rechte für weitere Bohrungen um Dimock entzogen.

Quellen:
EPA Delivers Water to Dimock Residents | WBNG-TV: News, Sports and Weather Binghamton, New York | Local.
http://www.propublica.org/article/years-after-evidence-of-fracking-contamination-epa-to-supply-drinking-water