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Im Plenum des Deutschen Bundestages wurde über die unkonventionelle Gasförderung diskutiert. Die Regierungsparteien CDU, CSU und FDP stellen sich auf den Standpunkt, dass erst ausreichende Erkenntnisse vorliegen müssen, bevor politische Entschlüsse gefasst werden können. SPD und Grüne fordern dagegen ein Moratorium und die Partei die Linke ein Verbot.

Die Anträge von SPD, Grünen und Linker wurden abgelehnt. Laut CDU sollen im Juni die Ergebnisse der Studie des Bundesumweltamtes zu den Risiken von Fracking vorliegen. Auch die Einschätzung der Bundesanstalt für Geowissenschaften über die Potentiale unkonventioneller Gasvorkommen sollen dann vorliegen.

Abgewartet werden sollen im weiteren die Ergebnisse der Studien aus NRW, die im September 2012 vorliegen wird.

Inhaltlich ergibt sich damit nichts neues: Fracking bei konventionellen Gasvorkommen darf weiter durchgeführt werden. Die Entsorgung von Lagerstättenwasser über Disposalbohrungen wird ebenfalls nicht eingeschränkt. Wasserbehörden werden weiterhin nicht verpflichtend beteiligt. Anträge auf weitere Claims können weiter gestellt werden und fallen damit unter das veraltete Bergrecht.

Viel Hoffnung wird von den Regierungsparteien in die Studie des Bundesumweltamtes gesteckt, die schon im Vorfeld als völlig unzureichend kritisiert wurde. Vergleichbare Studien in den USA laufen über mehrere Jahre und können auf praktischen Erkenntnissen aufbauen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass auch im Herbst noch nicht genügend Erkenntnisse vorliegen werden. Zumal die praktische Umsetzung in Bezug auf Bereiche wie Bohrlochsicherheit und Entsorgung noch nicht einmal von der Industrie begonnen wurden.

Die volle Debatte als Video:

 

Die Sendung Politik-Talk hat mit Horst Prestin über die geplante Gasförderung in Bissendorf gesprochen.  ”Exxon darf machen, was es will”, so Horst Prestin, wenn die Gesetze in Deutschland nicht endlich den Schutz von Mensch und Natur vor die wirtschaftlichen Interessen einzelner Unternehmen stellen.

Auch dass sich die Kommunalpolitiker in Stadt und Landkreis gegen das Fracking ausgesprochen hätten, nütze nur wenig. „Das Einzige, was wirklich helfen würde, ist eine Verschärfung der Gesetze. Bisher darf Exxon Mobil machen, was es will, sich im Wesentlichen sogar selbst kontrollieren.“

Quelle:
Fracking als Thema im Politik-Talk – Prestin: Gesetze verschärfen – Lokale Nachrichten, Videos, Bilder und mehr aus und für Osnabrück | noz.de.

 

Lünne. Die „Interessengemeinschaft IG Schönes Lünne“ lädt am Freitag, 20. April, um 19.30 Uhr zur öffentlichen Vorführung des Filmes „Gasrausch“ in das Gemeindehaus der Evangelischen Kirche am Calvins-platz ein. Der Eintritt ist frei.– Wie mehrfach berichtet, spricht sich die IG gegen eine Förderung von Gaslagerstätten in der Kommune aus. Kritikpunkt ist insbesondere die „Fracking-Methode“, bei der große Mengen Wasser unter Zusatz von Chemikalien ins Erdreich gepumpt werden, um das Gas aus den Gesteinsschichten zu lösen.„Lünne ist der Anfang und nicht das Ende der Förderung von unkonventionellen Gaslagerstätten im Schiefergestein in Niedersachsen“, heißt es in einer Mitteilung der IG. Der Film vermittle einen Eindruck davon, was es für einen Landstrich bedeute, wenn dort mit der Erschließung unkonventioneller Gaslagerstätten begonnen werde

Quelle:
Gegen „Gasrauschen“ in Lünne – Lokale Nachrichten, Bilder und mehr aus und für Spelle | noz.de.

 

Welch schreckliches Ausmaß die Erdgasgewinnung mittels Fracking in Australien genommen hat, zeigt der Bericht vom ARD Weltspiegel.

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/329478_weltspiegel/10142136_australien-verriegelt-das-tor-farmer-gegen?buchstabe=W

Gemeinsam stoppen wir Fracking!

4.000 sind es bereits jetzt, 40.000 sollen es in wenigen Jahren sein. Denn tief unter der Erde liegen riesige Vorkommen an wertvollem Flözgas. Eine Handvoll internationaler Energieriesen hat das Land unter sich aufgeteilt. Für sie ist der Nordosten Australiens ein Schlaraffenland: gewaltige Ressourcen, kaum Einwohner, aber industriefreundliche Gesetze. Dem neuesten Rohstoffboom down under steht eigentlich nichts im Wege – wären da nicht die aufmüpfigen Farmer. Sie wehren sich dagegen, plötzlich mitten in einem Gasfeld zu wohnen. Denn den Farmern gehört nur die oberste Erdschicht, nicht aber das wertvolle Gas, das darunter liegt. Das gehört dem Staat, der Milliarden durch Lizenzgebühren einnimmt. Im Gegenzug können die Energieriesen nach so viel Gas bohren, wie sie wollen.

Quelle:
DasErste.de – Weltspiegel – Australien 15.04.2012.

 

Fernsehen für Niedersachsen berichtet über die “Entsorgung” von Lagerstättenabwasser in 500 Meter Abstand zu einem Wasserschutzgebiet. Nach dem die Leitungen wegen Kontaminierungen von Grundwasser mit dem krebserregenden Benzol – RWE DEA spricht von einem “Umweltereigniss” – stillgelegt werden musste, wird das Abwasser jetzt mit täglich mehreren LKWs durch die Gegend gefahren.

Quelle:
http://www.fan-television.de/sendeformate/das-magazin.html

 

Weltweit wurde die Studie merkwürdigerweise als “Entwarnung für Fracking” beworben, obwohl keine objektiven Gründe für eine Entwarnung aufgeführt werden. Vielmehr werden die Risiken von Fracking im Verhältnis zu den “normalen” Risiken der Gasförderung relativiert.

Quelle:
USA: Studie über Fracking findet vor allem Probleme der konventionellen Gasförderung | Unkonventionelle Gasförderung.

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