Sep 272016
 

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Pressemitteilung:

BBU fordert: Gefahren des Fracking bei der Änderung der Grundwasserverordnung nicht ausblenden!

(Bonn, Berlin, 26.09.2016) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) hat im Rahmen der Verbändeanhörung zur Änderung der Grundwasserverord­nung gefordert, die Gefahren des Fracking und der Versenkung von Lagerstätten-wasser nicht auszublenden. Die bisher vorgesehenen Untersuchungs­programme für die Grundwasserqualität müssen um Stoffe erweitert werden, die in Frac-Fluiden sowie im Lagerstättenwasser enthalten sind. Anderenfalls droht eine schleichende, unbemerkte Kontamination des Grundwassers. Ein Monitoring erfolgt für die in Frac-Fluiden und dem Großteil der in Lagerstättenwasser enthaltenen Stoffe bisher nicht.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Fracking und das Versenken von Lagerstättenwasser stellen eine erhebliche Gefahr für das Grundwas­ser dar. Auch mit dem kürzlich verabschiedeten Fracking-Recht ist Fracking nicht verboten. Vielmehr kann die Fracking-Technik in Tight-Gas-Reservoirs Anwendung finden. Dem ste­hen bisher keine geeigneten Konzepte für ein systematisches und umfassendes Monitoring im Bereich des Grundwassers gegenüber. Die sachgerechte Lösung wäre ein ausnahms­loses Verbot von Fracking und der Verpressung von Lagerstättenwasser in den Unter­grund. Solange dies nicht geschieht, sollte die Problematik des notwendigen Monitorings im Rahmen der Änderung der Grundwasserverordnung gelöst werden. Dazu muss festge­legt werden dass die für Fracking typischen Substanzen ermittelt werden. Nur so kann er­reicht werden, dass aus dem Fracking resultierende Grundwasserbeeinträchtigungen be­urteilt und unterbunden werden. Eine Verschlechterung des chemischen Zustands des Grundwassers ist nicht hinnehmbar.“ Die Stellungnahme des BBU zur 1. Verordnung zur Änderung der Grundwasserverordnung ist abrufbar unter http://bbu-online.de

http://bbu-online.de/Stellungnahmen/GrwV-Ae1.pdf

Okt 132013
 

Gastrocknungsanlage Bötersen (Betreiber: ExxonMobil)

Beim Trocknen des Erdgases fallen Lagerstätten- und Kondenswassser an, die entsorgt werden müssen (Foto: Gastrocknungsanlage Bötersen)

Am 10.10.2013 informierte das LBEG über eine Lagerstättenwasser-Leckage im Erdölfeld Georgsdorf.
Ausgetretene Menge noch unbekannt. Rund 30 m² Forst betroffen.

An einer Lagerstättensammelleitung der ExxonMobil Produktion Deutschland GmbH wurde am 9. Oktober 2013 eine Leckage entdeckt. Die Leitung befindet sich im Erdölfeld Georgsdorf (Gemeinde Osterwald; Landkreis Grafschaft Bentheim). Der Betreiber informierte umgehend das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Das LBEG hat Ermittlungen zur Schadensursache aufgenommen und die Untere Wasserbehörde des Landkreises Grafschaft Bentheim sowie die Samtgemeinde Neuenhaus informiert.

An der Leitung aus Stahl/Zement trat während des regulären Betriebes aufgrund einer Undichtigkeit Lagerstättenwasser aus. Nach ersten Schätzungen ist eine Bodenoberfläche (Aufforstung) von ca. 30 m² betroffen.

Das genaue Schadensausmaß wird momentan von einem unabhängigen Gutachter ermittelt. Im Anschluss wird vom Betreiber ein Sanierungskonzept erstellt. Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen durch den Betreiber wird im Rahmen der Bergaufsicht vom LBEG kontrolliert.

Quelle: LBEG

Austritte von Lagerstättenwasser geschehen erstaunlich häufig, wie diese Liste der Störfälle in Norddeutschland deutlich macht. Erstaunlich deshalb, weil doch Deutschland das Land der Ingenieurskunst ist. Deswegen soll Fracking hier ja auch viel sicherer sein als z.B. in Amerika!

Na ja, wie sicher die Spezialexperten ihre Technik im Griff haben, sehen wir ja hier grade wieder. Und deutscher Stahl, pardon: Stahl in Deutschland ist wohl auch nicht mehr, was er mal war. Ganz zu schweigen von deutschem Zement. Von wegen Stahl/Zementleitung… wie mag das erst um den Zement bestellt sein, mit dem sie die alten Bohrlöcher von vor dem Krieg verfüllt haben? Wer vermag da Vertrauen in die deutsche Ingenieurskunst entwickeln?

 Veröffentlicht von am 13. Oktober 2013
Jun 092012
 

 

An einer Stahlleitung der RWE Dea AG wurde gestern erneut eine Leckage entdeckt. Die Leitung befindet sich auf dem Betriebsplatz der Bohrung Becklingen Z1 der RWE Dea AG und dient dem Transport von Lagerstättenwasser auf dem Betriebsplatz. Das Unternehmen informierte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie LBEG umgehend von dem Schaden.Nach ersten Schätzungen ist aus der Stahlleitung weniger als 1 Kubikmeter Lagerstättenwasser ausgetreten und auf den befestigten Betriebsplatz gelaufen. Die ausgetretene Flüssigkeit hat den Betriebsplatz nach jetzigem Kenntnisstand jedoch nicht verlassen. Dass in dem Wasser auch Benzol ist, erfahren wir erst auf Nachfrage. Auch die entsprechende Pressemitteilung erreichte uns nicht wie gewohnt automatisch, sondern erschien nur auf der Homepage des LBEG. Dazu Rochus Rieche vom Landesamt: “Lagerstättenwasser impliziert automatisch, dass Benzol freigesetzt wird. Die Pflanzen leiden aber eher unter dem Chlorid. Nach unserer Einschätzung ist das Benzol in dieser Menge nicht gefährlich – schließlich gibt’s das auch in jedem Trinkwasser.”

Quelle:
Erneut Schaden an Stahlleitung – “Benzol ist auch im Trinkwasser” | CelleHeute.

Mai 212012
 

Hört euch das mal an!
Bisher werden mehrere zig Millionen Liter radioaktiver, toxischer oder krebserregender Stoffe einfach in den Boden gepresst und das soll erlaubt sein. Die Politik muss die Industrie einfach stärker kontrollieren!

Bei der Förderung von Öl und Gas fallen gigantische Mengen giftiger Abwässer an. Entsorgt werden diese Stoffe oft dadurch, dass sie einfach wieder in den Boden oder ins Meer gepumpt werden. Die Opposition im Bundestag will das Thema nun stärker auf die Tagesordnung bringen.

Quelle:
Giftige Rohstoffe in Meer und Boden – Opposition kritisiert Umgang mit Abfällen der | Umwelt und Verbraucher | Deutschlandfunk.

Mai 182012
 

 

 

 

 

Das saubere Image der deutschen Erdgasindustrie bröckelt immer mehr. Wie sagte noch EXXONMOBIL Sprechesprecher Norbert Stahlhut im NDR Fernsehen: „Wir fördern seit 50 Jahren störungsfrei in Deutschland.“  Nun sollen schon ganze Gebiete durch Kollegen der RWE DEA verseucht worden sein! Die Bild berichtete heute wie folgt!

Die Schäden durch Erdgasförderungen im Kreis Verden sind nach Ansicht des Chefs der Grünen-Landtagsfraktion, Stefan Wenzel, größer als bislang erwartet. Die vom Niedersächsischen Landesbergamt erteilten Genehmigungen für die Förderung seien «leichtfertig» vergeben worden, sagte Wenzel am Donnerstag laut Mitteilung. Wenzel hatte sich am Mittwoch in Völkersen bei einem Ortstermin mit Vertretern des verantwortlichen Unternehmens RWE DEA ein Bild von den Fracking-Arbeiten gemacht. «In der Umgebung ist etwa eine Fläche von 120 bis 150 Hektar von Verseuchungen durch benzolhaltige Lagerstättenwässer betroffen», betonte Wenzel. Die Landwirte könnten auf diesen Flächen vorerst keinen Ackerbau betreiben. Ursächlich seien undichte Abwasserleitungen.

Quelle:
Grüne: Fracking-Schäden in Völkersen größer als erwartet – Hannover – Bild.de.

Mai 122012
 

RWE DEA kommt nicht aus den Schlagzeilen. Erneut kam es zu einem Vorfall bei der Gasförderung in Deutschland. Aktivkohlefilter auf der Versenkbohrstelle Grapenmühle bei Visselhövede standen in Flammen. Sie sollen das krebserregende Benzol aus dem kontaminierten Lagerstättenabwasser filtern.

Die auch als Disposalbohrung bezeichnete Anlage Grapenmühle Z1 muss zurzeit auch die mit aromatischen Kohlenwasserstoffen und Quecksilber belasteten Abwässer aus dem Bereich Völkersen aufnehmen. Dort musste die Disposalbohrung wegen undichter Leitungen und großflächiger Benzolkontaminierungen eingestellt werden.

Aktuell laufen bereits Untersuchungen wegen ausgetretenen Quecksilbers, das ebenfalls am Bohrplatz Grapenmühle Z1 gefunden wurde.

Über die Ursache des Brandes können wir nur spekulieren. So etwas hatten wir noch auf keiner von unseren Anlagen“, sagt RWE-Mann Stephan Schulze. Es sei aber klar, dass die Anlage zunächst einmal still gelegt werde, um den Störfall lückenlos zu dokumentieren. Schulze betont, dass in den Kesseln unter den Filtern „keine explosiven Stoffe oder Giftgase enthalten sind. Es sind nur Kohlenwasserstoffe, die bei der Erdgasförderung mit an die Oberfläche kommen und hier wieder verpresst werden.“ Auch das zuständige Bergamt ist gegen Mittag vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Die Fachleute versprechen eine „lückenlose Aufklärung des Störfalls“.

Lagerstättenabwasser ist ein Begleitprodukt der Gasförderung und fällt täglich in großen Mengen an. In Niedersachsen wird es über ein knapp 800 Kilometer langes Leitungsnetz transportiert und in verschiedenen Versenkbohrstellen „entsorgt“.

Quelle:
Feuer auf der Anlage Z1: Großalarm in Grapenmühlen – Visselhövede – Lkr. Rotenburg – Lokales – Kreiszeitung.